Der Kürbis – eine vielseitige Frucht

Kürbisse sind nicht nur farbenfroh, sie schmecken auch gut. Ob als Suppe, süß – sauer eingelegt oder als Kompott. Heute kann jeder Kürbisse in vielen Gärten finden und zu den essbaren Sorten, gesellen sich auch gern die Zierkürbisse, die den Herbst bunter machen.

Besonders um Allerheiligen herum, sind Kürbisse aus der Landschaft nicht mehr wegzudenken, denn ausgehöhlt und mit mehr oder weniger fürchterlichen Gesichtern verziert, bringen sie Kindern zu Halloween das Gruseln bei. Fast an jeder Haustür können, besonders zu dieser Jahreszeit, Zier – oder Speisekürbisse gesehen werden.

Geschichte vom Kürbis

Der Ursprung der Frucht liegt in Indien, wo er seit mehr als 10.000 Jahren gegessen wird. Er gehört bis heute zu den Grundnahrungsmitteln und wird überwiegend in Mischkultur, mit Mais und Bohnen angebaut. Kolumbus soll ihn, während seiner Amerikafahrt mitgebracht haben und er ist seitdem nicht nur in Europa, sondern auch in den USA weitverbreitet.

Dort spielt er hauptsächlich eine Rolle, wenn Thanksgiving gefeiert wird. Neben dem obligatorischen Truthahn, steht er auf vielen Tischen. Zu Anfangszeiten wurde der Kürbis in Deutschland hauptsächlich als Viehfutter eingesetzt und natürlich zur Ölgewinnung genutzt. In den USA gehört das „ Kürbiswiegen“ zu einer Tradition, bei der die schwersten Früchte einen Preis bekommen. Der größte Kürbis, der in Deutschland gezogen wurde, wog stattliche 604 Kilogramm. Die Samen solcher Exemplare, werden teuer gehandelt. Auch wenn der Kürbis, im botanischen Sinn eigentlich eine Beere ist, zählt er zu den Kürbisgewächsen, wie auch beispielsweise die Zucchini.

Kürbis – Inhaltsstoffe

Außer den Kürbislaternen, hat der Kürbis jedoch noch einiges mehr zu bieten, denn er ist nicht nur kalorienarm, sondern auch ein echter Sattmacher. Er liefert zudem diverse Nährstoffe, wie zum Beispiel:

  • Beta – Karotin
  • Vitamin A
  • Magnesium
  • Kalium
  • Kalzium

100 Gramm vom Fruchtfleisch haben nur 27 Kalorien und die Samen sind eine leckere Nascherei, wenn sie geröstet und gesalzen sind. Gerade Kürbiskerne wirken sich positiv auf die Gesundheit aus, denn antioxidative Inhaltsstoffe unterstützen die Abwehrkräfte und kämpfen gegen freie Radikale.

Vor allem diejenigen, die mit Prostataleiden zu kämpfen haben, sollten Kürbiskerne und gutes Kürbiskernöl zu sich nehmen. Weiterhin ist das Kürbisfleisch bei einer Reizblase zu empfehlen, da es harntreibend ist und reichlich Wasser und Kalium enthält.

Tipp:
Als ausreichende Dosis werden 2 x tägliche ein Esslöffel Kürbiskerne und zusätzlich Kürbiskern Öl zum Anmachen von Salaten empfohlen. Kürbis hat noch einen Effekt, den kaum jemand kennt, denn Kürbis wärmt von innen. Als Suppe genossen, kann er Personen die leicht frieren helfen, erst recht, wenn die Suppe mit Chili oder Curry angereichert wird.

Mittlerweile gib es mehr als 800 unterschiedliche Kürbissorten. Alle unterscheiden sich nicht nur in Farbe, Form und Größen, sondern auch im Geschmack. Das Fruchtfleisch dient zur Herstellung von Chutneys, Aufläufen und Marmeladen. Sogar ein Kürbiskuchen ist heute keine Seltenheit mehr und als Rohkost in geraspelter Form, schmeckt er besonders gut in gemischten Salaten.

Zu den wichtigsten Kürbissorten gehören unter anderem der Muskat Kürbis. Leicht zu erkennen, an seiner gerippten Schale und dem leuchtenden Fruchtfleisch. Er kann bis zu 20 Kilogramm wiegen und eignet sich gut zur Marmeladenherstellung. Seinem Namen verdankt er seinem Geschmack, der leicht an Muskat erinnert.

Der Early Butternut, hat einen sehr hohen Anteil an Fruchtfleisch und einen nussigen – süßlichen Geschmack. Seine Birnenform eignet sich gut zum Befüllen, zu erwähnen wäre noch, dass die Schale eher dünn ist und er kaum Kerne besitzt.

Eine Sorte, die besonders gern genutzt wird, ist der Hokkaido Kürbis. Er ist der aromatischte unter den Kürbissorten und dazu sehr praktisch, denn seine Schale kann bedenkenlos mitgegessen werden. Der Geschmack stellt sich als kräftig – süßlich dar. Die Frucht selber kann zwischen 15 bis 25 Zentimeter Durchmesser haben.

Ein wahrer Riese ist der Gelbe Zentner, der bis zu 50 Kilogramm schwer werden kann. Das er sehr preiswert in Stücken oder, als ganze Frucht angeboten wird ist kein Wunder, denn diese Sorte wird am meisten angebaut.

Nährwerttabelle Kürbis:

Außer Kohlenhydrate, besitzt der Kürbis noch jede Menge an gesunden Inhaltsstoffen. Diese setzen sich zusammen aus:

Mineralstoffe:Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphat, Eisen, Zink
Vitamine:Beta – Karotin, Vitamin E, Vitamine B1,B2,B6, Folsäure, Vitamin C

Der Kürbis besteht zu 90 Prozent aus Wasser und hat daher auch wenige Kalorien. Dafür besitzt er zahlreiche Mineralstoffe, wie Eisen und Kalium, welche besonders schnell für die Erregbarkeit von Nervenzellen zum Tragen kommen. Zudem ist die Fruchtfleischfarbe gut zu erklären, denn die orange Färbung, kann dem hohen Gehalt an Beta – Karotin zugeschrieben werden.

Kürbiskerne werden auch in der Heilmedizin verwendet. Nicht nur bei Prostatabeschwerden wirken sie heilend, sondern auch bei anderen Erkrankungen, tragen sie zumindest zur Linderung bei. In der Naturheilkunde steht der einjährige Gartenkürbis an vorderster Stelle. Den kann jeder Hobbygärtner ohne Probleme in seinem Garten selber anbauen. Allerdings ist es wichtig, dass er vor Kälte geschützt wird. Schon Temperaturen ab 10 Grad können ihm zusetzen.

Anwendungsgebiete

In der Homöopathie, der Schulmedizin und der Naturheilkunde, ist der Kürbis als Cucurbita pepo bekannt. Darüber hinaus hat er noch volkstümliche Namen wie:

  • Kürwer
  • Plutzer
  • Kerwes
  • Plumpers
  • Kerbs

Der Gartenkürbis wirkt wegen seiner zahlreichen Inhaltsstoffe vor allem:

  • harntreibend
  • magenschonend
  • entzündungshemmend
  • leicht abführend
  • verdauungsstärkend

Als Heilpflanze genutzt, steht die innere Anwendung im Vordergrund. Medikamente in denen er als Heilpflanze eingesetzt wird, sind in der Apotheke, in Drogerien oder dem Internet zu bekommen. Geröstete Kürbiskerne werden in der Regel gern gegen Bandwürmer eingesetzt. Hierfür 300 Gramm geschälte Kürbiskerne essen und nach rund einer Stunde einen Esslöffel Rizinusöl zu sich nehmen.

Das Fruchtfleisch ist geradezu prädestiniert dafür, bei Rheuma, Herzbeschwerden, Nierenschwäche, Verstopfung, bei Fettsucht, Gicht und zur Schonung des Magens eingesetzt zu werden. Als Heilpflanze werden vor allen Dingen die Samen und das Fruchtfleisch verwendet.

Der Kürbis ist wohl die größte Beere weltweit, er wird nicht nur vielseitig eingesetzt, sondern ist lecker und ein Sinnbild für den Herbst. Zwischen September und Oktober kommt er in die Geschäfte und kann in jeglicher Sorte die Küche bereichern.

Anders als bei der Zucchini, die das gesamte Jahr über zu bekommen ist, ist die Saison für Kürbisse der Herbst, dafür können sie aber ohne Schwierigkeiten gelagert werden, die beste Möglichkeit ist in einem Netz, dass hängend verstaut wird.

Speisekürbis und Zierkürbis unterscheiden

Es gibt mittlerweile zahlreiche Kürbissorten, die zu unterschiedlichen Zwecken verwendet werden. Gilt der normale Speisekürbis als schmackhaftes Nahrungsmittel, sind nicht alle Zierkürbisse auch essbar. In der Regel werden sie eher zu Dekorationszwecke verwendet, doch einige von ihnen sind tatsächlich zum Essen geeignet.

Einige Sorten sind sogar mit Schale zu genießen, doch es ist Vorsicht geboten, denn manche Sorten sind überaus giftig. Diese enthalten den Giftstoff Cucurbitacin und dürfen auf keinen Fall auf den Teller kommen. Was ist jedoch der Unterschied zwischen Speise – und Zierkürbis?

Komischerweise können die meisten Sorten, als Speisekürbis deklariert werden. Der Unterschied beider Arten liegt zum einen in der Größe, denn Zierkürbisse sind kleiner, als viele Gemüsekürbisse und zum anderen, finden sich in Zierkürbissen giftige Bitterstoffe, die zu Bauchschmerzen und Übelkeit führen können.

Hinweis:
Der Zierkürbis sollte nicht für kulinarische Zwecke eingesetzt werden, vor allen Dingen, wenn sich der Nutzer nicht sicher ist, um welche Sorte es sich genau handelt. Für herbstliche Dekorationen ist er besonders geeignet und auch für Gestecke gut zu verwenden.

Wissenswertes rund um den Kürbis

In früherer Zeit galt der Kürbis als Essen für Arme – Leute oder eben als Viehfutter. Er steckt nicht nur voller Vitamine, sondern hat auch reichlich Ballaststoffe zu bieten. Er unterstützt die Verdauung und ist auch, als Lebensmittel bei Diäten nicht zu verachten.

Um einen reifen und somit essbaren Kürbis zu erkennen, gibt es einige Tipps und Tricks. Zuerst sollte der Klopftest anzeigen, ob der Kürbis reif ist. Klingt er hohl ist er in der Regel auch reif. Danach kann der sogenannte Stieltest für Aufschluss sorgen. Eine reife Frucht weist einen holzigen und festen Stiel auf. Gekauft werden sollten auf keinen Fall Kürbisse, denen der Stiel fehlt, denn diese können schnell austrocknen und werden faulig.

Der Verbraucher sollte weiterhin einen Blick auf die Schale werfen. Sind trockene oder helle Stellen zu entdecken, lässt das keinen Schluss auf den Reifegrad zu, hierbei handelt es sich lediglich um kleine Schönheitsfehler. Allerdings sollte der Kürbis keine dunklen Stellen aufweisen, es ist davon auszugehen, dass das Innere nicht mehr die eigentliche Frische aufweist.

Das Etikett sollte auf jeden Fall in Augenschein genommen werden. Hieran kann jeder auch gut erkennen, ob es sich um einen Zier – oder Esskürbis handelt. Diejenigen, die sich nicht sicher sind oder es fehlte eine Warenauszeichnung, können den Geschmackstest wagen. Ein kleines Stück aus dem Inneren gibt einen Aufschluss darüber, denn schmeckt es bitter, ist der Kürbis nicht essbar.

Der Kürbis, der in Deutschland am meisten verzehrt wird, ist der Hokkaido Kürbis. Sein Ursprung liegt auf der japanischen Insel Hokkaiodo, der er auch seinen Namen verdankt. Bei uns ist der Kürbis seit den 1990er Jahren zu bekommen und hat sich seitdem schnell zu einer beliebten Sorte gemausert.

Er ist leicht an seiner Zwiebelform zu erkennen, wobei Schale und Fruchtfleisch eine kräftige, orange Farbe aufweisen. Der Hokkaido ist eine eher kleinere Sorte im Gegensatz zu anderen Kürbissen. Da die Schale besonders dünn ist, kann sie leicht mitgegessen werden. Das wiederum macht ihn so beliebt, denn das lästige und zeitaufwendige Schälen entfällt.

Tipps zur Zubereitung von Kürbissen

Das Aroma variiert je nach Sorte stark, doch generell wird der Geschmack als fruchtig, nussig und süßlich beschrieben. Um den Kürbis vorzubereiten sollte ein möglichst scharfes Messer bereit liegen. Ist der Kürbis geteilt, müssen alles Faserige und die Kerne heraus. Das geschieht am besten mit einem großen Löffel. Danach die Schale entweder mit einem Spar -Schäler oder kleinem Messer entfernen. Beim Hokkaido kann diese Arbeit entfallen.

Zum Kochen nur wenig Wasser verwenden, denn der Kürbis selber besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Kürbisse lassen sich vielseitig zubereiten. Am bekanntesten sind Suppen oder als Gemüsebeilage. Doch auch Eintöpfe und Aufläufe schmecken mit Kürbis gut. Konfitüre oder Kompott lassen sich ebenfalls einfach herstellen.

Vorsicht:
Bittere Exemplare immer entsorgen, da der Genuss zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Zudem ist die Mehrzahl der Zierkürbisse nicht zum Verzehr geeignet. Erkannt werden können sie daran, dass sie um ein vielfaches weniger Fruchtfleisch besitzen und einen bitteren Geschmack aufweisen.

Darum helfen Kürbisse bei der Gewichtsreduktion

Kürbisse sind vielfältig einzusetzen. Sie sind schmackhaft, gesund und können auch beim Abnehmen hilfreich sein. Sie enthalten eine Menge sättigender Ballaststoffe und Cartinoide, die die Sehkraft stärken.

Wo im Frühjahr der Spargel beim Abnehmen hilft, ist es im Herbst und Winter der Kürbis. Der Kürbis wird vielseitig eingesetzt und ist dazu noch überaus gesund. Da er zu 90 Prozent aus Wasser besteht, kann sich jeder denken, dass kaum Kalorien vorhanden sind. Zu erwähnen wäre aber vor allen Dingen, dass Kürbisse Cartinoide enthalten. Aus den natürlichen Farbstoffen wiederum, wird Vitamin A gebildet, was nicht nur gut für die Sehkraft ist, sondern auch vor Hautalterung schützt und Gefäßkrankheiten vorbeugt.

Speziell beim Abnehmen helfen die Ballaststoffe weiter, die die Verdauung anregen und so Pfunde purzeln lassen. Zudem wirken sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus, darum sollen Kürbisse, sogar Diabetes entgegenwirken können. Weiterhin stecken in 100 Gramm Kürbisfleisch, rund 300 Milligramm Kalium, welches den Flüssigkeits – Haushalt im menschlichen Körper regelt. Es sind sogar Meinungen vertreten, dass die enthaltene Kieselsäure im Kürbis sich auf das Bindegewebe, die Haut und das Wachstum und Gesundheit der Fingernägel auswirken.

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