Brahmi Pflanze – das ayurvedische Heilkraut

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Die Brahmi – Pflanze ist wohl diejenige, die am meisten erforscht wurde. Als Heilpflanze ist sie aus ayurvedischen Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Das „Wunderkraut“ wird entweder als Presssaft, alkoholischer Auszug oder als Tee verwendet, wobei die unterschiedlichen Darreichungsformen gegen verschiedene Leiden hilfreich sein sollen.

Da es sich bei der Brahmi – Pflanze um ein stark wirkendes Nerventonikum handelt, wirkt es nachgewiesenermaßen angstlösend, cardiotonisch und diuretisch. In China findet die Pflanze ebenfalls Verwendung, hier sind es in der Regel Unfruchtbarkeit, Impotenz, vorzeitige Ejakulationen oder rheumatische Beschwerden, die mit ihr behandelt werden.

Geschichte der Brahmi –Pflanze

Die Brahmi – Pflanze oder auch kleines Fettblatt genannt, wächst in sumpfigen Tropen oder Subtropen. Zu finden ist sie in Indien, Sri Lanka, China, Nepal und Taiwan. Auch in den USA ist sie anzutreffen, hier sind es Staaten wie beispielsweise Virginia, Florida und Texas. Sogar in Nordportugal und Nordwestspanien fand eine Einbürgerung statt.

Es handelt sich um eine sukkulente Sumpfpflanze, die kleine 1 bis 2 Zentimeter lange, dickfleischige Blätter besitzt. Die Pflanze erreicht hierbei nur eine Höhe von ungefähr 10 Zentimeter. Traditionell wurde Bramhi in Indien überwiegend bei Neugeborenen genutzt, um das Tor der Intelligenz zu öffnen. Hinweisen sollte die positive Wirkung auf den zu erwartenden Geistzustand eines Kindes.

Zudem hat die Pflanze eine starke Auswirkung auf kognitive Funktionen, denn sie verbessert die Geschwindigkeit von visueller Informationsverarbeitung, die Lerngeschwindigkeit, sowie auch die Merkfähigkeit. Allerdings hat die Einnahme von Brahmi – Präparaten eine negative Auswirkung, denn ein maximaler Wirkungsgrad stellt sich erst nach ungefähr 12 Wochen ein. Hierbei sollte die Dosierung nicht unter 300 Milligramm liegen.

Inhaltsstoffe der Brahmi – Pflanze

Brahmi oder auch Bacopa monnieri ist eine Heilpflanze, die nicht nur uralt ist, sondern in der indischen Heilkunde zur Anwendung kam. Heute ist bekannt, dass sie das Gedächtnis stärkt und zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit beisteuert.

Geht es um die Stärkung von Gehirnleistungen, gibt es nichts Besseres zu empfehlen, als die Pflanzenstoffe der Brahmi. In der indischen Naturheilkunde ist sie seit mehr als 3000 Jahren bekannt und wird hier zur Behandlung von neuronalen Schäden oder bei epileptischen Anfällen eingesetzt.

Eine besondere positive Wirkung wird der Pflanze bei ersten Anzeichen von kognitiver Degeneration nachgesagt. Bei älteren Personen ist dies durch das fortschreitende Alter vollkommen normal, denn es findet ein natürlicher Abbau von Neurotransmittern im Gehirn statt. Das wiederum verlangsamt die Übertragungen, die zwischen einzelnen Gehirnzellen stattfindet.

Die Pflanze kann jedoch noch weit mehr, sie hilft bei der Stressbewältigung und auch Angstzustände können in den Griff bekommen werden. Um die gesamten Möglichkeiten der Pflanzenwirkung zu erhalten, ist es wichtig, auf eine genaue Dosierung zu achten. Die Einnahme von Brahmi – Produkten sollte möglichst nicht unterbrochen werden, erst dann kann die Pflanze die vollen Kräfte entfalten.

Aufwendig erscheint die Einnahme als Pulver, denn es muss mehrmals am Tag in Wasser eingerührt werden. Zudem wird mancher vom bitteren Geschmack abgeschreckt. Kapseln eignen sich weitaus besser und die wichtigen Inhaltstoffe bleiben auch erhalten. Zudem enthält eine Kapsel die exakte Dosis und auf weiteres muss ein Nutzer nicht achten.

Hinweis:
Wird die empfohlene Tagesdosis von 300 bis maximal 500 Gramm nicht überschritten, sind Nebenwirkungen nicht bekannt. Allerdings kann es in Kombination mit anderen Nootropika zu eventuellen Kopfschmerzen, Magenverstimmungen oder Durchfall kommen. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Medikamente aufeinander abgestimmt sind. Vor der Einnahme und wenn bereits verschreibungspflichtige Medikamente genommen werden, sollte der Nutzer im Vorfeld seinen Arzt konsultieren.

Vor allen Dingen finden sich in den Blättern der Brahmi – Pflanze wertvolle Inhaltsstoffe, die medizinisch nutzbar sind. Die Hauptinhaltsstoffe sind:

  • Flavonoide (Luteolin, Apigenin)
  • Saponine ( Bacosid A und B)
  • Phytosterine
  • Triterpene
  • Nicotin
  • Herpestin
  • Brahmin
  • Monierin
  • Hersaponin
  • Steroide

Die Einnahme von Bacopa monnieri, eignet sich weiterhin bei Erkältungskrankheiten, wie zum Beispiel Bronchitis oder Husten und auch für den Anti – Aging – Effekt kann der Verbraucher etwas Positives tun. Für die Haare, als Haarwuchsmittel kommt das Kraut ebenfalls zum Tragen.

Brahmi hat sich bei folgenden Indikationen bewährt:

  • Geisteskrankheiten
  • Epilepsie
  • Senilität
  • Bluthusten
  • Schluckauf
  • Nierensteinen und unterschiedliche Hauterkrankungen
  • Atemnot

Diejenigen, die das Fertigprodukt Brahmi Tee zu sich nehmen möchten, sollten beim Kauf genau auf die Bestandteile schauen, denn in vielen Fällen, besteht der Tee nicht aus Bacopa monnieri, sondern aus Centella asiatica. Wer reinen Brahmi Tee konsumieren will, sollte auf die Verpackungen von fertigen Teemischungen achten.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte einen gehäuften Teelöffel Brahmi – Pulver mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten warten und das Ganze dann abseihen. Für eine langfristige Einnahme werden 2 bis 3 Tassen pro Tag veranschlagt.

In hoher Konzentration ist der Hauptwirkstoff Bacoside in Brahmi Extrakten zu finden. Es kann auch eine bessere Dosierung stattfinden. Zudem sind Präparate erhältlich, die zu einer Hälfte aus Brahmi – Extrakt und zur anderen Hälfte aus Brahmi – Kraut bestehen. Der Verbraucher sollte beim Kauf ebenfalls auf genaue Zusammensetzungen achten.

Vorsicht:
Aufgrund der hohen toxischen Wirkung, darf die Einnahmemenge von 300 Milligramm pro Tag nicht überschritten werden. Allerdings handelt es sich beim Brahmi – Extrakt um eine vertrauensvolle Quelle, denn es wurden bereits Studien zu den Extrakten durchgeführt.

Für Verbraucher stehen Darreichungsformen von Kapseln und Tabletten zur Verfügung. Diese enthalten das Brahmi Pulver in korrekten Mengen und sind einfach einzunehmen.

Einzigartige Bestandteile von Brahmi

Als Heilpflanze ist Brahmi auch aus dem kosmetischen Bereich nicht mehr wegzudenken. Speziell die Haare werden nicht nur gekräftigt, sondern auch das Haarwachstum wird nachhaltig beschleunigt. Hierzu können Produkte in Form von speziellen Ölen für die effektive Haarpflege käuflich erworben werden.

Die Brahmi – Pflanze wirkt sich auch positiv auf die Haut aus, denn sie ist nicht nur entzündungshemmend, sondern auch hormonstimulierend und antioxidativ. Alles zusammen ergibt eine Verschönerung des gesamten Hautbildes mit dem dazu gehörenden Anti – Aging – Effekt.

Vorsicht:
Brahmi kann in der Regel ohne größere Bedenken zur Anwendung kommen. Allerdings sollte die Einnahme nie länger als maximal 12 Wochen andauern. Ansonsten können Nebenwirkungen in Form von erhöhter Darmtätigkeit, Magenkrämpfen, Mundtrockenheit oder auch Müdigkeit auftreten. Brahmi enthält dazu noch einige Alkaloide, die in hohen Dosen eine toxische Wirkung herbeiführen können, dass wiederum kann unter Umständen zur Schreckhaftigkeit führen.

Es gibt jedoch auch Risikogruppen, die von einer Einnahme absehen sollten, hierzu gehören Schwangere und stillende Frauen. Ebenfalls sollten Personen mit langsamem Herzschlag auf die Nutzung verzichten, denn Brahmi kann den Herzschlag weiter verlangsamen.

Weitere Indikationen und Anwendungsgebiete

Die Pflanze wirkt adstringierend, bitter, kühlend, abführend und intelligenzsteigernd. Sie kann aber noch mehr, denn sie wirkt zudem:

  • beruhigend
  • windtreibend
  • verdauungsfördernd
  • entzündungshemmend
  • entkrampfend
  • blutreinigend
  • schweißtreibend
  • entwässernd
  • herzstärkend
  • antipyretisch
  • allgemein stärkend

Durch die ganzen Eigenschaften, kann das Kraut auch vielfältig eingesetzt werden. Dies gilt zum Beispiel bei:

Inneren Anwendungen:Geisteskrankheit, Asthma, Verstopfung, Harndrang, Heiserkeit, Wundrose, Syphilis, Unfruchtbarkeit, Fieber, Schwächezuständen
Äußeren Anwendungen:akuter Bronchitis und Husten, hierbei werden Breiumschläge aus der gekochten Brahmi – Pflanze empfohlen

Brahmi ist eine unscheinbare Zimmerpflanze, auch Feenkraut genannt, die eine heilkräftige Wirkung hat. Die gesamten Inhaltstoffe kommen am besten in Tees oder Tinkturen zum Vorschein. In erster Linie aber, fördert sie das Kurz – und Langzeitgedächtnis.

Zur medizinischen Verwendung kommt das ganze Kraut, das sowohl frisch, als auch getrocknet, Verwendung finden kann. Soll die Pflanze nicht selber gezogen werden, ist das Kraut in der Apotheke oder dem Internet zu beziehen.

Hinweis:
Bei Personen, die Schilddrüsenmedikamente, Beruhigungsmittel, Kalziumblocker, Präparate bei Alzheimererkrankungen und Glaukom Medikamente nehmen müssen, kann es zu Wechselwirkungen kommen.

Viele Menschen haben unter Kopfschmerzen, Migräne oder Konzentrationsstörungen zu leiden. In der Regel hängt das mit einem Hormon und dessen Mangel zusammen, die Rede ist vom körpereigenen Hormon Progesteron. Es kann zudem auch sein, dass das Verhältnis zwischen dem Östrogen Estradiol und Progesteron nicht stimmig ist. Auch hier kann die Brahmi – Pflanze hilfreich sein, denn das Östrogen Progesteron ist zuständig für wichtige Gehirnfunktionen, beispielsweise was die Erinnerung und Konzentration betreffen.

Wirkung und Anwendung

Die Brahmi – Pflanze ist besonders in der Indischen Heilkunst eine wichtige Komponente. Benannt wurde sie nach den höchsten Bewusstseinszustand im Hinduismus, dem Brahman. Aber es gibt heute auch Studien, wobei die Pflanze traditionell zur Verbesserung von Gedächtnis und Intelligenz eingesetzt wird.

Effekte der Pflanze sind unter anderem:

  • Hilfe bei psychischen Störungen
  • Linderung bei Rückenschmerzen
  • Hilfe bei Gelenkschmerzen
  • Verbesserung sexueller Störungen
  • Hilfe bei Angstzuständen
  • Verbesserung der Gedächtnisleistungen

Die Dosierung spielt bei Brahmi die wohl größte Rolle, denn es ist wichtig, auf den Anteil der beinhaltenden Bacoside zu achten. Diese sind der bioaktive Bestandteil der Pflanze. Standartmäßig sollte die Dosierung nicht höher liegen, als bei 300 Milligramm pro Tag.

Das Pulver wird aus den Blättern gewonnen, hierbei ist die Tagesdosis anders ausgelegt, denn um den erforderlichen Anteil von Bacosiden zu bekommen, sind 750 bis 1500 Milligramm nötig. Experten empfehlen, Brahmi – Pulver immer während der Mahlzeit zu sich zu nehmen. Dann kann die Pflanze besser verwertet werden, insbesondere dann, wenn Transportstoffe wie Fette in der Mahlzeit vorkommen. Die Blätter der Pflanze, werden heute als Superfood gehandelt.

Brahmi aus Samen selber ziehen

Brahmi ist bei uns nicht heimisch, kann aber aus Samen selber gezogen werden. Sie benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, wobei hohe Temperaturen ausschlaggebend für ein gutes Wachstum sind.

Die Pflanze selber mag feuchte, humusreiche und nährstoffhaltige Böden. Diejenigen, die Brahmi aus Samen kultivieren möchten, sollten sie im Frühjahr in einem Minitreibhaus oder einem Zimmergewächshaus vorkultivieren. Da es sich bei den Samen um Lichtkeimer handelt, müssen sie nur entsprechend leicht in die Erde gedrückt werden.

Am besten gedeihen sie, wenn ideale Keimbedingungen vorliegen, diese werden erreicht, wenn der Standort auf der Fensterbank unter der sich eine Heizquelle befindet, gewählt wird. Aus den Samen entwickeln sich relativ schnell, Keimlinge, die in größere Gefäße um pikiert werden sollten. Ist das geschehen, müssen sie reichlich Wasser erhalten.

Da es sich bei der Pflanze um eine nicht winterharte Sorte handelt, ist eine Kultivierung im Freiland nicht zu empfehlen. Allerdings darf sie in der warmen Jahreszeit im Kübel im Garten stehen. Zum Überwintern ist ein heller und warmer Ort geeignet, an dem auch eine hohe Luftfeuchtigkeit wie beispielsweise im Badezimmer, herrscht.

Wissenswertes über Brahmi

In der deutschen Küche ist Bio Brahmi noch nicht sehr bekannt. Dabei eignen sich die kleinen Blätter durchaus als Zutat zu einem knackigen Salat. Da sie jedoch bitter schmecken, sollte die Dosierung sparsam stattfinden.

Beim Kochen ist das Kraut eher nicht zu verwenden, denn die wertvollen Inhaltsstoffe würden zerstört werden. Allerdings kann das Frischkraut zur täglichen Ernährung beisteuern oder es werden getrocknete Blätter oder Pulver verwendet.

Um die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern, bietet der Handel Brahmi – Extrakte. Diese sollten als Kur, in einem Zeitraum zwischen 6 und 8 Wochen, eingenommen werden. Die tägliche Menge von 300 Milligramm darf ein Nutzer nicht überschreiten.

Bei uns schwer zu bekommen ist Pirami Ney, eine medizinische Butter aus Brahmi, indischem Kalmus und Galgant. Sie soll angeblich gegen nervöse Unruhezustände, gegen Krampfleiden, Delirium und Gedächtnisschwäche hilfreich sein.

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Wer eine Brahmi – Pflanze kaufen möchte, muss sich jetzt noch in größeren und ausgewählten Pflanzencentern umschauen. Es wird wahrscheinlich aber nicht mehr lange dauern und die Pflanze wird auch in kleineren Märkten angeboten, denn der Trend geht stark nach oben. Schon heute ist Brahmi eine beliebte Zierpflanze, da sie relativ robust ist.

Diejenigen, die Brahmi ausschließlich wegen der Wirkung kaufen möchten, sollten sich an Produkte, in Form von Pulver und Kapseln halten. Da es sich um ein sehr bitteres Pulver handelt, wird die Einnahme mit Wasser oder als Tee empfohlen.

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