Koriander – die asiatische Kulturpflanze

Koriander ist mehr, als nur eine Würze für Speisen, die diesen einen charakteristischen Geschmack verleihen. Denn Koriander ist auch eine Heilpflanze, die den Körper regelrecht aufräumen. Sie fördern nicht nur die Ausleitung von Giftstoffen, auch ist die Koriander Wirkung gut für Magen-Darm-Beschwerden oder Entzündungen. Dabei wird aus den Koriander Pflanzen, wie auch aus den Koriander Samen ein Tee zubereitet und in kleinen Schlucken getrunken.

Woher kommt die Koriander Pflanze?

Koriander (Coriandrum sativum) kommt aus dem asiatischen Raum und ist eines der ältesten Küchen- und Heilkräutern der Welt. Vor allem in Ägypten, China und Indien werden Koriander und die Samen des Korianders vorrangig als Heilmittel verwendet. Doch auch zur Würze der Speisen ist die Pflanze beliebt, was mit seinem süßlichem Geschmack zusammenhängt. Die Koriander Wirkung wurde bereits im alten Testament erwähnt und antike Mediziner lobten diese Pflanze als Heilpflanze aus.

Wie sehen Koriander Pflanzen aus?

Echter Koriander ist ein einjähriges Doldengewächs und kann zwischen 30 und 90 cm hoch werden. Junge Blätter der Pflanze unterscheiden sich sehr stark von den älteren Blättern, da diese eher rund und dreigeteilt eingeschnitten sind. Ältere Blätter hingegen sind fein zerteilt und doppelt gefiedert. Die Blütezeit der Koriander Pflanzen dauert etwa vier Wochen und beginnt im Monat Juni. Besonders während dieser Zeit ist die weiße Korianderblüte bei Bienen sehr beliebt. Die Früchte, also die Koriandersamen sind gelb bis braun und können von Juli bis August geerntet werden. Während der Reifezeit der Samen nimmt der starke Geruch der Koriander Pflanzen nach und nach ab.

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Woher kommt die besondere Koriander Wirkung?

Koriander ist im Besitz von zahlreichen gesundheitsfördernder Phytonährstoffen wie auch ätherischen Ölen. Dies führt dazu, dass diese Pflanze eine so heilsame Wirkung hat. Die Wirkung des Korianders kommt vor allem Menschen mit Beschwerden der Verdauungsorgane zugute. Denn die Koriander Wirkung ist bei Blähungen, Reizdarm und Durchfall besonders zu empfehlen. Doch auch bei Rheuma und anderen chronischen Entzündungskrankheiten kann Koriander Linderung bringen und die Beschwerden mildern. Ebenso kann diese Pflanze auch bei Infektionen sowie Entgiftungskuren eingesetzt werden.

Wirkung der Koriander Pflanzen und Koriander Samen?

Koriander kann sowohl als Würze im Essen oder auch als Tee eingenommen. Die Chinesen betrachten Koriander als Pflanze der Unsterblichkeit und es wird ihr sogar ein gewisser Liebeszauber zugesprochen. Dabei werden für den Liebestrank die reifen Samen des Koriander zerstoßen und in ein Glas Wein gemischt. Andere wiederum tragen die Koriander Samen in einem Beutel mit sich herum, damit diese die Kopfschmerzen lindern. Mit magischer Anwendung hat dies allerdings nichts zu tun, denn hier kommen wohl eher die ätherischen Öle zum Einsatz, um die Kopfschmerzen zu lindern. Um aber vom Magischen wieder zur reellen Heilpflanze zu kommen, hier die Möglichkeiten für Koriander Wirkungen:

Pflanzliches Antibiotikum

Studien haben bewiesen, dass die Wirkung einem Antibiotikum gleicht. Die Forscher waren sogar überrascht, dass der Wirkstoff Dodecen, den sie aus den Korianderblättern gewonnen hatten, sehr stark ist, da sie dies im Vergleich zu anderen Studien über pflanzliche antibakterielle Wirkstoffe so noch nicht erlebten. Somit ist Koriander ein starkes pflanzliches Antibiotikum, das sehr gut bei Infektionen eingesetzt werden kann. Dies kommt auch daher, dass neben dem Dodecanal und Linalool noch viele weitere Stoffe von den Blättern extrahiert wurden, die allesamt eine antibiotische Wirkung aufweisen konnten. Doch auch in den Samen wurde Dodecanal gefunden und daher ist es sinnvoll nicht nur die Blätter der Koriander Pflanzen, sondern auch die Samen zu verwenden. Allerdings hat das frische Kraut einen großen Vorteil, denn es enthält zahlreiche Antioxidantien und liefert jede Menge Chlorophyll, was wiederum das Immunsystem stärkt und Entzündungen den Kampf ansagt.

Das Verdauungssystem mit Koriander Pflanzen auf Trab bringen

Viele Menschen leiden und Verdauungsproblemen und wissen sich oft nicht mehr zu helfen. Hier kann die Wirkung Abhilfe schaffen, da die Pflanze wie auch die Koriander Samen bei

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Völlegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Reizdarm
  • Magenschmerzen

und vielen weiteren Problemen im Verdauungssystem helfen kann. Dabei reicht es oftmals schon, wenn eine Tasse Tee aus Koriandersamen getrunken wird.

Entzündungen mit der Koriander Wirkung den Kampf ansagen

Vor allem in den Blättern des Koriander sind zahlreiche Antioxidantien vorhanden, die Entzündungen lindern können. Studien an rheumakranken Laborratten zeigten sogar, dass diese Tiere deutlich weniger Schwellungen hatten und viel weniger unter der Entzündung litten, als Tiere, die eine Steroid-Behandlung bekamen. Hierbei ist vor allem ein Korianderblattextrakt empfehlenswert. Doch auch wer aus Korianderblättern einen Tee zubereitet, kann die Koriander Wirkung bereits spüren und so die Rheumabeschwerden um ein Vielfaches lindern.

Den Körper mit Koriander entgiften

Durch die hohe Anzahl an Schwermetallen, die der Mensch tagtäglich über die Nahrungsmittel, die Luft sowie das Trinkwasser aufnimmt, ist es ratsam ab und an eine Entgiftung des Körpers zu machen. Denn diese Schwermetalle, allen voran Quecksilber lagen sich im Körper ab und können so zu Krebs oder Alzheimer führen. Dies bestätigt eine japanische Studie, in der festgestellt wurde, dass in allen untersuchten Krebszellen Quecksilber vorhanden war.

Koriander in der Ernährung

Mit Koriander kann nicht nur gewürzt werden, es können auch leckere Smoothies, Tees oder sogar Pesto aus Koriander Blättern und Koriander Samen hergestellt werden. Vor allem das Koriandergrün lässt sich mit süßen Früchten zu einem leckeren Smoothie herstellen, mit folgenden Zutagen herstelle:

  • 1 Bund Koriander
  • 2 mittelgroße weiche Birnen
  • 1 Apfel
  • eine Handvoll grüne oder rote Trauben
  • 3 bis 4 gelbe oder rote Pflaumen
  • nach Bedarf ¼ oder ½ Zitrone mit Schale
  • ein kleines Stückchen Ingwer
  • Wasser
  • Eiswürfel

Weiterhin passt gehackter Koriander hervorragend in Gemüsesuppen und verleiht ihnen einen besonderen Geschmack. Dabei kann der Koriander mitgekocht oder auch darüber gestreut werden. Weiterhin lassen sich mit Koriander Blätter tolle Pestos oder eine leckere Salsa herstellen. Das Pesto über die Vollkornpasta geben und einfach nur genießen. Und diese Zutaten benötigt man für das Pesto:

  • ein Hand Korianderblätter
  • eine Espressotasse Pinienkerne
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • Zwei EL frischen Saft einer Zitrone
  • 4 bis 5 EL Olivenöl
  • Pfeffer und Salz

Das ganze einfach zusammen zu einem cremigen Pesto mixen und schon hat man ein leckeres Mittagessen.

Mit Koriander Tee das Gift aus dem Körper spülen

Doch auch Tees lassen sich mit frischen Koriandersamen oder Koriander Blättern zubereiten. Die Teezubereitung mit Koriandersamen ist denkbar einfach. Hierzu einfach ein bis zwei Teelöffel Koriandersamen in einem Mörser zerstoßen. Diese dann in mit einer großen Tasse Wasser auffüllen und zum Kochen bringen. Nachdem das Wasser gekocht hat, den Topf vom Herd nehmen und noch etwa 10 Minuten ziehen lassen. Nun die Koriandersamen abseihen und den Tee in kleinen Schlucken trinken.

Für den Tee mit Blättern können entweder frische oder auch getrocknete Blätter verwendet werden. Hierzu einfach ein bis zwei Teelöffel getrocknete oder frische Blätter mit heißem Wasser übergießen und etwa 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Auch diesen Tee sollte man in kleinen Schlucken genießen.

Etwa ein bis drei Tassen Koriander Tee sollten täglich getrunken werden. Allerdings ist es sinnvoll, wie bei allen stark wirkenden Heilpflanzen, nach etwa sechs Wochen eine kleine Pause einzulegen und auf einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung zurückzugreifen. Dies hat den Grund, dass so unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert werden und sich der Körper nicht an die Koriander Wirkung gewöhnt.

Koriander selbst anpflanzen

Da Koriander eine einjährige Pflanze ist, kann sie einfach aus Samen gezogen werden. Auch wenn die Koriander Pflanze aus Asien kommt, gedeiht sie gut in mitteleuropäischen Gärten. Jedoch reift sie nur in warmen Gebieten richtig aus. Daher können in den wenigsten Gärten die Samen geerntet werden, sondern nur das Kraut und die Blätter.

Der Boden sollte leicht und durchlässig sein, damit sich die Pflanzen auch richtig wohlfühlen. Die Pflanze liebt einen sonnigen bis halbschattigen Platz und fühlt sich an warmen Hauswänden besonders wohl. Koriander wird im Frühjahr, im Abstand von circa 25 cm gesät. Sobald die Keimung vorüber ist, sollte sie so ausgedünnt werden, dass der Abstand ungefähr 15 bis 20 cm beträgt. Vor allem in der Wachstumsphase ist es wichtig, die Pflanze ausreichend zu gießen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Auch dieser Satz darf hier natürlich nicht fehlen. Denn die Koriander Wirkung kann zwar Rheumabeschwerden, Infektionen oder Entzündungen lindern, ersetzt aber nicht einen Arztbesuch. Denn auch Heilpflanzung können Nebenwirkungen haben. Bei Koriander sind zwar keine Nebenwirkungen bekannt, aber es können durchaus Allergien auftreten. Meist sind die Menschen davon betroffen, die bereits andere Allergien haben und so oftmals auch auf Koriander reagieren. Daher ist Koriander kein Allheilmittel oder gar ein Wundermittel. Es kann helfen und lindern, aber keinen Arztbesuch ersetzen!

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