Knoblauch – gutes aus der Natur

Knoblauch kommt aus der Gattung der Narzissen Gewächse und schmeckt würzig – aromatisch. Generell wird nicht nur die Knolle, sondern auch die gesamte Pflanze als Knoblauch (Allium sativum), bezeichnet. Genossen werden kann die Knolle roh, als auch gegart.

Knoblauch wird aber auch verpönt, denn er hat einen eher penetranten Geruch. Dafür sind Schwefelverbindungen verantwortlich, die beim Quetschen oder Schneiden entstehen. Die Pflanze kann quasi überall angebaut werden, denn sie ist anspruchslos. Sie bildet als Wurzel eine Knolle, mit einer kreisförmigen Zehenbildung. Die Blütenstände sind weißlich bis helllila und sie kann eine Höhe von bis zu 90 Zentimetern erreichen.

Knoblauch besitzt gesundheitsfördernde Eigenschaften

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Obwohl die Hauptanbauländer China und Russland sind, kann der Knoblauch auch im heimischen Garten angebaut werden. Die Pflanze braucht viel Sonne und einen lockeren, als auch reichhaltigen Boden. Die Wirkeigenschaften bezieht der Knoblauch, aus den Inhaltsstoffen Alliin und Selen.

Eine Schwefelverbindung ist das Alliin, das beim Pressen der Knolle, zu Allicin umgewandelt wird. Dieser Wirkstoff ist auch für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich. Für den menschlichen Körper ist dieser von großer Bedeutung, wenn es um das Herz – Kreislaufsystem geht.

Inhaltsstoffe

Selen:Ein Spurenelement, welches wichtig für die Gesundheit ist. Bekämpft Leiden, wie Herzkrankheiten oder Erkrankungen der Skelettmuskulatur
Allicin:Eine Aminosäure, für diverse Stoffwechselvorgänge verantwortlich.

Der Knoblauch besitzt diverse gesundheitsfördernde Eigenschaften. Er kann in der heimischen Küche Verwendung finden, als auch in der Naturheilkunde. In Drogerien und Reformhäusern, aber auch in Supermärkten, sind etliche Fertigpräparate erhältlich, wobei es sich unter anderem, um:

  • Kapseln
  • Knoblauchöl
  • Knoblauchpulver

handelt. Diejenigen, die die volle Wirkung der Pflanze haben möchten, sollten möglichst zu einem frischen Produkt greifen. Ideal ist hierbei der rohe Verzehr, denn durch Hitze oder anderer Verarbeitung, gehen etliche der Inhaltsstoffe verloren.

Einige typische Gerichte, kommen ohne einen Hauch von Knoblauch gar nicht aus. Zu Bedenken wären hier die italienische oder die griechische Küche. Allerdings gibt es große Unterschiede, was den Geschmack betrifft, denn es kommt hauptsächlich darauf an, wie der Knoblauch zubereitet wird.

Zu Veränderungen der Aromen kommt es natürlich auch, bei der Zubereitung der Knolle. Am stärksten prägt sich der Geschmack im rohen Zustand aus, während Knoblauch gekocht oder gebraten, einen leicht bitteres Aroma aufweist.

Die antibakterielle Wirkung

Knoblauch wird ebenfalls wegen seiner antibakteriellen Wirkung geschätzt. Diese ist am besten im Magen – Darm – Trakt zu beobachten. Aber auch bei Lippenherpes kann eine aufgeschnitten Zehe Wunder bewirken. Eine Heilwirkung wird der Pflanze bei Arterienverkalkung zugeschrieben, denn der Inhaltsstoff Allicin ist in der Lage, die Blutwerte zu senken. Personen, die zu viel Fett im Blut haben, können unter Umständen an Arterienverkalkung erkranken.

In der Knolle steckt aber noch viel mehr, denn sie sorgt nicht nur für eine Regulierung des Blutdrucks, sondern trägt auch zur Förderung des Blutflusses bei. Knoblauchpräparate werden deshalb gern zur Vorbeugung genommen. Neben zahlreichen Fertigprodukten, ist der Knoblauch in Kombination mit anderen Lebensmitteln ein bekanntes und vor allen Dingen ein altes Heilmittel, dass bei bestimmten Infektionen und Erkältungskrankheiten eingesetzt wird.

Knoblauch gegen Erkältungsbeschwerden

Wichtig hierbei ist, der Knoblauch sollte möglichst roh zum Einsatz kommen. Am besten gestaltet es sich, mit einer Knoblauchpresse zu arbeiten, denn so kann Alliin austreten und zu Allicin werden. Der Nutzer bekommt eine weitaus bessere Reaktion, als wenn es sich um nur geschnittenen Knoblauch handeln würde.

Am bekanntesten ist eine Trink – Kur, die aus frisch gepresstem Knoblauch, in Zusammenhang mit frischer Zitrone steht. Hierzu sollte der Trunk über einen Zeitraum von mehreren Wochen eingenommen werden. Das Immunsystem wird geschützt und die Herzfunktionen verstärkt. Die Mixtur hat kaum einen Geschmack, der an Knoblauch erinnert und kann deshalb auch im Alltag, bzw. im Berufsleben ohne Einschränkungen genossen werden.

Die Verarbeitung der Knolle hängt von mehreren Faktoren ab. Hierbei spielt nicht nur die Qualität eine Rolle, sondern natürlich auch die Frische. Aber auch Hilfsmittel und Techniken machen einen Unterschied aus. In der Regel wird die Knolle mittels eines Messers, einer Knoblauchpresse oder einem Löffel zerdrückt.

Tipp:
Der Verbraucher sollte stets auf die Frische achten, obwohl diese Zehen eine stärkere Schale besitzen, haben sie mehr Saft. Wer auf den Geruch von Knoblauchhänden verzichten will, kann einen Knoblauch – Schäler verwenden.

Als Alternative – Knoblauchgranulat

Bei dem Granulat handelt es sich um getrockneten und dann gemahlenen Knoblauch. Vielfach wird es auch, als Knoblauchpulver bezeichnet. Granulat besteht aus feinen Körnern, die eine lockere Konsistenz aufweisen. Das Produkt, kann zum Würzen von Speisen in der Küche oder als Futterergänzungsmittel für Hunde eingesetzt werden.

Granulat ist einfacher zu verwenden, als frischer Knoblauch, allerdings ist der Geschmack nicht ganz so erfrischend und auch nicht so scharf. Es ist jedoch außerordentlich praktisch, wenn Gewürz Zubereitungen selber hergestellt werden sollen und auch bei Pasten, Marinaden oder zum Aromatisieren, ist Granulat eine praktischere Alternative.

Knoblauch ist die volle Power aus der Natur und kann vielseitig eingesetzt werden. Die Knolle ist ein natürliches Heilmittel und sie ist zudem die älteste Kulturpflanze auf der Welt. Das unscheinbare Lauchgewächs ist ein wirklicher Allrounder, wenn es um die klassische Naturmedizin geht.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • Fett
  • Protein
  • Kohlehydrate
  • Ballaststoffe
  • Eisen
  • Vitamin A, B1, B2
  • Niacin
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Vitamine B6, C und E

Gerade die vielen Vitamine sind für den Alltag unerlässlich. Sie können leicht über Mangelerscheinungen hinweghelfen und werden ebenso schnell vom Körper aufgenommen. Knoblauch ist für alle Personen, mit Vitaminmangel eine rasche Möglichkeit, Mangelerscheinungen abklingen zu lassen.

Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Spurenelemente und Mineralstoffe. Diese bestehen aus, zum Beispiel Kupfer, Kalium, Molybdän und Selen. Im Knoblauch finden sich ebenfalls Selen, Jod und Germanium.

Die wichtigsten antibiotischen Inhaltsstoffe sind Alliin und Allicin. Letzterer ist der Hauptträger der antibiotisch wirkenden Eigenschaften. Im Bereich der Naturheilkunde spielt der hohe Allicin Gehalt die wohl größte Rolle. Des Weiteren sind es die Schwefel – Verbindungen, die den Knoblauch zu etwas besonderem werden lassen. Sie sind nicht nur für den typischen Geruch verantwortlich, sondern für die Entstehung der Wirkstoffe und sorgen in erster Linie für Di – und Polysulfide.

Als ein weiterer Inhaltsstoff ist das Ajoen bekannt. Dieser Wirkstoff soll die antithrombotischen Eigenschaften des Knoblauchs hervorrufen. Allerdings kommt dieser erst zum Tragen, wenn der Knoblauch erwärmt wird. Die Wirkungsweise ist noch nicht erwiesen, aber Experten sind sich einig, dass das Zerlegungsprodukt antibiotisch wirkt.

Knoblauch – die Heilpflanze

Das Lauchgewächs ist mittlerweile seit mehr als 3000 Jahren, als Heilmittel bekannt. Bereits in altägyptischen Schriften wurde die Nutzung von Knoblauch erwähnt. Heute werden nicht nur die zahlreichen Inhaltsstoffe, wie Kalium und Selen hoch geschätzt, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe wie zum Beispiel, Polyphenol oder auch die Sulfide.

Zudem besitzt der Knoblauch einen hohen Gehalt an Adenosin, der von großer Bedeutung für den Zellstoffwechsel ist. Schwefelhaltige Verbindungen sind auch in der Zwiebel und dem Lauch zu finden, allerdings nicht in diesen hohen Mengen. Die beinhaltenden Sulfide, wirken antimikrobiell und entzündungshemmend. Daher kann die Heilpflanze gut bei Infektionskrankheiten eingesetzt werden. Das gilt nicht zur Vorbeugung, sondern auch zur Behandlung.

Durch die antimikrobiell wirkenden Sulfide ist es möglich, dass Knoblauch bei der Entstehung von Parodontose und weiteren Mundschleimhauterkrankungen entgegenwirken kann. Bekannt ist die positive Wirkung auf die Blutfettwerte. Knoblauch kann diese senken und vorbeugend wirken. Durch einen regelmäßigen Knoblauch – Verzehr lassen sich Cholesterinwerte senken und so werden zudem Blutfettwerte nachhaltig reduziert.

Möglicherweise ist Knoblauch sogar in der Lage, vor Schlaganfällen, Thrombosen und vor Herzinfarkten zu schützen. Genauso verhält es sich bei der Arteriosklerose, denn die Gefäßkrankheit wird durch Ablagerungen von Blutfetten und Kalk an den Gefäßwänden hervorgerufen. Die Schutzwirkung ist bis zum heutigen Tag nicht durch Studien belegt, aber da der Knoblauch eine Senkung der Blutfettwerte erreicht, ist der positive Effekt auf das Herz – Kreislauf – System, nicht von der Hand zu weisen.

Knoblauch soll mehr als 150 positive Eigenschaften haben. Vom medizinischen Nutzen waren schon römische Soldaten überzeugt, die ihn aßen, bevor sie in Kriege zogen. Bekannt ist zudem, dass die Heilpflanze:

  • den Cholesterinspiegel senkt
  • das Risiko für Herzattacken und Hirnschläge eindämmt
  • effektiv gegen medikamentenresistente Bakterienstämme wirkt

Die Pflanze wirkt ebenso gegen Leberschäden, verursacht durch Kadmium. Als Vorbeugungsmaßnahme gegen bestimmte Krebsarten und auch bei medikamtenresistenter Tuberkulose eingesetzt werden kann.

Knoblauch kann auch wirken bei:

  • Gallensteine
  • Quecksilbervergiftungen
  • Diabetes
  • Immunstörungen
  • multiresistente Keime
  • Candididasis
  • Wundheilungsstörungen
  • Colitis
  • Hirnschlag
  • bakterielle Infektionen

Der Knoblauch ist zwar eine Gewürz – und Heilpflanze und wirkt sich gesundheitsfördernd aus, aber auch hier muss mit leichten Nebenwirkungen gerechnet werden, vor allem, wenn es sich um große Mengen handelt.

Vorsicht:
Knoblauch oder Knoblauch – Präparate sollten nicht angewendet werden, wenn eine Person unter Blutgerinnungsstörungen leidet. Zudem darf die Pflanze nicht bei einer Überempfindlichkeit konsumiert werden. Da Knoblauch eine Aneinander – Lagerung von Blutplättchen verhindert, kann es zu einer Blutgerinnungsstörung mit vermehrter Bluttungsneigung kommen.

Bekannt ist zudem, dass Knoblauch einen typischen Eigengeruch aufweist. Die Nebenwirkung, kann auch bei einem hohen Konsum, die Haut betreffen. Die intensive Knoblauchnote wird nicht nur über den Atem ausgestoßen, sondern auch über die Poren in der Haut.

Gefährlich sind die Nebenwirkungen zwar nicht, aber es kann in einzelnen Fällen zu Magen – Darm – Beschwerden kommen. Diese äußern sich durch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder durch Bauchschmerzen. Selten waren allergische Reaktionen hervorgerufen durch Knoblauch Konsum zu vermelden. Hierbei handelte es sich um Juckreiz, Rötungen oder einem Brennen. Bei der Einnahme von großen Mengen, ist eine Blutdrucksenkung nicht ausgeschlossen.

Hinweis:
Vor allen Dingen, wenn Knoblauch in großen Mengen genossen wird, können selten Magen – Darm – Beschwerden auftreten. Bei der Einnahme von verschiedenen Präparaten mit Knoblauch, kann es zu einer Verstärkung von blutdrucksenkenden oder gerinnungshemmenden anderen Medikamenten kommen. In Einzelfällen wurde eine Wertminderung von Anti – HIV – wirksamen Substanzen beobachtet.

Knoblauch Indikationen:

  • Arteriosklerose
  • Gefäßverkalkung
  • Arterienverkalkung
  • Gefäßveränderungen
  • Hyperlipidämie
  • Hypercholsterinämie

Die Pflanze beinhaltet besondere Wirkstoffe, welche der Gesundheit der Gefäße dienen. Es ist bekannt, dass sich Blutfette, Bindegewebe, Thromben und Kalk gerne an den Gefäßwänden ablagern. Das wiederum führt zu Engstellen (Stenosen), was dafür sorgt, dass im Lauf der Zeit das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann. Das Heilmittel trägt dazu bei, dass es bei der Behandlung und Prophylaxe von Gefäßerkrankungen und auch zur Unterstützung bei diätischen Maßnahmen eingesetzt werden darf.

In der Volksmedizin wird Knoblauch nicht nur bei Verdauungsstörungen gern eingesetzt, sondern auch zur unterstützenden Behandlung von Diabetes und bei Beschwerden in den Wechseljahren. In der Homöopathie kommt Knoblauch ebenfalls zum Einsatz, hier dient es zur Bekämpfung von Entzündungen der unteren Luftwege, als auch bei Muskelrheumatismus im Lendenbereich und bei Husten, Schnupfen und Bronchitis Erkrankungen.

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