Modernisierungskredit für Ihre Immobilie

Hausbesitzer, die den Wert ihrer Immobilie steigern oder erhalten wollen, sollten in regelmäßigen Abständen Aus- und Umbaumaßnahmen durchführen. Wer die Kosten hierfür nicht aus vorhandenem Sparguthaben finanzieren kann oder will, hat alternativ die Möglichkeit, auf verschiedene Kreditangebote der Banken zurückzugreifen. Neben Förderdarlehen der KfW und klassischen, grundschuldbesicherten Baudarlehen bieten viele Institute mittlerweile auch Modernisierungskredite, die als Ratenkredite vor allem für kleinere Maßnahmen bestens geeignet sind.
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Modernisierungskredit: Aus- und Umbaumaßnahmen finanzieren

#77006058 - fotolia.com - Marco2811

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Um den Wert vom Eigenheim zu erhalten oder diesen im Laufe der Jahre zu steigern, können verschiedene Maßnahmen notwendig sein. Vom Einbau neuer Fenster über eine effizientere Heizungsanlage bis hin zur energetischen Sanierung ist vieles möglich. Für die Finanzierung derartiger Vorhaben bieten die Banken spezielle Modernisierungsdarlehen oder Renovierungsdarlehen, die in der Regel als zweckgebundene Mittel vergeben werden. Auch Förderdarlehen der KfW Bankengruppe sind möglich. Diese werden vor allem dann vergeben, wenn Gebäude energetisch saniert werden und der CO2-Ausstoss so deutlich verringert werden kann. Sie zeichnen sich meist durch deutlich niedrigere Zinsen und einer flexibleren Rückzahlung aus. Die Absicherung beider Immobilienkredite erfolgt allerdings zumeist durch die Eintragung von Grundschulden ins Grundbuch, was für Kreditnehmer mit teils hohen Kosten verbunden ist. Schließlich muss die Grundschuldeintragung über einen Notar erfolgen und schließlich vom Grundbuchamt eingetragen werden.

Modernisierungskredite als Ratenkredite

Kreditnehmer, die eine Alternative zu Immobilienkrediten und KfW Darlehen suchen, nutzen häufig den Renovierungskredit, der in Form von Ratenkrediten vergeben werden. Auch sie sind, im Unterschied zu klassischen Verbraucherkrediten, an eine bestimmte Verwendung innerhalb der Immobilie gebunden und dürfen daher ausschließlich für die Renovierung oder die Modernisierung verwendet werden. Sollten es die Bedingungen der Kredite hergeben, dürfen diese nicht nur für neue Fenster, die Renovierung des Badezimmers oder eine neue Heizungsanlage genutzt werden. Oftmals ist es auch möglich, die Neugestaltung des Gartens oder aber die neue Einbauküche hiermit zu finanzieren. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Geldverwendung durch die Vorlage von Rechnungen oder Quittungen belegt werden kann. Vielfach fordern die Banken direkt bei Kreditbeantragung Nachweise über die Geldverwendung.

Das zeichnet Modernisierungskredite aus

Modernisierungskredite, die oft auch als Wohnkredite vergeben werden, zeichnen sich durch einige Besonderheiten im Vergleich zu Ratenkrediten aus. So werden sie meist erst ab einem Betrag von 5.000 Euro vergeben, können dafür aber mit Summen von 50.000 – 70.000 Euro aufgenommen werden. Zudem ist es möglich, die Finanzierung mit Laufzeiten von 120 Monaten bzw. zehn Jahren abzuschließen. Durch diese langen Laufzeiten sind auch größere Kreditsummen ohne Probleme finanzierbar. Welche monatliche Rate für den gewünschten Kreditbetrag anfällt, kann online berechnet werden.

Das zeichnet den Modernisierungskredit aus:

  • Vergabe als Ratenkredit, nicht als Baufinanzierung
  • Zweckgebundener Kredit, speziell für Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten
  • Kredithöhen von 50.000 – 70.000 Euro
  • Maximale Laufzeit bis 120 Monate
  • Kein Grundbucheintrag nötig

Vergleicht man den Modernisierungskredit mit klassischen Immobilienkrediten liegt der wohl größte Vorteil im Verzicht auf die Eintragung der Grundschuld. Trotz Kreditaufnahme bleibt das Haus damit unbelastet, auch die Kosten für die Eintragung können gespart werden. Je nach Grundschuldhöhe resultieren hieraus Einsparungen von einigen hundert Euro. Dennoch müssen Kreditnehmer keine höheren Zinsen fürchten, denn durch die Zweckbindung sind Modernisierungskredite ähnlich günstig wie Immobiliendarlehen.

Die Voraussetzung für Modernisierungskredite

Um einen Modernisierungskredit von der Hausbank, einer Direktbank oder auch der KfW in Anspruch nehmen zu können, sollten Kreditsuchende einige Voraussetzungen erfüllen. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang ein festes monatliches Einkommen sowie eine positive Schufa-Auskunft, denn nur so kann die Kreditwürdigkeit nachgewiesen werden. Ob und unter welchen Voraussetzungen eine Kreditvergabe an Selbstständige und Freiberufler erfolgen kann, muss individuell geprüft werden. Ratenkredite stehen für diese Personengruppen nur beschränkt zur Verfügung, auch für die Vergabe von Modernisierungskrediten gelten strenge Richtlinien. Zusätzlich hierzu sollten Kreditsuchende auch Eigentümer einer Immobilie sein, die im Kreditantrag angegeben werden muss. Zwar wird diese nicht explizit zur Absicherung genutzt, durch vorhandenes Vermögen ist das Kreditrisiko der Bank aber dennoch reduziert.

Diese Voraussetzungen müssen für Modernisierungskredite erfüllt sein:

  • Positive Bonitätsprüfung
  • Festes, sicheres Einkommen aus nichtselbstständiger Beschäftigung
  • Positive Schufa-Auskunft
  • Eigentum an einer Immobilie muss nachgewiesen werden

Einfache Online-Beantragung von Modernisierungskrediten

Da Modernisierungskredite ähnlich standardisiert sind wie Ratenkredite, können auch sie problemlos über das Internet vergeben werden. Bevor der Antrag gestellt wird, sollten Kreditsuchende allerdings die Chance nutzen und unterschiedliche Angebote gegenüber stellen. So wird schnell deutlich, welche Konditionen berechnet werden und wo der günstigste Modernisierungskredit aufgenommen werden kann. Neben der Höhe der Zinsen sollte dabei auch berücksichtigt werden, ob und zu welchen Bedingungen eine vorzeitige Rückzahlung der Gelder möglich ist. Wer Sondertilgungen vereinbart, kann Teile des Kredites bereits vor Ablauf tilgen und so hohe Kosten einsparen. Wichtig ist außerdem, dass der Kostenaufwand für das Vorhaben genau überprüft und ermittelt wird. So steht von Anfang an fest, welcher Betrag insgesamt benötigt wird und wie hoch der Kreditbedarf ist. Teure Nachfinanzierungen können so vermieden werden.

Darauf sollte bei einer Kreditaufnahme geachtet werden:

  • Kreditvergleich über das Internet sichert günstige Konditionen
  • Nicht nur Zinsen, auch Kreditbedingungen vergleichen
  • Sondertilgungsrechte sorgen für Flexibilität
  • Genauen Kostenaufwand prüfen und teure Nachfinanzierungen vermeiden

Konnten attraktive Konditionen gefunden werden, ist der sofortige Online-Antrag über das Internet möglich. Für die Kreditentscheidung benötigt die Bank neben den persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum und Anschrift auch Informationen zum Einkommen sowie zur Immobilie. Liegt alles vor, wird die Bank ermitteln, ob die Kreditvergabe möglich ist und eine Vorab-Entscheidung treffen. Ist diese positiv, können Kunden davon ausgehen, dass der Antrag genehmigt wird und diesen unterschrieben an das Institut senden. Oft stehen die beantragten Geldmittel bereits nach zwei bis drei Werktagen auf dem Girokonto zur Verfügung und das Bauvorhaben kann starten.

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