Amalaki – natürliches Superfood

Die Amalaki oder auch Amla Beere gilt in alten Schriften als Frucht für „ewige Jugend und Schönheit“. In Indien gilt der Amla Baum (indische Stachelbeere) sogar als Heiligtum und bekommt in jedem Jahr einen eigenen Feiertag, den Amala Ekadashi.

Die Beere gehört der Familie der Euphorbiaceae an und zu finden ist er überwiegend im indischen Hochland. Die Amalaki kann auf unterschiedliche Arten verzehrt werden, entweder sie wird gekocht, gedampft oder als Pulver genutzt. Mittlerweile ist die Frucht auch bei uns angekommen und wird als Superfood gehandelt. Diejenigen, die es ganz bequem möchten, können Amalaki auch in Tablettenform erwerben.

Geschichte der Amalaki

Die Beere wird als Jungbrunnen bezeichnet, da es laut Legende einem jungen Mädchen gelang, ihrem alternden Mann mit einem Extrakt aus Amalaki Früchten, wieder zu einem Jüngling zu machen. Da das Verjüngungsmittel in der Hauptsache aus Amalakis bestand, gilt es auch heute noch, vor allem im Ayurvedischen, als die Pflanze die Lebenskraft erhält.

In Indien ist die Amla, lateinischer Name: Phyllanthus emblica, ein täglicher Bestandteil auf fast jedem Speiseplan. Bekannt ist die Frucht dort bereits seit mehreren Jahrtausenden und hat bis heute nichts von ihrem Mythos verloren.

Inhaltstoffe der Amalaki

Die Amalaki enthält ganze 5 Geschmacksrichtungen, die von sauer, bitter und süß, über scharf bis adstringierend reichen. Vor allem aber ist sie enorm reichhaltig an hitzebeständigem Vitamin C. Darüber hinaus enthält Amalaki Carotin, Nikotinsäure, Riboflavin, D – Glukose, D – Fructose und Myo Inositol, das speziell in der Gruppe der B – Vitamine enthalten ist.

Hinweis:
Ein Mangel von diesen Inhaltsstoffen kann beim Menschen nicht nur zu Haarausfall und Hautentzündungen führen, sondern es können Nervenfunktionsstörungen auftreten und im schlimmsten Fall einen Wachstumsstillstand auslösen.

Weitere Inhaltsstoffe sind:

  • Oleansäure
  • Tannin
  • Terchebin
  • Leuco – Delphinin
  • Lupeol
  • Fettsäuren
  • Ellagsäuren
  • andere Stoffe

Die Indikationen mit Amalaki sind vielfältig, denn bei den Ayurvedischen Anwendungen, hilft die Beere gegen Diabetes, Husten, Asthma, Bronchitis und Kopfschmerzen. Auch bei Verdauungsstörungen, Blähungen, Übersäuerung des Magens und einem Zwölffingerdarmgeschwür wird ihr eine heilende Wirkung nachgesagt.

Des Weiteren kommt Amla zur Anwendung bei Hauterkrankungen, Aussatz, Anämie, Leberleiden und Gelbsucht. Das sind nur einige wenige Erkrankungen, die mit der Frucht behandelt werden. Zur Verwendung kommen insbesondere die Rinde, Blätter, Früchte und Samen der Amalaki.

Unterschiedliche Präparate können leicht selber hergestellt werden, wenn frische Früchte vorhanden sind.

Magenbeschwerden und Durchfall:Limonade, die aus Amalaki Früchten und Zitronensaft hergestellt wird. Diese hilft bei Hämorrhoiden, Bauchwassersucht und einer vergrößerten Leber.
Förderung von Insulin:Ein Teelöffel Amla Saft, vermischt mit einer Tasse Bittergurke oder einer Tasse Jambulbaum – Samen. Fördert auch die Stimulation der Bauchspeicheldrüse.
Augenleiden:Augen mit Lösung aus Amla Saft auswaschen und den Saft vermengt mit Honig einnehmen.
Haarwachstum:Haaröl aus Amalaki, Gotu kola, Sesamöl und Eclipta alba herstellen. Rezepte siehe Internet

Kaum eine andere Frucht wird im Ayurveda so hoch gelobt, wie die Amalaki. Bei guter Pflege kann solch ein Baum bis zu 50 Jahre alt werden. In den Regionen, wo Amla besonders gut gedeiht, wird ein Baum rund 15 Meter hoch. Die Beeren entwickeln spezielle Qualitäten und haben ein breites Wirkspektrum.

Für das Wohlbefinden

Die Amalaki ist in vieler Hinsicht wichtig, für das körperliche Wohlbefinden. Die Frucht fördert nicht nur die Assimilation der Nahrung, sondern reguliert gleichzeitig den Verdauungsapparat. Da Amla sanfter und zudem auch langsamer wirkt, als beispielsweise Ingwer, können auch Pitta – Personen profitieren, denn bei der Einnahme entsteht keine übermäßige Magensäure.

Die Beere unterstützt weiterhin die normale Funktion der Leber und wirkt blutreinigend bei Toxinen und schädlichem Cholesterin. Der Nutzer kann die normale Funktion seiner Leber mit Amla unterstützen, dadurch bedingt, vermehren sich auch rote Blutkörperchen. Der Frucht wird ebenfalls nachgesagt, dass sie Augen, Blase, Herz und Lunge stärkt.

Amla trägt zur Stärkung vom Immunsystem bei und verleiht schöne Haut und gesunde Haare. Zudem werden Muskeltonus und Zellgeneration verbessert. Die Frucht selber schmeckt im höchsten Grad sauer, was auf den hohen Gehalt von Vitamin C zurückzuführen ist. Mit rund 3.000 Milligramm pro Frucht (ca. 720 mg Vitamin C pro 100 Gramm), weist sie den höchsten Gehalt an Vitamin C auf.

Das natürliche Vitamin C der Frucht ist dem synthetisch hergestelltem Vitamin natürlich weit überlegen, denn das Vitamin kann nicht nur besser vom Körper aufgenommen werden, es bleibt auch bei der Verarbeitung, von zum Beispiel Pulver, vollkommen stabil.

Weiterhin wirkt die Amalaki adoptogen, heißt: sie ist untoxisch und hilft dem Organismus, sich besser an Stresssituationen anzupassen. Präparate, die die Beeren enthalten, normalisieren die Körperfunktionen, wirken ausgleichend auf das endokrine System (Hormone), stärken das Immunsystem und haben einen positiven Effekt bei Stress – induzierten Krankheiten.

Da ein Glas Amalaki Saft rund zwanzig Mal mehr Vitamin C enthält, als ein Glas frisch gepresster Orangensaft, wird es zu einem unglaublichen Immun – Booster. Diejenigen, die regelmäßig Amla verzehren, können verhindern, dass alle Arten von Bakterien, Pilzen und Viren, das körpereigene Abwehrsystem angreifen.

Hautkrankheiten können ebenso behandelt werden, denn Amalaki hat kühlende Eigenschaften, sie ist nahezu ideal gegen Akne einzusetzen, zusätzlich tritt ein hautstraffender Effekt ein und der Prozess von auftretenden Linien und Falten wird verlangsamt. Da die Früchte antioxidative Eigenschaften besitzen, tragen sie zur Verlangsamung von Alterungsprozessen bei, stärken das Herz, die Lunge und das Gehirn und schützen zusätzlich noch vor freien Radikalen.

Wirkung und Anwendung

Da Amalaki einen hohen Gehalt an Chrom und einen Einfluss auf die Sekretion von Insulin besitzen, kann ein Diabetiker leichter seinen Blutzuckerspiegel steuern. Damit werden ungewollte Blutzuckerspiegelschwankungen verhindert oder zumindest verringert.

Wer Schwierigkeiten mit seiner Verdauung hat, kann von den Beeren ungemein profitieren, denn Amalaki Präparate wirken wie ein pflanzliches Abführmittel. Besonders zu empfehlen bei Verstopfungen und gleichzeitig wird auch das Verdauungssystem ins Gleichgewicht gebracht. Kapseln und Pulver der Amalaki verbessern die Fähigkeit Nährstoffe aufzunehmen und sie besser zu verdauen.

Der regelmäßige Verzehr von Amalaki Saft, Kapseln oder Pulver reinigen das Blut und fördern durch den hohen Vitamin C Gehalt die Aufnahme von Eisen. Da dadurch nicht nur das Gehirn gestärkt wird, sondern auch vor freien Radikalen sicherer ist, können Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz oder Alzheimer verhindert werden. Zudem steht fest, dass ein Nutzer seine Konzentration und das Gedächtnis verbessert.

Heute ist die Beere ein wichtiger Bestandteil verschiedener Haaröle und Shampoos. Die Amla stärkt hierbei nicht nur die Haarwurzeln, sie verbessert die Haarfarbe und sorgt für einen schönen Glanz. Zudem fördert das Essen der Früchte die Durchblutung und die Nährstoffversorgung der Kopfhaut. Unerwünschte Schuppen haben keine Chance und sogar das Wachstum der Haare wird massiv gesteigert. Risiken, dass es zu einer Glatze kommt oder Haarbrüche drohen, werden auf ein Minimum reduziert.

Mit den Jahren verliert das Hautgewebe Kollagen, dass führt dazu, dass Festigkeit und Weichheit weichen und die Haut schlaff und faltig wird. Durch den enorm hohen Gehalt von Vitamin C der Amalaki steigert sich die Produktion von Kollagen – Zellen und die Haut wirkt nicht nur verjüngt, sondern bekommt auch ihre Straffheit zurück. Flecken, als auch Falten werden verringert und die vorzeitige Hautalterung wird verzögert.

Zudem hilft Amla tote Hautzellen zu beseitigen und geschädigtes Gewebe zu reparieren. Durch die Früchte wird das Blut gereinigt, Mikroorganismen bekämpft und sie schützen zudem auch vor Infektionen, die Akne und Pickel begünstigen können.

Nährstoffe von Amalaki

Eine frische Beere besteht zu rund 80 Prozent aus Wasser und liefert jede Menge an Proteine, Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die verdauungsfördernd wirken. Die Frucht enthält weiterhin:

  • Mineralstoffe (Phosphor, Kalzium, Chrom, Eisen)
  • einen hohen Vitamingehalt (Vitamine B, Vitamin C und Beta Carotine)

Vitamin C ist ein antioxidatives Vitamin und schützt den menschlichen Körper vor freien Radikalen, die Schäden an den Zellmembranen und der DNA hinterlassen können. Hierdurch bedingt wird nicht nur das gesamte Immunsystem gestärkt, sondern auch Haut und Haare profitieren davon. Das Risiko an einer schweren Erkrankung zu leiden, wird gesenkt.

Personen, die unter übermäßigem Haarausfall leiden, sollten am Abend ein Haaröl aus Amalaki einmassieren und über Nacht einwirken lassen. Sämtliche Inhaltsstoffe stimulieren das Haarwachstum, fördern die Haardicke und machen die Haare weitaus weniger anfällig für etwaige Schäden. Morgens dann einfach das Ganze mit einem milden Shampoo ausspülen.

Darreichungsformen

In der Mehrzahl wird innerhalb Deutschlands das Amalaki Pulver vertrieben und gekauft. Hierzu werden die ganzen Früchte genutzt, welche schonend getrocknet und dann im gemahlenen Zustand in die Tüte kommen. Die Eigenschaften des Pulvers im Detail:

  • bekannt aus dem indischen Ayurveda
  • aus ganzen Früchten
  • reich an Vitamin C
  • Rohkostqualität
  • rein pflanzlich

Weitere Darreichungsformen sind Tabletten, als auch Kapseln, wobei diese in Deutschland schwer zu beziehen sind. Weiterhin ist Amalaki – Getränkepulver über das Internet zu beziehen.

Hinweis:
Verbraucher sollten auf jeden Fall immer Produkte aus einem rein biologischen Anbau wählen. Diese beinhalten keinerlei künstliche Geschmacks – und Konservierungsstoffe. Zudem befinden sich in zertifiziert biologisch angebauten Früchten kein Schädlingsbekämpfungsmittel oder andere Schadstoffe.

Nebenwirkungen

Amalaki oder auch indische Stachelbeere ist eine Frucht mit vielen Nährstoffen. Gerade in ayurvedischen Medikamenten, hat sich die Amla seit frühester Zeit durchgesetzt. Auch Studien zeigten keine Arten von toxischen, aggressiven oder anderen negativen Auswirkungen.

Andererseits sollten Personen, die schon an Übersäuerung des Magens leiden, vorsichtig mit Amalaki Präparaten umgehen, Durch den ungewohnt hohen Anteil an Vitamin C, kann das einen überhöhten Ausschuss an Magensäure zur Folge haben.

Menschen, die vermehrt unter Verstopfung leiden, dürfen nicht vergessen, für eine reichliche Wasserzufuhr zu sorgen. Ihnen wird empfohlen Amalaki Saft oder Pulver zu sich zu nehmen. Rohe Früchte sind gut gegen Diabetes. Vor der Einnahme von Pulver, Kapseln oder Saft, sollte auf jeden Fall der Arzt konsultiert werden, damit es nicht zu Wechselwirkungen mit vorhandenen Medikamenten kommt.

Es gibt wenige Ausnahmen vom Menschen, die allergisch gegen Amalaki reagieren. Sollte es zu länger anhaltendem Durchfall, Bauchschmerzen, Magenkrämpfen oder Übelkeit kommen, sind Präparate mit Alma sofort abzusetzen. In einzelnen Fällen wurde von Kopfschmerzen, behinderter Atmung oder Nesselsucht berichtet, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Wissenswertes über Amalaki

Ursprünglich kommt der Amalaki Baum aus Indien, heute wird er auch in subtropischen und tropischen Klima gefunden. Die Früchte haben bis zu 5 Geschmacksnuancen, wobei im Vordergrund die Säure steht. Diese ist dem hohen Gehalt an Vitamin C zuzuschreiben. Um den Früchten die meiste Säure zu nehmen, können sie gut in mit Kurkuma gewürztem Salzwasser eingelegt werden.

Als eine kulinarische Besonderheit gelten Amalaki – Pickles und Marmelade. Die getrockneten Früchte schmecken auch gut im gekochten Gemüse oder einem exotischen Fruchtsalat. Das sogenannte Superfood, hilft diverse Erkrankungen zu lindern und wirkt vorbeugend.

Amalaki Beeren helfen gegen:

  • Augenerkrankungen
  • Hautleiden
  • Leberkrankheiten (Hepatitis)
  • Erkrankungen im Magen – Darm – Trakt
  • Verstopfung
  • Geschwüren
  • Entzündungen
  • Müdigkeit
  • zu hohem Blutdruck
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Übergewicht
  • vorbeugend gegen Demenz und Alzheimer
  • Gallensteinen
  • schlechter, unreiner Haut
  • Haarausfall und zu dünnem Haar
  • Frauenleiden ( unregelmäßige Menstruationsblutungen, Unterleibsschmerzen)

Amalaki Früchte enthalten Chrom und regulieren somit die Insulin – Ausschüttung, sorgen so für eine Senkung des Blutzuckerspiegels. Darüber hinaus kann Chrom verhindern, dass sich schädliches Cholesterin bildet.

Amalaki gibt es als frische oder getrocknete Beeren, als Pulver, Saft und Extrakte im Handel zu kaufen. Frische Früchte sind dabei nur in asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Extrakte, Amla – Haarshampoo und Haaröl sind ausschließlich zur äußeren Anwendung bestimmt.

Mehr zum Thema
© 1996-2017 | Zeitung.de - zeitungen und fachzeitschriften : regional und international - Impressum