Weizenkeimöl - Altbewährtes für die Gesundheit

Es gibt ihn seit vielen Jahrhunderten und seit jeher ernährt er Generationen von Menschen. Im Spätsommer ziert er die Felder unterschiedlicher Länder und steht für Fruchtbarkeit und Wohlstand. Die Rede ist von Weizen. Die Kulturpflanze zählt zu den ältesten der Welt und ist bis heute auf zahlreichen Äckern in allen Herren Ländern vertreten. Ursprünglich wurde der Weizen zwar in Persien gezogen, doch später nutzten auch Bauern im Mittelmeerraum und Europa die Vorzüge der Saat. Heute gibt es viele verschiedene Züchtungen von Weizen, um den Anforderungen der modernen Zivilisation gerecht werden zu können. Neben Backwaren, Pasta und anderen Köstlichkeiten wird aus Weizen auch das begehrte Weizenkeimöl gewonnen.

Weizenkeimöl – das Gute aus dem Korn

Der Weizen gehört zur Familie der Süßgräser und wurde – laut verschiedenen Expertenaussagen – aus einer Kreuzung von Getreide- sowie Wildgrasarten gezüchtet. Aus dem einstigen Einkorn wurde der Weizen kultiviert. Der Weizen ist daher, nach der Gerste, das zweitälteste Getreide unserer Welt. Obwohl es mittlerweile sowohl den Sommer- als auch Winterweizen gibt, wird in Deutschland auf ungefähr 90% aller Ackerbauflächen auf den Winterweizen gesetzt. Dabei stellt der Weizen hohe Ansprüche an Klima, Bodennährstoffe und Wasserversorgung, um prächtig zu gedeihen.

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Ebenso wie Reis und Mais wird der Weizen mit Vorliebe angebaut. Er zählt in vielen Ländern als Grundnahrungsmittel und hat ebenso eine große Bedeutung für die Tiernahrung. Doch nicht nur zum Verzehr ist das wertvolle Korn geeignet – auch für die Produktion von Öl ist der Weizen überaus begehrt. Die Herstellung ist jedoch recht teuer und aufwendig. Für die Produktion von einem Liter Weizenkeimöl wird über eine Tonne Weizen benötigt. Doch was ist so besonders an dem Öl?

Ein langwieriger Prozess für das dunkelgelbe Gold

Um das beliebte Öl zu gewinnen, wird aus den einzelnen Keimen des Weizens die wertvolle Flüssigkeit gepresst. Die Farbe ist oftmals dunkelgelb, kann aber auch rötliche Züge annehmen. Mittlerweile scheint das Weizenkeimöl genauso begehrt wie das Jojobaöl, Mandelöl oder Karottenöl zu sein. Vor allem im Hinblick auf seine vorteilhaften Eigenschaften wird es gern erwählt, wirkt das Öl

  • pflegend aufgrund von reichlich Vitamin E
  • antioxidativ und hautstraffend
  • entzündungshemmend und bietet somit Schutz für geschädigte Haut
  • durchblutungsfördernd
  • rückfettend

und wird demnach für die Pflege von trockener Haut- und Haarpflege angeraten.

  • Wichtig für den Kauf: Genau auf die Angaben der Verpackung zu achten. Waren aus kontrolliertem Bio-Anbau sind pestizidefrei und somit nicht mit Giftstoffen belastet.
  • Diese Öl-Variante ist zwar zugegeben etwas kostenintensiver, aber dafür besser für Haut und Ernährung. Das traditionelle Weizenkeimöl riecht zumeist nach Getreide und Saat – ist das Öl jedoch einen Raffinadeprozess unterzogen worden, so ist das Keimöl oft sehr hell und riecht so ziemlich nach gar nichts.
  • Wer hätte es gedacht? Weizenkeimöl hat einen überaus positiven Effekt auf einen zu hohen Cholesterinspiegel und verhilft diesen, sich zu senken. Auch Herz-Kreislauferkrankungen sowie Rücken- nebst Bandscheibenschmerzen können vorgebeugt werden. Bei regelmäßigem Verzehr kann zudem die Alterung der Haut ein wenig verzögert werden.

Was ist in Weizenkeimöl enthalten?

Obwohl es den Anschein haben mag, ist Weizenkeimöl alles andere als fettreich – so liegt der Ölgehalt gerade mal bei 10%. Im Wesentlich besteht das Öl aus 60% ungesättigten Fettsäuren, wovon 88% Omega-6-Fettsäuren nebst Phenolsäuren darstellen. Auf 100 g Weizenkeimöl kommen zudem 200 mg bis 300 mg Vitamin E. Somit ist dieses Öl ein hervorragender Vitamin-E-Lieferant. Weiterhin befinden sich im Weizenkeimöl

und viele weitere wichtige Mineralstoffe sowie Spurenelemente, die der menschliche Körper tagein und tagaus benötigt, um gesund und fit zu bleiben.

Wofür kann ich das Weizenkeimöl verwenden?

Weizenkeimöl kann für viele verschiedene Bereiche verwendet werden. So ist das Öl nicht nur in der Küche ein treuer Begleiter, sondern lässt sich ebenso für die Haut- und Haarpflege einbinden. So trägt das Öl zu einer Verbesserung der Hautelastizität bei, hat eine aufpolsternde Wirkung und verbessert die Durchblutung der Haut. Haare werden mit wertvollen Nährstoffen versorgt und erhalten einen schönen Glanz. Keine Angst: Da das Weizenkeimöl nicht rückfettend ist, ist kein fettiger Glow zu erwarten.

Doch nicht nur für die Schönheit kann das Weizenkeimöl Verwendung finden. Auch in der Küche ist das Öl, ebenso wie Avocadoöl oder Kürbiskernöl, überaus wertvoll. Schon zwei bis drei Teelöffel reichen am Tag aus, um dem Organismus die notwendige Menge an Vitamin E zukommen zu lassen. Gleichzeitig werden freie Radikale gebunden, das Immunsystem nachhaltig gestärkt und Zellen stabilisiert. Der Allrounder ist dabei jedoch eher für kalte Gerichte oder zum Abschmecken von diversen Köstlichkeiten interessant – bei Hitzeentwicklung reagiert das Öl nämlich empfindlich und sollte daher nicht zum Kochen oder Backen genutzt werden. Perfekt geeignet ist Weizenkeimöl deshalb

  • für Salate,
  • zum Verfeinern von Suppen und Saucen,
  • zum Abschmecken von Reis und Kartoffeln,
  • zum Anrichten von Fisch oder Fleisch,

und vielen mehr. Da das Öl lichtempfindlich ist, sollte es an einem kühlen sowie dunklem Ort aufbewahrt werden. Der Kühlschrank ist jedoch kein geeigneter Platz zur Aufbewahrung, da hier der Verfall eher beschleunigt wird. Ungeöffnet ist es ca. ein Jahr lang haltbar. Bereits angebrochene Fläschchen sollten binnen zwei Monaten aufgebraucht werden.

 

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