Cranberrys – unterstützen eine gesunde Blase

In der Regel handelt es sich um Frauen, die eine immer wiederkehrende Blasenentzündung durchleiden müssen. Viele schwören daher auf den Verzehr von Cranberrys, diese sind erwiesenermaßen, geradezu prädestiniert dafür zu sorgen, dass die Blase gesund bleibt.

Nicht nur die getrockneten oder gekochten Früchte sollen eine heilende Wirkung haben, sondern auch Cranberry Saft wird empfohlen. Der Handel bietet mittlerweile auch Cranberry – Kapseln an, die nicht nur prophylaktisch genommen werden können, sondern auch einen höheren Wirkstoffgehalt aufweisen.

Pflanzenkunde zur Cranberry

Die Geschichte der Früchte beginnt schon mit der Landung der „Mayflower“, wo das Schiff mit Einwanderern an der Küste Nordamerikas, bei Cape Cod in Neu England anlegte. Die Cranberry ist nicht nur gut lagerfähig, sondern auch gut zu transportieren, was sich die Menschen zu nutzen machten.

Zudem gaben die Beeren eine genügende Versorgung an Vitamin C ab und schützten so, vor der gefürchteten Mangelkrankheit Skorbut. Heute ist bekannt, dass die Cranberry schon von den Indianern genutzt wurde, es waren nicht nur die Früchte die zum Einsatz kamen, sondern speziell der Saft wurde zur Behandlung von Wunden eingesetzt. Da die Cranberry – Blüte entfernt an den Kopf von einem Kranich erinnert, nannten sie die Frucht „Crane Berry“, was sich später in Cranberry umwandelte.

Da die Medizinmänner der Indianer herausfanden, dass die Cranberry nicht nur zu medizinischen Zwecken einzusetzen war, gehörten sie der täglichen Ernährung an. Dies geschah in Form von frischen Früchten, als Saft oder die Beeren wurden zu Pemican verarbeitet. Das ist eine Paste, die aus getrocknetem Rindfleisch, Zwiebeln, Fett und eben der Cranberry besteht.

Das selber hergestellte Lebensmittel wurde auf Reisen, aber auch für lange Winter zubereitet, da es relativ lange haltbar war. Cranberrys wuchsen wild und mussten mühsam gesammelt werden. Erst im 19. Jahrhundert, gelang es Henry Hall die Beeren zu kultivieren und kommerziell anzubauen. Heute ist die Anbaufläche ungefähr 16.000 Hektar groß und die Ernte beträgt zwischenzeitlich mehr als 277. 000 Tonnen im Jahr.

Inhaltsstoffe der Cranberry

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Cranberry gehören wohl die Zitronen -, als auch die Apfelsäure. Beide sorgen dafür, dass sämtliche Mineralstoffe auch weit nach der Ernte erhalten bleiben. Es steckt jedoch noch viel mehr in der kleinen Frucht:

  • Vitamin A, C und K
  • Kalium
  • Natrium
  • Proanthocyanidine
  • Phosphor

Die Beeren enthalten Stoffe, die den menschlichen Körper vor freien Radikalen schützen. Fachmännisch als Antioxidantien bezeichnet, sollen diese Krankheiten, wie zum Beispiel, Krebs oder Arteriosklerose fördern. Zu allem Überfluss wirken sie sich auch negativ auf die Hautalterung aus.

Cranberrys und der Saft der Früchte, sind auch wirksam gegen bestimmte Darmviren. Allerdings stehen hierbei wissenschaftliche Tests noch aus. Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass Cranberrys eine vorbeugend Wirkung gegen wiederkehrende Harnwegsinfekte haben. Es ist eine Besonderheit der Früchte, da diese über einen antibakteriellen Effekt verfügen.

Die Beeren vereinen mehrere unterschiedliche und gesundheitliche Eigenschaften. Sie haben eine enorm hohe Menge an Mineralien und Vitaminen und die meisten Antioxidantien, im Gegensatz, zu anderen Früchten. Die Beeren (Vaccinium macrocarpon) können zur Behandlung, als auch zur Vorbeugung immer wiederkehrenden Harnwegsinfektionen eingesetzt werden. Cranberrys haben zudem noch andere Eigenschaften, wie beispielsweise:

  • antimikrobiell
  • entzündungshemmend
  • Antioxidativ
  • Antiadhäsiv

Der Handel bietet Nahrungs – und Genussmittel in Form von Fruchtschnitten, Sirupe, Snacks, Getränke oder Cranberrysaucen an.

Hinweis:
Patienten mit einer Überempfindlichkeit und denjenigen, die unter Harn – und Nierensteinen leiden, sollten keine Produkte mit Cranberrys zu sich nehmen. Auch bei Kindern wird eine Anwendung nicht empfohlen, denn die Beweislage ist auf diesem Sektor noch ungenügend. Vorsichtmaßnahmen, sind jedoch immer in den Gebrauchsanweisungen zu lesen.

Wirkung von Cranberrys

Die Wirkungen der kleinen Beeren sollen vielfältig sein, allerdings gibt es bisher keine belegbaren Studien. Folgende positive Eigenschaften werden ihnen nachgesagt, sie sollen helfen bei:

  • Vitamin C – Mangel
  • Angina Pectoris
  • Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Erkältungskrankheiten
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Rheuma, Gicht
  • Magengeschwüre

Vorsicht:
Vereinzelt kam es bei Personen zu Bauchschmerzen kommen, nach dem Genuss von Produkten, die Cranberrys enthielten. Negative Wirkungen bei Schwangerschaften sind zwar nicht belegt, trotzdem ist anzuraten, dass Schwangere sich mit ihrem Gynäkologen kurzschließen, bevor sie Cranberry – Präparate verzehren.

Wer eine Cranberry zum ersten Mal sieht, stellt sich bestimmt die Frage, wie eine Preiselbeere diese

beachtliche Größe erreichen kann? Es handelt sich jedoch um eine Schwester der Preiselbeere, die im Ursprung aus Amerika kommt. Roh schmecken sie eher sehr sauer, darum essen die meisten sie im gekochten oder getrockneten Zustand. Getrocknet erinnern sie an den Geschmack von Rosinen, die Säure ist durch ein süßliches Aroma ersetzt worden.

Sie schmecken einfach so oder in einem Müsli, Joghurt oder Shake. Als Soße passen sie zu Wild -und Fleischgerichten, gebackenem Camembert, in Quarkspeisen, aber auch im Kuchen oder einer anderen Süßspeise. Gesundheitsfördernde Eigenschaften bleiben erhalten, der Vitamin C Gehalt sinkt jedoch deutlich ab.

Positiv für die Gesundheit ?

In Deutschland sind Cranberrys noch nicht so lange bekannt. Vereinzelt bekam der Verbraucher sie in einem Reformhaus, wobei sich jeder fragte: was kann die Frucht eigentlich? Erst nach und nach wurde bekannt, dass sie bestimmte Heilwirkungen haben sollten.

Die rote Frucht ist ein wahres Powerpaket und zählt mittlerweile berechtigt zu den Superfoods. Selten sind bei einer anderen Frucht so viele Inhaltsstoffe enthalten, wie bei der Amerikanischen Cranberry. Die Nährwerte haben einen geringen Gehalt an Hauptnährstoffen:

100 Gramm frische Cranberry enthalten nur:

0,2 Gramm Fett
12 Gramm Kohlehydrate (davon 4 Gramm Zucker)
0,4 Gramm Eiweiß

Was an Hauptnährstoffen fehlt, wird von Mikronährstoffen ohne Probleme ausgeglichen. Die Früchte haben eine positive Wirkung auf den Blasentrakt, dass ist reichlich bekannt, mittlerweile wird ihnen auch nachgesagt, das sie einen guten Einfluss auf das Gefäß – und Herz – Kreislauf – System haben sollen. Sie sollen Nebenbeschwerden bei Prostataerkrankungen ebenso verbessern können, wie zur Verbesserung der Mundhygiene beitragen

Mit dem Essen der Cranberrys können also auch die Zähne ganz nebenbei gepflegt werden. Die Beeren sorgen aber auch für ein gestärktes Immunsystem, denn sie bekämpfen Viren und Bakterien und wirken so Entzündungen vor. Sie arbeiten weiterhin stärkend auf Zellwände und schützen Schleimhautzellen vor negativen Einflüssen.

Speziell bei Blasen – und Harnwegsinfekten, sollten Cranberrys verzehrt werden. Antibakterielle Bitterstoffe sorgen dafür, dass sich Entzündungen erst gar nicht ausbreiten können. Diejenigen, die im frühen Stadium zur Cranberry greifen, können sich den Einsatz von Antibiotikum sparen.

Cranberrys tragen auch vermehrt, wie schon erwähnt, zur Mundhygiene bei. Gerade hier tummeln sich unterschiedliche Bakterien und das in großen Mengen. Einige davon bleiben in den Zahnzwischenräumen stecken und bilden dort Plaque. Auf Dauer entsteht dadurch Parodontose und diese führt zu Zahnfleischschwund. Die Wirkstoffe der Früchte verhindern, wie auch bei allen anderen Schleimhäuten im Körper, dass sich Ablagerungen an den Zellwänden halten können.

Viele Patienten, die unter Arteriosklerose leiden, bestätigen den positiven Effekt, nach einer Cranberry Kur. Wahrscheinlich ist es dem extrem hohen Anteil an Anthocyanen zu verdanken, dass sich in den Gefäßen keine Ablagerungen mehr halten konnten. Bewährt hat sich die Beere auch, wenn es um die Elastizität der Gefäße geht.

Das Cranberrys das Immunsystem stärken, ist mittlerweile bekannt. Sie wirken nachweislich gegen Viren, Bakterien und auch gegen Pilze. Diese werden abgetötet, bevor sie größeren Schaden anrichten können. Durch den Genuss der Früchte, bildet der Körper einen erhöhten Spiegel des entzündungshemmenden Wirkstoffes, wobei Erkältungserreger oder andere Eindringlinge kaum Chancen haben.

Anwendung und Dosierung

Die Cranberry hat nicht nur ein breit gefächertes Indikationsspektrum, sie ist vor allen Dingen eine wirksame Naturarznei. Bei jeder Anwendung gilt jedoch, dass unterschiedliche Darreichungsformen, Berücksichtigung finden. Bei sämtlichen Krankheitsbildern, stand die ausreichende Dosierung im Mittelpunkt. Hierbei müssen natürlich unterschiedliche Darreichungsformen beachtet werden.

Hinweis:
Das Gute bei der Frucht ist, sie kann sowohl zur Prophylaxe, als auch zur Behandlung Verwendung finden. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bisher nicht bekannt. Patienten sollten aber im Vorfeld immer mit ihrem Arzt Rücksprache halten, wenn sie eine Cranberry – Kur beabsichtigen.

Bei Blasenbeschwerden wird eine mehrwöchige Kur empfohlen, um einen Schleimhaut Schutz aufzubauen, die mehrmals pro Jahr durchgeführt werden darf. Zur Vorbeugung hat sich Cranberry Saft bestens bewährt. Bei der rezidivierenden Blasenentzündung kann die Frucht in einer Extrakt Form als Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein.

Frauen, die immer wieder unter Blasenentzündungen leiden, sollten neben der Darreichungsform Tabletten auch getrocknete Früchte zu sich nehmen. Diese können über den Tag verteilt in mehreren Portionen gegessen werden. Eine Überdosierung kann nach heutiger Lage nicht erfolgen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte allerdings die Einnahme strikt nach Aussage des Herstellers erfolgen.

Bei der Mund – und Zahnhygiene dürfen Nutzer mehrmals am Tag frische oder getrocknete Beeren zu sich nehmen und diese über einen längeren Zeitraum im Mund kauen. Um den Aufbau des Schleimhautschutzes zu erhöhen bietet es sich an, auch den Cranberry Saft zu trinken. Zahnbelag wird dadurch nachhaltig und effektiv reduziert und typische Zahnprobleme wie zum Beispiel, Parodontosen können erst gar nicht auftreten.

Hinweis:
Cranberrys anzuwenden ist leicht und unkompliziert. Dazu noch risikoarm, denn Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Ob zur Prophylaxe oder Therapie bieten sich die Früchte in Tablettenform an, denn diese enthalten in der Regel einen Extrakt in konzentrierter Form. Hierbei sollte beim Kauf auf Monopräparate geachtet werden, die beinhalten ansonsten keine arzneilichen Wirkstoffe.

Wissenswertes über die Cranberry

Die Heimat der Cranberry oder Kranichbeere findet sich in den Hochmooren im östlichen Nordamerika. Die Pflanze selber benötigt zum Wachstum einen sauren Boden. Heute reicht das Verbreitungsgebiet über England, Kanada und Lettland bis nach Deutschland.

Die Pflanze braucht einen sonnigen bis leicht schattigen Platz und kann eine Höhe von maximal 15 Zentimeter erreichen. Sie wächst flächig und bildet im späteren Stadium eine Art Teppich. Bislang sind rund 130 unterschiedliche Sorten der Cranberry bekannt, wobei nur ungefähr ein Dutzend davon, auch kommerziell angebaut werden. Die bekanntesten Sorten sind „Ben Lear“, „Early Black“ und „Howes“. Die Erntezeit reicht vom Spätsommer bis in den Herbst hinein.

Was Verbraucher oft nicht wissen, die Cranberry kann vielseitig eingesetzt werden. Die Früchte sind reich an Vitaminen, Vitalstoffen und Antioxidantien. Frische Beeren sind nicht für Jedermann etwas, denn sie sind im Genuss sehr sauer. Besser sind Cranberrys geeignet um aus ihnen Marmelade, Saft oder eine Soße herzustellen.

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