Himbeerblättertee – Das Kraut für Frauen ?

Zu finden ist sie in Hausgärten, auf Feldern und oft auch am Waldrand: Die Himbeere (Rubus idaeus). Sehr beliebt sind natürlich die leckeren und gesunden roten Früchte. Was nur wenige wissen: Die Blätter des Himbeerstrauchs sind reich an gesunden Inhaltsstoffen, die schon seit langer Zeit in der traditionellen Naturheilkunde zur therapeutischen Unterstützung angewendet werden. Bekannt ist vor allem der Himbeerblättertee, der als so genannter Frauenheiltrank bezeichnet wird und gern in Verbindung mit Kinderwunsch und Schwangerschaft gebracht wird. Doch was können die Blätter des Himbeerstrauches noch?

Himbeerblättertee vom Himbeerstrauch

Himbeersträucher passen sich in ihrer Wuchshöhe ihrer Umgebung – also der Bodenbeschaffenheit sowie den klimatischen Bedingungen – an. Sie gedeihen vor allem in den gemäßigten Zonen von Europa sehr gut. Wild wachsende Himbeersträucher erreichen in der Regel nur eine Höhe von etwa 60 Zentimetern, während in Gärten mit humusreichem Boden auch Höhen von 1,50 Meter oder mehr erreicht werden können.

Die Ursprungsformen der Himbeere weisen an den Ruten feine Stacheln auf, welche sich vor allem während der Ernte als unangenehm erweisen. Zur Kultivierung werden deshalb zunehmend Himbeersorten gezüchtet, die stachellos sind.

Sowohl die Blüten als auch die Blätter sind an den wechselständigen Sprossachsen zu finden. Die Blätter bestehen aus drei bis sieben gezähnten Blättern, die unpaarig gefiedert sind. Die Blüten zeigen sich in kurzen Rispen, es reihen sich um den stark vorgewölbten Blütenboden fünf Kelchblätter und fünf weiße Kronblätter.

Aus botanischer Sicht handelt es sich bei der Himbeere nicht um eine Beere, sondern vielmehr um eine Sammelsteinfrucht. Bei wilden Formen werden die Beeren aus wenigen Einzelfrüchten gebildet, Züchtungen für den Hausgarten und den gewerblichen Anbau tragen große Beeren. Im Juni beginnt die Reifezeit der Himbeere, es gibt aber auch Sorten im Fachhandel, die bis Ende September geerntet werden können. Sind die Früchte genussreif, lassen sie sich einfach vom Zapfen abstreifen, bei Überreifen fallen sie allein ab.

Himbeerblätter – Zahlreiche Inhaltsstoffe mit positiven Eigenschaften

In den Blättern des Himbeerstrauchs finden sich vor allem Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe, Flavonoide, Vitamin C und Mineralien.

Den Gerbstoffen in Himbeerblättern wird nachgesagt, sie können entgiftend, krampflösend, antimikrobiell sowie schmerz- und wundstillend wirken. Flavonoide sollen krampflösend, antioxidativ, desinfizierend, entwässernd, entzündungshemmend und gefäßschützend wirken können. Die enthaltenen Mineralstoffe sind für den Körper essenziell, vor allem Eisen und Kalzium gelten als wichtig für Frauen während der Menstruation sowie während Schwangerschaft und Stillzeit. Auch das Vitamin C in Himbeerblättern ist gut für Frauen, es kann die Östrogenausschüttung stimulieren und so Menstruation und auch Geburtswehen befördern.

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Himbeerblättertee – Ein gutes Hausmittel für den Menschen

Aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe in den Himbeerblätter wirkt der daraus hergestellte Tee zusammenziehend. Der Geschmack ist aufgrund dieser Stoffe leicht herb, so wie es bei schwarzem Tee der Fall ist. Doch was kann Himbeerblättertee eigentlich?

Von Himbeerblättertee können der Naturheilkunde zufolge vor allem Frauen profitieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Anwendung des Tees, der auch oft als Schwangerschaftstee bezeichnet wird und von Hebammen gern bei Problemen mit dem Zyklus, während der Schwangerschaft, zur Geburtsvorbereitung, während des Wochenbetts oder auch bei Kinderwunsch empfohlen wird.

Doch nicht nur Frauen haben davon Vorteile. Himbeerblättertee wird grundsätzlich eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden nachgesagt, die auf den gesunden Inhaltsstoffen beruhen. In den grünen Himbeerblättern finden sich zudem Phytohormone, welche eine ähnliche Wirkung wie Östrogen aufweisen.

Himbeerblättertee soll während der Schwangerschaft dazu beitragen können, den Muttermund und auch die Beckenmuskulatur weich und locker werden zu lassen. Die Geburt kann dadurch erleichtert werden, denn der Geburtsvorgang wird beschleunigt und die Wehenphase möglicherweise verkürzt. Auch soll der Tee gegen morgendliche Übelkeit zu Beginn der Schwangerschaft helfen können. Auch den Zyklus soll Himbeerblättertee regulieren können, ebenso können die Durchblutung der Gebärmutter sowie die Reifung der Eizellen begünstigt werden. Nach der Geburt soll er entschlackend und entgiftend wirken und die Milchbildung anregen können.

Himbeerblättertee wird natürlich nicht nur in der Frauenheilkunde eingesetzt. Aufgrund der dem Tee nachgesagten zusammenziehenden Wirkung kann er auch bei der Behandlung von Schleimhautentzündungen (z. B. im Mundraum) zur Anwendung kommen. Die Naturheilkunde verwendet Himbeerblättertee zudem aufgrund der ihm nachgesagten antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften auch bei Halsschmerzen sowie bei Entzündungen im Mund-, Hals- und Rachenraum zum Gurgeln und Spülen. Auch Magen- und Darmkrämpfe können aufgrund krampflösender Eigenschaften möglicherweise gelindert werden.

In der traditionellen chinesischen Medizin werden sowohl Himbeeren als auch Himbeerblätter zur Stärkung der Nieren sowie bei Inkontinenz verwendet. Als Tinktur kann er sogar bei schlecht heilenden Wunden sowie bei Geschwüren und Hämorrhoiden angewendet werden.

Es lässt sich also sagen, dass Himbeerblättertee grundsätzlich für jeden Menschen bei diversen Beschwerden hilfreich sein kann. Alles in Allem also ein wirklich sinnvolles Hausmittel.

Mit Himbeerblättertee die Frauengesundheit unterstützen

Viele Hebammen, welche sich auf traditionelle Heilmethoden spezialisiert haben, raten schwangeren Frauen zur Geburtsvorbereitung zu Himbeerblättertee. Mit dem Tee sollen sich die Beckenmuskulatur, die Gebärmutter und auch der Muttermund lockern und entspannen können, was zu effizienten Wehen führen kann. Zwar ist bislang noch nicht nachgewiesen, dass Himbeerblättertee Wehen auslösen kann, dennoch wird dazu geraten, ihn nicht vor der 34. Schwangerschaftswoche zu trinken.

Zur Geburtsvorbereitung kann ab der 34. Woche täglich eine Tasse Himbeerblättertee getrunken werden. Diese Menge kann eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin auf drei bis vier Tassen täglich erhöht werden. Auch nach der Entbindung kann Himbeerblättertee hilfreich sein. In dieser Zeit soll er dazu beitragen können, den Wochenfluss und den Körper zur Neubildung der Gebärmutterschleimhaut sowie der Heilung des durch die Entbindung verletzten Gewebes anzuregen. Zudem soll der Tee die in den ersten Wochen nach der Entbindung vorkommende Darmträgheit abmildern können. Soll das Baby gestillt werden, empfiehlt sich aber zunächst die Rücksprache mit der Hebamme. Auch wenn derzeit keine nachteiligen Auswirkungen bekannt sind, ist der Genuss von Heilkräutern ohne fachkundigen Rat nicht ratsam.

Doch nicht nur für die Schwangerschaft ist Himbeerblättertee gut. Auch sonst kann er die Frauengesundheit positiv beeinflussen.

So scheint er aufgrund der nachgesagten krampflösenden Eigenschaften Menstruationsbeschwerden abzumildern. Während der Schwangerschaft kann er auch gegen Morgenübelkeit sowie durch Hormonumstellung verursachtes Unwohlsein und Wetterfühligkeit helfen.

Auch nach einer Ausschabung kann Himbeerblättertee – wie auch nach der Entbindung – dank der zugeschriebenen zusammenziehenden Wirkung hilfreich sein. Um das Gewebe wieder aufzubauen, wirkt Vitamin C unterstützend auf die Kollagenbildung. Der Heilungsvorgang nach einem Kaiserschnitt kann ebenfalls begünstigt werden.

Anwendungsmöglichkeiten für Himbeerblätter

Typischerweise kommen Himbeerblätter in getrockneter Form vor und werden für den Aufguss von Tee genutzt. Doch auch frisch können die Himbeerblätter verzehrt werden. Werden sie klein geschnitten, können sie in einen Salat gemischt aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe den Stoffwechsel anregen. Auch in Smoothies können sie zur Anwendung kommen. Unter Rauchern kommen getrocknete Himbeerblätter auch in Mischungen mit Kräuter und Tabak zum Einsatz, denn sie gelten grundsätzlich nicht als schädlich.

Doch nicht jeder mag Tee und für unterwegs ist er sowieso nicht geeignet. Es gibt deshalb auch verschiedene Fertigpräparate in Form von Kapseln, Tabletten und Globuli. Bei der Anwendung von Himbeerblätter-Kapseln wird die Wirkung nur langsam entfaltet. Kapseln sind für den Magen gut verträglich und lassen sich leicht dosieren. Zudem sind sie auch für Vegetarier erhältlich. Tabletten enthalten Himbeerblätterextrakte und wirken recht ähnlich wie Kapseln. Bei Globuli lässt sich tendenziell jedoch nicht sagen, ob die Wirkung genauso funktioniert, wie es bei Kapseln und Tabletten der Fall ist.

Für alle drei Formen lässt sich aber zumindest sagen, dass sie sich gut dosieren lassen und für die Einnahme unterwegs bestens geeignet sind.

Ist bei der Anwendung von Himbeerblättern mit Nebenwirkungen zu rechnen?

Natürlichen können auch Heilkräuter Nebenwirkungen mit sich bringen. Bei Himbeerblättern sind bislang noch keine spezifischen Nebenwirkungen bekannt, dennoch gibt es einige Regeln für den Umgang mit Heilpflanzen.

So kann es bei Allergiker unter Umständen zu Atembeschwerden sowie Hautreaktionen kommen. Bei Menschen, bei denen es bereits beim flüchtigen Kontakt mit Himbeerstauden zu starkem Juckreiz gekommen ist, sollte die Verwendung von Himbeerblättern sorgfältig abgewägt und mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Oft sind pflanzliche Heilmittel auch für Säuglinge und Kleinkinder geeignet. Für Himbeerblätter wird die Anwendung bei Babys nicht empfohlen, da diese verunreinigt sein können. Kleinkinder können Himbeerblätter in Form von Teemischungen einnehmen, es sollte jedoch auf Bio-Qualität geachtet werden.

Gibt es zur Wirkung von Himbeerblättern Studien?

Zwar werden Himbeerblätter seit Jahrhunderten in der Phytomedizin verwendet, anerkannte wissenschaftliche Nachweise über deren Wirksamkeit gibt es bislang jedoch nicht. In einer Forschungsarbeit von Prof. Dr. Martin Smollich an der Klinischen Pharmakologie Mathias Hochschule in Rheine wurde Belege anhand von zahlreichen Literaturhinweisen geliefert.

Sinngemäß beschreibt die Studie, dass etwa ein Viertel aller schwangeren Frauen auf den Genuss von Himbeerblättertee während der Schwangerschaft vertrauen. Dennoch wurde die Wirkung von Himbeerblättertee bisher nicht von der Kommission E bestätigt, auch wenn es zahlreiche Anwendungen in der Volksheilkunde gibt. Da derzeit weder Wirkung noch Unbedenklichkeit eindeutig nachgewiesen werden konnten, rät die Kommission E auch von der therapeutischen Anwendung des Tees ab.

Unter Hebammen wurde weiterhin eine große angelegte Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis: Nach Rizinusöl und Frauenwurzel belegt Himbeerblättertee und den wehenanregenden Mittel den dritten Platz.

Es gibt Untersuchungen mit insgesamt 490 schwangeren Frauen, welche ab der 32. Schwangerschaftswoche Himbeerblättertee tranken oder Fertigpräparate einnahmen, allerdings ergaben sich daraus keine Hinweise auf einen positiven Effekt während der Schwangerschaft oder für den Geburtsvorgang. Es zeigte sich weder auf die Dauer der Schwangerschaft noch der Wehen eine Wirkung und auch auf andere Parameter wie Kaiserschnittrate oder auch Apgar-Test beim Neugeborenen wurde kein Einfluss deutlich. Es zeigten sich zwar auch keine Nebenwirkungen, jedoch ist die Beurteilung aufgrund der vergleichsweise geringen Anzahl an Studienteilnehmer auch nicht aussagekräftig.

Die Literatur empfiehlt Himbeerblätter auch bei Krebserkrankungen. So hätte sich in einer eher unbekannten Studie der medizinischen Universität South Caroline gezeigt, dass die in Himbeerblättern vorkommende Ellagsäure im Körper zur Bekämpfung von Krebszellen verwendet wird. Allerdings gibt es hierfür weder eindeutige Hinweise noch ein gesichertes Ergebnis.

Auch für alle weiteren beschriebenen Anwendungsgebiete konnten bislang keine wissenschaftlichen Ergebnisse geliefert werden. Auch hier bestätigt die Kommission E keine Wirksamkeit und rät deshalb von der therapeutischen Anwendung bei Atemwegsbeschwerden, Herz-Kreislauf-Problemen, Hautausschlägen, Entzündungen, grippalen Infekten und Menstruationsbeschwerden ab.

Himbeerblätter – Als Tee ein wahres Allroundtalent ?

Auch wenn es bislang keine wissenschaftlich fundierten Studien zur Wirkung von Himbeerblättern gibt, lässt sich sagen, dass vor allem der daraus zubereitete Tee durchaus ein Allroundtalent unter den Tees zu sein scheint. Der Geschmack mag etwas gewöhnungsbedürftig sein, allerdings wird ihm nachgesagt, er könne bei unterschiedlichsten Beschwerden hilfreich und vor allem für das weibliche Geschlecht eine Wohltat sein.

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