Petersilie – Kräuter mit Heilwirkung

Die Petersilie ist in deutschen Küchen bestens bekannt und wird in der Regel als Küchenkräuter verwendet. Entweder sie wird frisch, getrocknet oder gemahlen benutzt und viele Gerichte bekommen mit ihr den letzten Pfiff. Mittlerweile sind diverse Unterarten der Petersilie gezüchtet worden, dazu gehört zweifelsohne die krause Petersilie, die sich bei uns den ersten Platz gesichert hat.

Das Küchenkraut, im lateinischen Petroselinum crispum, ist auch in der Medizin als wertvoll zu bezeichnen, dabei sind nicht nur die Blätter gesund und wohlschmeckend, sondern auch die Wurzel kann ohne weiteres verwendet und verzehrt werden.

Geschichte der Petersilie

Aus dem griechischen übersetzt heißt Petersilie Felsensellerie, es hat jedoch noch diverse andere Synonyme, dazu gehören:

  • Peterling
  • Peterle
  • Suppenwurzel
  • Bittersilche

Die Pflanze ist zweijährig und gehört der Familie der Doldenblütler an. Neben dem Basilikum, Rosmarin und Oregano, ist es das populärste Kraut in der deutschen Küche. Die Pflanze wird circa 30 bis 50 Zentimeter hoch und stammt aus dem Mittelmeerraum. Ersten Erwähnungen zufolge, war sie schon weit vor Christus bekannt.

Blätter, als auch Wurzeln verfügen über einen hoch aromatischen Geschmack. Dabei entfaltet die glatte Variante eine kräftigere Würze. Unterschieden wird heute in zwei unterschiedlichen Arten:

  • krause Petersilie
  • glatte Petersilie
  • Wurzelpetersilie
  • flachblättrige Petersilie

Die Petersilie kann einfach im eigenen Garten kultiviert werden, dazu ist nicht einmal eine große Erfahrung nötig. Allerdings braucht sie einen günstigen Standort und eine etwas aufwendige Pflege. Der Boden sollte im besten Fall nährstoffreich sein und immer feucht gehalten werden. Petersilie kann auch leicht auf der Fensterbank gedeihen oder im Kübel wachsen.

Die Aussaat sollte zwischen März und April erfolgen, wobei die Samen unbedingt genügend Wärme brauchen, damit sie sich optimal entwickeln können. Wichtig hierbei ist, die Petersilie gehört zur Gattung der Dunkelkeimer, darum ist es nötig, die Samen immer gut mit Erde zu bedecken.

Tipp:
Krause Petersilie, bitte nie mitkochen oder schmoren, dadurch würden der Geschmack, die Farbe und wichtige Vitamine verloren gehen. Die mooskrause Petersilie hingegen verträgt Hitze. Petersilie eignet sich hervorragend zum Einfrieren, dazu sollten die Blätter jedoch gehackt werden.

Inhaltsstoffe der Petersilie

Das Küchenkraut ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Zu finden sind beispielsweise, Vitamin A, B1bis B6, C, D und Vitamin K. Zudem enthält die Pflanze viele Spurenelemente und Mineralstoffe, darunter fallen:

  • Mangan
  • Schwefel
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Phosphor

Die Petersilie ist voll von hochwertigen Stoffen, die über das Essen sofort in den menschlichen Körper gelangen. Die haben es so richtig in sich, denn sie helfen gegen Aufstoßen und Sodbrennen, genauso wie gegen Erschöpfung und steigern somit die Leistungsfähigkeit. Zudem kräftigen sie das Herz, helfen den Nebennieren bei deren Arbeit und auch Cholesterinprobleme, bekommen davon betroffene Personen, leicht in den Griff.

Die Inhaltsstoffe sind nicht zu unterschätzen, denn auch für harte Zähne und feste Knochen, wird bestens gesorgt. In der Pflanzenheilkunde wird Petersilie bei Ohrenschmerzen, Rheuma, Leberleiden, Kreislaufstörungen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Vorsicht:
Schwangere sollten den Genuss von Petersilie einschränken, denn es können vorzeitig Wehen ausgelöst werden. Verantwortlich dafür ist der Bestandteil Apiol, ein ätherisches Öl. Dieses kann bewirken, dass Muskeln im Unterleib, dazu gehört die Gebärmutter, angeregt werden. Allerdings brauchen die Frauen nicht ganz auf Petersilie zu verzichten, nur die Dosis sollte nicht zu hoch sein.

Heilende Wirkung der Petersilie ?

Petersilie kann nicht nur als Gewürz Verwendung finden, Sie kann zudem eine große, heilende Wirkung besitzen. Der hohe Gehalt an Vitamin C wirkt Erkältungskrankheiten vor und außerdem ist sie nicht nur harntreibend, sondern auch krampflösend, schleimlösend und tonisierend.

Selbst zur Behandlung von Gicht, Bluthochdruck, Mundgeruch und Hautkrankheiten ist die Pflanze zu empfehlen. Den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen hat die glatte Petersilie. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

Ätherische Öle:Myristicin, Apiol
Sekundäre Pflanzenstoffe:Flavonoide, Apigenin, Cumarine
Vitamin A, C und E, Beta Karotin:In den Blättern zu finden
Mineralstoffe:Vor allem in den Blättern

Überwiegend bezieht sich die Wirkung der Petersilie auf die Nieren und die ableitenden Harnleiter. Zubereitungen werden in den Darreichungsformen: Tee, Tinkturen und Kapseln im Handel angeboten. Diese werden ausschließlich zur inneren Anwendung empfohlen. Zudem soll die Petersilie, laut Universität Cleveland/ USA, wegen dem hohen Gehalt von Apigenin auch vor Prostatakrebs schützen können. Diese Studien sind jedoch noch nicht belegt.

Anwendungsgebiete der Petersilie

Petersilie hat den Vorteil, sowohl innerlich, als auch äußerlich zur Anwendung zu kommen. Tinkturen und Tees kann der Nutzer selber herstellen, dazu dienen die Blätter, Wurzeln und auch die Samen. Beides kann eingenommen, auf die Haut aufgetragen oder als Umschlag und Mundspülung genutzt werden.

Anwendungsgebiete hierbei sind: akute und chronische Reizungen der Harnwege, zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß und zur Entschlackung bei rheumatischen Erkrankungen oder Gicht.

Hinweis:
Patienten, die unter einer Herz, bzw. Nierenschwäche leiden, dürfen Petersilie nicht anwenden. Beide Organe können durch eine erhöhte Wassermenge überlastet werden. Weiterhin kann das Kraut besonders bei sehr hellhäutigen Personen, zu einer Sonnenempfindlichkeit der Haut führen.

Was viele nicht wissen ist, die Petersilie ist so reich an Vitaminen und Mineralstoffen, wie kaum ein anderes Kraut. Sie enthält nicht nur ätherische Öle, sondern auch Chlorophyll, die beide der Blutreinigung dienen. Zudem helfen sie Leber und Nieren bei der Entgiftung.

Personen, die unter ständigem Mundgeruch leiden, kann Petersilie ebenfalls nur empfohlen werden. Auch denen, die dem Knoblauch frönen oder Alkohol getrunken haben, kann die Pflanze zu einem frischen Atem verhelfen. Hier hilft regelmäßiges Kauen, bei einigen Menschen soll sie sogar den schlechten Körpergeruch mindern.

Die Petersilie erweist sich als Wunderkraut bei unterschiedlichen Beschwerden:

  • Verdauungsbeschwerden inklusive Darmkoliken
  • Sodbrennen, Blähungen, Völlegefühl und Aufstoßen
  • Blasenbeschwerden und Blasenschwäche
  • Kopfläuse, Herpes, Krätze
  • Ohren – und Kopfschmerzen
  • Rheuma
  • trägt zur Steigerung des Leistungsvermögens bei
  • wirkt appetitanregend
  • bei Kreislaufproblemen
  • hemmt das Wachstum von Nieren – und Blasensteinen

Im Zusammenhang mit Wasser kann die Pflanze die Urinausscheidung fördern, dadurch können zum Beispiel, Krankheitserreger ausgespült werden. Petersilie ist weiterhin in der Lage, die Lunge zu entgiften. Das geschieht durch das Neutralisieren von krebserregenden Stoffen und deshalb schwören betroffene Personen auch auf die Pflanze, denn sie soll zur Vorbeugung gegen Lungenkrebs tauglich sein.

Petersilie ist ein echter Allrounder, diejenigen, die unter Hautproblemen leiden, kann eine Tinktur oder Tee helfen, was im Übrigen auch zur allgemeinen Schönheitspflege empfohlen wird. Der Tee ist einfach herzustellen, für ihn kann sowohl das Kraut, als auch die Wurzeln Verwendung finden. Hierzu zwei Teelöffel fein geschnittene Petersilie mit ¼ Liter Wasser übergießen. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, danach abseihen. Der Zeitraum sollte nicht überschritten werden, denn ansonsten würden viele Wirkstoffe verloren gehen.

Vorsicht:
Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Herzbeschwerden, sollten keinen Petersilien – Tee zu sich nehmen, ohne im Vorfeld ihren Arzt zu konsultieren.

Petersilie besitzt eine ungewöhnliche Fülle an Vitalstoffen, daher kann sie es leicht mit einem Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen. Der Vorteil hierbei ist, Petersilie ist ein natürliches Lebensmittel, im Gegensatz zu Mineral – und Vitaminpräparaten. Zudem ist nur ein Bruchteil der Kosten nötig, um das gesunde Kraut zu erwerben.

Petersilie ist reich an Chlorophyll, was zur Blutreinigung beiträgt. Das Kraut soll sich sogar positiv auf die Geschlechtsorgane von Mann und Frau auswirken. Allerdings sollten Schwangere, wie schon erwähnt, keine großen Dosen Petersilie zu sich nehmen, denn das kann eine Frühgeburt auslösen. Aus diesem Grund und wegen der extremen Wirkung, hat das Kraut in früherer Zeit auch den Namen „ Abtreibungspflanze“ bekommen.

Wissenswertes über die Petersilie

Petersilie kann nicht nur zum Würzen, sondern auch zum Verfeinern und zur Dekoration von Speisen eingesetzt werden. Sie ist überhaupt vielseitig zu nutzen und darum auch aus der Liste der Küchenkräuter nicht mehr wegzudenken.

Die Pflanze schützt Leber und Darm vor unterschiedlichen Krebsarten. Dieses wird durch den Wirkstoff Myristicin hervorgerufen. Zudem soll Petersilie vor Gehirntumoren schützen. Weiterhin kann die Pflanze den Verdauungstrakt unterstützen, da sie blähungstreibend wirkt. Heißt: das Kraut hilft unliebsame Gase auszustoßen und das Völlegefühl zu erleichtern. Petersilie ist hochgradig entgiftend und schützt vor Nierensteinen.

Zu erwähnen wäre noch, dass Petersilie die vorzeitige Zellalterung hinauszögert. Die Haut bleibt jung und gesund, da sie eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung besitzt. Besonders empfehlenswert ist das Kraut bei Akne, Altersflecken und anderen Hauptproblemen.

Der gesamte Organismus wird mit Mineralien und Vitaminen versorgt, vor allen Dingen das Vitamin C ist reichhaltig vorhanden. Das Immunsystem wird gestärkt und Erkältungskrankheiten können abgewehrt werden.

Zusammenfassung:

  • Petersilie beugt Blutarmut vor
  • lindert Blaseninfektionen
  • Verdauungsfördernd
  • schützt Nieren
  • Hilfe bei Mundgeruch
  • unterstützt Behandlung bei Arthritis
  • schützt und regt das Immunsystem an

Es ist empfehlenswert, Petersilie immer frisch zu verwerten. Im getrockneten oder gefrorenen Zustand, gehen wichtige Eigenschaften verloren.

Petersilie ist ein Küchenkräuter, dass sich wohl in fast jeder guten deutschen Küche findet. Hierbei ist es egal, ob es die krause oder glatte Variante ist, sie eignet sich für deftige Eintöpfe, edle Speisen und für Petersilien – Soße. Im Übrigen wird sie gern zum Garnieren von kalten Platten verwendet.

Die Petersilienwurzel wird in der Hauptsache, als Suppengewürz eingesetzt. Sie kann aber auch zu einem kulinarischen Highlight werden. Zudem kann die Wurzel über einen längeren Zeitraum gelagert werden. Dazu ist ein dunkler und leicht feuchter, sowie auch kühler Ort zu empfehlen. Der Keller, aber auch das Gemüsefach im heimischen Kühlschrank, sind geradezu prädestiniert die Wurzel zu lagern. Vor der Verarbeitung sollte sie allerdings sorgfältig gewaschen und geputzt werden.

Beim Kauf von Petersilie sollte darauf geachtet werden, dass sie dunkelgrüne Blätter aufweist, die nicht welk wirken dürfen. Außerhalb der normalen Saison, sollte Petersilie besser tiefgefroren verwendet werden. Ist es getrocknet, gehen Aroma, als auch Nährstoffe verloren. Am besten ist es, sich einen Topf mit dem Kraut auf die Fensterbank zu stellen, so ist auf jeden Fall gewährleistet, dass immer frische Petersilie genutzt werden kann.

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