Ginseng - die Wurzel mit dem Turbo für das Immunsystem ?

Bei Ginseng handelt es sich um ein krautartiges Gewächs, das in den Gebirgs- und Waldregionen des nördlichen Korea, im nordöstlichen China und südöstlichen Sibirien wächst. Aufgrund der Nachfrage nach Ginsengprodukten wird die mehrjährige Staude heute jedoch auch in Deutschland angebaut. Schon seit über 2000 Jahren wird Ginseng in der traditionellen asiatischen Medizin als Heilpflanze verwendet. Früher sehr kostbar war die Pflanze nur Adligen vorbehalten, weshalb man ihre Wurzeln in Gold aufwog. Bis heute steht der Ginseng als Sinnbild für Gesundheit und langes Leben, denn er kann gegen eine ganze Reihe von Beschwerden hilfreich sein. Das weis auch die Schulmedizin, die Ginseng inzwischen offiziell als Heilmittel anerkannt hat. Trotz seines breiten Wirkspektrums ist Ginseng jedoch kein Arzneimittel im eigentlichen Sinne. Vielmehr dient es der Erhaltung und Festigung der allgemeinen Gesundheit.

Wirkung von Ginseng

#50131278 - fotolia.com - MIGUEL GARCIA SAAVED

#50131278 – fotolia.com – MIGUEL GARCIA SAAVED

Zur Gewinnung des Extrakts werden die Wurzeln von vier bis sieben Jahre alten Ginsengpflanzen verwendet. Die Konzentration der Wirkstoffe steigert sich mit dem Lebensalter der Pflanze: je älter die Pflanze, desto höher deren Qualität. Man unterscheidet zwischen rotem und weißem Ginseng, wobei es sich hier nicht um verschiedene Arten, sondern um unterschiedliche Verarbeitungsweisen handelt. Weiße Ginsengwurzeln werden getrocknet und behalten dadurch ihre natürliche Farbe. Roter Ginseng erhält seine Farbe durch das Behandeln mit Wasserdampf vor dem Trocknen.

Ginseng hat den Begriff „Adaptogen“ geprägt, was sich aus dem lateinischen „adaptare“ ableitet, was anpassen bedeutet. Adaptogene helfen dem Körper, sich äußeren und inneren Belastungen anzupassen (adaptieren). Sie unterstützen den Organismus sich auf wechselnde Außenreize wie Kälte, Wärme aber auch Stress besser einzustellen. Die effektive Wirkung des Ginseng hängt dabei vom Zustand desjenigen ab, der ihn einnimmt. Bei Angespanntheit und Nervosität wirkt er beruhigend und ausgleichend, bei Erschöpfungszuständen sorgen die pflanzlichen Wirkstoffe für mehr Antriebskraft.

Ginseng steigert die Aktivität des zentralen Nervensystems, indem es die Ausschüttung von anregenden Stoffen wie Noradrenalin und Serotonin anregt. Die Erhöhung der Botenstoffe führt zu einer Steigerung der Konzentration und Aufmerksamkeit. Verantwortlich hierfür sind die enthaltenden Ginsenoside, die in ihrer Zusammensetzung dem Kortison ähnlich sind und darüber hinaus Vorstufen wichtiger Hormone enthalten. Die Ginsenoside regen außerdem die Zellen des Immunsystems an, was zu einer Erhöhung der Belastbarkeit und einer verstärkten Resistenz gegenüber Stress führt.

Neben den Ginsenosiden enthält die Wurzel eine ganze Reihe weiterer Wirkstoffe. Hierzu gehören A-Komplex Vitamine, Vitamin B1, B2, B12, C und Folsäure. Außerdem Enzyme wie Amylase und Phenolase, Aminosäuren, Peptide, Sterine, Fettsäuren, ätherische Öle sowie Mineralien und Spurenelemente. Zudem besitzt Ginseng als natürlicher Entgifter eine hohe Konzentration an Selen, Germanium und Maltol zur Blutreinigung.

Natürlich sanftes Aufputschmittel

In der asiatischen Medizin wird Ginseng seit jeher als belebendes Tonikum eingesetzt. Es stärkt das Immunsystem, regt den Stoffwechsel an und macht widerstandsfähiger gegen Stress und andere schädliche Einflüsse von außen. Ginseng hebt die Stimmung und steigert die Leistung – physisch wie auch psychisch. Die tonisierende Wirkung birgt für alle Menschen mit Jobs, die sich durch anspruchsvolle Arbeitszeiten und Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration verlangen auszeichnen, einen positiven Effekt: Ginseng putscht weniger auf als koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee, Tee oder Energiedrinks. So kann man sich besser auf seine Aufgaben fokussieren. Auch bei wenig Schlaf hilft Ginseng einem gut über den Tag zu kommen.

Wer mit ständiger Müdigkeit oder Erschöpfungszuständen zu kämpfen hat, für den ist Ginseng das passende Stärkungsmittel. Besonders für Menschen mit Krankheiten wie Krebs oder Multipler Sklerose kann es eine positiv ergänzende Therapiebegleitung darstellen. Eine Studie von Forschern der Mayo Clinic ermittelte anhand von 282 Krebspatienten, dass das als Fatigue bekannte Müdigkeitssyndrom unter dem 90 % der Krebspatienten leiden, durch die Einnahme einer Dosis von 1000 mg Ginseng täglich nach acht Wochen signifikant nachlies. Bisher hatte es keine vergleichliche schulmedizinische Behandlungsmethode gegeben, die das Syndrom therapieren konnte.

Unsere Empfehlung
Roter Panax Ginseng Extrakt 1200 mg pro...
39 Bewertungen
Roter Panax Ginseng Extrakt 1200 mg pro...
  • ? HOCHDOSIERTE NAHRUNGSERGÄNZUNG - 1200 mg Roter Panax Ginseng...
  • ? NATÜRLICH UND ORGANISCH - Frei Von: Stärke, Milch, Laktose,...

Turbo für das Immunsystem – Ginseng gegen Atemwegsinfekte und Allergien

Traditionell wird Ginseng zur Verbesserung der allgemeinen Befindlichkeit genutzt. Er wirkt sowohl prophylaktisch gegen Erkrankungen, wie auch begleitend zur schnellen Besserung (Rekonvaleszenz) bei abklingenden Krankheiten. Dass die Pflanze auch gegen Erkältungen und andere Atemwegserkrankungen helfen kann, bestätigt eine Reihe von Studien. Beispielsweise fanden Forscher der Georgia State University heraus, dass die langfristige Einnahme von rotem Ginseng vor Erkältungskrankheiten wie Husten und Schnupfen aber auch gegen die Influenza A Grippe schützen kann. Dabei verbessern die enthaltenden Wirkstoffe die Überlebensfähigkeit der infizierten Epithelzellen der Lunge und reduzieren damit die so ausgelösten Entzündungen. Der Effekt wird auf den positiven Einfluss der Wirkstoffe auf die körpereigene Abwehr zurückgeführt. Das Immunsystem wird gestärkt, weshalb der Körper angehende Infekte schon in der Anfangsphase bekämpfen kann. Bereits bestehende Infekte können schneller abheilen und ihre Symptome werden deutlich gemildert.

Wer an allergischem Asthma oder Heuschnupfen leidet, kann sich mit einer Ginsengtherapie helfen. Studien zeigen, dass Atemwegsbeschwerden wie auch chronische Lungenschäden durch die Einnahme von rotem Ginseng gemildert und sogar geheilt werden können. Im Verlauf einer vierwöchigen Studie mit an Heuschnupfen erkranken Probanden stellte sich heraus, dass die mit Ginseng behandelte Gruppe gegenüber den mit Placebos behandelten Teilnehmern über einen deutlichen Rückgang der Atembeschwerden berichten konnten. Zudem wurde eine verminderte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Allergenen festgestellt.

Die Wirkung von Ginseng auf Herz, Blut und Organe

122311088 – fotolia.com – nart

Die wirkenden Ginsenoside senken hohe Blutdruckwerte ab und heben zu niedrige, zudem bewirken sie eine Stabilisierung des Kreislaufs. Allgemein stärkt Ginseng so das Herzkreislaufsystem und verbessert die Durchblutung. Ein geregeltes Herz-Kreislauf-System senkt außerdem das Risiko an Arteriosklerose zu erkranken. Wie man inzwischen weis, sind ein dauerhaft erhöhter Blutdruck, ein erhöhte Blutfettspiegel und Störungen im Blutgerinnungssystem, neben der genetischen Veranlagung, die Hauptauslöser der Krankheit. Ginseng bekämpft mit seinen Wirkstoffen alle diese Faktoren. Neben dem Bluthochdruck werden die Blutfettwerte reguliert, indem der Cholesterin- und Triglyceridgehalt im Blut reduziert wird. Dies geschieht unter anderem durch ein schnelleres Ausscheiden des Cholesterins aus dem Körper. Die Blutgerinnung wird gefördert, indem eine Zusammenballung der Blutplättchen verhindert und der für die Blutgerinnung verantwortliche Fibrinspiegel gesenkt wird.

Aufgrund seiner positiven Wirkung auf die Blutwerte nimmt Ginseng auch Einfluss auf Diabeteserkrankungen. So regulieren die enthaltenden Wirkstoffe nicht nur den Fettstoffwechsel, sondern senken auch den Blutzuckerspiegel. Dies bestätigen gleich mehrere Studien, die dem Ginseng das Potenzial bescheinigen, eine wirkungsvolle Alternative zu chemischen Diabetesmitteln zu sein, ohne ersichtliche Nebenwirkungen hervor zu rufen.

Ginseng beeinflusst auch den Eiweißstoffwechsel und kann damit die Leber in ihrer Funktion unterstützen, wenn diese gestört ist. Dabei greift die positive Wirkung vor allem im Bereich der Eiweißsynthese. Indem die pflanzlichen Wirkstoffe das Organ vor Vergiftungen schützen, kann sich auch eine geschädigte Leber im Laufe einer Ginsengkur regenerieren. Dies gilt auch für Vergiftungen durch Alkohol. Deshalb der Tipp für den nächsten Partyabend: Ginsengtee kann dabei helfen, das die Leber Alkohol schneller abbaut.

Natürliches Aphrodisiaka

Bis heute wird dem Ginseng ein libido- und potenzsteigernder Effekt zugeschrieben. Durch die enthaltenen, hormonähnlichen Wirkstoffe beeinflusst er tatsächlich den Hormonhaushalt und wirkt regulierend. Zudem nehmen die gefäßerweiternden Eigenschaften einen positiven Einfluss auf Funktionsstörungen, die auf Durchblutungsstörungen zurück zu führen sind. Hier kann Ginseng zum Beispiel bei Erektionsstörungen (Erektiler Dysfunktion) hilfreich sein. Dies bestätigt auch Forscher der University of Ulsan College of Medicine, die innerhalb einer Studie mit insgesamt 45 Patienten herausfanden, dass eine achtzehnwöchige Kur mit koreanischem Ginseng bei 60 % der Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der Erektion führte.

Dosierung

Ginseng kann als Trockenextrakt oder Tee eingenommen werden. Auch das Zerkauen der geschnittenen Wurzelscheiben ist möglich. In Asien ist das Kauen auf Ginsengwurzelstücken sogar üblich. Dabei entfaltet die Wurzel umso mehr Inhaltsstoffe je länger sie gekaut wird. Für die tägliche Prophylaxe und allgemeine Stärkung bietet sich auch die Zubereitung eines Ginsengtees an, der ein bis dreimal am Tag getrunken werden kann. Hierfür werden 3 g fein geschnittene Wurzeln (ein Löffel = 3,5 g) mit siedendem Wasser übergossen. Nach einer Ziehzeit von 5-10 Minuten wird der Tee durch ein Sieb gegeben.

Im Handel ist das Extrakt als Pulver, Kapsel, Tablette, Dragee oder Pastille erhältlich. Sogar Ginsengschnaps wird angeboten. Ginsengpulver kann in Wasser oder Tee eingerührt werden. Für einen verbesserten Geschmack bietet sich auch das Auflösen in Fruchtsäften an. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass es sich bei dem Produkt um wasserlösliches Ginsengpulver handelt. Die optimale Wirkung entfaltet das Pulver, wenn man einen halben Teelöffel auf etwa 200 ml Flüssigkeit gibt.

Um einen wirksamen Effekt zu erzielen, sollte die Tagesdosierung im Laufe einer Ginsengkur mindestens 10 mg des in der Wurzel enthaltenden Ginsenosid betragen. Für eine sichtbare Wirkung benötigen die im Ginseng enthaltenden Wirkstoffe jedoch einige Zeit. Deshalb sollten Ginsengpräparate immer über einen längeren Zeitraum von mehren Wochen, bis maximal 3 Monate eingenommen werden.

Die Wirksamkeit eines Ginsengprodukts hängt zudem in einem hohen Maß mit dessen Qualität zusammen. Die im freien Handel erhältlichen Ginsengprodukte enthalten oft nur eine geringe oder qualitativ nicht sehr hochwertige Konzentration an Ginsenosiden. Da es bisher keine festgelegten Dosierungsstandards für Ginsengprodukte gibt, wie zum Beispiel beim Johanniskraut, sollte man sich bei der Wahl des richtigen Produktes besser von seinem Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Nebenwirkungen von Ginseng:

Auch natürliche Heilmittel sind nicht frei von Nebenwirkungen. Da die Inhaltsstoffe des Ginseng die Blutgerinnung verändern können, sollten Menschen, die unter Diabetes oder Bluthochdruck leiden erst Rücksprache mit ihrem Arzt halten, bevor sie eine Therapie mit Ginsengprodukten beginnen. Das Gleiche gilt für Menschen, die blutverdünnende Mittel einnehmen. Ein weiterer Effekt ist die verstärkende Wirkung von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken. Wechselwirkungen mit Medikamenten sind bisher nicht bekannt.

Mehr zum Thema
© 1996-2017 | Zeitung.de - zeitungen und fachzeitschriften : regional und international - Impressum