Glucosamin – der Baustein für Bindegewebe

Das Glucosamin ist ein reiner Naturstoff, der sich in der Hauptsache in den Schalen von Krebstieren befindet. Es ist aber auch ein wichtiger Baustein im menschlichen Körper, der das Bindegewebe festigt. In der Regel wird Glucosaminsulfat den Patienten verschrieben, die unter Arthrose leiden.

Ein natürlicher Bestandteil beim Knorpel, ist nicht nur die „Gelenkschmiere“, sondern auch N – Acetylglucosamin. Mit zunehmendem Alter gehen nach und nach die natürlichen Bestandteile des Knorpels verloren. Er trocknet nun nicht nur aus, sondern kann auch schlechter Feuchtigkeit und Nährstoffe aufnehmen. Dadurch bedingt wird der Abbauprozess noch einmal beschleunigt.

Glucosamin als Nahrungsergänzungsmittel

Diejenigen, die unter ständigen Schmerzen der Gelenke leiden, werden relativ schnell, bei Glucosamin Sulfat landen. Als Nahrungsergänzungsmittel, kann es auch langfristig eingenommen werden, während pharmazeutische Medikamente, für einen speziellen Zeitraum gedacht sind.

Zudem gibt es weitere Naturheilmittel, die durchaus auch von Ärzten oder Homöopathen empfohlen werden. Darunter fallen zum Beispiel:

Die Inhaltsstoffe, die für gesunde Gelenke sorgen, sind unter anderem:

  • Glucosamin
  • Chondroitin
  • Omega – 3 – Fischöl
  • Pinienrindenextrakt
  • Weidenrindenextrakt
  • Aminosäuren
  • Hyaluronsäure
  • Kollagenhydrosylat
  • Vitamin E und Vitamin C

Inhaltsstoffe von Glucosaminsulfat

Die Produktion von natürlichem Glucosamin kann auch bedingt durch Übergewicht und Stress nachlassen. So wird die Abnutzung vom Gelenkknorpel noch einmal begünstigt. Für einwandfrei arbeitende Gelenke ist es nötig, die Gelenkflüssigkeit anzuregen, dass kann entweder durch Bewegung, aber / und auch durch die Einnahme von Glucosamin Sulfat geschehen.

In der Regel wird der Wirkstoff in Trink – Ampullen oder Soft – Kapseln vertrieben. Die Präparate weisen noch andere Wirkstoffe auf, wie Omega 3 Fettsäuren, Vitamin C und E, Selen, Zink und Chondroitin.

Es gibt auch Lebensmittel, die Glucosamin beinhalten. Dazu gehören Meerestiere, wie Muscheln, Garnelen, Krabben und Hummer. Wer sich vegetarisch ernährt, muss allerdings auf die entsprechenden Präparate zurückgreifen. Produkte mit Glucosamin Sulfat haben in der Regel folgende Zusammensetzung und Inhaltsstoffe:

Glucosaminhydrochlorid, Methylsulfonylmethan, Trennmittel: Calciumdrogenphosphat, Bindungsmittel: Hydrokristalline Cellulose und hydriertes Gemüse Öl, sowie kolloidales wasserfreies Silica. Tablettensprengmittel: Croscarmellose – Natrium. Als Tablettenummantelung sind es Hypromellose, Titandioxid, Macrogol und Carnaubawachs.

Da Glucosamin ein wesentlicher Bestandteil des Knorpels ist, können durch die Einnahme von Glucosamin Sulfat nicht nur die Beweglichkeit verbessert, sondern auch die Heilung von Entzündungsprozessen beschleunigt werden.

Knorpelgewebe braucht relativ lange um abzuheilen. Sind es bei der Heilung der Haut nur rund eine Woche, sieht das bei einem Knorpel anders aus, hier beträgt der Heilungsprozess circa 3 Monate. Theoretisch wäre es machbar, durch die Ernährung dafür zu sorgen, dass sich das Knorpelgewebe immer wieder erneuert, es gibt aber wenige Lebensmittel, die diesen Stoff in sich tragen.

Es müssten größere Mengen an knorpeligem Fleisch (Chondroitin) zu sich genommen werden oder die Chitin – Panzer, der schon erwähnten, Krustentiere. In anderen Lebensmitteln kommt der Wirkstoff kaum vor. Da dieses so nicht möglich ist, muss Glucosamin Sulfat in Tabletten – oder Kapselform weiterhelfen.

Gute Erfahrungen wurden mit Glucosamin Sulfat gemacht. Dieses ist ein Aminozucker, mit relativ großen Molekülen. Allerdings tun sich diese schwer, beim sogenannten Transmembran – Transport. Um dennoch ein Ergebnis zu erreichen, hilft eine 90 bis 98 prozentige Sulfat Verbindung.

Diverse Studien haben gezeigt, dass eine Verbindung aus Glucosamin Sulfat und Chondriotin Sulfat zum gewünschten Erfolg führte. Chondroitin ist ebenfalls ein Bestandteil der Knorpelmatrix. Mittlerweile ist weitgehend bekannt, dass Glucosamin Sulfat der Arthrose nicht nur vorbeugen kann, sondern auch die Knorpelmatrix stimuliert.

Glucosamin nicht nur bei Arthrose und Arthritis

Zwischenzeitlich wurden auch diverse andere Studien mit dem Wirkstoff durchgeführt. Bei amerikanischen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass durch die Einnahme, auch das Dickdarmkrebs Risiko gesenkt werden könnte.

Allerdings sind es bislang nur Annahmen und Vermutungen, dass Glucosamin zur Senkung des Krebsrisikos im Dickdarm eine entscheidende Rolle spielt. Es müssten auf einen längeren Zeitraum noch weitere Studien praktiziert werden, um eine endgültige Aussage darüber zu untermauern. Es wurde jedoch beobachtet, dass eine Abnahme der Erkrankungshäufigkeit auf das entzündungshemmende Potenzial von Glucosamin wahrscheinlich zurückgeführt werden könnte.

Hinweis:
Empfohlen werden täglich zwei Tabletten mit viel Wasser zu sich zu nehmen. Die auf der Verpackung angegebene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, sowie eine gesunde Lebensweise nicht ersetzen.

Wirkung und Nebenwirkung

Es ist hinlänglich bekannt, dass in Deutschland bis zu 200.000 Hüftprothesen und rund 70.000 Knieprothesen eingesetzt werden. In der Regel haben die Patienten aber ein jahrelanges Martyrium hinter sich, wobei unverhältnismäßig viele Medikamente verschrieben werden. Nebenwirkungen sind dabei natürlich inbegriffen.

Glucosamin Sulfat ist ein kostengünstiges und fast frei von Nebenwirkungen Naturstoff. Als Medikament allerdings, das verschrieben werden könnte, müsste es langwierige Verfahren und großangelegte Zulassungsstudien geben, die die Wirksamkeit unter Beweis stellen. Das dieses noch nicht der Fall ist, dürfte an den Pharmaunternehmen liegen, die so wenig wie möglich investieren wollen.

Allerdings wurde schon vor einigen Jahren ein Medikament anerkannt, dessen Hauptwirkstoff Glucosamin Sulfat ist. Die Wirksamkeit von diesem Präparat wurde zweifelsfrei bestätigt. Es kann also davon ausgegangen werden, dass Glucosamin Sulfat hilfreich bei Arthrose und Arthritis ist.

Nebenwirkungen können, müssen jedoch nicht auftreten. Kommt es dazu, ist mit Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall zu rechnen. In seltenen Fällen kann es zu Verdauungsstörungen kommen. Des Weiteren wurden vereinzelnd Hautreaktionen, wie Ekzeme, Rötung oder Juckreiz beobachtet.

Dosierung von Glucosamin Sulfat

Um eine signifikante Reduktion der physischen Beschwerden herbei zu führen, sollten 1.5000 mg Glucosamin Sulfat pro Tag über einen Zeitraum von 4 Wochen zu sich genommen werden. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren eingenommen, können viele Symptome für längere Zeit reduziert werden.

Anmerkung:
Glucosamin Sulfat ist weit entfernt von einem Wundermittel und kann auch den Alterungsprozess nicht beeinflussen. Trotzdem ist eine tägliche Einnahme vorteilhaft für die Gelenke, allerdings darf hierbei auch eine genügend ausreichende Bewegung nicht fehlen.

Glucosamin Sulfat darf nicht von Personen eingenommen werden, die eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff aufweisen. Es könnte eine allergische Schock Reaktion eintreten, da der Wirkstoff überwiegend aus Schalentieren produziert wird. Ebenso, dürfen Menschen mit einer natürlichen Allergie bei den Tieren, das Präparat nicht verwenden.

Die Einnahmen sollten nur erfolgen, wenn ärztlicher Ratschlag eingeholt wurde. das gilt besonders für Patienten, die eine Störung des Zuckerstoffwechsels haben. Vor, sowie auch während der Einnahme ist eine Überwachung des Blutzuckerspiegels anzuraten.

Gleiches gilt bei Personen, die über Herz – Kreislauf – Beschwerden klagen. Hier sollten auf jeden Fall die Blutfettwerte von dem behandelnden Arzt überwacht werden. Ansonsten kann es durchaus vorkommen, dass ein Cholesterinüberschuss im Blut die Folge ist.

Vorsicht:
Bei Patienten, die unter Asthma leiden, kann es zu Beginn der Behandlung dazu kommen, dass verstärkt Symptome auftreten. Auch hier sollte vor einer Einnahme, der Arzt konsultiert werden.

Weitere Anmerkungen zu Glucosamin Sulfat

Absolut nicht erlaubt, ist eine Anwendung des Produktes während der Schwangerschaft oder der Stillzeit. Kinder sollten auf das Produkt verzichten, da es keine Untersuchungen über die Auswirkungen gibt.

Zudem wurde beobachtet, dass sich gelegentlich Wechselwirkungen mit Antibiotika (Tetracycline) zeigten. Die Wirkungen im Zusammenhang mit Glucosamin Sulfat äußerten sich, durch eine verstärkte Wirkung, des Antibiotika. Aufnahme und volle Wirkung des Medikaments können durch Glucosamin auch vermindert sein. Patienten, die Warfarin oder Acenocumarol zu sich nehmen, sollten ihre Blutgerinnung ärztlich überprüfen lassen. Dieses sollte zu Beginn und bei Beendigung der Einnahme geschehen.

Der Wirkstoff Glucosamin wird zur Linderung von Schmerzen eingesetzt, die bei Arthrose vorkommen. Das betrifft in der Regel häufig die Kniegelenke, wobei es einen degenerativen Abbauprozess der Gelenke durch Verschleiß gibt.

Weiterhin kann der Wirkstoff hilfreich sein, bei entzündlichen – rheumatischen Erkrankungen. Hierzu zählen unter anderem:

  • rheumatoide Arthritis
  • rheumatisches Fieber
  • Morbus Bechterew
  • Psoriasis Arthritis
  • Bindegewebsentzündungen (Kollagenosen)
  • Gefäßentzündungen (Vaskulitiden)

Auch andere relevante Anwendungsgebiete kommen nach Absprache mit einem Arzt in Frage. Diese sind neben Gicht und einer Infektion durch Streptokokken, auch eine Schilddrüsenunterfunktion, starke bis sehr starke Schmerzen, Schuppenflechte und durch Zecken übertragene Krankheiten.

Hinweis:
Der Gang zu einem Arzt ist dringend anzuraten, wenn sich Verformungen, Schwellungen oder eine Steifheitsgefühl an den Gelenken bemerkbar machen. Ebenso sollte verfahren werden, wenn es sich um geschwollene Gelenke handelt.

Fazit:
Glucosamin ist ein natürlicher Aminozucker, der in den Gelenken angesiedelt ist. Glucosamin Sulfat hat dauerhaft eingenommen, eine entzündungshemmende und knorpelaufbauende Wirkung. Allerdings kann es bis zu zwei bis sechs Monaten dauern, bis eine Verbesserung spürbar ist.

Die Effekte können verbessert werden, wenn eine Kombination von Chondroitin und Omega 3 eingenommen wird. Weitere Präparate, die zur Linderung beitragen sind, Pinienextrakt und Vitamine. Entzündungen werden bekämpft und der Knorpelstoffwechsel verbessert sich. In der Kombination ist es kein Medikament im herkömmlichen Sinn, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel.

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