Leinsamen - Wirkung und Nebenwirkungen

Als Leinsamen bezeichnet man die Samen der Flachs Pflanze. Flachs, der zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen gehört, ist seit der Jungsteinzeit bekannt. Je nach Sorte hat Leinsamen eine gelbe oder bräunliche Farbe und einen nussigen Geschmack. Flachs ist eine traditionsreiche Pflanze, die in nahezu allen Regionen wächst und überwiegend zur Fasergewinnung und zur Gewinnung von Öl angebaut wird. Gemeiner Lein, so wie der Flachs auch genannt wird, lässt sich nach dem Hauptverwendungszweck in Faserlein und Öllein unterscheiden. Ganz egal, zu welchem Zweck er verwendet wird – seine Wichtigkeit hat er auch über die Jahrtausende nicht verloren.

Leinsamen und seine Inhaltsstoffe

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Obwohl Leinsamen relativ klein sind, haben sie eine große Wirkung. Mit maximal 6 mm Größe bereichern sie durch ihre Inhaltsstoffe positiv die Ernährung. Leinsamen ist reich an Omega 3- Fettsäuren, enthält zusätzlich Ballast- und Schleimstoffe und ist reich an sogenannten Lignanen. Lingane gehören zu den Phytohormonen, die im Körper als Botenstoff arbeiten und eine ähnliche Wirkung wie menschliche Hormone auslösen. Obwohl sie schwächer wirken, haben die östrogenwirkenden Stoffe eine wichtige Rolle. Zu ca. 45% besteht Leinsamen jedoch aus fettem Öl, und besitzt eine gesunde Portion Eiweiß. Aufgrund dieser Inhaltsstoffe kann der Samen bei vielen gesundheitlichen Beschwerden nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich hilfreiche Dienste leisten. Zudem enthält Leinsamen die Vitamine B1 und B2, Vitamin C und Vitamin E, sowie Beta-Carotin. Auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Eisen, Phosphor, Magnesium und Kalzium sind im Leinsamen enthalten.

Leinsamen Wirkung – innerlich und äußerlich wirkungsvoll

Leinsamen ist in erster Linie für seine Wirksamkeit bei Magen-Darm-Beschwerden bekannt. Ganz egal, ob Reizdarm, eine Verstopfung oder bei einer Dickdarmschädigung – Leinsamen als natürlich wirkendes Produkt ist bei all diesen Beschwerden sehr hilfreich. Selbst sogenannte Divertikel, Ausstülpungen der Darmwand, können mit Leinsamen behandelt werden, wodurch sich nicht nur die Symptome, sondern dem entsprechend auch die Schmerzen sehr schnell mildern lassen können. Dank seiner Wirkstoffe ist Leinsamen auch bei Entzündungen der Magenschleimhaut, einer Gastritis, und bei einer Darmentzündung, der Enterits, ein sehr hilfreiches Mittel aus der Natur. Im Leinsamen sind rund 5 % Schleimstoffe enthalten. Diese legen sich schützend auf die Schleimhäute von Magen und Darm, wodurch sie einen optimalen Schleimhautschutz bietet und weiteren Reizungen vorbeugen kann. Gleichzeitig können sie bereits vorhandene Beschwerden lindern zu einer schnelleren Genesung beitragen. Sobald die Stoffe im Darm zu schleimen beginnen, kann der Darminhalt ohne Reibung an den Darmwänden gleiten. Daher ist Leinsamen auch ein wirksames Mittel, welches bei Verstopfung eingenommen werden kann.

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Leinsamen kann sich auch positiv auf die Haut auswirken. Dabei kann er innerlich aber auch äußerlich angewendet werden. Bei Hautproblemen wie Akne und Pickel aber auch bei zu trockener oder zu fettiger Haut kann Leinsamen schnell seine Wirkung zeigen. Ergänzt man den Verzehr des Samens noch durch regelmäßige Umschläge oder Masken mit Leinsamen, tritt in der Regel eine entzündungshemmende Wirkung auf. Die Haut wird wieder weich, spannt nicht mehr, Poren verkleinern sich und selbst Akne kann schnell abklingen. Leinsamen sorgt dafür, dass Wasser besser von der Haut aufgenommen und gespeichert werden kann, wodurch sich das gesamte Hautbild normalisieren kann und daher sogar als Anti-Aging-Mittel eingesetzt werden kann.

Leinsamen – vielfach gut für die Gesundheit

Cholesterin, Diabetes und Herz-Kreislauf-System

Leinsamen kann bei regelmäßigem Verzehr den Cholesterinspiegel deutlich senken. Verantwortlich dafür ist das im Leinsamen enthaltene Lingin. Lingin ist dem weiblichen Geschlechtshormon sehr ähnlich ist, zeigt sich eine deutliche Wirkung bei den Patienten. Dank der im Leinsamen enthaltenen Omega 3-Fettsäuren wirkt sich Leinsamen auch positiv bei Herz-Kreislauf-Beschwerden aus. Wer Leinsamen regelmäßig zu sich nimmt, verbessert die Zuckerwerte des Blutes und kann somit auch erfolgreich gegen Diabetes angehen.

Immunsystem und Vitalität

Leinsamen kann das Immunsystem stärken und ist ein ausgezeichneter Lieferant von Omega-Fettsäuren. Die Widerstandsfähigkeit des Organismus kann gestärkt werden, wodurch der Körper weniger krankheitsanfällig wird. Außerdem steigt die körperliche Aktivität an, da sich Leinsamen auch positiv auf die Zellenergie auswirken soll.

Leinsamen Anwendung – gesund und fit durch den Tag

Bei richtiger Dosierung kann Leinsamen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Kinder unter 12 Jahren sollten jedoch auf Leinsamen verzichten oder diesen nur nach ärztlichem Rat einnehmen. Die tägliche Dosis liegt bei Jugendlichen und Erwachsenen bei maximal 45 Gramm. Drei Esslöffel Leinsamen täglich, wobei die Dosierung am besten morgens, mittags und abends, mit jeweils einem Esslöffel voll stattfindet, reichen vollkommen aus und decken den Bedarf optimal ab. Wer Leinsamen nur morgens zu sich nimmt, kann die maximale Dosiermenge von vier Esslöffeln ausnutzen. Ein Esslöffel voll Leinsamen entspricht etwas 10 Gramm.

Der tägliche Verzehr von Leinsamen kann nicht nur die genannten Beschwerden lindern, sondern soll auch im Allgemeinen für ein besseres Körpergefühl und für mehr Wohlbefinden sorgen. Leinsamen liefert viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, wodurch sich Mangelerscheinungen ausgleichen und beseitigen lassen können. Es kann zu mehr Kraft und Energie kommen, durch den Verzehr wird der Stoffwechsel angekurbelt.

Leinsamen bei Verstopfung – für eine gesunde Verdauung

Leinsamen ist ein vielseitiges Naturprodukt und hilft unter anderem auch bei einer Verstopfung. Da Leinsamen viele Schleimstoffe enthalten, leisten sie hilfreiche Dienste bei einer Verstopfung. Sobald diese Stoffe im Darm ihre schleimende Wirkung erzielt haben, kann der Darminhalt ohne Mühe gleiten, wodurch die Verstopfung auf eine natürliche Weise beseitigt wird. Zudem enthält Leinsamen sehr viele Ballaststoffe, welche in Magen und Darm stark aufquellen und somit ebenfalls die Verdauung beeinflussen. Natürlich ist es am besten, mit einer regelmäßigen Einnahme von Leinsamen einer Verstopfung vorzubeugen. Ist es dafür jedoch zu spät, kann die folgende Dosierung Abhilfe leisten:

3 mal täglich 1 bis 2 Esslöffel Leinsamen mit 150 ml Wasser einnehmen. Danach ist anzuraten, ein weiteres Glas Wasser zu trinken, damit die Quellfähigkeit und die schleimbildende Wirkung gesteigert werden. Zudem gelangen durch die gesteigerte Trinkmenge wirklich alle Leinsamen vollkommen in den Magen-Darm-Bereich. Sollten durch die Verstopfung bereits Schmerzen beim Toilettengang vorhanden sein, werden auch diese bei richtiger Dosierung schnell nachlassen.

Leinsamen Verdauung – gesunde Ballaststoffe

Leinsamen gehört zu den gesunden Mitteln aus der Natur und ist reich an Ballaststoffen. Ballaststoffreicher Leinsamen wirkt sich positiv auf die Verdauung aus und kann diese wieder normalisieren. Da sein Volumen im Magen-Darm-Bereich deutlich zunimmt, wird die Verdauung beschleunigt. Auch wer nur unregelmäßig Stuhlgang hat, kann hierbei von einer regelmäßigen Einnahme profitieren. Leinsamen ist eine natürliche Verdauungshilfe. Die enthaltenen Schleimstoffe haben neben der schützenden Wirkung auch einen unterstützenden Effekt, indem sie die Verdauung im Darm anregen und dadurch für eine gesunde und regelmäßige Verdauung sorgen. Die positive Wirkung zeigt sich jedoch nicht sofort, sondern tritt in der Regel ab den zweiten oder dritten Tag ein, wenn Leinsamen regelmäßig eingenommen wird. Ballaststoffe, wie sie im Leinsamen in großer Menge vorkommen, sind für eine gesunde Verdauung unerlässlich. Zudem sind sie in der Lage, Gift- und Schadstoffe zu binden.

Mit Leinsamen abnehmen

Im Bezug auf das Abnehmen denkt man bei Leinsamen oft an seine abführende Wirkung. Es ist aber wichtig, den Leinsamen als gesunden und hilfreichen Bestandteil der Nahrung zu betrachten, der auf verschiedene Weise beim Abnehmen helfen kann. Leinsamen regt nämlich nicht nur die Verdauung an, sondern sorgt Dank seiner quellenden Wirkung auch für ein lange anhaltendes Sättigungsgefühl. Dadurch ist Leinsamen in der Lage, eine Diät auf gesunde Weise zu unterstützen. Die in ihm enthaltenen Ballaststoffe halten lange satt, wobei seine anderen Inhaltsstoffe dafür sorgen, dass die restliche Nahrung besser verwertet und verdaut werden kann. Dadurch wird deutlich, das Leinsamen trotz seinem hohen Fettanteil auch bei einer Diät sehr hilfreich sein kann.

Wer das erste Mal mithilfe von Leinsamen abnehmen möchte, sollte seinen Körper langsam an das Mittel gewöhnen und es mit in den Speiseplan integrieren. Beginnend mit einem Teelöffel voll Leinsamen, kann die Dosis zum Abnehmen binnen einer Woche langsam auf zwei Esslöffel pro Tag gesteigert werden. Das ist die optimale Tagesdosis, wenn man mithilfe von Leinsamen das Körpergewicht reduzieren möchte. Auch wenn Leinsamen sehr gesund ist und viele wichtige Stoffe enthält, ist der Samen kein Wundermittel. In Verbindung mit einer gesunden Ernährung  kann er jedoch den Gewichtsverlust beschleunigen und dadurch beim schnellen Abnehmen helfen.

Leinsamen ist gesund ?

Ganz egal, ob man abnehmen möchte oder nicht – Leinsamen ist ein gesundes Naturprodukt, dass die Ernährung auf eine ebenso natürliche Weise positiv ergänzt. Es lässt sich leicht in den täglichen Speiseplan integrieren und hat zudem einen angenehmen, leicht nussigen Geschmack. Mit Leinsamen führt man dem Körper zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe und Vitalstoffe zu, die eine gesunde Ernährung bereichern und Mangelerscheinungen einer einseitigen Ernährung ausgleichen und später vorbeugen können. Daher kann Leinsamen auch vorbeugend eingenommen werden. Durch den hohen Fettgehalt sind sie allerdings auch reich an Kalorien, denn 100 Gramm Leinsamen enthalten ca. 400 kcl. Da im Samen auch geringe Mengen an Blausäure enthalten sind, sollte die tägliche Dosis auf keinen Fall überschritten werden. Der relativ hohen Calciumanteil im Leinsamen kann dazu beitragen die Knochen gesund zu halten.

Leinsamen in der Küche verwenden

Die kleinen Samen lassen sich vielseitig in der Küche verwenden und sind nicht nur geschmacklich eine Bereicherung. Dank dem leicht nussigen Geschmack können Sie als weitere Zutat bei Speisen aber auch zum Beimischen in verschiedenen Getränken verwendet werden. Leinsamen passt nicht nur hervorragend zu Quark, Joghurt oder Müsli, sondern schmeckt auch im Brot und auf dem Brot. Auch im Fruchtsaft, einem erfrischenden Shake oder in Smoothies kann man Leinsamen verwenden.

Über den Salat gestreut werden die kleinen Gesundheitsflocken gleichzeitig zur leckeren Dekoration. Eigentlich gibt es keine Speise und keine Zutat, die sich nicht mit Leinsamen kombinieren lässt. Auch als Beilage in Suppen oder im selbst gebackenen Vollkornkeks kann man das gesunde Naturprodukt verwenden. Wer spezielle Kräutermischungen beim Kochen verwendet, kann diese natürlich auch mit einigen Löffeln voll Leinsamen anreichern und bekommt so immer eine ausreichende Portion wichtiger Nähr- und Mineralstoffe geliefert.

Leinsamen – Beauty Food

Leinsamen – ganz egal in welcher Form – ist immer gesund. Leinsamen ist ein Beauty Food und Anti-Aging Food mit einem tollen Effekt. Denn sein gesundheitlicher Nutzen zeichnet sich sehr vielseitig aus. Leinsamen sorgt für Power, kann dazu beitragen die Zellkraft und die Zellstruktur zu verbessern, unterstützt ein positives Hautbild und sorgt somit rundherum für ein sehr gutes Körpergefühl. Dabei kann das Naturmittel sowohl innerlich als auch äußerlich seine unterschiedliche Wirkung entfalten. Nicht nur die Hautstruktur kann sich verbessern, sondern auch die Haare bekommen wieder einen seidigen Glanz, können fülliger werden und seltener zu Spliss neigen. Nicht nur der pure Samen, sondern auch Leinöl kann hierbei seine volle Kraft entfalten. Anti-Aging Food, also Nahrung gegen das Altern, macht sich dabei immer innerlich und äußerlich bemerkbar. Während die innere Kraft für mehr Antrieb, Energie und ein gesteigertes Wohlbefinden sorgt, bleibt auch das äußere Erscheinungsbild nicht auf der Strecke. Die Haut soll jünger, frischer und straffer wirken.

Leinsamen kaufen und aufbewahren

Leinsamen wird in der Apotheke, Reformhäusern, Drogerie-Märkten und gut sortierten Discountern angeboten. Beim Kauf sollte man stets darauf achten, ein Produkt aus biologischem Anbau zu wählen. Leinsamen gehört zu den Lebensmitteln und Nahrungsergänzungen und wird somit strengen Qualitätskontrollen unterzogen. Damit der Leinsamen seine Nähr- und Vitalstoffe behält, sollte er in einem gut verschließbaren Gefäß aufbewahrt werden. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Schraubglas, welches in den Kühlschrank gestellt wird. So gelagert, bleiben die wichtigen Stoffe im Leinsamen bis zu 12 Monate erhalten.

Leinsamen Nebenwirkungen

In der Regel hat Leinsamen keinen Nebenwirkungen. Nimmt man jedoch das erste Mal Leinsamen zu sich, kann es zu Beginn zu Blähungen kommen. Hat sich der Körper an das Lebensmittel gewöhnt, verschwinden diese Begleiterscheinungen rasch wieder. Da Leinsamen Schleimstoffe enthält, sollte das Mittel nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten eingenommen werden, sondern besser eine Stunde zuvor oder eine Stunde nach der Medikamentengabe verwendet werden. Medikamente gegen Durchfall sollte man nicht in Kombination mit Leinsamen einnehmen. Da Leinsamen eine stark quellende Wirkung hat, sollte er immer mit ausreichend Wasser eingenommen werden. Patienten, die Schluckbeschwerden haben, sollten zuvor einen Arzt um Rat fragen oder die zerpulverten Samen zu sich nehmen.

Wissenswertes über Leinsamen

Die ältesten Funde von Leinsamen stammen aus der Osttürkei aus der Zeit von 7500-6700 v.Chr. Eine weitere wichtige Fundstelle aus dem Jahr 5500 v. Chr. Befindet sich in Griechenland und zwei weitere Stellen von 4800 und 4600 v. Chr. Liegen in Bulgarien. Bereits im antiken Griechenland wurden Leinsamen und Leinöl als Heilmittel gegen diverse Beschwerden eingesetzt. Ein Schüler von Aristoteles schrieb die Geschichte der Pflanzen und erwähnte schon in dieser die positive Wirkung der im Lein enthaltenen Schleimstoffe.

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