Mariendistel – Medizin für die Leber ?

Die Mariendistel ist eines der Naturheilkräuter, die heute wieder an Bedeutung gewonnen haben. Der Ursprung der Distel liegt in den warmen Ländern, die am Mittelmeer liegen. Auch bei uns ist sie zu finden, dazu gehört ein sonniger Platz mit einem nährstoffreichen Boden. Die Mariendistel ist bis in die heutige Zeit ein anerkanntes Lebertherapeutikum, was dem Landarzt Rademacher zugeschrieben werden kann, der 1848 ihre Bedeutung erkannte.

Die Leber eines Menschen hat ungemein viel zu tun, denn sie ist für den gesamten Verdauungsstoffwechsel zuständig. In erster Linie sind es Alkohol, Schadstoffe, Medikamente und Nahrungsmittelzusätze, die von ihr abgebaut werden müssen. Das Organ kann dabei von freien Radikalen angegriffen werden, die die Zellwände zerstören.

Für die Leber sollte immer etwas getan werden, denn im schlimmsten Fall, kann es zu einer Leberzirrhose führen, wenn das Organ benachteiligt wird. Die beste Art seiner Leber etwas Gutes zu tun, ist die Einnahme von Natur Heilkräutern, die es in unterschiedlichen Darreichungsformen der Mariendistel gibt.

Die Mariendistel und ihre Wirkung

87661582 – fotolia.com – H. Brauer

Die Mariendistel ist bei uns auch als: Frauendistel, Silberdistel, Weißdistel oder Heilands Distel bekannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler, weniger bekannt ist der lateinische Name Silybum marianum. Anwendungsgebiete sind Verdauungsbeschwerden, Gallebeschwerden, chronisch – entzündliche Erkrankungen der Leber und Leberzirrhose.

Die Früchte der Distel enthalten:

  • 3 Prozent Silymarin
  • 50 Prozent Silybinin
  • 26 Prozent fettes Öl ( mehrfach gesättigte Fettsäuren )

Zur Behandlung kamen in früherer Zeit auch die Gelbsucht, sowie Seitenstechen. Heute wird sie zur Unterstützung der Leberfunktion, bei Verdauungsbeschwerden und zur Regulierung der Verdauungsfunktion empfohlen.

Verantwortlich für die Wirkung ist Silymarin, das eine schützende Eigenschaft aufweist. Es besteht aus einem Substanzgemisch (Flavonolignane) , was unterbindet, dass Gifte aufgenommen werden. Zudem wird dadurch die Regeneration des Organs beschleunigt. Die Mariendistel wirkt immer, dabei ist es egal, ob es sich um schädliche Substanzen wie zum Beispiel Alkohol, Toxine oder Viren handelt.

Anerkannte Anwendungsgebiete sind:

Chronisch entzündliche Lebererkrankungen – Leberzirrhose, unterstützt andere Therapien
Leberschäden, toxische, chronische und entzündliche Lebererkrankungen
Leberzirrhose
Verdauungsbeschwerden ( dyspeptische Beschwerden )

Als Naturheilmittel wird die Mariendistel bei Fettleber, Hepatitis C, Übelkeit, Rheuma und Verstopfung empfohlen. Unterschiedliche Darreichungsformen können in der Apotheke erworben werden. Hierunter fallen Tabletten, Kapseln oder eine Tinktur. Präparate, die standardisierte Extrakte enthalten, gelten in der Regel als überaus wirksam. Trotzdem sollte die Tagesdosis von 200 bis 420 Milligramm Silymarin nicht überschritten werden. Speziell der Tee, der aus einem konzentriertem Silymarin Gemisch besteht, ist als Fertigprodukt in der Apotheke zu bekommen. Verbessert werden können mit dem Tee der Gallenfluss, die Verfettung und die Vermehrung von Bindegewebe in der Leber.

Der Tee kann auch aus zerkleinerten Mariendistel – Früchten selber zubereitet werden. Hierzu müssen circa 2 Teelöffel Mariendistel mit kochendem Wasser übergossen werden. Nach 10 bis 15 Minuten wird das Ganze abgeseiht und ist dann zum Verzehr bereit. Drei – bis viermal täglich, kann eine Tasse davon getrunken werden.

Hinweis:
Der Tee, der aus den Früchten gewonnen wird, weist einen eigenen faden und fettigen Geschmack auf. Wer das Aroma verbessern möchte, sollte einige Fenchelfrüchte dazugeben.

Lebensrettende Wirkung ?

Die Mariendistel gilt heute als ein natürliches Leberheilmittel. Sogar in der Intensivmedizin kommt sie zum Tragen, beispielsweise bei Vergiftungen, die durch einen Knollenblätterpilz hervorgerufen wurden. Bei Tierversuchen wurde bewiesen, dass die Distel den Verlauf bei Lungenkrebs verlangsamen kann.

Die Wirkungen der Pflanze sind mannigfaltig, denn zum einen wirkt sie antitoxisch ( entgiftend ) und zum anderen regenerativ. Sie ist zudem gallefördernd und leicht abführend, dazu ist sie auch eine Anregung der Gluthathion – Produktion.

Sogar das Bundesgesundheitsamt erkennt ihre heilende Wirkung an und hat die Mariendistel als offizielle Heilpflanze anerkannt. Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind:

  • Akute Leberentzündungen, hervorgerufen durch Alkoholmissbrauch, durch Medikamente oder Viren
  • Chronische Leberschäden durch Gifte und ebenfalls Alkohol und Medikamente
  • Leberschwäche, nach einer schweren Grippe, nach Verbrennungen und Operationen
  • Bei chronischen Erkrankungen wir Rheuma
  • Zur Leberstärkung
  • Allgemeine Entgiftung

In der Homöopathie ist die Mariendistel schon lange im Gebrauch, vor allen Dingen bei Leberentzündungen, Gallenkoliken, Hämorrhoiden und Krampfadern. Hierzu wird die Pflanze innerlich angewendet. Besonders hilfreich ist sie, bei einer Leberschwäche, die mit Verstopfung einhergeht.

Zu kaufen gibt es die Mariendistel Früchte in der Apotheke. Sie kann als entgiftender Tee erworben werden, wobei auch unter zahlreichen Fertigpräparaten gewählt werden kann. Diejenigen, die ein Mittel für schwere Leberbelastungen suchen, sollten immer zu einem höher dosierten Produkt greifen. Hierbei sollte die Anfangsdosis 400 Milligramm Silymarin nicht überschreiten. Nach circa 2 Wochen sollte diese auf 200 Milligramm am Tag beschränkt werden.

Hinweis:
Vor der Einnahme von Silymarin sollte der Arzt um Rat gebeten werden. Bei schweren Erkrankungen der Leber, können die Präparate von einem Patienten auf Rezept erhalten werden.

Silymarin ist ein bekanntes Mittel um die Leber zu stärken. Die Mariendistel ist bereits seit der Antike bekannt und wird ebenso lange angewendet. Die Distel oder auf Latein Silybum Marianum genannt, wird auch als wilde Artischocke bezeichnet. Im Mittelalter wurde sie in Klostergärten angebaut, was auf den Einfluss von Hildegard von Bingen zurückzuführen ist.

Noch heute kann in alten Kräuterbüchern nachgelesen werden, dass die Mariendistel vorrangig bei Bauchschmerzen, Krämpfen, Blutungen und Hitzewallungen eingesetzt wurde. Zudem kam sie stillenden Müttern als Anregung des Milchflusses zu gute.

Die Früchte selber besitzen als Hauptbestandteil Silymarin, Fettsäuren, sowie Eiweiß. Die gesamten Wirkstoffe sind unter der Schale zu finden. Die Pflanze findet in der Hauptsache als Fertigpräparat Verwendung. Darüber hinaus wird sie in Tablettenform, als Kapseln und als Dragees angeboten.

Behandlung und Vorbeugung

Silymarin ist wohl das bekannteste Mittel, wenn es um Lebererkrankungen geht. Ihre Wirkung übertrifft sogar Arzneimittel, die synthetisch produziert werden. Auch zum Abnehmen ist sie bestens geeignet, denn sie fördert die Fettverdauung und regt den Gallenfluss an.

Die Mariendistel ist in der Lage, die Leberzellen vor giftigen Stoffen zu schützen. Der Wirkstoff Silymarin sorgt zudem dafür, dass eine geschädigte Leber sich schneller erholt. Da ein Tee aus Mariendistel nur geringe Mengen an Silymarin aufweist und er dadurch bedingt nicht reich an dem Wirkstoff ist, sollten Fertigpräparate erworben werden. Diese weisen einen höheren Gehalt des Wirkstoffes auf und sind deshalb auch sinnvoller.

Vorsicht:
Nicht alle Naturheilmittel sind als sanft zu bezeichnen. Vielfach können sie stark wirksame Inhaltsstoffe enthalten, die bei falscher Einnahme giftig sein können. Nur Produkte aus der Apotheke sind standardisiert, jedoch sollte der Beipackzettel genau studiert werden. Die angegebenen Tagesdosen sollten nicht überschritten werden.

Silymarin bei der Aufzucht von Pferden

Nicht nur bei dem Menschen kann die Mariendistel leberschützend wirken, sondern auch bei Pferden. Gerade die Stuten sind besonders beansprucht, denn ihr Stoffwechsel muss im letzten Drittel der Trächtigkeit reine Höchstleistungen vollbringen. Hierbei wird die Leber ebenfalls starken Belastungen ausgesetzt und die Mariendistel kann zur Anwendung kommen. Gerade deshalb wird sie auch zur Unterstützung der Milchbildung eingesetzt.

Um therapeutische Zwecke zu erfüllen, werden nur die circa 5 Millimeter langen Früchte oder Samen verwendet. Die Samen allerdings sollten nicht unbedingt für die Zubereitung von Tee Verwendung finden, sie lösen sich im Wasser schlecht auf und können daher nicht ihr volle Wirkung entfalten.

Bei einem Pferd sind daher die Extrakte eher angebracht, die sich auch gut unter das Futter mischen lassen, zudem können sie so genauer dosiert werden. Wird die Mariendistel zur Entgiftung angewendet, sollten immer nierenanregende Kräuter dazu gegeben werden.

Hinweis:
Die Mariendistel ist zwar pflanzlich, aber ein starkes Mittel. Eine Entgiftung bei einem Pferd sollte nie ohne den fachlichen Rat und die Begleitung von einem Tierheilpraktiker oder einem naturkundlich arbeitenden Tierarzt durchgeführt werden.

Effektive Anwendung

Wer auf eine perfekte Aufnahme der Wirkstoffe wert legt, sollte nur gemahlene Samen und Früchte der Mariendistel konsumieren. So ist die Distel auch in der Lage, die Darmwände zu reinigen. Das wiederum kommt dem gesamten Verdauungstrakt zu gute.

Die gemahlenen Samen dürfen allerdings nicht mit Metall in Berührung kommen, nicht einer Temperatur von über 40 Grad ausgesetzt sein und sie sollten auf jeden Fall luftdicht verschlossen gelagert werden. Der Konsum sollte 4 x täglich stattfinden und das mindestens 45 Minuten nach einer Mahlzeit. Grund ist, der Wirkstoff sollte nicht mit anderen Magen Inhalten gemischt werden. Nur so kann sich der ganze Wirkstoff positiv entfalten.

Silymarin kann für unterschiedliche Behandlungen eingesetzt werden. Hierzu gehören unter anderem:

Behandlung der Leber:280 bis 420 Milligramm pro Tag
Silymarin Phosphatidylcholin Komplex:100 bis 200 Milligramm, zweimal täglich
Diabetes Behandlung:200 Milligramm , dreimal täglich
Behandlung bei Schwangeren:560 Milligramm. Zeitraum 16 Tage
Regenerierung durch Alkoholmissbrauch:2 Kapseln zu 120 Milligramm, zweimal täglich

Mariendistel ist bei Leberbeschwerden immer die erste Wahl. Dabei sind keine Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Sogar schwangere Frauen und stillende Mütter können Silymarin zu sich nehmen, sollte jedoch unbedingt auf die angegebenen Dosen achten. Die Distel wirkt nicht nur leberschützend, sondern kann sie sogar aufbauen.

Es hat sich weithin herumgesprochen, dass die Mariendistel ein anerkanntes Mittel zum Schutz der Leber ist. Nicht nur die vorhandenen Leberzellen werden geschützt, sondern es werden neue Zellen aufgebaut. Erkrankungen wie:

  • Hepatitis
  • Zirrhose
  • Gallensteine

können nicht nur geheilt werden, der Wirkstoff kann ebenso vorbeugend eingenommen werden. Nicht umsonst wird die Pflanze das Allheilmittel bei Leberbeschwerden und Erkrankungen genannt. Die Leber ist ein wichtiges Organ und wird mit der Mariendistel nicht nur gestärkt, dadurch wirkt sie auch positiv auf andere Organsysteme. Die Distel ist zudem ein starkes Antioxidans, das freie Radikale beseitigt und so den Körper entgiftet.

Bekannt ist, dass die Leber Fette und andere Giftstoffe aus dem Körper spült. Bei diesem Prozess wird „Glutathion“ verbraucht und ohne diesen Stoff könnte die Leber ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Die Mariendistel ist in der Lage, dem Verbrauch entgegenzuwirken und steigert zudem auch die Produktion von Glutathionkonzentrat.

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Die richtige Einnahme

Die richtige Einnahme ist bei jedem Medikament und auch bei pflanzlichen Produkten das A und O. Daher ist auch bei der Mariendistel auf einiges zu achten. Soll Silymarin der Vorbeugung dienen, sollten täglich 1 Teelöffel Samen gekaut werden. Sie können so ihre leberschützenden Eigenschaften voll entfalten und die Leber auch auf längere Zeit stärken. Bei schwereren Erkrankungen sollten Präparate mit einem hohen Anteil von Silymarin eingenommen werden. Diese Produkte weisen in der Regel einen Anteil zwischen 70 und 80 Prozent Silymarin auf. 2- bis 3-mal am Tag sollten rund 200 Milligramm von dem Wirkstoff zu sich genommen werden.

Gilt die Einnahme der Vorbeugung oder für leichtere Beschwerden ist mit einer Besserung nach rund 2 bis 3 Wochen zu rechnen. Bei chronischen Erkrankungen muss die Einnahme natürlich über einen längeren Zeitraum stattfinden. Entweder es wird empfohlen Mariendistel so lange einzunehmen bis eine Heilung eingetreten oder bis zumindest eine deutliche Verbesserung zu spüren ist.

Wichtiger Hinweis:
Lebererkrankungen sollten nie auf die leichte Schulter genommen werden. Ein Medikament oder ein pflanzlicher Wirkstoff darf immer nur mit dem Rat von einem Arzt oder Heilpraktiker Anwendung finden. Lebererkrankungen erfordern eine genaue Anamnese, deren Behandlung unterschiedlichster Arten sein kann. Zudem kann auch eine Kombination aus unterschiedlichen Wirkstoffen Heilung bringen, dass darf nur eine erfahrene Person entscheiden.

Fazit:
Die Mariendistel wirkt nicht nur schützend auf die Leber, sie kann bestimmte Erkrankungen auch ggf. heilen. Silymarin verhindert das Eindringen von Giftstoffen in Leberzellen und erhöht zudem die Regenerationsfähigkeit. Der Wirkstoff hilft neue Zellen zu bilden, dadurch kann die Lebenserwartung von chronischen Leberpatienten erhöht werden. Sogar bei einer Pilzvergiftung kann die Mariendistel zur Anwendung kommen, denn das enthaltene Silybinin verdrängt die Gifte.

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