Brokkoli – Kohlgemüse mit hochwertigen Nährstoffen

Bei Brokkoli handelt es sich um eine mit dem Blumenkohl verwandte Gemüsepflanze, welche zur Familie der Kreuzblütler gehört. Das grüne Gemüse ist reich an hochwertigen Nährstoffen wie Vitamin C, Kalzium, Eisen, Folsäure, Zink und Beta-Carotin.

Ursprünglich stammt Brokkoli aus Kleinasien, durch Seefahrer gelangte er nach Italien und wurde hier weiterentwickelt und verbessert. Bevor es zur Bildung der gelben Blüten kommt, wird er geerntet. Dies ist in der Regel nach einer Vegetationsperiode von etwa 14 bis 15 Wochen der Fall.

Seinen Namen verdankt der Brokkoli seiner Struktur, die einem Baum ähnelt. Dabei ist das Wort „Brokkoli“ eine Ableitung des lateinischen Wortes „brachium“ („Arm“, „Zweig“). Der Brokkoli setzt sich am Kopf aus Blütenständen zusammen, welche noch nicht voll entwickelt sind. Er besteht aus Knospen, Blütenstielen und Blättern. In Italien werden auch die Blätter für den Verzehr verwendet, allerdings spielen sie sonst eher eine Nebenrolle. Brokkoli besteht aus vielen einzelnen Köpfen und Blütenknospen und viele Seitentriebe und Stiele. In der Regel ist die Farbe des Kopfes tiefgrün bis blaugrün, bestimmte Sorten weisen aber auch eine weiße, gelbe oder violette Farbe auf. Die Ernte beginnt, sobald die mittlere Blume, bei der es sich um den essbaren Teil handelt, gut ausgebildet und noch geschlossen ist.

Bekannte Brokkolisorten

Es gibt inzwischen sehr viele Brokkolisorten. Folgende Sorten haben sich bewährt und gedeihen auch in unseren Gegenden gut:

  • Belstar (ertragreiche Sorte mit großen Köpfen)
  • Calabrese (italienische Sorte mit vielen kleinen Blumen)
  • Calinaro (kompakt mit großen Köpfen)
  • Cezar (blau-grünliche Farbe, große Köpfe am Haupttrieb)
  • Kabuki (mittlere Größe, an den Seitentrieben kleinere Köpfe)
  • Marathon (kleine und kompakte Köpfe mit regelmäßig kleineren Köpfen an den Seitentrieben nach Ernte des Haupttriebs)
  • Parthenon (kompakte Köpfe)
  • Rosalind (rot-violette Köpfe und viele Verzweigungen)
  • Santee (viele Stiele mit violetten Köpfen und zahlreichen Verzweigungen)
  • Summer Purple (Sprossenbrokkoli mit Neigung zu Verzweigungen und violetten Köpfen)

Brokkoli und seine Inhaltsstoffe

111818896 – fotolia.com – Brent Hofacker

Brokkoli ist sehr nahrhaft und enthält eine Vielzahl an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, während er gleichzeitig einen geringen Kaloriengehalt aufweist.

Man könnte fast sagen, Brokkoli sei eine Arzneipflanze. Vor allem frischer Brokkoli ist so voll mit gesundheitsfördernden Substanzen, dass er einer Heilpflanze ähnelt, wie sogar ein Apothekermagazin von ihm schreibt. Die Vitamine C und E sowie das Provitamin A sorgen dafür, dass die Zellen vor freien Radikalen geschützt werden.

Enthalten sind in Brokkoli außerdem:

  • Vitamin B1, B2 und B6
  • Folsäure
  • Kalzium
  • Eisen
  • Natrium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Zink
  • Phosphor

Zudem finden sich in Brokkoli sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Glucosinolate. Durch die Glucosinolate erfolgt eine Speicherung von Indolen und Isothiocyanaten, welchen eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird.

Brokkoli gilt aufgrund seiner Struktur als leicht verdaulich und gut bekömmlich, weshalb er sich hervorragend für Schonkost-Ernährung und Diäten eignet. Wer aufgrund einer Laktoseintoleranz auf kalziumhaltige Milchprodukte verzichten muss, kann mit Brokkoli den Kalziumbedarf gut decken.

Frauen, die schwanger werden möchten oder bereits schwanger sind, können mit Brokkoli zudem die notwendige Folsäure aufnehmen.

Brokkoli soll das Krebsrisiko senken – Das sagt die Wissenschaft

Immer wieder befassen sich Forscher mit der Anwendung von Brokkoli bei Krebs. So hat sich in einer Studie des US-amerikanischen Roswell Park Cancer Institute herausgestellt, dass das Krebsrisiko bei Rauchern durch Brokkoli um 20 bis 55 Prozent gesenkt werden kann. Die Wissenschaftler beobachteten dabei ganz genau, welche Gemüsesorten von den Probanden verzehrt wurden.

Auch das Risiko für die Entstehung von Magenkrebs soll laut einem internationalen Wissenschaftlerteam durch den Verzehr von Brokkolisprossen gesenkt werden können. So ist in den Sprossen das Antioxidans Sulforaphan enthalten, durch welches die körpereigene Abwehr gegen Heliobacterpylori-Bakterien aktivieren soll. Diese sind wieder verantwortlich für unterschiedliche Magenerkrankungen, die zu Magenkrebs werden können. Werden laut der Studie also täglich etwa 70 Gramm Brokkolisprossen verzehrt, kann die Anzahl der Bakterien verringert werden.

Brokkoli und der Inhaltsstoff Sulforaphan sollen zudem bei Darmkrebs hilfreich sein. Auch hier untersuchten Wissenschaftler die Wirkung und stellten fest, dass Sulforaphan ein vorbeugender Wirkstoff gegen Krebs sein soll. Ursächlich für diese Wirkung sollt die Umwandlung von Sulforaphan in Senföl sein, welche durch die Bakterien im Darm erfolgt. Senföl wiederum wird nachgesagt, es sein wirksam im Kampf gegen Krebs.

Zudem konnten Wissenschaftler der Ohio State University herausfinden, dass Brokkoli dazu beiträgt, die Bildung der als krebsbekämpfenden Substanz I3C (Indol-3-Carbinol) anregen zu können. Die Studie wurde im Fachmagazin Cancer Prevention Research veröffentlicht und konzentrierte sich auf Brustkrebszellen. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass I3C auch gegen andere Krebsarten helfen kann.

Noch sind jedoch nicht ausreichend Untersuchungsergebnisse vorhanden, um Brokkoli eine tatsächliche Wirkung gegen Krebs zuschreiben zu können.

Der „Superbrokkoli“ – Helfer gegen Krebs?

In England entwickelten Forscher im Rahmen eines Projekts seit 1983 den so genannten „Superbrokkoli“ mit dem Namen Beneforte. Angeblich soll er gegen Herzkrankheiten und Krebs helfen, denn in ihm ist drei Mal so viel Glucoraphanin enthalten, wie in herkömmlichen Brokkoli-Sorten.

Für das Projekt „Superbrokkoli“ wurde ein wildes Gemüse entdeckt, in dem der Gehalt an Glucoraphanin sehr hoch war. Im menschlichen Darm wird dieser Inhaltsstoff zu Sulforaphan verarbeitet, welches im Blut gegen chronische Entzündungen und unkontrollierte Zellteilung ankämpfen soll. Somit soll der „Superbrokkoli“, der mittlerweile auch im Handel erhältlich ist, gegen Krebs im frühen Stadium helfen können. Ob dies tatsächlich der Fall ist, kann wissenschaftlich jedoch nicht belegt werden.

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Brokkoli und seine Verwendung in der Küche

Brokkoli kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden. Die Zubereitung sollte so schonend wir möglich erfolgen, um alle wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.

Verzehrt werden können neben den Röschen auch die zarten Blätter und Stängel. Gekocht werden sollte Brokkoli nur kurz. Bevor dies passiert, muss Brokkoli gründlich gewaschen, die Blätter entfernt und der Strunk gekürzt werden. Das Garen ist zwar auch am Stück möglich, jedoch wird oft empfohlen, den Kopf in mehrere etwa gleichgroße Stücke zu zerteilen. Die grüne Farbe bleibt erhalten, wenn Brokkoli nicht dampfgegart wird. Es gilt zudem immer zu bedenken, dass die Stielte etwa doppelt so lange gegart werden müssen, wie die Knospen.

Für welche Speisen eignet sich Brokkoli?

Brokkoli eignet sich vor allem als Beilage zu Fleisch- und auch Fischgerichten. Aber auch als Vorspeise, als Zutat in Salaten oder auch Aufläufen kann er verwendet werden. Zudem lässt sich Brokkoli gut zu Suppen und Saucen verarbeiten.

Passende Gewürze für Brokkoli sind Salz, Knoblauch, Muskatnuss, Walnüsse, Mandelblätter oder auch Pinienkerne. Jedoch sollte diese nicht in großen Mengen verwendet werden.

Brokkoli kaufen – Worauf sollte man achten?

Frischer Brokkoli lässt sich leicht an einer fest geschlossenen Blume erkennen, welche keine gelblichen Verfärbungen aufweist. Seine Farbe sollte knackig grün wirken. Ein nicht mehr frischer Brokkoli hat einen leicht bitteren Geschmack und auch viele der Nährstoffe sind nicht mehr erhalten.

Brokkoli wird oft in Schrumpffolie verpackt verkauft. Dadurch sieht er oft alt aus. Deshalb sollte nach Möglichkeit Brokkoli gekauft werden, der nicht verpackt ist.

Die Lagerung von Brokkoli erweist sich als schwierig, weshalb immer nur die Menge gekauft werden sollte, die auch tatsächlich benötigt wird. Im besten Fall wird Brokkoli im Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahrt, wo er sich bis zu fünf Tage hält. Das grüne Gemüse ist auch zum Einfrieren geeignet und kann so problemlos bis zu einem Jahr gelagert werden. Vor dem Einfrieren sollte er jedoch geputzt und wenige Minuten blanchiert werden.

Die Saison für frischen Brokkoli ist zwischen Juni und Oktober. Dennoch ist Brokkoli auch ganzjährig erhältlich. Außerhalb der Sommer-Saison in Deutschland wird das grüne Gemüse meist aus wärmeren, sonnigen Ländern wie Spanien oder auch Italien importiert.

Brokkolipulver – Eine beliebte Zutat in Smoothies

Brokkolipulver gewinnt als Zutat in Smoothies immer mehr an Beliebtheit. Und das ist auch kein Wunder, zeigen doch immer mehr Untersuchungen von renommierten Forschungsinstituten die außerordentliche Wirkung des grünen Gemüse auf die Gesundheit auf.

Herstellung von Brokkolipulver

Wie jedes Gemüse verliert auch Brokkoli beim Kochen eine große Menge der hochwertigen Nährstoffe. Doch nicht jeder möchte die für die Deckung des Tagesbedarfs notwendige Menge Brokkoli auch roh verzehren. Hierfür ist Brokkolipulver gut geeignet.

Um Brokkolipulver herzustellen, wird das grüne Gemüse direkt nach der Ernte weiter verarbeitet. So gehen die wertvollen Inhaltsstoffe kaum verloren. Die Verarbeitung erfolgt schonend ohne Erhitzung. Der Brokkoli wird schonend in Rohkostqualität getrocknet und dann zu einem feinen Pulver zermahlen.

Wie sehen die Nährwerte von Brokkolipulver aus?

Da Brokkolipulver aus der gesamten Pflanze hergestellt wird, ist es reich an Antioxidantien sowie hochwertigen sekundären Pflanzenstoffen. Brokkoli enthält den Stoff Sulforaphan, welcher besser unter dem Begriff Senföl bekannt ist. Dieses wirkt als ein starkes Antioxidant und Fänger freier Radikale.

Die Nährwerte für 100 Gramm Brokkolipulver sehen wie folgt aus:

Energie1.094 kJ/ 262 kcal
Fett1,0 Gramm
   davon gesättigte Fettsäuren0,4 Gramm
Kohlenhydrate25 Gramm
   davon Zucker18 Gramm
Ballaststoffe35 Gramm
Eiweiß21 Gramm
Salz0,25 Gramm

Brokkolipulver kaufen – Was gibt es zu beachten?

Brokkolipulver in Bio-Qualität ist in der Regel in gut sortieren Reformhäusern, Bioläden und auch im Internet erhältlich. Die Nachfrage steigt immer mehr. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Pulver aus schonender Herstellung stammt und frei von Konservierungs- und anderen Zusatzstoffen ist.

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