Oregano – nicht nur für Pizza

Wer kennt die mediterrane Pflanze Oregano nicht? Auf der Pizza, in Pastasoßen oder auch im Salatdressing ist Oregano bei jedem Italiener zu finden. Denn diese Pflanze gibt den Speisen einen besonderen Geschmack und wer die mediterrane Küche liebt, wird um die Oregano Pflanze nicht herumkommen. Doch Oregano ist mehr als eine Würze, denn als Heilpflanze ist sie ebenfalls nicht zu verachten. Neben einer fungiziden Wirkung ist sie außerdem blutverdünnend und kann als Schlaganfall- bzw. Herzinfarktprophylaxe eingesetzt werden. Außerdem ist Oregano das wirkungsvollste natürliche Antibiotika, das jemals untersucht wurde.

Was ist Oregano?

Oregano, der auch wilder Majoran genannt wird, wächst fast überall. Er kommt in Europa, in den USA, in Nordafrika, im Iran wie auch in Kleinasien vor. Der in Deutschland erhältliche Oregano in Töpfen kommt meist aus einem kultivierten Anbau aus Italien und Spanien. Freiland-Oregano hat im Frühsommer Saison, durch die vielen Treibhäuser, kann er aber jederzeit erhalten werden. Dabei sollte Oregano aber nicht mit Majoran verwechselt werden. Oregano hat zwar einen ähnlichen Geschmack, hat aber andere Wirkstoffe wie Majoran. Der Geschmack des Oregano ähnelt an eine Mischung zwischen Thymian und Majoran, schmeckt aber etwas herber und bitterer. Weiterhin gibt es bei Oregano eine Ausnahme. Denn während frische Kräuter in der Regel intensiver und besser schmecken, ist dies bei Oregano gerade das Gegenteil. Getrocknet hat Oregano einen viel intensiveren Geschmack.

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Die Heilpflanze Oregano ?

Oregano kennen die meisten Menschen als Würze für mediterrane Speisen. Doch diese Pflanze hat weitaus mehr zu bieten und ist eine hervorragende Heilpflanze, die bei vielen Krankheiten zum Einsatz kommen kann. Dabei machen vor allem die ätherischen Öle, zusammen mit den Gerbstoffen wie auch den Bitterstoffen die positive Wirkung des Oregano aus. Die Stärke der ätherischen Ölen zeigt sich auch daran, dass die Oregano Pflanze weder von Schädlingen noch von Krankheiten befallen wird und im Sommer sogar die Insekten fernhält. Außerdem ist das Oregano-Öl selbst bei einer Verdünnung von 1:50.000, ein perfektes Schimmelpilzmittel.

Weiterhin haben Forschungen gezeigt, dass das Oregano-Öl antibakteriell und entzündungshemmend ist und sogar in Hackfleisch die so gefährlichen Colibakterien am Wachstum verhindert. Somit ist Oregano der perfekte Bakterienkiller! Nicht umsonst ist er gerade in südlichen Ländern so beliebt und wird vor allem bei Gerichten im Sommer oder auch bei Kuchen gerne verwendet.

Auch wirkt dieses Heilkraut auch verdauungsfördernd, appetitanregend wie auch desinfizierend auf den Magen-Darm-Bereich und verhindert weiterhin Blähungen. Sogar Pilze und Würmer kann Oregano vertreiben und hilft bei Erkrankungen der Galle, dem Magen oder der Leber.

Chinesische Medizin schwört auf Oregano

Seit Jahrhunderten bereits schwört die chinesische Medizin auf die positive Wirkung von Oregano. Hier wird die Heilpflanze bei Fieber, Hautproblemen, Durchfall und Erbrechen eingesetzt. Aber auch, durch die schleimlösende Wirkung, hilft Oregano bei Atemwegserkrankungen.

Oregano-Öl – konzentrierte Heilkraft

Oregano-Öl wirkt um ein Vielfaches stärker und besser, als getrocknetes oder frisches Kraut. Durch die hohe Konzentration ist das Oregano-Öl ein starkes und natürliches Antibiotikum, das sogar bei MRSA-Staphylokokken wirken kann. In einer Studie wurde dies herausgefunden und die MRSA-Staphylokokken sind bereits gegen zahlreiche Antibiotika resistent und sorgen somit jährlich für mehrere Tausend Tote.

Das hochkonzentrierte Oregano-Öl kann aber auch solche Bakterien vernichten, die gegen die handelsüblichen Antibiotika resistent sind. Daher kann es hervorragend bei Ohrentzündungen oder auch bei Infektionen der Atemwege eingesetzt werden. Durch die Bildungshemmung von Entzündungsbotenstoffen kann Oregano-Öl somit die Krankheiten auf verschiedenen Ebenen bekämpfen.

Oregano-Öl sagt Pilzen den Kampf an

Durch die hervorragende fungizide Wirkung, dann Oregano den Pilzen den Kampf ansagen. Dabei können Pilzinfektionen innerlich wie auch äußerliche behandelt werden. Durch die ebenso gute fungizide Wirkung des Kokos-Öls, können beide Öle in Kombination eine sehr gute Lösung bei Pilzerkrankungen sein. Dabei kann das ein Tropfen Oregano-Öl mit einem Teelöffel Kokos-Öl vermischt werden. Diese Mischung wird dann 10 Tage lang, ein bis dreimal täglich eingenommen. Um allerdings die Giftstoffe auszuschwemmen, ist es besonders wichtig, dass sehr viel getrunken wird in dieser Therapie-Phase. Nur so kann das Oregano-Öl richtig wirken und den Körper entgiften, wie auch die Bakterien aus dem Körper vertreiben.

Doch auch gegen Krebs soll das hochkonzentrierte Öl aus der Oregano Pflanze helfen können. Die Anti-Krebswirkung wird derzeit noch diskutiert. Bekannt ist allerdings, dass die sekundären Pflanzenstoffe zusammen mit dem hohen Gehalt an Antioxidantien die Teilung der Krebszellen hemmen können.

Nebenwirkung von Oregano

Oregano hat auch eine Nebenwirkung, die allerdings nicht unbedingt als Nachteil angesehen werden muss. Denn Oregano hat eine blutverdünnende Wirkung und hat vor allem für die Menschen, die blutverdünnende Mittel nehmen, einen Nachteil. Oregano verstärkt nämlich die Wirkung der Medikamente. Wer aber keine Medikamente einnehmen muss, kann diese Wirkung als Vorteil sehen. Denn Oregano-Öl verbessert nicht nur die Blutqualität, auch kann es eine vorbeugende Thrombosewirkung haben.

Weiterhin sollten schwangere Frauen den Dost des Oregano nicht nutzen. Auch bei Kindern unter drei Jahren ist Vorsicht geboten.

Oregano Rezepte

Wer vor dem Essen einen Oregano Wein trinkt, kann man alle „bösen Geister“ im Körper ärgern. Dazu benötigt man lediglich 2 bis 3 Oreganozweige und eine gute Flasche Weißwein. Einfach die Oreganozweige in die Flasche geben, etwa 10 Tage ziehen lassen, abgießen und schon hat man einen leckeren Oregano Wein. Doch Vorsicht, da die Wirkstoffe nun in konzentrierter Form im Wein enthalten sind, reicht es vollkommen nur 1 Schnapsglas Oregano Wein, vor oder auch nach dem Essen, zu trinken. Der Wein hält sich etwa zwei bis drei Monate.

Oregano Tee kann wahre Wunder bei Husten und Bronchitis vollbringen, da es hustenlindernd und auch desinfizierend wirkt. Jedoch gilt auch hier natürlich, dass eine ausreichende Menge an anderen Flüssigkeiten, wie Wasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte zu sich genommen werden sollten. Da Oregano sehr intensiv ist und an leckere mediterrane Gerichte erinnert, muss der Tee gar nicht so stark aufgegossen werden. Einfach für eine Tasse Tee einen halben Teelöffel trockener oder einen Teelöffel frischer Oregano mit heißem Wasser aufgießen.

Doch der Oregano Tee kann noch mehr, denn er kann Kopfschmerzen lösen, beruhigt und lindert gereizte Stimmung. Außerdem kann er leichte Übelkeit vertreiben, was vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden von Vorteil ist. Auch bei Halsschmerzen, Nebenhöhleninfektionen wie auch bei Entzündungen des Zahnfleisches ist Oregano unschlagbar. Hierzu nimmt man allerdings das Oregano-Öl und löst vier bis fünf Tropen in einem Liter heißen Wasser auf. Sobald das Wasser abgekühlt ist, nur noch gurgeln oder den Mund damit ausspülen.

Baden in Oregano

Erkältungen auf den Leib zu rücken, ist ebenfalls mit Oregano möglich. Denn dieser Oreganosud entgiftet nicht nur den Körper, er regt auch die Lymphdrüsentätigkeit an. Hierzu verwendet man etwa 50 bis 100 Gramm getrocknetes Oreganokraut. Dies wird mit etwa einem Liter sehr heißem Wasser übergossen und lässt es zehn Minuten, wenn möglich abgedeckt, ziehen. Danach muss es nur noch abgeseiht und dem Badewasser zugegeben werden. Wie nach jedem Erkältungsbad oder einem Bad mit ätherischen Ölen sollte man eine Stunde ruhen, damit die Öl die volle Wirkung ausbreiten können. Dieser Sud aus Oregano ist schon seit vielen vielen Jahren bekannt, da alte Namen des Oregano auch „Badekraut“ oder „Wohlgemuth“ auf dieses entspannende Bad hinweisen.

Mit Creme Juckreiz lindern

Mit einer Oregano Creme, die schnell und einfach hergestellt ist, kann nicht nur Juckreiz lindern, sondern auch nach dem Sonnenbad die Haut pflegen. Außerdem hilft die Oregano Creme bei trockener Haut und hilft bei Schürfwunden, Insektenstichen wie auch bei kleineren Verletzungen der Haut. Doch auch als Packung für die Haare ist eine Oregano Creme besonders gut geeignet und macht so das Haar wieder leicht kämmbar und pflegt es. Ebenso kann es als Gel-Ersatz verwendet werden, um die Frisur richtig in Form zu halten.

Um die Oregano Creme herzustellen, benötigt man lediglich Kokos-Öl und Oregano-Öl. Da das Kokosöl allerdings in unseren Breitengrade fest und nicht flüssig ist, sollte das Kokos-Öl vorher erwärmt werden. In 10 Milliliter Kokos-Öl werden nun ein bis zwei Tropfen Oregano-Öl hinzugefügt. Dies wird dann gut geschüttelt und wieder erkalten lassen. Schon hat man die pflegende Oregano Creme. Wer das Öl lieber flüssig mag, um die Haut zu pflegen, kann dazu jedes beliebige kalt gepresste Öl, wie etwa Olivenöl oder auch Sonnenblumenöl verwenden. Hier werden ebenfalls auf 10 Milliliter Öl ein bis zwei Tropfen Oregano-Öl hinzugemischt und das pflegende Hautöl ist fertig. Es eignet sich aber auch sehr gut als Massageöl, bei Gelenk- und Muskelschmerzen, wie auch bei Entzündungen der Schleimbeutel.

Oregano Smoothie – reinigt von innen

Smoothies sind mittlerweile immer beliebter und auch hier hat man die Möglichkeit diese Heilpflanze mit einzubeziehen. Dabei kann jeder seinen Smoothie wie gewohnt zubereiten, jedoch zusätzlich noch ein paar Zweige frischen Oregano hinzufügen. Allerdings sollte bei dem ersten Smoothie langsam angefangen werden, da Oregano einen recht intensiven Geschmack hat. Nach und nach kann die Zugabe von getrocknetem Oreganokraut oder auch frischen Zweigen erhöht werden.

Natürlich kann Oregano vor allem bei Tomatensoßen oder auch bei Pizza verwendet werden. Aber auch alle anderen Gerichte, wie Suppen oder Salate können mit diesem Heilkraut gewürzt und verfeinert werden, um erstens den Urlaub ins Haus zu holen und zweitens, um die hervorragende Wirkung zu nutzen!

Natürlich sollten Sie bei Beschwerden, egal in welcher Form, einen Arzt aufsuchen, um die Symptome und Anzeichen richtig abzuklären. Dieser Artikel ersetzt keinen Arztbesuch und jede Selbstmedikation kann verheerende Folgen haben. Natürlich können Sie jederzeit Ihren Arzt auf eine Mögliche Behandlung mit Oregano ansprechen.

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