Die Diät mit der Kartoffel

Kartoffeln kommen in Deutschland viel auf den Tisch, daher ist es kein Wunder, dass die Kartoffeldiät so beliebt wurde. In erster Linie ist die Kartoffeldiät als eine Mono Diät anzusehen, denn sie besteht aus einem Lebensmittel. In der Regel geht es hier um eine Kombination mit Quark oder Eiern. Es gibt jedoch auch Alternativen, wobei die Kartoffeln mit fettarm zubereitetem Gemüse und Salz genossen werden. Im Fokus bei der Diät steht aber, dass die Kartoffel fettfrei auf den Tisch kommt.

Je nach Variante wird bei dieser Diät ein Kilogramm Kartoffeln mit je 100 Gramm Quark oder 3 Eiern verzehrt und das täglich. Hierbei ist es die Verbindung, die es ausmacht, denn die Mischung aus den drei Zutaten ergibt eine hohe biologische Wertigkeit. Der menschliche Körper ist geradezu prädestiniert das enthaltene Eiweiß gut aufzunehmen und ein langanhaltendes Sättigungsgefühl geht damit konform. Der Effekt ist einfach zu erklären, denn in der Kartoffel befindet sich Kalium, dass reichlich Wasser aus dem Körper spült.

Laut Ernährungsexperten weicht die Kartoffeldiät von anderen Diäten weit ab, denn hier macht es die Nährstoffzusammensetzung. Die Kartoffeldiät selber besteht aus 2 bis 3 Prozent Fett, 10 bis 20 Prozent Eiweiß und bis zu 85 Prozent Kohlehydrate. Geht es nach Meinung der Experten, müsste die Diät aber einen weitaus höheren Fettanteil aufweisen und auch der Kohlehydratanteil ist zu niedrig.

Kartoffel: Schnell gemacht

Dabei ist die Diät durchaus alltagstauglich, denn Kartoffeln haben keine lange Kochdauer und können zudem auch einmal vorgekocht werden. Zudem macht die Kartoffel

  • lange satt
  • entwässert den Körper
  • enthält reichlich Kalium

Eine schnelle Gewichtsabnahme ist garantiert, aber es gibt einen entscheidenden Nachteil, denn der Wasserverlust zeigt sich in rasanter Zeit auf der Waage, aber nicht auf den Hüften.

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Zudem muss bei der Kartoffeldiät in verstärktem Maß darauf geachtet werden, dass kein Nährstoffmangel auftritt. Vitamine und Mineralstoffe fehlen hierbei gänzlich und auch Fett kann nicht gerade als ausreichend bezeichnet werden. Es muss auch mit Heißhungerattacken gerechnet werden, denn die sind durch die einseitige Ernährung geradezu vorprogrammiert.

Nach einer Kartoffeldiät sollte auf jeden Fall wieder normale Nahrung zu sich genommen werden, dabei muss dann darauf geachtet werden, dass der gefürchtete „JO – JO – Effekt“ nicht auftritt.

So funktioniert die Kartoffel-Diät

Bei den meisten Diäten steht die Kartoffel nicht auf dem Plan, denn sie enthält viele Kohlehydrate und wird vielfach sogar als Dickmacher bezeichnet. Dabei hat sie kaum Kalorien, macht schnell satt und ist leicht zu verdauen.

Die Kartoffeldiät kann sogar Spaß machen, denn alle Produkte, die aus ihr hergestellt werden, sind erlaubt. Das heißt nicht Kartoffelchips, aber:

  • Ofenkartoffeln
  • Kartoffelpüree
  • Bratkartoffel ( Zubereitung ohne Fett )

Dazu dürfen Beilagen, wie zum Beispiel:

  • Obst
  • Salate
  • Mageres Geflügelfleisch
  • Fisch

gereicht werden.

Die Kartoffel kann noch einiges mehr, denn sie hilft:

  • zu entschlacken
  • regt die Nieren zur Tätigkeit an

Da die Kartoffel jedoch dafür sorgt, dass in erster Linie Wasser verloren geht, muss bei der Diät der Flüssigkeitshaushalt stimmen. Der sollte in Form von Mineralwasser wieder dem Körper zugführt werden.

Hinweis:
Sportliche Aktivitäten sind bei dieser Diät kein Problem, denn die Knolle sorgt für eine ordentliche Energiezufuhr. Besonders geeignet ist die Diät, bei all denjenigen, die sich dem Ausdauersport verschrieben haben. Dieser verbrennt eine Menge Kalorien und zwischendurch dürfen Obst und Gemüse konsumiert werden.

Die Geschichte der Kartoffel

Der Ursprung der bekannten Knolle liegt in Peru, Chile und Bolivien. Im Jahr 1492 entdeckte Kolumbus bekanntlich Amerika und im Laufe der Jahre brachten diverse Seefahrer aus Spanien die Kartoffel mit. Zuerst gelangte sie nach Spanien und kam dann über Frankreich und England auch zu uns.

Der Anfang gestaltete sich als überaus schwierig, denn es wurden die hübschen Blüten verzehrt, die allerdings nicht nahrhaft, sondern genau das Gegenteil waren. Bei uns erkannte erst König Friedrich von Preußen den großen Nutzen und ordnete die großflächigen Pflanzungen an.

Heute ist die Kartoffel aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken und wird in einer Vielzahl von Gerichten angeboten. Spezialitäten aus der Kartoffel gibt es in jedem Bundesland. Bis heute ist sie das wohl wichtigste Nahrungsmittel in Deutschland.

Die tolle Knolle

Die Kartoffel ist der perfekte Schlankmacher, zudem stecken in ihr eine Reihe Powerstoffe. Wer es richtig anfängt, kann mit der Kartoffeldiät bis zu einem Pfund Gewicht pro Tag verlieren. Es gibt kaum ein anderes Lebensmittel, das für ein Abnehmen so geeignet ist, es müssen nur an 5 Tagen in der Woche mittags und abends Kartoffelrezepte auf den Tisch kommen.

Das steckt alles in der Kartoffel:

  • Sie besitzt relativ viel Kalium, so kommt es zu einem Entwässerungseffekt
  • Schlackenstoffe werden ausgeschwemmt
  • Der Säure – Basen – Haushalt wird in der Balance gehalten
  • 400 Gramm Kartoffel decken den täglichen Vitamin C Bedarf
  • In Zusammenhang mit dem leicht verdaulichen Pflanzeneiweiß ist ein Sattmacher Effekt gegeben
  • Ballaststoffe und Kohlehydrate machen langanhaltend satt

Mit der Kartoffeldiät ist ein Abnehmen eine einfache Sache und einseitig braucht es auch nicht zu sein. Zubereitungsarten dürfen gewählt werden, Voraussetzung ist jedoch, kein oder nur wenig Fett zu verwenden.

Tipp:
Zubereitungsarten mit Oliven – oder Leinöl setzen dem Körper wertvolle Fettsäuren zu. Sogar Bratkartoffeln sind erlaubt, wenn die Pfanne nur etwas mit einem der Öle ausgepinselt wird.

Nicht erlaubt sind:

  • Frittiertes
  • Überbackenes
  • Gratins
  • Chips

Die Schale sollte auf jeden Fall dran bleiben, denn so bleiben nicht nur Vitamine, sondern auch Mineralien erhalten. Pellkartoffeln müssen auch nicht gepellt, sie sollten vor dem Kochen nur ordentlich gereinigt werden.

Die Zubereitungsarten als Folienkartoffel oder auf dem Grill dauern zwar etwas länger, sind aber sehr schmackhaft.

Ist die Kartoffeldiät langweilig?

Das kann nicht bestätigt werden, denn als Beilage ist vieles erlaubt. Es muss nur fettarm sein, daher eignen sich besonders gut:

  • Mageres Fleisch
  • Geflügel
  • Salate aller Art
  • Fisch

Wer die Kartoffel als Beilage wählt, sollte nur wenig Fett zugeben. Eine tolle Alternative ist Mineralwasser zum Bratfett zu geben. Das ist gerade für Kurzgebratenes anzuraten. Beschichtete Pfannen sind ein absolutes Muss, denn je weniger Flüssigkeit ist nötig.

Die Kartoffel kann wunderbar mit Eiweiß kombiniert werden, dann geht es auch noch schneller mit dem Abnehmen. Magerquark ist eine gute Alternative zu anderen Beilagen. Dieser hat einen enorm hohen Anteil an Protein, womit der Stoffwechsel so richtig in Fahrt kommt. Zur Ergänzung des Diätplans werden Eier, Fisch und mageres Fleisch empfohlen.

Wer sich schlank essen möchte und das nur mit Kohlehydrate, ist bei der Kartoffel Diät richtig. Die Knolle beinhaltet:

  • B Vitamine
  • Vitamin C
  • 19 verschiedene Aminosäuren
  • 9 lebenswichtige Mineralien

Dazu kommt noch jede Menge an Kalium, dass den Körper ordentlich Wasser nimmt. Zudem ist die Diät äußerst preisgünstig, denn kaum ein anderes Produkt kann so günstig erworben werden.

Die Vorteile der Kartoffel Diät liegen auf der Hand, denn sie funktioniert bei jedem. Die Knolle selber ist sehr gesund und durch den hohen Stärkeanteil macht sie nachhaltig satt. Ein Pfund Kartoffeln weisen lediglich 400 Kalorien auf.

Natürlich steht auch ein Nachteil an, denn die Diät erweist sich als einseitig. Das kann zur Folge haben, dass schnell aufgegeben wird und eine lebenslange Abneigung gegen die Kartoffel entsteht.

Alles Knolle oder was?

In der Kartoffel steckt so einiges, was nicht erwartet wird. Eine Portion ist ausreichend, um den gesamten Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Dazu kommen noch die Vitamine:

  • B1
  • B2
  • B6

Die Knolle enthält aber noch mehr, denn auch das steckt in ihr:

100 Gramm Kartoffeln beinhalten maximal 73 Kalorien, die lange satt machen. Das kommt in erster Linie von den Kohlehydraten. Es gibt dabei unverdauliche Nahrungsbestandteile, die im Magen aufquellen und so das langanhaltende Sättigungsgefühl hervorrufen.

Heißhungerattacken gibt es kaum, denn der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam an, was bewirkt, dass weniger Insulin produziert wird. Bei der Diät bieten sich viele Zubereitungsarten an, denn alles ist erlaubt, nur kein Fett. Verzehrt werden dürfen:

  • Ofenkartoffeln
  • Pellkartoffeln
  • Folienkartoffeln
  • Salzkartoffeln

Perfekt zum Abnehmen

Das perfekte Gericht, wenn Pfunde purzeln sollen, sind Kartoffeln mit Magerquark. Hier ein Grundrezept:

  • 300 g Kartoffeln
  • ½ Zwiebel
  • 150 g Magerquark
  • 2 – 3 EL Milch
  • 1 – 2 EL frisch gehackte Petersilie
  • Pfeffer
  • Salz
  • 2 – 3 TL Leinöl

Gekochte Kartoffeln dürfen nach Herzenslust gegessen werden. Zum Kombinieren gibt es eine Menge Lebensmittel, die hervorragend dazu passen. Dazu gehören:

  • Gemüse
  • Quark
  • Kräuter
  • Joghurt
  • Obst

Hinweis:
Wer über einen längeren Zeitraum die Kartoffeldiät ausprobieren möchte, muss darauf achten, dass keine Mangelerscheinungen auftreten. Durch den hohen Entzug von Wasser kann es durchaus auch zu einer Dehydrierung kommen. Flüssigkeit in Form von Mineralwasser, Tee und Schorlen ist daher überaus wichtig.

Die Länge der Diät

Viele werden sich fragen, wie lange eine Kartoffeldiät dauern soll. Das ist abhängig von jedem Einzelnen. Das Ziel liegt natürlich im Fokus bei denjenigen, die Gewicht verlieren wollen. Andererseits kann diätet werden so lange es beliebt. Dabei muss aber immer auf den eigenen Körper geachtet werden, denn der reagiert unterschiedlich auf bestimmte Ernährungsarten.

Was absolut verboten ist, sind diese Dinge:

  • Alkohol
  • Kaffee
  • Süßigkeiten

sie verhindern, dass möglichst viel Wasser verloren geht.

Außerdem sollte es sich immer um frische Kartoffeln handeln, denn sie werden obligatorisch mit der Schale, aber ohne Salz gekocht. Gewürzt werden darf zu einem späteren Zeitpunkt mit Kräutern oder Gewürzen.

Handelt es sich um relativ junge Knollen, sollte die Schale mit gegessen werden. In ihr lassen sich die meisten Nährstoffe finden. Alternativ kann die Kartoffel auch im Backofen ohne Wasser zubereitet werden. Dafür wird sie einfach auf Alufolie gelegt, es kann aber auch ein gebrannter Ton Topf dafür genutzt werden.

Wichtig:
Genügend Flüssigkeit ist bei jeder Diät das A und O. 2 bis 3 Liter am Tag sollten es schon sein, damit der Flüssigkeitshaushalt stimmt. Kräuter – und Früchtetees sind hierbei zu empfehlen.

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