Huflattich – die Heilpflanze für Atemwege

Der Huflattich kann eine besonders heilende Wirkung haben, wenn es um Erkrankungen der Atemwege geht. Er soll die Beschwerden lindern, indem er angegriffene Schleimhäute einhüllt und so für Genesung sorgt. Allerdings, sollte der Nutzer genau auf die Dosierung achten, denn Überdosen und Dauereinnahmen, können die Nieren angreifen.

Trotz allem ist der Huflattich eine geschätzte Heilpflanze, die vor allen Dingen denjenigen nützt, die auf pflanzliche Arzneimittel Wert legen. Der Huflattich oder Tussilago farfara kann bis in den späten Herbst hinein geerntet werden. Hier sind es die Blätter und trockene Wurzeln, die gegen den hartnäckigen Husten helfen sollen.

Allgemeines zu Huflattich

Huflattich

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Der Huflattich gehört der Gattung der Korbblütler (Asteraceae) an. Zur Familie zählen unter anderem auch Kräuter wie der Löwenzahn, Estragon, Stevia oder die Ringelblume. Weitere Synonyme sind Hustenkraut, Brustblümchen, Pferdefuß, Märzblume oder Schwindsuchtkraut. Bei den Wurzeln, sowie auch den Stängeln, können feine Schuppen gefunden werden. Der heimische Huflattich hat goldgelbe Blütenkörbchen und zeitweise ist er schon im März unter der Schneedecke sichtbar.

Beheimatet ist die Heilpflanze in ganz Europa, in Nordamerika und auch in Asien. Überwiegend wächst er auf Waldlichtungen, an Wiesenrändern und am Ufer von Bächen. Da es sich um eine ziemlich robuste Pflanze handelt, gehen einige davon aus, dass es nur ein gemeines Unkraut ist.

Das Heilkraut kann sowohl zur inneren, als auch zur äußeren Anwendung kommen. Darreichungsformen sind Tee und Umschläge. Huflattich besitzt diverse Wirkstoffe, die bei Beschwerden der Atemwege hilfreich eingesetzt werden können. Unter anderem lassen sich folgende Inhaltstoffe finden:

  • ätherische Öle
  • Schleimstoffe
  • Zink
  • Alkaloide
  • Saponine
  • Salpeter
  • Mineralstoffe
  • Inulin
  • Gerbstoffe
  • Gerbsäure
  • Bitterstoffe

Vorsicht:
Nutzer sollten unbedingt auf die Packungshinweise bei Fertigprodukten achten. Bei einer Überdosierung können die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden. Weiterhin sind Huflattich – Präparate nicht bei einer Schwangerschaft, in der Stillzeit oder für Kinder geeignet.

Der Überlieferung nach, wurde Huflattich schon von vielen Generationen verwendet. Da er überall zu finden war, wussten die Menschen schon früh, welche heilende Wirkung von ihm ausging. Die Pflanze hat sich schnell zu einem alten Hausmittel entwickelt, was sich über Jahrhunderte bewährt hat.

Der Huflattich kann sowohl als Heilmittel, als auch in der heimischen Küche angewendet werden. Er schmeckt besonders gut in Salaten und ist zu vergleichen mit anderen Wildkräutern wie Giersch oder Gänseblümchen. Als essbare Pflanze war er bis vor kurzem noch relativ unbekannt, dabei können die frischen Triebe ebenso verzehrt werden, wie die Blüten.

Das Heilkraut weist einen etwas pfeffrigen Geschmack auf, der ihn auch als Gemüse schmackhaft macht. Einfach kurz aufkochen, salzen und genießen. Besonders gut schmeckt Huflattich zu Kartoffel – und Reisgerichten.

Die Arzneipflanze

Wurde der Huflattich in den vergangenen Jahren eher stiefmütterlich behandelt, ist er in der heutigen Zeit umso beliebter. Viele Personen mögen keine synthetischen Arzneimittel nutzen, sondern orientieren sich lieber auf pflanzliche Wirkstoffe. Mit der Heilpflanze können Bronchitis, Husten und Heiserkeit ebenso vertrieben werden, wie eine allgemeine Erkältung.

Neben der Verwendung von Huflattich Tee als Darreichungsform, kann auch auf einen Huflattich Honig zurückgegriffen werden. Dieser ist leicht selber herzustellen, denn es brauchen nur einige Blüten in Honig eingelegt werden. Nach etwa einem Monat wird das Ganze durchgesiebt und ist zum Verzehr bereit.

Anwendungsgebiete bei folgenden Krankheiten

  • Atemnot
  • Husten
  • Raucherhusten
  • Bronchitis
  • Fieber
  • Drüsenschwellungen
  • Entzündungen
  • Verbrennungen
  • Sonnenbrand
  • Furunkel
  • Fisteln

Warnung:
Huflattich darf nur über einen Zeitraum von etwa einem Monat zur Anwendung kommen. Die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide, die als toxisch eingestuft wurden. Ebenso sollten Patienten mit Lebererkrankungen von der Einnahme absehen.

In der Regel wird der Huflattich bei akuten Entzündungen der Atemwege und der Schleimhäute empfohlen. Husten und Heiserkeit gehen damit einher, hier ist die Arzneipflanze anzuraten. Auch bei Magenbeschwerden, Asthma oder einem Lungenemphysem ist er hilfreich. In der Homöopathie werden überwiegend die frischen Blätter der Pflanze genutzt, auch die Einnahme bei Altershusten wird hier damit behandelt.

Die Inhaltsstoffe im Einzelnen:

Saure Schleimpolysaccharide, Inulin:6 bis 10 Prozent
Gerbstoffe:5 Prozent
Pyrrolizidinalkaloide:0,015 Prozent
N – Oxide:Tussilagin, Senkirin, Senecionin

Warnung:
Huflattich darf nur über einen Zeitraum von etwa einem Monat zur Anwendung kommen. Die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide, die als toxisch eingestuft wurden. Ebenso sollten Patienten mit Lebererkrankungen von der Einnahme absehen.

Die Stoffe, die leberschädigend sein können, sind die Pyrrolizidinalkaloide. Diese beinhalten vermutlich die hepatotoxischen Effekte. Heißt: Sie können bei längerer Einnahme die Leber angreifen.

Die Darreichungsformen sind eher übersichtlich, denn der Huflattich kann generell nur als getrocknete Blätter in der Apotheke erworben werden. Des Weiteren ist eine Frischpflanzenpresssaft erhältlich, dieser wird ausschließlich aus einer Pyrrolizidinalkaloid freien Sorte des Huflattichs gefertigt. Dazu gibt es noch einige Komplexmittel, die Tussilago enthalten, diese werden überwiegend in der Homöopathie genutzt.

Diese Dosierung sollte nicht überschritten werden

Als Tagesdosis für einen Tee aus den Huflattich Blättern darf eine Dosierung von 4,5 bis maximal 6 Gramm der Droge nicht überschritten werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Nutzer nicht mehr Pyrrolizidinalkaloide zu sich nimmt, als erlaubt sind. Der Frischpflanzensaft sollte täglich nur 3-mal zur Anwendung kommen. Je ein Esslöffel ist hierbei völlig ausreichend.

Via Internet ist es möglich, dass der Verbraucher andere Darreichungsformen bekommt. Hierbei handelt es sich um Huflattich Saft und sogar Rauchtabak, der aus der Pflanze produziert wird. Traditionell wird Huflattich auch bei anderen Krankheitsbildern empfohlen. Hierzu zählen:

  • Tuberkulose
  • Brustfellentzündung
  • Gesichtsrose
  • Schleimiger Durchfall

Die Pflanze wird gern in Kombination mit zahlreichen anderen Kräutern angeboten. Unter anderem sind das Mischungen mit Spitzwegerich, Malve, Süßholzwurzel, isländisch Moos oder der Königskerzenblüte. Käufer können sich einen Tee aus diesen Kräutern auch in der Apotheke zusammenstellen lassen.

In diversen Online – Apotheken sind Huflattich – Shampoo, Huflattich – Lotionen und Haarpflegemittel gegen Schuppen zu erwerben. Zu den Fertigpräparaten gehört ebenso ein Huflattich -Heilpflanzensaft.

Der Mensch besitzt im Rachenbereich (Kehlkopf und Luftröhre), sensible Hustenrezeptore. Die sprechen besonders auf mechanische Reize, sowie auf Luftzug an. Die im Huflattich enthaltenen Schleimstoffe, bilden eine Art Schutzschicht, sodass der Rachen weniger gereizt wird und etwaiger Hustenreiz zurückgeht.

Ein Tee aus Huflattich fördert auch nicht nur die Verdauung, er kann ebenso bei Verstopfung oder auch Durchfall eingesetzt werden. Zudem lindert er Entzündungen, die sich im Verdauungstrakt angesiedelt haben. Huflattich – Tee regt den Appetit an und kann auch bei diversen Hautproblemen hilfreich sein.

Gegen Hautprobleme

Diejenigen, die unter ständig widerkehrenden Hauptproblemen leiden, sollten Umschläge oder Waschungen mit Huflattich – Tee versuchen. Huflattich wirkt entzündungshemmend, zusammenziehend und antibakteriell. Anzuwenden ist er bei:

  • Ekzemen
  • schlecht heilenden Wunden
  • bakterielle Entzündungen (Rotlauf)
  • leichte Verbrennungen
  • Venenentzündung
  • Furunkel

Jeder kennt geschwollene Füße, nach einem arbeitsreichen Tag, auch hier kann auf die Heilpflanze zurückgegriffen werden. Ein Fußbad mit Huflattich wirkt nicht nur lindernd, sondern auch erfrischend. Aus der Volksheilkunde ist die Pflanze ebenso nicht mehr wegzudenken. Frisch gepresster Saft aus Huflattich Blättern hilft gegen Ohrenschmerzen. Hierzu muss je ein Tropfen in das schmerzende Ohr gegeben werden.

Pro Gesundheit

Auch, wenn der Huflattich in die Mühlen der neuzeitlichen Gesetze geriet, ist er dennoch anzuwenden. Schließlich wird er seit rund 200 Jahren mit Erfolg genutzt. Die Heilpflanze ist immer noch das beste Mittel, wenn es um viele Formen von Husten geht.

Die frischen Huflattich Blätter können zur Behandlung von Rippenfellentzündung, Gürtelrose und anderen Entzündungen eingesetzt werden. Die Heilpflanze enthält zudem einen hohen Anteil an Mineralstoffen, hierzu gehören Kalium, Kalzium, Zink, Mangan, Kieselsäure und Eisen. Die Schleim – und Gerbstoffe sind geradezu prädestiniert für alle Arten von Bronchialerkrankungen. Nicht umsonst wurde der Huflattich zur Heilpflanze des Jahres 1994 gekürt.

In Verruf geraten ist das Heilmittel lediglich, wegen seinem eher geringem Anteil von Pyrrolizidinalkaloiden, welche als leberschädigend gelten. Daher sollte auch die Dosierungsempfehlung von maximal 4 Wochen der Einnahme nicht überschritten werden.

Da der Huflattich eine heilende Wirkung bei Husten aufweist, wurde er schon von Plinius genutzt, der die Blätter bei Asthma und Bronchitis einsetzte. Auch heute können Blätter auf einem heißen Ofen einen Rauch bilden, der hartnäckigen Husten bekämpfen kann. Ebenso hilft ein Sirup, der ist leicht aus Huflattich Blättern herzustellen. Umschläge aus den gequetschten Blättern helfen bei Krampfadern und Geschwüren.

Am weitesten verbreitet ist jedoch Huflattich Tee, der bei chronischem, krampfartigem Husten und bei Asthma Linderung verschafft. Beteiligt hieran sind vor allen Dingen die Schleimstoffe, die eine Schutzschicht um die Schleimhäute bilden.

Teezubereitung:

Blüten und Blätter sammeln und trocknen lassen. Beides kann zusammen verwendet werden. Zwei Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und für circa 10 Minuten ziehen lassen. Danach in kleinen Schlucken trinken.

Ein Sud aus Huflattich ist hilfreich bei diversen Hauptproblemen. Verwendet werden kann dieser, für schnell fettende Haut und schuppigen, sowie auch fettigen Haaren. Hierzu einen Absud aus 500 ml kochendem Wasser und 2 Esslöffeln Huflattich ansetzen. Das Ganze wiederum 10 bis 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Der Sud kann für Gesichts – Waschungen oder zum Einmassieren der Kopfhaut dienen.

Auf der Kopfhaut leistet der Huflattich gute Dienste. Nur wenige Anwendungen sind ausreichend, wenn es um Juckreiz und / oder Schuppen geht.

Das ist beim Kauf zu beachten

In den letzten Jahren ist der Huflattich wieder in Mode gekommen, weil die Menschen sich auf seine heilenden Wirkungen besonnen haben. Erhältlich ist die Pflanze als getrocknetes Kraut, als Saatgut und auch in Fertigprodukten.

Wer sich ausgewachsene Pflanzen kaufen möchte, sollte darauf achten, dass diese keine rötlichen oder gelbe Punkte aufweisen. Hierbei handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Rostpilz oder einen anderen Pilz. Mit Pilzen befallener Huflattich ist nicht für den Verzehr geeignet, des Weiteren kann der Befall nicht bekämpft werden.

Diejenigen, die sich Hautpflege -, Haarpflege – oder Fußpflege Produkte mit Huflattich zulegen möchten, müssen darauf achten, das sich auch Extrakte der Pflanze darin befinden. Wichtig ist es, die Inhaltsstoffe genau zu studieren, der Name „ Tussilago farfara“ muss auf der Verpackung aufgeführt sein.

Huflattich ist ein adäquates Mittel gegen jegliche Arten von Atemwegserkrankungen. Er hat viele Inhaltsstoffe, die nicht nur bei Husten etc., helfen, sondern die Pflanze wirkt sich auch beruhigend auf das gesamte menschliche Nervensystem aus. Das Heilkraut ist stoffwechselanregend, schweißtreibend und entzündungshemmend.

Kehlkopfentzündungen sind ebenso zu kurieren, wie zum Beispiel eine Brustfellentzündung. Gute Erfolge mit Huflattich wurden zudem bei Appetitlosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit, infizierten Wunden oder bei leichten Brandwunden festgestellt.

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