Löwenzahn als Naturheilkräuter

Viele Gärtner sehen ihn als Unkraut an, aber der Löwenzahn kann viel mehr. Gerade in der heutigen Zeit besinnen sich die Menschen wieder an Heilkräuter. So wenig Chemie wie möglich, ist die Devise. Das Kraut ist nämlich nicht nur harntreibend, sondern auch anzuwenden, bei Gallen – und Nierenleiden.

Der Löwenzahn war schon zu allen Zeiten beliebt. Nach dem Krieg wurden die Wurzeln geröstet und zu Kaffee verarbeitet. Chronische Ekzeme verschwanden, wenn Löwenzahn ins Spiel kam und noch heute, kann er als schmackhafter Salat angerichtet werden.

Der Löwenzahn kann zwischen 10 und 15 Zentimeter an Höhe erreichen. Die Blütezeit dauert von März bis Oktober und Kinder lieben ihn, als sogenannte „Pusteblume“.

Löwenzahn – die Wunderblume?

Der Löwenzahn hat im Volksmund zahlreiche Namen, darunter fallen zum Beispiel, Augen Wurz, Feldblume, Mönchskopf oder Kuhlattich. Seine heilende Wirkung ist schon lange bewiesen und das nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren. Sogar in der chinesischen Heilkunde ist er bekannt und nicht mehr wegzudenken.

Die Pflanze enthält zahlreiche Bitterstoffe, darum ist sie auch bei Herz – Kreislauf – Problemen anzuwenden. Sie wirkt gegen Krampfadern genauso wie bei Wassereinlagerungen. Verwendet wird sie gern, bei Erkrankungen der Atemwege und bei Magengeschwüren. Sogar Durchfall und Rheuma können mit ihr bekämpft werden.

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Löwenzahn ist eine vielseitige Heilpflanze und hat zahlreiche Eigenschaften. Aus der modernen Küche für Salate, Suppen und zu Gemüsebeilagen ist sie nicht mehr wegzudenken. Löwenzahn Schnaps ist eine gesunde Alternative, wenn Leber und Galle plagen. Dazu einfach die Wurzeln mit einem Nageleisen ausstechen, klein schneiden, in eine weithalsige Flasche geben und mit einem klaren Korn auffüllen. Sechs Wochen muss die Flasche an einem warmen und sonnigen Ort stehen, dabei des Öfteren die ganze Mixtur schütteln.

Vorsicht:

In den Stängeln vom Löwenzahn befindet sich Milch. Da diese giftig ist, dürfen Kinder nicht damit in Berührung kommen.

Was der Löwenzahn alles kann!

Die Wirkungsweise von der Pflanze ist nicht klar erforscht. Es ist aber sicher, dass sie gegen manches Zipperlein äußerst hilfreich ist. Unter anderem ist sie:

  • Harntreibend
  • Krampflösend
  • Entzündungshemmend
  • steigert den Appetit
  • regt den Stoffwechsel an

Der Löwenzahn hat Bitterstoffe, die die Geschmacksknospen anregen und das wiederum führt zu einem erhöhten Appetit. Für die harntreibende Wirkung sind Sesquiterpenlactone verantwortlich, die auch den Stoffwechsel auf Touren bringen.

Die Dosierung

Löwenzahn kann je nach Geschmack in unterschiedlichen Formen erworben werden. Dazu gehören nicht nur Kapseln, sondern auch Dragees oder Tropfen. Sogar als Teemischungen ist er erhältlich, entweder als Instant – Tee oder als Verdauungstee.

Die Pflanze zierte nicht nur den damals begehrten 500 DM Schein, sondern sie bringt regelmäßig jeden Gärtner zur Weißglut. Einfach zu beseitigen ist der Löwenzahn nämlich nicht und einfaches Rasenmähen reicht bei weitem nicht aus. Der Löwenzahn kann ziemlich hartnäckig sein und er vermehrt sich rasch.

Daran sind in erster Linie die Wurzeln schuld, die bis zu zwei Meter lang werden können. Wird der Blütenkopf abgemäht, schafft es die Wurzel diesen wieder zu regenerieren. Der Rasenmäher kann also der Pflanze nichts anhaben, im Gegenteil, so werden optimale Wachstumsbedingungen geschaffen. Des Weitern sorgen die kleinen Schirmchen der Pusteblume für Vermehrung, denn der Löwenzahn kann bis zu 5000 Samen im Jahr produzieren.

Inhaltsstoffe:

Löwenzahn Inhaltsstoffe:Triterpene, Taraxsterol, Sitosterol, Flavonoide, Cumarine
Wurzel:Schleimstoffe, Zucker, Inulin, Kalium

Durch die Bitterstoffe wird vermehrt Speichel und Magensäure produziert. Zudem wird die Gallentätigkeit angekurbelt. Dieses sorgt dafür, dass der Appetit angeregt wird. Auch bei einem Völlegefühl nach einer zu fetten Mahlzeit, kann Löwenzahn helfen. Damit die harntreibende Wirkung erreicht wird, findet sich die Pflanze in zahlreichen Entschlackungs – oder Blutreinigungstees wieder.

Wichtiger Hinweis:
Personen, die Probleme mit der Gallenblase oder den Nieren haben, sollten Präparate mit dem Löwenzahn nicht einnehmen, ohne vorher Absprache mit ihrem Arzt zu haben. Zudem müssen Menschen, die eine Allergie gegen Korbblütler haben, auf die Einnahme verzichten.

Löwenzahn, die Heilpflanze

Im Löwenzahn steckt so einiges, was schon vor Jahrhunderten bekannt wurde. Nicht nur Kinder lieben die Pflanze, wegen ihrer fliegenden Schirmchen, sondern Erwachsene machten sich die Heilkraft zu nutze. Sie wirkt gegen diverse Krankheiten, kann aber auch vorsorglich eingenommen werden. Die Heilwirkung bezieht sich auf:

  • Husten
  • Fieber
  • Verstopfung
  • Magenschwäche
  • Hämorrhoiden
  • Chronische Gelenkerkrankungen
  • Rheuma
  • Gicht uvm.

Dem Löwenzahn wird nachgesagt, dass er blutbildend und blutreinigend ist. weiterhin kann er bei Menstruationsbeschwerden Linderung bringen und ist hilfreich gegen Pickel, Ekzeme, Hühneraugen und Warzen.

In Kürze ist es wieder soweit, dann kann der Löwenzahn überall gesehen werden. Er wächst selbst auf schwierigen Böden und er ist ein kleines Wunder der Natur. Er kann nicht nur als Heilkräuter bestens genutzt werden, sondern die Blüten sehen auch auf einem Salat appetitlich aus.

Der Löwenzahn ist ein echtes Superfood, das gilt besonders, wenn er als Salat serviert wird. Die Pflanze übertrifft sogar den Kopfsalat um ein Vielfaches. In ihr stecken jede Menge Vital – und Mineralstoffe. Sie hat bis zu vierzigmal mehr Pro – Vitamin A und neunmal so viel Vitamin C. Zudem beinhaltet sie Vitamin E und reichlich Kalzium.

Was ist sonst noch drin?

  • Bitterstoffe
  • Taraxin
  • Vitamin C
  • Mineralstoffe
  • Inulin
  • Flavonoide
  • Carotine
  • Fructose
  • Cerylalkohol

In den Wurzeln befindet sich viel Inulin. Die Konzentration kann hierbei zwischen 2 und 40 Prozent schwanken. Die Zuckerverbindung wird wärmstens einem Diabetiker empfohlen, denn Inulin kann der menschliche Körper nicht zu Einfachzucker umwandeln und daher ist kein Insulin mehr nötig.

Eigenschaften der Pflanze:

Sie regt den Gallenfluss an
Aktiviert die Bauchspeicheldrüse und die Leber
Wirkt appetitanregend
Entwässert
Löwenzahn wirkt leicht abführend
Die Pflanze sorgt dafür, dass Blut gereinigt wird

Speziell im Frühjahr wird in der Naturheilkunde eine Entgiftungs – und Blutreinigungskur empfohlen. Hier ist der Löwenzahntee oder der Frischpflanzensaft besonders gut geeignet. Die Anwendungsgebiete sind mannigfaltig, denn der Löwenzahn reguliert nicht nur Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit, sondern wirkt auch bei Gallenschwäche, Bauchspeicheldrüsenschwäche und Harnwegsentzündungen. Hilfreich ist der Tee besonders, wenn es um Wassereinlagerungen im Bindegewebe geht.

Diejenigen, die in regelmäßigen Abständen Löwenzahn verzehren, sind bestens vor Gallensteinen geschützt. Beschwerden im Magen – Darm – Bereich und Völlegefühl sind hier kaum bekannt. Sogar bei Blähungen und anderen Verdauungsproblemen ist die Pflanze hilfreich.

Einfach zuzubereiten

Ein Löwenzahn Salat ist schnell gemacht. Vorher sollte der frisch gestochene Löwenzahn gründlich gereinigt werden. Die Bitterkeit kommt nicht so zum Vorschein, wenn die Blätter vor dem Anrichten für einige Minuten in lauwarmes Wasser gelegt werden.

Vielen schmeckt Löwenzahn nicht, da er eine bittere Note hat. Dem kann abgeholfen werden, indem ein süßes Dressing zubereitet wird. Das besteht aus:

In Zusammenhang mit frischem Obst, wie beispielsweise Erdbeeren, Nektarine oder Kiwi, kann der Salat zu einer schnellen Mahlzeit werden. Käse ist ein weiteres Highlight, das dem Löwenzahnsalat einen ganz speziellen Geschmack verleiht.

Löwenzahn kann leicht zu Hause auf unterschiedliche Arten verarbeitet werden. Für eine heilende Tinktur sind die Wurzeln nötig. Nach der gründlichen Reinigung werden sie in Stücke geschnitten und mit einem halbem Liter Doppelkorn übergossen. Nach drei Wochen kann die Tinktur nach dem Essen getrunken, verdauungsfördernd wirken.

Für Veganer ist Honigersatz aus Löwenzahn ein echtes Schmankerl. Bienenhonig ist für sie nicht zu genießen, denn dieser besteht aus einem tierischen Produkt.

Hinweis:
Nicht nur Bienenzucker hat einen hohen Zuckergehalt, sondern auch der Honig aus Löwenzahn.

Löwenzahn – Wellness für die Haut

Löwenzahn kann ein echtes Anti – Aging Produkt werden, dass Falten mindert und bei trockener Haut hilft. Die teuren Cremes können im Regal stehen bleiben, denn sie müssen nicht zwangsläufig industriell hergestellt werden.

Frauen, die über einige Monate regelmäßig den Saft der Pflanze getrunken haben, hatten ein deutlich besseres Hautbild. Dieses hatte nicht nur mehr Elastizität, sondern auch mehr Feuchtigkeit. Löwenzahn wirkt aber nicht nur von innen, er kann auch äußerlich zur Anwendung kommen. Das gilt vor allem bei Ekzemen und anderen Hautbeschwerden. Eine antibakterielle Wirkung hat die Pflanze zwar nicht, aber bei Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass sie schmerzlindernd und antientzündlich ist.

Zubereitungen aus Löwenzahn sollten über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen Anwendung finden:

Tee aus Blättern: 4 – 10 g Kraut als Aufguss auf eine Tasse Wasser, dreimal täglich zu sich nehmen
Tee aus Wurzeln: 3 bis 4 g Wurzeln auf eine Tasse Wasser
Tinktur: 10 bis 15 Tropfen, 3 x täglich
Frischpflanzenpresssaft: 20 ml 3 x täglich
Liquidextrakt: 4 – 10 ml 3 x täglich

Löwenzahn ist in der Heilmedizin weitverbreitet. Generell wird gesagt, die Pflanze wirkt stärkend und übt eine reinigende Wirkung auf den gesamten Organismus aus. Wird der Tee von geschwächten Personen getrunken, hat er eine gute Wirkung auf das Allgemeinbefinden und er beeinflusst positiv das Bindegewebe.

Eine Kur mit Löwenzahn kann zweimal im Jahr durchgeführt werden. Besonders Rheumatiker können hiervon profitieren. Zudem sind Personen angesprochen, die leicht zu Gallensteinen neigen.

Sommersprossen sind niedlich, aber nicht immer gewollt, auch dafür kann Löwenzahn zur Anwendung kommen. Genauso verhält es sich bei Altersflecken, die mit einer Mischung aus Löwenzahnblättern und Rizinusöl gebleicht werden können. Selbst kleine Leberflecke können unter dieser Tinktur verschwinden.

Weitere Anwendungsgebiete

Krampfadern sehen nicht nur unschön aus, sie können in einigen Fällen auch schmerzhaft sein. Hier hilft Löwenzahn, der zu gleichen Teilen mit Brombeerblättern, gelben Steinklee, Kamille und Gartenraute angesetzt wird. Alles mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und ab sieben. Das Ganze wird dann zweimal pro Tag getrunken.

Die milchige Flüssigkeit, die sich in den Stielen befindet, soll gegen Warzen helfen, wenn diese mehrfach damit bestrichen werden.

Löwenzahn strotzt nur so von wertvollen Inhaltsstoffen. Zum Vitamin A, B, C und D kommen auch noch Zink, Eisen und Kalium. Letzteres kann das Schlaganfall Risiko rapide vermindern und hilft genauso gegen Bluthochdruck. Antioxidantien, die sich in den Blüten befinden, sollen vor Krebs schützen und die Hautalterung hinausziehen. Zusätzlich finden sich in den Blättern Ballaststoffe, die den Darm vor Trägheit schützen und lange sättigen.

Tipp:
Smoothies sind gerade der Renner unter den Fitness Drinks. Löwenzahn passt dazu gut, aber es sollten nur junge Pflanzen genommen werden, denn älterer Löwenzahn ist oft bitter. Die jüngeren Pflanzen haben zudem ein besseres Aussehen, sie sind nicht nur heller, sondern auch bedeutend weicher.

Anwendungsverbote:

Personen, die unter einem Verschluss der Gallenwege oder einer Gallenblasenentzündung leiden sollten Produkte die Löwenzahn beinhalten, nicht anwenden. Die Bitterstoffe würden dazu führen, dass die Gallenproduktion angekurbelt wird und es zu unerwünschten Beschwerden kommt. Löwenzahn soll auch nicht bei Leberschäden, Geschwüren des Magens – und Zwölffingerdarms, bei Darmverschluss und Wassereinlagerungen im Gewebe konsumiert werden.

Andere Nebenwirkungen von Löwenzahn sind nicht bekannt außer, das es zu Sodbrennen kommen kann, wenn eine Übersäuerung des Magens stattfindet. Bei fertigen Präparaten mit Löwenzahn sind diese Wirkungen jedoch nicht bekannt.

Wer seinen Löwenzahn zum Konsum selber sammeln möchte, sollte sich im eigenen Garten umschauen. Auf anderen Wiesen könnte es zu einer Überdüngung gekommen sein. Geerntet werden sollte die ganze Pflanze und das am besten von April bis Mai. Die Pflanze kann entweder an der Luft trocknen oder im Backofen, jedoch nicht über 40 Grad.

Vorsicht:
Kinder sollten auf keinen Fall Löwenzahn roh verzehren, Vergiftungserscheinungen könnten die Folge sein. Die äußern sich in der Regel durch Erbrechen und starke Übelkeit.

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