Grapefruitkernextrakt – Biologisches Wundermittel für den menschlichen Organismus

Schon seit langer Zeit gilt Grapefruitkernextrakt als Geheimtipp, wenn es um die Bekämpfung von Viren, Bakterien und Pilzen geht. Mittlerweile zeigten schon umfangreiche Studien auf, wie erfolgreich die Verwendung von Grapefruitkernextrakt als natürliches Antibiotikum zu sein scheint. Der fast schon als phänomenal zu beschreibende Naturstoff wirkt dabei auf natürliche Weise und macht sogar Desinfektionsmitteln und Kosmetikprodukten Konkurrenz. Grapefruitkernextrakt ist inzwischen aus kaum einer Hausapotheke wegzudenken und in seinen Anwendungsmöglichkeiten sehr vielseitig.

Grapefruitkernextrakt – Was ist das eigentlich?

Bei Grapefruitkernextrakt handelt es sich um ein rein pflanzliches und zudem hoch konzentriertes Extrakt, welches aus den Kernen und Schalen der Grapefruit gewonnen wird.

Die Grapefruit selbst gilt als schmackhaftes und auch gesundes Nahrungsmittel. Sie weist einen besonders hohen Gehalt an Vitaminen auf. Doch auch in den Kernen der süßsäuerlich und bitter schmeckenden Zitrusfrucht sind außerordentliche Inhaltsstoffe zu finden. Die Kerne bieten der Pflanze ein Abwehrsystem, welches sie vor Bakterien, Pilzen und anderen Parasiten bewahrt.

Die Geschichte von Grapefruitkernextrakt

Im Jahr 1980 begann die Geschichte des Grapefruitkernextrakts. Hier stieß der im Bundesstaat Florida lebende deutsche Immunbiologe und Hobby-Gärtner Dr. Harich eher zufällig auf die antibakterielle Wirkung des Extrakts, als er während der Gartenarbeit feststellte, dass die Kerne der Grapefruit auf dem Kompost nicht verrotteten. Aufgrund seines medizinischen Fachgebietes stellte sich Harich natürlich die Frage, warum die Kerne so widerstandsfähig sind und von den Bakterien, Parasiten und Mikroben auf dem Kompost nicht zersetzt werden.

Dr. Harich, der vor seinem Medizinstudium auch Physik studierte, begann mit der systematischen Erforschung der Resistenz der Grapefruitkerne. Der antibakterielle Wirkungseffekt, den die Grapefruitkerne scheinbar besitzen, könnte aufgrund einer Kombination polyphenoler Wirkstoffe entstehen. Diese wiederum sorgen schützen die Kerne wie ein Konservierungsmittel. Als Mediziner überlegte Harich natürlich, ob diese positiven Eigenschaften auch dem Menschen zugute kommen könnten.

Harich entwickelte ein spezielles Extraktionsverfahren, denn mittels normalem Pressverfahren war es nicht möglich, die aktiven Wirkstoffe aus den Kernen herauszulösen. Durch den herkömmlichen Pressvorgang käme es zu einer Einbuße des antimikrobiellen Wirkungseffekts. Das eigentliche Verfahren konnte er so erst viele Jahre später entwickeln.

Ein Zirkulationsprozess sowie eine hohe Hitzeeinwirkung sorgen für eine Anregung der Aktivität der Inhaltsstoffe und deren Bindung als Substanz. Diese Substanz wiederum kann dann auch den Kernen gepresst werden. Zwar wird oft davon gesprochen, Grapefruitkernextrakt könne in einem regulären Extraktionsverfahren gewonnen werden, dies ist jedoch nicht der Fall. Nur durch das von Harich patentierte Verfahren bleibt die antimikrobielle Wirksamkeit erhalten.

Grapefruitkernextrakt und seine Inhaltsstoffe

Grapefruitkernextrakt besteht zunächst aus getrockneten Grapefruitkernen und –schalen. Es enthält Flavonoide, Vitamin C, Glukose (Dextrose), Glykoside, Limonoide und Glyzerol 85 Prozent (Extraktionsmittel).

Zu den im Extrakt enthaltenen Flavonoiden gehören unter anderem

  • Hesperidin
  • Kämpherol
  • Limonin
  • Naringin
  • Poncirin
  • Quercentin
  • Rutin

Flavonoiden werden immer wieder heilende Wirkungen nachgesagt. So sollen sie die Immunabwehr stärken können, da sie zu einer Stimulierung des Darms beitragen und so die Produktion von Antikörpern vermehren können.

Glykoside, die Verbindungen von Flavonoiden mit verschiedenen Zuckerarten finden sich ebenfalls in Grapefruitkernextrakt. Dazu zählen unter anderem:

  • Dihydrokaemperol
  • Isosakuranetin
  • Naringin
  • Neohesperidin

Weiterhin finden sich Limonoide in Grapefruitkernextrakt. Sie sorgen für den bitteren Geschmack von Zitrusfrüchten und unterbinden die Nahrungsaufnahme von Parasiten, wodurch deren Wachstum und Vermehrung verhindert werden kann.

Vitamin C und Flavonoide gelten dabei als Hauptinhaltsstoffe von Grapefruitkernextrakt, die an vielen biochemischen Reaktionen im Körper beteiligt sind.

Grapefruitkernextrakt und seine Wirkung

Die Wirkung von Grapefruitkernextrakt beruht aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Inhaltsstoffen, welche dazu in der Lage sind, eine Zerstörung der Zellwände von Bakterien und Pilzen herbeizuführen. Die Mikroorganismen sterben ab.

Durch die Inhaltsstoffe von Grapefruitkernextrakt werden zu dem die äußeren Hüllen von gesunden Zellen gestärkt. Dadurch sind sie vor Angriffen schädlicher Substanzen wie freien Radikalen besser geschützt. Die körpereigenen Abwehrkräfte können so besser gestärkt werden. In einigen Studien stellte sich bereits heraus, dass Grapefruitkernextrakt wie ein natürliches Antioxidans wirkt, dem folgenden Wirkungen nachgesagt werden:

  • entzündungshemmend
  • antiviral und anti-rhinoviral
  • antibakteriell
  • immunstärkend
  • antimikrobiell
  • antimykotisch
  • allergiehemmend
  • geschwür- und tumorhemmend
  • leberschützend
  • desinfizierend

Wie sich zeigt, scheint das Wirkspektrum von Grapefruitkernextrakt sehr breit gefächert zu sein. Neben der Zerstörung der Zellwände der Mikroorganismen scheint Grapefruitkernextrakt Wissenschaftlern zufolge Wirkstoffe zu enthalten, die eine Desorganisation der cytoplasmischen Membran verursachen. Die Folge ist das Ausbleiben der Aufnahme von Aminosäuren, wodurch die Mikroorganismen zudem verhungern.

Grapefruitkernextrakt und seine Anwendungsmöglichkeiten

Grapefruitkernextrakt hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Wie Studien inzwischen belegen konnten, scheint Grapefruitkernextrakt gegen mehr als 800 verschiedene Viren und Bakterien wirken zu können. Zudem kann Grapefruitextrakt schon vorbeugend zum Einsatz kommen.

Innerliche Anwendung von Grapefruitkernextrakt

Wird Grapefruitkernextrakt innerlich angewendet, kann es ein breites Wirkungsspektrum abdecken. Dies ist scheinbar soweit gefächert, dass es sogar besser als viele Antibiotika wirken könnte.

Innerlich wird es vor allem in der Naturheilkunde bei folgenden Beschwerden angewendet:

  • Abgeschlagenheit und chronische Müdigkeit
  • Angina
  • Arthritis
  • Bauchschmerzen, Blähungen
  • Blasenbeschwerden und –entzündung
  • Bronchitis
  • Candida albicans
  • Cholera
  • Darmentzündungen
  • Erkältungen, Grippe, Husten
  • Fieber
  • allgemeine Infektionskrankheiten
  • Konzentrationsprobleme
  • Morbus Crohn

Äußerliche Anwendung von Grapefruitkernextrakt

Nicht nur innerlich, sondern auch bei Beschwerden, die äußerlich auftreten, kann Grapefruitkernextrakt zum Einsatz kommen. Gerade bei unreiner Haut gilt es als optimal für die Hautreinigung. Äußerlich kann es zudem bei folgenden Problemen hilfreich sein:

  • Aphten
  • Ausschläge auf der Haut
  • Pickel sowie Akne
  • Warzen
  • Dermatitis
  • Fuß- und andere Hautpilze
  • Lippenherpes
  • Insektenstiche
  • Kopfläuse

Vorbeugende Anwendung von Grapefruitkernextrakt

Wird der Körper optimal versorgt und gepflegt, lassen sich mitunter viele Krankheiten verhindern – das wussten die Menschen auch vor tausenden von Jahren schon.

Zwar wird auch in der heutigen Zeit oft von Prävention gesprochen, die meisten Menschen können damit aber nicht viel anfangen. Vor allem, wenn es um die Integration der Krankheitsvorsorge in den Alltag geht. So sind zahlreiche so genannte Zivilisationskrankheiten vor allem auf Stress, mangelnde Bewegung oder auch einen Vitamin- und Mineralstoffmangel sowie ein ungesunde Ernährung zurückzuführen. Der Körper hält der Belastung auf Dauer nicht stand und kann sich nicht mehr gegen Viren, Bakterien und andere Parasiten schützen.

Vor allem jene Menschen, die durch Umwelt, Beruf oder auch aufgrund von persönlicher Entwicklung besonderen Belastungen ausgesetzt sind, sollte gezielt vorbeugen. Und hier kommt Grapefruitkernextrakt ins Spiel. Es versorgt jeden, der einen erhöhten Bedarf an Vitamin C hat und stärkt so die körpereigenen Abwehrkräfte. Dank der Kombination aus Vitamin C und Flavonoiden kann Grapefruitkernextrakt wesentlich effektiver wirken, als dies bei synthetisch hergestelltem Vitamin C der Fall ist. Kurmäßig wird deshalb zur Prävention oft die Einnahme von zehn bis 20 Tropfen des verdünnten Extrakts über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen empfohlen.

Grapefruitkernextrakt und seine möglichen Neben- und Wechselwirkungen

Wenngleich die innerliche und äußerliche Anwendung von Grapefruitkernextrakt auf den Menschen verschiedene positive Wirkungen zu haben scheint, kann es unter Umständen zu Neben- und auch Wechselwirkungen kommen.

Nebenwirkungen durch Grapefruitkernextrakt

Da es sich bei der Grapefruit um eine Zitrusfrucht hat, kann es unter Umständen zu Nebenwirkungen kommen. Dies betrifft vor allem Menschen mit Zitrusallergie. Es kann hier zu unterschiedlichen allergischen Reaktionen kommen. So zeigt sich mitunter schon im Mundraum eine Kontaktallergie, die sich durch Jucken oder auch Pusteln auf der Zunge äußert. Dazu können sich Entzündungen der Mund- und Zungenschleimhaut zeigen, auch Schwellungen der Zunge und der Lippen sowie ein pelziges Gefühl im Mund treten oft auf.

Weiterhin können sich Hautausschläge wie Rötungen im Gesicht oder an den Händen und Armen zeigen. Schlimmstenfalls droht ein anaphylaktischer Schock. Deshalb sollten Zitrusallergiker die Einnahme und Anwendung von Grapefruitkernextrakt meiden.

Wer Grapefruitkernextrakt anwendet und erstmalig allergische Reaktionen bei sich beobachtet, sollte zunächst einen Allergologen aufsuchen. Dieser kann bestimmen, ob eine Zitrusallergie vorliegt. Oft handelt es sich um Reaktionen auf einen der enthaltenen Konservierungsstoffe und Grapefruitkernextrakt kann bedenkenlos verwendet werden.

Eine bereits beobachtete Nebenwirkung von Grapefruitkernextrakt sind außerdem Kopfschmerzen. In diesem Fall durchläuft der Körper aber eine so genannte Heilkrise. Hier kommt es zu einer Verstärken von Krankheitssymptomen oder ein Wiederauftreten nach Heilung. Bekannt ist dieses Phänomen auch unter dem Begriff „Erstverschlimmerung“, welche bei der Anwendung von homöopathischen Arzneimitteln auftreten kann. Die Symptome verschwinden dabei meist von selbst. Treten Kopfschmerzen auf, dann sollte die Dosis des Grapefruitkernextrakts verringert werden, bis die Kopfschmerzen verschwinden. Bis zum Ende der Behandlung sollte diese Dosierung dann auch beibehalten werden. Wichtig ist dabei auch die Flüssigkeitszufuhr, die möglichst mit stillem Wasser gesteigert werden sollte.

Wechselwirkungen durch Grapefruitkernextrakt

Zusätzlich zu Nebenwirkungen kann Grapefruitkernextrakt als Zitrusfrucht auch zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln kommen.

Hier spielt die Konzentration des Bitterstoffs Naringin eine entscheidende Rolle. Im Magen wird dieser Stoff aufgespalten und in Naringenin umgewandelt. Dieses Flavenoid wirkt hemmend auf abbauende Enzyme, wodurch die Wirkung bestimmter Arzneimittel beeinflusst wird.

So kann es beispielsweise bei gleichzeitiger Einnahme der Antibabypille und Grapefruitkernextrakt zu Wechselwirkungen kommen. Zwar wird dabei nicht die verhütende Wirkung der Pille beeinträchtigt, jedoch kann sich die Wirkung der Pille verstärken und Nebenwirkungen der Pille selbst können stärker ausfallen. So zeigt sich mitunter ein deutlicheres Brustspannen und das Risiko für Thrombosen steigt. Noch nicht eindeutig geklärt ist bislang das Risiko der Entstehung von Krebs bei einer Einnahme von Pille und Grapefruitkernextrakt. Um Wechselwirkungen zu vermeiden, sollte die gemeinsame Einnahme deshalb nicht erfolgen. Das gilt nicht nur für das Extrakt, sondern generell für Grapefruits und alle Produkte, die Bestandteile der Zitrusfrucht enthalten.

Doch nicht nur bei der Antibabypille kommt es aufgrund des enthaltenen Bitterstoffs zu Wechselwirkungen.

So kann es auch bei gleichzeitiger Einnahme von Lipidsenkern und Herzmedikamenten zu teils starken, gesundheitsgefährdenden und mitunter auch lebensgefährlichen Wechselwirkungen kommen. Um dieses unkalkulierbare Gesundheitsrisiko zu minimieren, sollte Grapefruitkernextrakt in diesem Fall nicht angewendet werden.

Gibt es Gegenanzeigen für die Anwendung von Grapefruitkernextrakt

Vor allem bei bestehender Zitrusallergie oder der Einnahme bestimmter Medikamente sollte auf die Anwendung von Grapefruitkernextrakt verzichtet werden.

Oft stellt sich auch die Frage, inwiefern Grapefruitkernextrakt von schwangeren und stillenden Frauen angewendet werden kann. So ist die Einnahme während einer Schwangerschaft bedenkenlos möglich, sofern das Extrakt von Zusätzen frei ist. Allerdings sollte die Dosierung nicht zu hoch sein, um keine Heilkrise auszulösen. Auch wenn eine Heilkrise nichts Schlimmes ist, sollte der Körper während der Schwangerschaft nicht unnötig belastet werden. Werden jedoch weitere Medikamente wie Blutdrucksenker oder Lipidsenker während der Schwangerschaft eingenommen, sollte auf Grapefruitkernextrakt verzichtet werden.

Grundsätzlich gehen natürlich alle Bestandteile von dem, was die Mutter zu sich nimmt, auch in die Muttermilch über. Da Grapefruitkernextrakt aber auch bei Babys und Kindern zum Einsatz kommen kann, spricht nichts gegen die Anwendung während der Stillzeit. Natürlich sollte die Dosis für Babys und Kinder geringer sein, weshalb auch die Mutter eine geringere Menge einnehmen sollte.

Grapefruitkernextrakt richtig anwenden

Vor der Anwendung sollte bedacht werden, dass es sich bei Grapefruitkernextrakt um ein Konzentrat handelt, welches auf keinen Fall unverdünnt eingenommen werden sollte. Gleiches gilt – sofern nicht anders verordnet – für die äußerliche Anwendung.

Es wird empfohlen, zunächst mit einer niedrigen Dosierung von dreimal täglich drei Tropfen zu beginnen. Innerhalb von ein bis zwei Wochen kann die Dosis auf acht bis zehn Tropfen erhöht werden. Als grobe Formel kann von einer Dosierung von fünf Tropfen je zehn Kilogramm Körpergewicht ausgegangen werden.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach den Beschwerden und deren Schwere. Es ist aber sinnvoll, auch nach Abklingen der Symptome noch mindestens für eine weitere Woche Grapefruitkernextrakt anzuwenden. So lässt sich einem Rückfall entgegenwirken. Bei Pilzbefall wird zu einer Anwendungsdauer von bis zu sechs Wochen geraten.

Grapefruitkernextrakt – Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Beim Kauf von Grapefruitkernextrakt sollten einige Dinge beachtet werden. Von Bedeutung ist dabei vor allem die Qualität.

Bereits bei der Herstellung beginnt die Qualitätssicherung von Grapefruitkernextrakt. Zunächst wird hier darauf geachtet, dass ein natürliches Glycerin-Lösungsmittel verwendet wird. Schonende Herstellungsverfahren wie Kaltwasserextraktion tragen dazu bei, dass die sekundären Pflanzenstoffe erhalten bleiben.

Die Reinheit des Grapefruitkernextrakts spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Das Extrakt sollte frei von Zusätzen sein, Konservierungsstoffe und chemische Extraktionsmittel fehlen in einem hochwertigen Produkt.

Ein hoher Anteil an Bioflavonoiden ist jedoch das wichtigste Qualitätsmerkmal. Bei wirklich guten Präparaten liegt der Flavonoidgehalt bei 40 bis 50 Prozent.

Studien rund um Grapefruitkernextrakt

Seit es im Jahr 1980 zur Entdeckung des Grapefruitkernextraktes kam, erfolgten immer wieder zahlreiche Untersuchungen. Die durchgeführten Studien sind dabei durchaus gegensätzlich, sollten sie doch eher herausstellen, dass Grapefruitkernextrakt keinerlei Wirkung besitzt.

Studien zur antibakteriellen und antiviralen Wirkung von Grapefruitkernextrakt

Wissenschaftlichen Studien zufolge kann Grapefruitkernextrakt seine Wirkung gegen Viren und Bakterien auf zwei verschiedene Arten entfalten. Den Untersuchungen zufolge kommt es zu einer Desorganisation der Zellmembran durch die im Extrakt enthaltenen Stoffe. Die Aufnahme von Aminosäuren wird verhindert, weshalb der Parasit aushungert. Zusätzlich kommt es zu Aussickern der Anteile der Zelle mit einem niedrigen Molekulargewicht, der Mikroorganismus blutet sozusagen aus. Im Jahr 2004 wurde eine Studie publiziert, in der nachgewiesen werden könnte, dass Grapefruitkernextrakt gegen mehr als 800 Viren und Bakterien auf diese Weise wirkt. Ein Vorteil von Grapefruitkernextrakt liegt der Studie zufolge darin, dass es – anders als viele Antibiotika – keine Nebenwirkungen aufweist. (Links zu den Studien: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12165190, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12165191)

Studien zur Wirkung von Grapefruitkernextrakt gegen Borreliose

Zecken und andere Insekten können Borrelien übertragen. Durch die Behandlung mit herkömmlichen Antibiotika werden diese jedoch nicht zerstört, sondern lediglich in ihrer Form verändert. Im Jahr 2007 wurde eine Studie durchgeführt, in der sich zeigte, dass Grapefruitkernextrakt ein wichtiger Hemmstoff gegen die motile und zystische Form von Borrelia Burgdorferi zu sein scheint. Es konnte festgestellt werden, dass es die Wirkung von antimikrobiellen Substanzen unterstützen kann. (Link zur Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17565468)

Studien zur Wirkung von Grapefruitkernextrakt als Antibiotikum

Seit vielen Jahren gilt Grapefruitkernextrakt in den Hausapotheken als Geheimtipp, wenn es um virale und bakterielle Infekte geht. Wissenschaftliche Studien konnten die Wirkung als natürliches Antibiotikum mittlerweile mehrfach bestätigen.

In Japan wurde Grapefruitkernextrakt von einem Forscherteam um S. Sakamoto und K. Sato auf seine Hauptwirkstoffe hin untersucht. Diese wiederum werden aus den Fruchtkernen der Grapefruit gewonnen. Eine Forschergruppe aus Polen stellte im gleichen Jahr fest, dass diese Wirkstoffe in einer hohen Konzentration gegen Candida-Infektionen helfen können. Dazu wurden von E. Krajewska-Kulak und Kollegen die Auswirkungen eines 33prozentigen Extrakts auf fünf verschiedene Candida-Stämme getestet.

Eine weitere bekannte Studie von V. Edwards-Jones, R. Buck, K. Dunn und weiteren Forschern sollte die Frage beantworten, ob ein Einsatz von Grapefruitkernextrakt gegen antibiotika-resistente Krankenhauskeime denkbar wäre. Dazu wurden verschiedene Staphylococcus-aureus-Typen behandelt, nach 24 Stunden zeigten sich deutliche antibakterielle Effekte.

Grapefruitkernextrakt für eine gute Mundhygiene

Im Rahmen einiger jüngerer Testreihen wurden die Effekte von Grapefruitkernextrakt auf die Mundhygiene untersucht. Im Jahr 2010 konnte D. Alonso mit seinem Team von der Universidad Autónoma Metropolitana in Mexico City nachweisen, dass es durch die Wirkstoffe in Grapefruitkernen für eine Dauer von 48 Stunden zu einer Unterdrückung des Bakterienwachstums kommt.

Eine weitere Studie aus dem gleichen Jahr zeigte zudem, dass Grapefruitkernextrakt möglicherweise auch dentaler Plaque vorbeugen kann. Anfang August wurde die Erkenntnis von Hooper, Lewis, Wilson und William von der Cardiff University noch einmal bestätigt. Der Studie zufolge ist Grapefruitkernextrakt hervorragend als natürliches Antiseptikum in Mundwassern geeignet.

Bei täglicher Anwendung als Mundspülung kann Grapefruitkernextrakt somit zum Schutz der Zähne vor Plaque und auch Karies beitragen.

Grapefruitkernextrakt auch für Hunde und Katzen geeignet

Grapefruitkernextrakt kann auch problemlos bei Hunden und Katzen zum Einsatz kommen. Selbst Pferde, Fisch, Vögel, Schweine und Rinder können davon profitieren.

So kann Grapefruitkernextrakt Tiere von Parasiten wie Zecken, Flöhen, Würmern und anderen Parasiten befreien.

Auch bei Tieren ist eine innerliche sowie äußerliche Anwendung von Grapefruitkernextrakt möglich. Bei der äußerlichen Anwendung wird es mit Wasser verdünnt auf die betroffene Stelle gegeben. Zur innerlichen Anwendung wird es entweder unter das Trinkwasser gemischt oder in Form von Kapseln oder Tabletten verabreicht.

Bislang ist die Wirkung von Grapefruitkernextrakt bei Tieren jedoch noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Deshalb sollte die Anwendung vorsichtig erfolgen. Dies spielt auch mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen eine Rolle. Bevor mit der Medikation mit Grapefruitkernextrakt begonnen wird, ist es sinnvoll, Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten.

Grapefruitkernextrakt gilt als unbedenklich

Handelt es sich bei dem verwendeten Grapefruitkernextrakt um einen Stoff, der frei von Zusätzen ist, ist es bei richtiger Konzentration und Dosierung für einen gesunden Menschen unbedenklich.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an praktischen Erfahrungen zur Anwendung von Grapefruitextrakt als Therapeutikum. Auch wenn es in der Schulmedizin nicht als Arzneimittel gilt, wird das Naturprodukt bei verschiedenen alternativen Behandlungsmethoden gegen unterschiedliche Beschwerden eingesetzt.

Sowohl Erfahrungsberichte als auch Studien zeigen, dass Grapefruitkernextrakt die wesentlichen Eigenschaften eines Antibiotikums aufweist. Deshalb nutzt die Naturheilkunde es vor allem ergänzend zur Behandlung von Krankheiten, bei denen klassischerweise ein Antibiotikum zum Einsatz kommt. Grapefruitkernextrakt wirkt dabei wesentlich sanfter und bildet Untersuchungen zufolge auch keinerlei Resistenzen. Außerdem ist das Wirkspektrum deutlich breiter gefächert, als dies bei herkömmlichen Antibiotika der Fall ist. Es ist gut verträglich und bei der richtigen Anwendung frei von Nebenwirkungen, sofern keine Allergie vorliegt oder bestimmte Medikamente eingenommen werden.

Zu bedenken gilt natürlich immer, dass es sich bei Grapefruitkernextrakt nicht um ein offizielles Arzneimittel handelt. Eine Selbsttherapie sollte deshalb immer in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

 

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