Gallensteine: Ursachen, Symptome, Behandlung

Galleinsteine, ich der Fachsprache auch Cholelithiasis sind auskristallisierte, nur schlecht lösliche Bestandteile in der Gallenflüssigkeit. Diese sowohl im Gallengang wie auch in der Gallenblase zu finden. Gallensteine verursachen nur in seltenen Fällen Beschwerden. Frauen leiden häufiger an ihnen als Männer. Gallensteine auch zu Schmerzen im rechten Oberbauch führen oder sogar heftige Gallenkoliken auslösen.

Was sind Gallensteine?

Gallensteine entstehen dann, wenn unlösliche beziehungsweise kaum lösliche Bestandteile der Gallenflüssigkeit als feste Masse heraustreten. Gallenflüssigkeit, kurz Galle ist ein Sekret aus der Leber. Diese Sekret lagert in der Gallenblase zwischen und wird in den Dünndarm zur Verdauungsunterstüzung abgegeben. Diese „Steine“ bestehen aus 80% Wasser. Die restlichen 20% sind vor allem Eiweiße, Gallensäure und Bilirubin. Zudem enthalten Gallensteine auch Cholesterin. Dieses ist eigentlich wasserunlöslich, doch durch die Gallensäure wird es in Lösung gehalten. Sowohl Cholesterin wie auch Bilirubin und weitere Bestandteile der Galle können dabei auskristallisieren. Feine Steinchen werden als Gries bezeichnet, größere Steine als Gallensteine.

Die Zusammensetzung der Gallensteine

Mediziner unterscheiden je nach Zusammensetzung:

  • Cholesterin- und gemischte Steine. Diese bestehen aus über 70 Prozent Cholesterin. Sie sind von gelblicher Farbe. Etwa 80 Prozent der in Deutschland verursachten Gallensteinleiden werden durch diese Steine verursacht.
  • Pigment- beziehungsweise Bilirubinsteine. Diese setzten sich zum Großteil aus Bilirubin zusammen. Sie sind braun bis schwarz und verursachen etwa 20 Prozent der Gallensteinerkrankungen in Deutschland.

Die Lage der Gallensteine

Mediziner unterscheiden je nach Lokalisation von Gallengangsteinen und Gallenblasensteinen:

  • Die sogenannten Gallenblasensteine entstehen in der Gallenblase und werden als Cholezystolithiasis bezeichnet. In der Gallenblase wird die Gallenflüssigkeit gesammelt und auch eingedickt. Wenn die Steine länger in der Gallenblase verbleiben, kann es zu einer Entzündung der Gallenblasenwand kommen, der sogenannten Gallenblasenentzündung oder Cholezystitis.
  • Gallengangssteine, sogenannte Choledocholithiasis sind Gallensteine die im Ausführungsgang vorhanden sind. Dieser Gang verbindet die Gallenblase mit dem Dünndarm. Gallengangssteine entstehen nur selten direkt vor Ort. Es handelt sich dabei meist um aus der Gallenblase ausgeschwemmten Steine, also die sekundären Gallengangssteine. Diese Art der Gallensteine verursacht deutlich häufiger Beschwerden.

Wie häufig treten Gallensteine auf?

Etwa 15 Prozent der Frauen leiden im Laufe ihres Lebens an Gallensteinen und rund 7,5 Prozent der Männer. Bei Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen oder Leberzirrhose liegt eine noch höhere Wahrscheinlichkeitsrate vor. Mit dem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit an Gallensteinen zu leiden zu.

Ursachen und Risikofaktoren

Gallensteine bilden sich dann, wenn die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit sich so verändert, dass die schwer löslichen Teile wie Bilirubin oder Cholesterin „ausflocken“. So bilden sich kleine Kristalle, welche sich im Laufe der Zeit vereinen und immer weiter wachsen. Zu Beginn entstehen feine Steinchen, der sogenannte Gries, woraus später größere Gebilde, die sogenannten Gallensteine werden.

Die Bildung wird von Risikofaktoren begünstigt.

Die 6 Wichtigsten lassen sich in der 6-F-Regel zusammenfassen:

  • female (weiblich)
  • fat (übergewichtig)
  • fertile (fruchtbar, mehrere Kinder)
  • forty (Alter 40 Jahre und älter)
  • fair (blond, hellhaarig)
  • family (familiäre Veranlagung)

Neben diesen Risikofaktoren gibt es noch weitere Risikofaktoren. Dazu zählen beispielsweise die Einnahme von Geschlechtshormonen (Hormonersatzpräparate für die Wechseljahre oder Verhütungsmittel), eine Schwangerschaft, cholesterinreiche oder ballaststoffarme Ernährung oder Diabetes mellitus, die sogenannte Zuckerkrankheit.

Untersuchungen und Diagnose

Um die Diagnose zu sichern wird der Arzt zunächst ein Gespräch mit dem Betroffenen führen, dabei geht es vor allem um die Krankheitsgeschichte, die sogenannte Anamnese. Im Anschluss daran führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Durch eine Ultraschalluntersuchung lassen sich Gallensteine ab einer Größe von 5 Millimetern fast immer nachweisen. Außerdem kann der Arzt durch die Ultraschalluntersuchung auch erkennen, ob noch andere Beeinträchtigungen vorliegen. Beispielsweise ist bei einer Gallenblasentzündung die Gallenblasenwand verdickt. Noch aussagekräftiger als eine Ultraschalluntersuchung ist die Endosonografie. Hierdurch lassen sich Gallengangsteine noch besser diagnostizieren. Bei dieser Untersuchung wird der Ultraschallkopf über den Mund über die Speiseröhre und Magen in den Zwölffingerdarm eingeführt. Es lassen sich von dort aus sowohl Gallengänge wie auch angrenzende Organe untersuchen. Gut nachweisen lassen sich Gallensteine im Gallengang auch durch eine spezielle Röntgenuntersuchung. Bei der endoskopisch-retrograden Cholangio-Pankreatikografie, kurz ERCP, lassen sich Gallensteine sowohl in der Gallenblase wie auch im Gallengang gut nachweisen. Zudem können bei dieser Untersuchung auch kleine Steine entfernt werden. Auch mittels dem bildgebenden Verfahren „Magnetresonanz-Cholangiographie“ können Gallensteine nachgewiesen werden.

Wird der Verdacht auf Gallensteine geäußert ist zudem eine Blutuntersuchung wichtig. Durch beispielsweise die Bestimmung von Gamma-GT oder/und Alkalischer Phosphatase kann zusätzlich eine Erkrankung der Gallenwege ermittelt werden. Aber auch wenn etwa der Bilirubinwert erhöht ist, kann dies auf Gallensteine hinweisen. Blockiert ein Gallenstein einen größeren Gallenweg führt dies zur Erhöhung des Bilirubinwertes. Wenn die Gallensteine bereits eine Entzündung verursachen dann sind auch erhöhte Entzündungswerte im Blut nachzuweisen, etwa die Leukozyten, der CRP- oder BSG Wert.

Die Behandlung von Gallensteinen

Nicht zwangsläufig müssen Gallensteine auch behandelt werden. Ob eine Behandlung erforderlich ist hängt hauptsächlich von ihrer Lage ab und ob bereits Beschwerden vorhanden sind, etwa Gallenkoliken. Die Gallenkolik lässt sich symptomatisch behandeln.

Therapie Gallenkolik
Der Arzt verabreicht bei einer akuten Gallenkolik schmerzstillende und krampflösende Medikamente (Analgetika und Spasmolytika). Zudem darf der Betroffene meist 24 Stunden nicht essen. Wenn die Gallenblase entzündet ist, wird zudem eine Antibiotikabehandlung eingeleitet.

Therapie Gallensteine
Im Allgemeinen erfordern Gallenblasensteine nur eine Therapie, wenn Komplikationen (Gallenblasenentzündung) oder Beschwerden vorliegen. Gallengangsteine hingegen sollten immer therapiert werden, denn bei ihnen ist eine Komplikationsrate sehr hoch. Es stehen zur Gallesteinentfernung mehrere Methoden zur Verfügung. Angefangen von Medikamenten zum Auflösen der Steine bis hin zu unterschiedlichen Operationstechniken. Sehr häufig werden bei Gallensteinen Eingriffe an den Gallengängen oder der Gallenblase durchgeführt. Diese werden im Allgemeinen gut vertragen und die Rezidivrate ist relativ niedrig. Bei der Behandlung durch nicht-chirurgische Maßnahmen liegt hingegen eine deutlich höhere Wiedererkrankungsrate vor. Sie liegt in den folgenden fünf Jahren bei 30-50 Prozent.

Gallensteinen Vorbeugen
Es gibt keine direkte Vorbeugung. Dennoch kann man durch das Vermeiden von Risikofaktoren das Risiko einschränken. Risikofaktoren für Gallensteine bestehen vor allem in ballaststoffarmer und cholesterinreicher Ernährung und Übergewicht.

Mögliche Komplikationen

Verschließt ein Gallenstein den Hauptgallengang, kann die Gallenflüssigkeit nicht in den Dünndarm abfließen. Dabei kann die Gallenflüssigkeit sich bis in die Leber zurückstauen, was zu einer Gelbsucht führen kann. Außerdem kann dieser Rückstau auch eine akute Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) oder/und eine Entzündung des Gallengangs (Cholangitis) mit sich bringen. Eine Cholangitis äußert sich meist durch starke Oberbauchschmerzen, Schüttelfrost und Fieber.

Bei circa 80 Prozent der Menschen führen der Gallengang und der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse in den Dünndarm. Wenn ein Gallenstein im gemeinsamen Gang feststeckt kann das Sekret der Bauchspeicheldrüse sich ebenfalls aufstauen und es kommt zur Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatits). Gallensteine erhöhen zudem das Risiko für Gallengangkrebs und Gallenblasenkrebs. Beide Krebsarten sind allerdings relativ selten. Noch seltener bohren sich Gallensteine durch die Gallenblasenwand. Hierbei kann die Galle in den Bauraum fließen und eine Bauchfellentzündung (gallige Peritonitis) verursachen. Gallensteine müssen nicht zwingend Beschwerden verursachen. Etwa drei Viertel der Betroffenen verspüren keine Symptome. Mediziner sprechen dann von asymptomatischen Gallensteine. Dieser werden meist als Zufall bei einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung entdeckt.

Die Symptome von Gallensteinen

Seltener als asymptomatische Gallensteine sind symptomatische Steine. Diese rufen in leichten Fällen unspezifische Beschwerden im Oberbauch hervor, etwa Druckgefühl, Aufstoßen, Blähungen und Völlegefühl. Einige Betroffenen vertragen dann auch bestimmte Getränke und Nahrungsmittel nicht mehr. Gerade nach Mahlzeiten zeigen symptomatische Gallensteine ihre Symptome. Doch Gallensteine können auch ernsthaftere Beschwerden verursachen, nämlich krampfartige, heftige Schmerzen im rechten Ober- und Mittelbauch. Diese Koliken entstehen, wenn die Steine den Gallenblasenausgang blockieren oder sich im Hauptgallengang festgesteckt haben. In diesem Fall können die Schmerzen bis in die rechte Schulterregion oder in den Rücken ausstrahlen. Begleitet wird dies oft von Erbrechen, Brechreiz, Übelkeit und Schweißausbrüchen.

Ob die Steine tatsächlich Symptome auslösen und wenn ja wie stark hängt auch von ihrer Größe ab. Die Gallensteine sind meist kirschkern- bis haselnussgroß. Manchmal können sie aber auch die Größe eines Hühnereies erreichen. Neben der Größe hat auch die Lage der Steine einen großen Einfluss auf das Auftreten von Symptomen. Es treten häufiger Symptome bei Gallengangsteinen als bei Gallenblasensteinen auf.

Die Gallenkolik

Eine Kolik kann zwischen 15 Minuten und fünf Stunden dauern. Meist vergehen bis zur völligen Beschwerdefreiheit ein bis drei Tage. Gallenkoliken werden häufig durch zu üppige/fette Mahlzeiten ausgelöst.

Typische Nahrungsmittel sind:

  • Fette Speisen
  • Gebratenes
  • Hülsenfrüchte
  • Hart gekochte Eier
  • Alkohol
  • Kaffee

Aber auch psychischer Stress kann eine Gallenkolik auslösen.

Fett begünstigt die Entstehen von Gallensteinen. Besonders fettreiche Koste, gerade die hohe Zufuhr an gesättigten Fettsäuren und Transfettsäuren erhöhen das Risiko, dass ein Gallenstein gebildet wird. Fast alle Gallensteine bestehen größtenteils aus Cholesterin. Es wird deshalb auch von Cholesterinsteinen und gemischten Steinen gesprochen.

Sehr viele gesättigte Fettsäuren sind gerade in:

  • tierischen Fetten wie Fleisch, Wurst, Milch, Fleischwaren, Milchprodukten und Milch wie Käse, Butter und so weiter
  • Backwaren wie Semmeln, Brot, Kuchen, Toren
  • Kokosfett
  • fettreichen Süßigkeiten

Die sogenannten Transfettsäuren erhöhen auch den LDL-Cholesterinspiegel. Sie senken aber gleichzeitig den HDL-Cholesterinspiegel, also das „gute“ Cholesterin. Diese werden bei der Lebensmittelherstellung im Zuge der Fetthärtung gebildet, der sogenannten Hydrierung, welche aus flüssigen Ölen streichbare Fette, beispielsweise Margarine macht. Unter anderen stecken Transfettsäuren in Kartoffelchips, Backwaren, Nugatcreme, Frittier- und Bratfetten.

Wer Gallenblasenprobleme hat oder an Gallensteinen leidet, verträgt meist zu fette Mahlzeiten nicht. Aber auch gebratene Speisen oder geröstete Mahlzeiten werden häufig nicht so gut vertragen. Auf Fett gänzlich zu verzichten ist fast nicht möglich, dennoch sollten Betroffene von Gallenkoliken und Gallensteine ihren Fettkonsum deutlich einschränken. Es sollten täglich maximal 60 bis 70 Gramm Fett nicht überschritten werden. Die Fettreduktion trägt zudem auch einen großen Teil zur Vermeidung beziehungsweise Reduktion von Übergewicht ein. Neben den Transfettsäuren und den gesättigten Fettsäuren zählen aber auch niedermolekulare Kohlenhydrate, also Ein- und Zweifachzucker und ballaststoffarme Kost zu Risikofaktoren für Gallensteine.

Betroffene sollten daher auf diese Genuss- und Lebensmittel verzichten. Aber auch regelmäßiger Nikotinkonsum kann die Beschwerden fördern. Wer an Gallensteinen leidet sollte am besten mit dem Rauchen aufhören.

Operative und nicht operative Therapie:

Heutzutage kommt in den meisten Fällen eine Laparoskopie in Frage. Hierbei setzt der Chirurg nur kleine, wenige Hautschnitte und kann die Galleblase über die sogenannte Schlüssellochchirurgie einfach entfernen. Die Laparoskopie ersetzt die früher häufig angewandte offene Cholezystektomie. Bei ihr wird in die Bauchdecke ein längerer Schnitt gemacht. Der Erholungszeit nach der Cholezystektomie ist deutlich länger, weshalb heutzutage häufig die Laparoskopie angewandt wird.

Neuere Methoden der minimal-invasiven Therapie:

In den vergangenen Jahren wurde eine neue Technik der minimal-invasiven Therapie entwickelt. Es handelt sich dabei um die LESS-Chirurgie, sprich Laparo-Endoscopic Single-Site oder SiLS, sprich Single Incision Laparoscopic Surgery. Bei der Variante der Laparoskopie muss nur ein Schnitt im Nabel gemacht werden.

Aber auch das NOTES-Verfahren, sprich Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery benötigt weniger Schnitte als die herkömmliche Laparotomie. Hier werden die Instrumente über natürliche Körperöffnungen, etwa Speiseröhre oder Scheide eingeführt. Die dort entstandenen Narben sind nach dem Eingriff dann äußerlich nicht sichtbar. Es lässt sich jedoch bislang noch nicht sicher beurteilen, ob dieser Eingriff Vorteile gegenüber der herkömmlichen Laparotomie hat.

Gallenstein im Gallengang:
Wenn die Gallensteine im Gallengang liegen, kann eine Therapie mit Endoskop erforderlich sein. Dazu führt der Mediziner das Endoskop über den Mund ein und schiebt dieses bis in den Zwölffingerdarm vor. Anschließend kann er mit dem Gerät verstopfte Gänge säubern und die Steine einsammeln und entfernen.

Ist eine Entfernung ohne Operation möglich?
Ja auch eine nicht-operative Therapie ist möglich. Für gewöhnlich sind diese Methoden allerdings weniger erfolgreich und werden daher auch seltener angewandt. Es gibt spezielle Medikamente die Gallensteine auflösen können. Diese Medikamente enthalten Gallensäure. Der Nachteil liegt allerdings darin, dass sich Gallensteine hier wieder schnell bilden können, die sogenannte Rezidivrate also sehr hoch ist.

Was ist mit der Entfernung mit Stoßwellen?
Es gibt auch die Möglichkeit Gallensteine über die sogenannte extrakorporale Stoßwellenlithotripsie, kurz ESWL zu entfernen. Da bei dieser Stoßwellentherapie allerdings die Redizivrate auch wieder erhöht ist, kommt die ESWL nur sehr selten zum Einsatz.

Welche Ernährung bei Gallensteinen?
Bei Gallensteinen sollte die Ernährung insgesamt nach dem Prinzip der Vollwertkost ausgerichtet sein, sprich die Ernährung sollte möglichst ausgewogen und sein. Einer großen Bedeutung der Vollwertkost kommen Obst und Gemüse wie auch Vollkornprodukten zu. Diese vollwertige Ernährung trägt genauso wie fettarmes Kochen dazu bei, das Risiko für Gallensteine zu reduzieren.

Soll bei Übergewicht eine Diät gemacht werden?

Nein! Wer an Gallensteinen leidet sollte keinesfalls eine Diät machen. Einseitige Diäten oder längeres Heilfasten können nämlich das Risiko erhöhen, dass ein Gallenstein gebildet wird. Zudem können bereits vorhandene Steine größer werden. Warum ist das so? Im Hungerzustand gibt der Körper verstärkt das gespeicherte Cholesterin aus dem Fettgewebe ab. Dies führt dahin das der Cholesteringehalt in der Gallenflüssigkeit erhöht wird. Gleichzeitig wird aber auch die Freisetzung von Gallensäure reduziert, welche eigentlich das Cholesterin innerhalb der Lösung halten soll. Daher kann das Cholesterin leichter in Form von Steinen „ausflocken“. Aus diesem Grund sollte eine rasche Gewichtsreduktion unbedingt vermieden werden. Besser ist es, das Gewicht sehr langsam zu reduzieren und dabei auf ausgewogene Ernährung zu achten. Die beste Möglichkeit ein ideales Gewicht zu erreichen ist die Kombination aus ausgewogener, fettarmer Vollwertkost und ausreichend Bewegung und Sport.

Sollte nach einer Operation eine besondere Ernährung erfolgen?

Patienten müssen sich nach dem operativen Eingriff mit Entfernung der Gallenblase mit den darin vorhandenen Steinen nicht zwangsläufig anders ernähren. Es ist hingegen sogar so, dass gewohnte Speisen meist besser vertragen werden. Natürlich sollte auf die zuvor geachteten Speisen und Mahlzeiten geachtet werden. Wenn es nach dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln zu Verdauungsproblemen kommt, dann kann aber eine Ernährungsumstellung durchaus sinnvoll sein. Dabei wird meist die gleiche Empfehlung ausgesprochen als wie vor der operativen Entfernung der Gallensteine, also vollwertige Lebensmittel, viel Ballaststoffe und wenig Fett.

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