Spurenelemente – ohne sie geht es nicht!

Auch wenn der Körper Spurenelemente nicht selbst herstellen kann, sind die Mikroelemente dennoch wichtig für ihn. Daher müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden, um so den Körper mit den so wichtigen Mineralstoffen zu versorgen. Eine gesunde Ernährung heißt somit auch nicht nur Eiweiße, Kohlehydrate und Fette zu sich zu nehmen, sondern auch Spurenelemente in ausreichender Menge dem Körper zuzuführen. Viele dieser Mineralstoffe sind unentbehrlich für den Körper und übernehmen wichtige Aufgaben. Wird ein Mangel beispielsweise nicht erkannt, kann sich dies etwa auf die Knochen oder auch den Stoffwechsel negativ auswirken. Jedoch liegt ein Mangel oftmals nur dann vor, wenn Stress oder auch eine Krankheit die Aufnahme von Spurenelementen hindert. Ein gesunder Mensch, der sich abwechslungsreich ernährt, wird in den seltensten Fällen einen Mineralstoffmangel haben.

Was sind Spurenelemente?

Spurenelemente sind Mineralstoffe, die lebenswichtig für den menschlichen Organismus sind. Spurenelemente selbst kann der Körper nicht herstellen und sie müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden. Dabei ist vor allem eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung notwendig, damit kein Mangel an den so wichtigen Mikroelementen entsteht. Auch wenn der Mensch nur etwa weniger als 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht benötigt, sind sie dennoch wichtig und halten den Körper am Laufen. Lediglich Eisen, das auch ein Spurenelement ist, wird mit über 60 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht vom Organismus benötigt. Somit müsste Eisen eigentlich zu den Mengenelementen gehören, die mit über 60 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht benötigt werden. Bei Spurenelementen hat der Satz „Klein, aber oho!“ die richtige Bedeutung.

Was sind essenzielle Spurenelemente?

Essenzielle Spurenelemente sind die Mineralstoffe, die lebensnotwendig sind. Zu diesen zählen neben Eisen auch Fluor, Chrom, Selen, Jod und weitere. Bei Vanadium, Brom oder auch Nickel sind sich die Wissenschaftler noch nicht sicher, ob diese vom Körper unbedingt benötigt werden. Spurenelemente sind wichtige Enzymbausteine und sind in vielen Eiweißen vorhanden. Außerdem dienen diese Mineralstoffe als Katalysatoren. Die Spurenelemente oder auch Mikronährstoffe genannt sind vor allem für die Verdauung, den Stoffwechsel wie auch für gesunde Zähne und starke Knochen wichtig. Weiterhin sind sie für einen reibungslosen Ablauf zwischen Nerven und Muskeln zuständig und auch für den Hormonaufbau.

Die wichtigsten Spurenelemente im Überblick

  • Chrom ist nicht nur an der Fettverbrennung in der Muskulatur ein wichtiges Spurenelement, auch ist er bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels äußerst wichtig. Außerdem schütze Chrom vor oxidativem Stress und freien Radikalen. Um den Körper mit ausreichend Chrom zu versorgen, sollten Vollkornprodukte, Spargel, Samen, Nüsse, Rosinen und Pilze ganz oben auf dem Speiseplan stehen.
  • Ein wichtiger Bestandteil von Enzymen und Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) ist Eisen. Dabei sorgt das Eisen dafür, dass der Sauerstoff, der durch Hämoglobin aus der Lunge transportiert wird, überhaupt erst an die Hämoglobinmoleküle andocken kann. Ohne Eisen wäre dies nicht möglich und der Sauerstoff könnte somit nicht aus den Lungen transportiert werden. Leidet der Mensch an Eisenmangel, wird er blass und ist schnell schlapp. Außerdem wird er anfälliger für Krankheiten und ist kurzatmig. Dabei ist allerdings zu beachten, dass durch Vitamin C die Eisenzufuhr unterstützt wird. Wichtige Eisenlieferanten sind vor allem Spinat, grüne Salate, Leber, rotes Fleisch, Pilze und Vollkornprodukte.
  • Fluor steht für starke Knochen und ist maßgeblich für die Bildung der Knochen und das Wachstum verantwortlich. Außerdem ist es für die Zähne sehr wichtig, da das Spurenelement Fluor die Zähne stärkt und den Zahnschmelz härtet. Somit ist es eine wichtige Waffe gegen Karies und in jeder Zahnpasta enthalten. Mittlerweile ist es aber selten, dass ein Fluormangel auftritt. Wesentlich gefährlicher hingegen ist die Überdosierung des Spurenelementes Fluor. Da Babys und Kleinkinder schon Fluortabletten erhalten und in fast allen Zahncremes ebenfalls Fluor enthalten ist, kann es daher leicht zu einer Überdosierung kommen. Paradoxerweise führ eine Überdosierung, also eine Fluorose, zu der Aufweichung des Zahnschmelzes, was sich auch gerne mit einer fleckigen Entfärbung der Zähne zeigt. Als Fluorlieferant sind vor allem Meeresfische, Spinat, Hirse und Walnüsse bekannt. Weiterhin ist Fluor aber auch in Mineralwasser und schwarzem Tee, wie auch Eier und Butter enthalten.
  • Jod ist hauptsächlich für das Funktionieren der Schilddrüse wichtig. Ein Jodmangel kann schnell zur Unterversorgung der Schilddrüse führen und es werden kein Triiodthyronin und Thyroxin von den Schilddrüsenhormonen gebildet. Diese sind allerdings an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, wie beispielsweise an der Verdauung, der Herztätigkeit, an dem Organ- und Zellwachstum wie auch an der Aktivierung des Stoffwechsels. Da Deutschland als Jodmangelgebiet eingestuft ist und muss über die Nahrung aufgenommen werden. Mittlerweile sind einige Nahrungsmittel mit Jod angereichert, doch auch Heilbutt, Makrele und Heringe sind sehr gute Jodlieferanten.
  • Kupfer ist vor allem für den Aufbau des Bindegewebes zuständig und ist für das zentrale Nervensystem, wie auch für die Blutbildung sehr wichtig. Die Immunabwehr funktioniert bei einem Mangel an Kupfer nicht mehr richtig und somit ist der Organismus anfälliger für Krankheiten. Neben Austern, Rinderleber, Walnüssen, Hülsenfrüchten und Rosinen sind auch grünes Gemüse, Schokolade wie auch Kakao wichtige Lieferanten für Kupfer.
  • Selen ist das Entgiftungs-Spurenelement schlechthin. Denn es kann die Schwermetalle, die wir täglich über die Nahrung dem Körper zuführen binden. Außerdem ist Selen auch für die Muskelfunktion sehr wichtig. Dabei ist die höchste Konzentration in der Schilddrüse zu finden, da Selen als Bestandteil der Enzyme für den Stoffwechsel wichtig ist. Gute Selenlieferanten sind vor allem Linsen, Fisch (Hering), Fleisch, Eier, Gemüse, Quark, Vollmilch und Paranüsse.
  • Silicium, das den meisten Menschen eher unter dem Namen Kieselerde bekannt ist, ist ebenso für schönes, dickes Haar und feste Fingernägel verantwortlich. Außerdem stärkt es das Immunsystem, hält die Haut elastisch und ist für gesunde Knochen sehr wichtig. Doch es beugt auch Gefäßverkalkung vor und sollte allerdings nicht in Zusatzpräparaten eingenommen werden. Die Zusatzpräparate sind oftmals mit Cristobalit und Quarz zusammengesetzt und könnten daher eine Silikose bewirken. Daher sollten lieber Hirse, Weizen, Hafer oder Kartoffeln auf dem Speiseplan stehen, damit der Körper mit genügend Kieselerde versorgt werden kann.
  • Zink ist ein Schönheitsspender und daher für Finger- und Fußnägel, wie auch Haut und Haare zuständig. Weiterhin ist dieses Spurenelement an Fortpflanzungs- und Stoffwechselvorgängen maßgeblich beteiligt. Dabei aktiviert Zink mehr als 200 Enzymreaktionen. Somit beschleunigt es nicht nur die Zellteilung, sondern ist auch für eine schnelle Wundheilung zuständig. Um seinen Körper ausreichend mit Zink zu versorgen, sollten Fisch, Meeresfrüchte, rotes Fleisch wie auch Nüsse, Haferflocken, Erbsen und Käse auf dem Speiseplan stehen. Denn liegt ein Zinkmangel vor, kann sich dies auf die Anfälligkeit von Infekten auswirken.

Wie kann ein Mangel an Spurenelementen entstehen?

In der Regel muss man sich keine Gedanken wegen einer Mangelversorgung an Spurenelementen machen. Wer sich gesund, abwechslungsreich und auch gesund ernährt, wird keinen Mangel erleiden und den Körper mit genügend Spurenelementen versorgen. Allerdings kann es dennoch, vor allem wenn eine psychische Belastung oder auch eine Krankheit vorliegt, zu einem Mangel an verschiedenen Spurenelementen kommen. Auch schwangere oder stillende Frauen haben natürlich einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen und sollte daher auf eine gute Versorgung achten.

Die Spurenelemente aus der Nahrung

Spurenelemente werden durch die Nahrung aufgenommen. Dabei kommt es aber auch auf die Zubereitung an. Viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe sitzen bei Gemüse und Obst sofort unter der Schale und werden oftmals einfach weggeworfen. Muss es nicht unbedingt sein, verzichtet man am Besten auf das Schälen von Obst und Gemüse.

Wasser kann ebenso schädlich für die wasserlöslichen Mineralstoffe sein. Denn leider sind im Kochwasser oft mehr an Spurenelementen zu finden, wie im Gemüse. Das Gemüse und Obst am besten nur kurz abwaschen und den Salat nicht lange im Wasser schwimmen lassen. So kann man viele wichtige Spurenelemente erhalten.

Ebenso gehen beim Kochen viele wichtige Nährstoffe verloren. So dumm es klingen mag, aber Tiefkühlgemüse ist oftmals reicher an Nährstoffen, wie frisches Gemüse, das lange gelagert wurde. Aus diesem Grund sollten Gemüse und Obst so schnell wie möglich verzehrt werden, damit noch ausreichend Nährstoffe, wie Spurenelemente, darin enthalten sind. Außerdem sollte es auch nicht lange gekocht werden, besser ist das Garen oder Dämpfen von Gemüse, da so die Nährstoffe erhalten bleiben. Das Kochwasser hingegen sollte nicht weggeschüttet werden, da es prima als Basis für Soßen oder Suppen geeignet ist. Auch für grüne Smoothies ist dieses Kochwasser eine sehr gute Alternative zu Wasser.

Spurenelemente aus Zusatzpräparaten

Natürlich kann man auch Zusatzpräparate einnehmen. Dennoch ist dies nur zu empfehlen, wenn ein starker Mangel vorliegt oder die Aufnahme der Mineralstoffe, durch eine Krankheit, nicht gewährleistet ist. Außerdem sollten die Präparate auf den Körper abgestimmt sein und nicht ein Rundum-Paket im Drogeriemarkt gekauft werden. Denn eine Selbstmedikation kann bei anderen Mineralstoffen zu einem Überschuss mit fatalen Folgen führen.

Wer gesundheitliche Probleme hat, sollte dies immer durch einen Arzt abklären lassen. Denn viele Symptome können auch auf andere Krankheiten hinweisen und müssen daher von einem Arzt untersucht werden. Liegt ein Mangel an Spurenelementen vor, wird Ihnen der Hausarzt ein entsprechendes Mittel aufschreiben, dass Sie dann in der Apotheke oder auch im Drogeriemarkt erwerben.

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