Echter Jasmin – nicht nur ein Eyecatcher

Der echte Jasmin braucht zum Gedeihen, einen hellen, aber nicht zu sonnigen Platz. Gärtner wissen längst, dass er eine Möglichkeit zum Anlehnen (Mauer oder ähnliches) oder ein Rank Gitter benötigt. Die Pflanze ist aber nicht nur wegen ihrer schönen Blüten so beliebt, sie beinhaltet auch ein Öl, das von Nutzen sein kann.

Das Gewächs kann bis zu 2 Meter hoch werden, also benötigt es genügend Raum, was bei der Anpflanzung bedacht werden sollte. Es ist jedoch besser, den Jasmin als Kübelpflanze zu stellen, denn er ist nicht winterhart. Der echte Jasmin zeichnet sich wegen seiner gefiederten Blätter aus und auch im Herbst wird er zu einem echten Hingucker, denn dann nehmen diese eine gelbliche Färbung an.

Geschichte des echten Jasmins

Woher die Pflanze stammt, konnte bis heute nicht genau definiert werden. Richtig ist, sie wurde schon auf alten Gemälden verewigt und auch die Römerinnen benutzten die Blüten, allerdings nur zu Dekorationszwecken. Zu religiösen Begebenheiten wurden sie in Indonesien und China verstreut, wobei die Pflanze in Indien, ein Symbol der Hoffnung, war und immer noch ist.

In Europa ist der echte Jasmin bekannt, weil er vielfach zur Herstellung edler Duftwässerchen benutzt wird. Hierbei ist er in guter Gesellschaft mit dem Maiglöckchen oder der Rose. Fakt ist, die Blüten vom echten Jasmin standen schon seit ewigen Zeiten im Fokus und faszinieren die Menschen bis heute.

Nicht nur die Schönheit der Blüten muss betont werden, sondern natürlich auch der Duft der Pflanze. Dieser wurde sogar von europäischen und asiatischen Dichtern mehrfach besungen. Angebaut wurde der echte Jasmin, zu dieser Zeit in warmen Zonen, bis er im 17. Jahrhundert über Frankreich zu uns kam.

Kultiviert wird der echte Jasmin heute in:

  • Frankreich
  • Italien
  • Ägypten
  • Sowjetunion
  • Algerien
  • Bulgarien
  • China

So wird der echte Jasmin erkannt

Jasmin ist eigentlich nur ein Sammelbegriff, denn es gibt viele unterschiedliche Arten. Der echte Jasmin, wird häufig mit dem Duft – Jasmin verwechselt, da beide einen ähnlichen Geruch verströmen. Dieser ist im Volksmund als Pfeifenstrauch bekannt und beide sind nicht nur im Duft fast identisch, sondern sehen sich auch ansonsten ähnlich. Genauso kann er mit dem Stern Jasmin verwechselt werden, der nicht nur einen gleichen Duft verströmt, sondern auch ähnliche Klettereigenschaften aufweist.

Der echte Jasmin ist eine sommergrüne Kletterpflanze, die wie heute bekannt ist, wahrscheinlich aus dem Himalaya und Südwest – China kommt. Nicht nur als Zierstrauch findet er sich in vielen Gärten, sondern in erster Linie, ist es eine Nutzpflanze, um Jasmin Öl daraus zu gewinnen. Charakteristisch ist nicht nur das Aussehen, es ist vielmehr der Duft, den die Pflanze verströmt.

Tipp:
Der echte Jasmin kann durchaus zu außergewöhnlichen Formen herangezogen werden. Mit der entsprechenden Rank Hilfe ist es möglich, ihn in Herzform, im runden Bogen oder auch in Spiralen wachsen zu lassen. Dazu ist Geduld erforderlich, aber auch kleine Hilfen wie zum Beispiel, Draht oder Klemmen.

Die Blütezeit vom Jasminum officinale oder dem echten Jasmin reicht von Juni bis September. Das ätherische Öl findet Verwendung in der Aromatherapie, als Aromastoff für Tees oder Marashinokirschen und bei der Parfümherstellung, darf es auf keinen Fall fehlen.

Diejenigen, die einen echten Jasmin ihr Eigen nennen, brauchen nicht viel Zeit zu investieren. Das gilt allerdings nur dann, wenn die Pflanzen in den Sommermonaten draußen stehen. Im Winter muss er in ein wärmeres Quartier umsiedeln, hierbei muss dann auf einiges geachtet werden.

Pflegehinweise für einen Standort im Garten:

  • Warmer, sonniger Ort
  • geschützter Raum mit etwas Schatten
  • bei Zimmerpflanzen sollte ausreichend gelüftet werden

Anleitung zum Überwintern:

Damit die Pflanze beim wiederkehrenden Transport keinen Schaden nimmt, sollte sie als Kübelpflanze in den Garten kommen. Der echte Jasmin ist nicht wie der Normale winterhart. Hierbei gilt:

  • vor dem ersten Nachtfrost einräumen
  • einen kühlen Standort, nicht zu hell, wählen
  • Die Temperatur sollte um die 10 Grad betragen
  • Auf jeden Fall muss der Standort frostfrei sein
  • Den Ort nicht zu warm wählen, ansonsten droht die Blüte im nächsten Jahr auszufallen
  • oft lüften
  • nicht düngen
  • Erst ins Freie bringen, wenn keine Nachtfröste mehr drohen
  • Langsam an warme Temperaturen gewöhnen

Hinweis:
Der echte Jasmin ist eine robuste Pflanze, die kaum an Krankheiten leidet. Allerdings kann sie von Insekten befallen werden, darum zur Sicherheit regelmäßig auf Befall kontrollieren. Das gilt in erster Linie, im Winterquartier, wo sie anfälliger gegen Ungeziefer ist. Auch bei reiner Zimmerhaltung, sollte diese Vorsorge, in Abständen immer wieder erfolgen.

Als Zimmerpflanze mag der echte Jasmin mehr Zuwendung. Er darf auf keinen Fall austrocknen und Staunässe sollte tunlichst vermieden werden. Falls es überschüssiges Wasser gibt, dieses sofort abgießen. Der echte Jasmin liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit, also muss der Eigentümer regelmäßig für frische Luft sorgen. Gegossen werden sollte mit weichem Wasser, wobei sich Regenwasser als ideal herausstellt.

Echter Jasmin dient der Gesundheit

Bei dem echten Jasmin handelt es sich um ein Ölbaumgewächs, der nicht nur gut duftet, sondern auch dekorative, weiße Blüten besitzt. In der Blütezeit bilden sich Früchte, die rundlich oder oval sind. Im reifen Zustand haben sie eine dunkelrote Farbe, während sie später ins Violette wechseln.

Der echte Jasmin wird unterschiedlich eingesetzt. Allerdings muss immer darauf geachtet werden, dass es sich um eine giftige Pflanze handelt. Die bedeutendste Rolle spielen aber die beinhalteten ätherischen Öle. Diese werden aus den Blüten gewonnen, die beispielsweise bei der Herstellung von Parfüm zum Tragen kommen.

In der Aromatherapie wird der echte Jasmin genutzt, er soll nicht nur bei Stress, – Angstzuständen und Erschöpfung wirken, sondern auch bei Depression für Linderung sorgen. Aufgrund des intensiven Duftes, wird der Inhaltsstoff auch gern bei Massageölen eingesetzt.

Der Jasmin ist auch in zahlreichen Kosmetik Produkten zu finden. In Form der Aromatisierung von Tee, dient er der inneren Anwendung, hierbei werden in der Regel auch andere Teesorten mit eingebunden.

Bestens bekannt ist der echte Jasmin auch in der Homöopathie, wobei die verabreichten Potenzen relativ gering wirken. Die entsprechenden Präparate werden als Globuli verschrieben, sie dürfen jedoch nur eingenommen werden, wenn sie auch ärztlich verordnet wurden.

Nebenwirkung nicht ausgeschlossen

Damit es nicht zur Überdosierung kommen kann, muss sich der Anwender strikt an die Anweisungen des Homöopathen halten, andernfalls kann es zu Nebenwirkungen kommen. Gerade Personen mit Herzbeschwerden, dürfen auf gar keinen Fall echten Jasmin zu sich nehmen.

Unter den anderen Nebenwirkungen zeigen sich bei falscher oder Überdosierung folgende Beschwerden:

  • Mundtrockenheit
  • müde Augenlider
  • Sehstörungen
  • Erbrechen

Sollten diese Symptome eintreten, ist das Präparat sofort abzusetzen und der Arzt zu informieren. Noch vor wenigen Jahren wurde der echte Jasmin auch in der Naturheilkunde verwendet. Mit dem Wissen, dass die Pflanze giftig ist, ist der Einsatz jedoch eingeschränkt worden.

In der Vergangenheit kam die Pflanze zum Tragen, wenn es um Heilpflanzen mit schmerzstillender, krampflösender und antibakterieller Wirkung ging. Heute wird der echte Jasmin zu Massage – oder Duft Ölen und zu Inhalationszwecken verarbeitet. Nachgesagt wird der Pflanze unter anderem eine heilende Wirkung bei Infektionskrankheiten und in Verbindung mit Kopfschmerzen.

Weitere Anwendungsbereiche

Bei Nervosität und innerer Unruhe, kann der echte Jasmin helfen, aber auch bei grippalen Infekten kann er zum Einsatz kommen. Weitere Gebiete sind Lampenfieber, sowie auch Prüfungsängste, können verringert werden.

Grundsätzlich gilt jedoch, Präparate mit echtem Jasmin dürfen nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. In allen Teilen der Pflanze sind giftige Indolalkaloide zu finden, die eine Vergiftung auslösen können.

Vorsicht:
Die ersten Anzeichen einer Vergiftung zeigen sich in Schwindelgefühl, Schluckbeschwerden, Sprachstörungen und Muskelzittern. Schlimmstenfalls kann es wegen einer Atemlähmung zum Herzstillstand kommen.

Nicht nur der echte Jasmin ist giftig, sondern alle Pflanzen, die im Volksmund als Jasmin gehandelt werden, enthalten Giftstoffe. Sollten sich Kinder oder Haustiere in der Wohnung befinden, darf die Pflanze nur an einem Ort gestellt werden, welcher für sie nicht erreichbar ist. Abgefallene Blüten und Blätter müssen sofort entsorgt werden.

Selbst bei der Pflege, insbesondere beim Schneiden von der Jasmin Pflanze, sollte der Besitzer unbedingt Handschuhe tragen. In der Aromatherapie, als auch in der Homöopathie sind nur so geringe Dosen enthalten, dass von ihrem Verzehr keine Gefahren ausgehen.

Steckbrief – echter Jasmin

Botanischer Name:Jasminum officinale
Familie:Ölbaumgewächs
Aussehen:Schlingende Kletterpflanze, die bis zu 2 Meter hoch werden kann. Weiße Blüten, die an Dolden hängen
Blütezeit:Juli bis Oktober
Erntezeit:August bis September
Verwendete Teile:Blüten, Zweige
Inhaltsstoffe:ätherische Öle, Farneol
Deutsches Synonym:gewöhnlicher Jasmin

Das Öl des echten Jasmins ist in der Lage, zur Produktion von gewissen Neurotransmittern, wie zum Beispiel Endorphin und Enkephalin zu dienen. Das sind sogenannte Botenstoffe, die dem menschlichen Körper, Informationen über das Zentrale Nervensystem zukommen lassen.

Produziert der Mensch zu wenig Enkephalin, kann es zu melancholischen Stimmungen kommen. Das Endorphin ist als „Glückshormon“ bekannt, ist dieses zu niedrig, kann es zu Depressionen führen. Der Duft von echtem Jasmin wirkt nicht nur entspannend, sondern auch ausgleichend und macht einfach gute Laune.

Das Öl hat ebenso eine beruhigende Wirkung und kann mit der Stärke von Valium verglichen werden. Der wichtigste Wirkstoff des echten Jasmins sind seine Ester, welche eine chemische Gruppierung, von chemischen Stoffen sind. Diese sind dafür verantwortlich, dass Insekten entweder angelockt oder abgeschreckt werden.

Das Öl wirkt auch auf die menschliche Haut positiv, denn es reizt sie nicht. Zudem ist Jasmin Öl dafür bekannt, dass es antibakteriell wirkt. Es kann, speziell bei Hautproblemen wie Pickel oder anderen Entzündungen, für Linderung und sogar Heilung sorgen. In unterschiedlichen Präparaten für die Haut, findet sich Öl des echten Jasmins wieder, da es durchblutungsfördernd ist und die Selbstregeneration der Haut anregt.

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