Leinsamenmehl – die volle Omega 3 Power

Wer sich mit dem Thema Leinsamenmehl beschäftigt, wird schnell feststellen, dass es zwei unterschiedliche Sorten gibt. Da wären zuerst das entölte Mehl und das nicht entölte Leinsamenmehl. Das Entölte wird aus den Resten, nach der Ölgewinnung hergestellt. Das geschieht aus dem sogenannten Presskuchen, der übrig bleibt, nachdem die Leinöl Herstellung abgeschlossen ist. Dieser wird zermahlen und setzt sich aus nicht entöltem und entöltem Leinsamen zusammen. Das hängt davon ab, wie viel Öl dem Leinsamen entzogen wurde.

Diejenigen, die auf ihr Gewicht achten, sollten zum entölten Leinsamenmehl greifen, der enthält weniger Kalorien und hat noch einen anderen Vorteil, denn er wird nicht schnell ranzig. Kann also auf Vorrat gekauft werden. Einen Nachteil hat die Variante allerdings, denn es sind nicht mehr alle Nährstoffe enthalten.

Leinsamenmehl als Superfood

162242250 – fotolia.com – Sergii Moscaliuk

Es muss nicht immer ein Superfood wie zum Beispiel Acai oder Goji sein, denn Leinsamenmehl ist die perfekte Alternative. Leinsamen ist schon seit mehreren Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. Es hat einen nussigen Geschmack, kann leicht kombiniert werden und ist zudem noch supergesund.

Dazu kommt noch der wahrhaft kleine Preis, der im Haushaltsbudget kaum zu Buche schlagen dürfte. Leinsamen sollten im besten Fall geschrotet oder gemahlen gekauft werden. Die Inhaltstoffe können so optimal vom Körper verwertet werden.

Hinweis:
Leinsamenmehl ist nicht allzu lange haltbar, wenn der volle Öl Gehalt darin enthalten ist. Sollte es beim Öffnen der Verpackung unangenehm riechen oder einen bitteren Geschmack aufweisen, ist es zu entsorgen. Die Lagerung sollte unbedingt im Kühlschrank stattfinden, umso länger hält es sich.

Leinsamen ist so gesund, weil es nicht nur Gluten frei ist, sondern auch jede Menge an Ballaststoffen besitzt. Zudem ist es reichhaltig an Omega 3 Fettsäuren, dafür hat es wenige Kohlehydrate. Viele nutzen Leinsamen auch zur Darmreinigung, denn es besitzt einen guten Ruf als natürliches Abführmittel.

Eine ähnliche Wirkung ist auch bei Flohsamenschalen oder Chia Samen zu erkennen. In der Regel sind es häufig Veganer oder Vegetarier, die die Leinsamen nutzen. Veganer kennen Leinsamenmehl auch als Ei – Ersatz. In Rezepten werden 1 Esslöffel Leinsamenmehl mit 3 Esslöffeln Wasser verrührt. Dieses ergibt in etwa die Menge von einem Ei.

Leinsamenmehl als Allrounder

Leinsamenmehl ist ein hochwertiges Lebensmittel, das zu einer gesunden und guten Ernährung beitragen kann. Es kann vielfältig in der Küche verwendet werden, zum Beispiel als:

  • Zusatz im Müsli
  • als Ersatz von Weizenmehl
  • In Smoothies
  • Beigabe beim Backen
  • Fruchtshakes
  • Binden von Saucen

Die Bindefähigkeit kann mit dem von Guarkernmehl oder vom Johanniskernmehl verglichen werden. Zudem zeichnet sich das Mehl durch gesundheitsfördernde Eigenschaften aus. Rückstände an den Darmwänden können zu unterschiedlichen Krankheiten führen, wenn Leinsamenmehl konsumiert wird, können die Rückstände komplett beseitigt werden.

Ein nicht vollkommen entleerter Darm kann folgende Krankheiten auslösen:

  • Diabetes
  • Arthritis
  • Leber – und Nierenkrankheiten
  • Beschleunigter Stoffwechsel

Sogar von Krebs ist die Rede, wenn es um Darmrückstände geht. Leinsamenmehl eignet sich weiterhin auch, um Gewicht zu reduzieren. Weizenmehl ist beim Abnehmen eher hinderlich, die Alternative heißt Leinsamenmehl.

Leinsamen hat die Fähigkeit, Östrogen zu stimulieren, dass geschieht auf Grund der enthaltenen Omega 3 Fettsäuren. Zudem kann der Blutdruck reguliert werden und die Arterienfunktion wird verbessert. Die Samen helfen weiterhin bei der Regulierung des Fett -, Energie – und Kalziumstoffwechsels.

Die Samen oder das Mehl sollten diejenigen in Erwägung ziehen, die unter dauerndem Stress leiden oder Diabetes haben. Depressionen und Allergien können nicht nur reduziert, sondern teilweise auch ganz verschwinden. Leinsamen hilft nachweislich, die Spermabildung zu verbessern.

Angeraten wird eine 3 wöchige Darmreinigung. Der komplette Darm wird so frei von Parasiten und Rückständen, gleichzeitig wird die Darmflora geschont. Überschüssiges Fett verbrennt schneller und das Abnehmen fällt leichter.

Darmreinigung ist ratsam

Leinsamenmehl wird vom Körper gut absorbiert und Schadstoffe können besser abgeleitet werden. Eine Darmreinigung sollten diejenigen durchführen, die Entzündungen im Magen – Darm – Trakt oder der oberen Atemwege haben. Sogar bei einem Magengeschwür, Gastritis oder einem Zwölffingerdarmgeschwür, kann Leinsamen helfen.

Bei Übergewicht wird empfohlen:

Erste Woche:1 Löffel Leinsamenmehl in 100 ml Kefir
Zweite Woche:2 Löffel Leinsamenmehl in 100 ml Kefir
Dritte Woche:3 Löffel Leinsamenmehl in 150 ml Kefir

Natürlich kommen weitere gesunde und fettfreie Speisen hinzu. Das Abnehmen wird erleichtert, mit viel rohem Obst und Gemüse. Vollkornprodukte dürfen nicht fehlen und natürlich ist der Wasserhaushalt zu bedenken. Für alle, die Kefir nicht mögen, kann dieser mit griechischem oder Naturjoghurt ersetzt werden.

Ein weiteres Rezept, das hilft in einem Monat gute 4 Kilo zu verlieren ist eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. 2 Liter Wasser sollten es pro Tag sein. Etwas davon kann mit Leinsamen angereichert werden. Hierzu wird ein Esslöffel Samen in einer Tasse Wasser gekocht. Das Ergebnis ist eine Art Gelatine, wird das Gemisch gesiebt, sollte es noch vor dem Frühstück auf nüchternen Magen getrunken werden. So kann ein ganz natürliches Abführmittel helfen, Gewicht zu reduzieren und den Darm sauber zu halten. Das Getränk sollte auf jeden Fall jeden Morgen frisch zubereitet werden.

Leinsamenmehl eignet sich besonders gut für die Low – Carb – Küche. Der Kohlehydratanteil kann noch einmal drastisch gesenkt werden und im Gegensatz zu anderen Quellstoffen sind keine Beigeschmäcker zu finden. Der durchschnittliche Nährwert pro 100 Gramm beträgt:

Fett:12 Gramm
Gesättigte Fettsäuren:1,2 Gramm
Kohlehydrate:0,1 Gramm
Eiweiß:37 Gramm
Ballaststoffe:40 Gramm
Asche / Mineralien:3 Gramm
Salz:0,1 Gramm

Zum Kochen und Backen

Das Weizenmehl ein ungesundes Lebensmittel ist und dazu noch dick macht, weiß heute jedes Kind. Es gibt aber genügend Alternativen, auf die zurückgegriffen werden kann. In der Regel können die Rezepte nicht immer vollkommen 1: 1 übernommen werden, es lohnt sich jedoch, sie in dem wöchentlichen Speiseplan zu integrieren.

Um Brot, Kuchen oder Gebäck selber herzustellen eignet sich besonders Leinsamenmehl. Durch seinen nussigen Geschmack schmecken die Leckereien noch besser. Dazu kommt nur ein Minimum an Kohlehydrate. In der Regel können bei einem Rezept 20 Prozent der Mehlmenge durch Leinsamenmehl ersetzt werden.

Kaufen kann der Verbraucher das Mehl in diversen Supermärkten und natürlich dem Internet. Leinsamenmehl kann aber auch selber hergestellt werden. Ein großer Aufwand ist nicht erforderlich. Im Handel sind extra Leinsamenmühlen zu bekommen, die für ein gutes Ergebnis sprechen. Das Gerät ist ähnlich einer herkömmlichen Kaffeemühle, hat aber auch seinen Preis.

Wer es günstiger haben möchte und Anstrengung nicht scheut, kann sein Leinsamenmehl auch in einer Gewürzmühle selber herstellen. Hier besteht die Möglichkeit, die Samen nach eigenem Empfinden zu zerkleinern. Ein normaler Haushaltsmixer ist weniger zu empfehlen, denn zum einen dauert die Prozedur recht lange und ganz fein sind die Samen nicht zu bekommen.

Tipps:
Leinsamen in ganzer Form können bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Allerdings sollten Nutzer immer auf frische Ware zurückgreifen. Zum Kochen und Backen können braune, aber auch goldene Leinsamen verwendet werden. Der Geschmack ist gleich und die Nährstoffreichhaltigkeit ist unabhängig von der Farbe.

Selber gemahlenes Leinsamenmehl wird schnell ranzig, da es Öl enthält. Das Mehl sollte vorzugsweise im Kühlschrank aufbewahrt und ein luftdichtes und lichtundurchlässiges Behältnis benutzt werden.

Leinsamen versus Chia

Chia Samen sind ein echtes Superfood und außerordentlich beliebt. Sie sind jedoch ziemlich teuer. Für eine gute Bio – Qualität kann der Verbraucher zwischen 14 und 40 Euro auf den Tisch legen. Anders ist das bei Leinsamen, denn hiervon ist schon ein Kilo für rund 3 Euro zu haben.

Das ist der einzige Unterschied, denn beide können gut miteinander verglichen werden. Sie enthalten reichlich Omega 3 Fettsäuren, Antioxidantien, hochwertige Aminosäuren, Vitamine und Ballaststoffe. Beide Samen quellen gut auf und können sowohl zur Gewichtsreduktion, als auch bei Verdauungsstörungen genutzt werden.

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