Geräte, die im Haushalt nicht fehlen dürfen

Kaum jemand kann sich heute noch vorstellen, wie die Zeiten ohne Kaffeemaschine, Kühlschrank und Co. ausgesehen haben. Haushaltsgeräte heißt das Stichwort, damit der Wohlfühlfaktor auch eintreten kann. Welche Geräte sind jedoch wichtig und welche eher als Spielzeug zu betrachten?

Was sind Haushaltsgeräte eigentlich? Es ist sogenannte Weißware, an die sich jeder von uns schon so gewöhnt hat, dass keiner sie mehr missen möchte. Das Angro der Helfer findet sich wohl in jeder Küche.

Die Helfer in der Küche

#86335103 – fotolia.com – deepvalley

Was in keiner Küche fehlen darf sind, Kühlschrank, Kaffeemaschine und eventuell auch eine Waschmaschine, in vielen Fällen ist sie im Badezimmer oder einem Haushaltsraum zu finden. Dazu kommen noch der Geschirrspüler, ein Mixer und der Wasserkocher. Toaster, elektrisches Messer und Küchenradio finden sich ebenfalls, in jeder gut bestückten Küche an.

Was muss aber beim Kauf der Geräte beachtet werden, besonders, wenn sie neu angeschafft werden sollen? Um einen Fehlkauf zu vermeiden, sollte beim Kühlschrank auf mehrere Kriterien geachtet werden. Der Kühlschrank ist einem Dauerbetrieb ausgesetzt, darum ist der Strombedarf wichtig. Viele Verbraucher schrecken vor den Preisen der Geräte mit höheren Energieeffizienzklassen zurück. Dabei ist es ein Trugschluss, denn Billiggeräte sind der Regel reine Stromfresser. Wer einmalig etwas mehr bezahlt, wird bald herausfinden, dass sich das Gerät schnell amortisiert hat.

Heute sind die Energieeffizienzklassen durch die europäische Norm geregelt. Sie werden durch Label mit A+, A++ oder A+++ gekennzeichnet. Diejenigen, die über ältere Geräte verfügen, die diese Energieklassen nicht aufweisen, sollten sich schnellstens einen neuen Kühlschrank zulegen.

Energieersparnisse der einzelnen Klassen:

A+20 Prozent weniger Verbrauch als A
A++40 Prozent weniger Verbrauch als A
A+++60 Prozent weniger Verbrauch als A

Hinweis:
Bei einem Kauf sollte es mindestens die Energieeffizienzklasse A+ sein. Unterhalb dieser Kategorie wird nicht nur der Gelbeutel strapaziert, sondern auch die Umwelt. Nur wer etwas mehr investiert, wird das an der nächsten Stromrechnung merken.

Der zweite Punkt, ist der Stauraum bei einem neuen Kühlschrank. Es macht keinen Sinn, wenn ein Singlehaushalt über einen Kühlschrank verfügt, der locker für eine Großfamilie reicht. Die Frage hierbei ist, reicht der bisherige Kühlschrank vom Platz her aus?

Die Hersteller sind dazu übergegangen, das Platzangebot in Litern anzubieten. Dem Verbraucher hilft das nur wenig, er sollte in diesem Fall, einen Blick auf das Kühlschrankinnere legen. Es ist nicht schön, wegen einem zu kleinen Innenraum, Lebensmittel entsorgen zu müssen. Bei der Neuanschaffung gilt es immer, den Lebensmittelbedarf in den Vordergrund zu stellen und danach das Platzangebot zu berücksichtigen. Zusätzlich muss der Fokus noch auf den mehr oder weniger großen Gefrierbereich liegen.

Zudem müssen es die richtigen Maße sein. Was nützt der beste Kühlschrank, wenn er nicht in die eigene Küche passt. Vor einem Kauf können Stift, Papier und Zollstock helfen, den Planungs – Schritt zu vervollständigen. Bei den sogenannten Side by Side Kühlschränken spielt auch die Höhe eine Rolle. Ein Gerät, mit beispielsweise amerikanischen Ausmaßen, kommt dann nicht in Betracht.

Einkalkuliert werden muss zudem, ob der Kühlschrank über Flügeltüren verfügt, denn auch die müssen einkalkuliert sein. Das kann gut geschätzt werden, denn dieser Faktor hängt vor allen Dingen von der Breite des Gerätes ab.

Wichtig:
Bei einem Kauf, bitte immer 2 Zentimeter mehr Freiraum einkalkulieren. Oft überschreiten Kühlschränke die angegebenen Maße der Hersteller. Zu bemerken ist das vor allem, bei den Vordertüren, die sind entweder leicht gewölbt oder ragen mehr heraus. Der Hersteller misst in vielen Fällen nur an der kürzesten Stelle und gibt dieses Maß dann an.

Jeder kennt das, eine stetige Vereisung der Innenwände, kostet viel Energie, es verlangsamt den Kühlprozess und die Stromrechnung steigt um ein Vielfaches. Natürlich muss das Gerät regelmäßig abgetaut werden, es geht aber auch anders.

Neue Geräte verfügen über eine Abtauautomatik. Das ist insofern interessant, denn das Gerät leitet im Fall der überschüssigen Eisbildung, Gegenmaßnahmen ein. Darüber hinaus kann sich der Verbraucher noch ein Gerät mit einem NO Frost Mechanismus aussuchen. Dieses hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit im Inneren so niedrig zu halten, dass ein Verseisen nur langsam vonstattengeht.

Worauf ist bei einem Herd zu achten?

Eine Küche ist keine Küche, ohne einen Herd. Beim Kauf spielen einige Details eine gewichtige Rolle, denn heute gibt es eine Vielfalt im Handel und auch die Preispanne ist nicht zu verachten. Im Vordergrund steht die Überlegung, welche der vier aktuellen Möglichkeiten von Kochtechniken es sein soll. Zur Auswahl stehen beim Thema Kochfeld Stahl, Ceran, Induktion oder Gas.

Wer den Geldbeutel schonen muss, gibt sich sicher mit der günstigsten Variante, einem Stahl – oder Eisen Kochfeld zufrieden. Allerding haben beide einen entscheidenden Nachteil, denn nicht nur die Reinigung gestaltet sich schwierig, auch das Problem der leicht zu verschiebenden Pfannen und Töpfe, ist nicht zu leugnen.

Diese Nachteile gibt es bei Herden mit Ceran – oder Glaskeramik Feldern nicht. Beide sind mit einer klassischen Technik per Heizwiderstand oder Wärmestrahlung zu haben. Verbraucher, die sich für einen Induktionsherd entscheiden, müssen mit einer zusätzlichen Geldausgabe rechnen, denn Töpfe und Pfannen die sich im Besitz finden, sind nicht mehr zu gebrauchen. Eine Neuanschaffung kommt zu den Kosten des Herdes hinzu.

Dafür hat diese Form von Herd einen entscheidenden Vorteil, denn Hitze ist schneller verfügbar und eine geringere Verbrennungsgefahr ist zusätzlich vorhanden. Praktisch ist ein Induktionsfeld, wenn sich kleine Kinder im Haus befinden, denn das eigentliche Kochfeld strahlt nur eine mäßige Wärme aus.

Last but not least, darf es auch ein Gas – Kochfeld sein, wobei ein zusätzlicher Gasanschluss vorhanden sein muss. Die Art zu kochen stellt sich als schnell heraus, wenn es jedoch um die Reinigung geht, wird es schon komplizierter.

Natürlich spielt auch hier das Thema Energieeffizienzklasse eine Rolle. Gerade im Bereich Backofen – Kochfeld – Kombination ist der Energieverbrauch sehr hoch. Auch hier ist A die effizienteste Klasse, die angeschafft werden sollte.

Genuss für Kaffeeliebhaber

In keiner Küche fehlt eine Kaffeemaschine. Hier ist zu unterscheiden unter Kapsel -, Pad -, Vollautomat oder einer einfachen Filtermaschine. Um die Suche nach der perfekten Maschine zu erleichtern, hilft in vielen Fällen ein System – Vergleich.

Um den Kauf zu erleichtern, kann sich jeder am Anfang eine einfache Frage stellen. Wie viele Tassen pro Tag werden getrunken und wie viel Zeit soll die Zubereitung in Anspruch nehmen. Neben dem Bedienkomfort und der Geschwindigkeit steht noch ein anderes Kriterium im Raum, das sind die laufenden Kosten.

Für die schnelle Tasse Kaffee empfehlen Experten den Kaffeevollautomaten. Je nach Ausstattung brüht er herkömmliche Kaffee, auch als Espresso, Café Latte oder Cappuccino. Vorteil hierbei ist, den Kaffee gibt es auf Knopfdruck, ohne das im Vorfeld gemahlen oder weitere Arbeiten erledigt werden müssen. Das Mahlwerk wählt genau die richtige Menge an Bohnen und die gewünschte Spezialität wird ohne weiteres Zutun hergestellt. Nachteil: die Maschinen sind ziemlich teuer und nicht jeder kann sie sich leisten.

In den meisten Küchen finden sich deshalb wohl noch die klassischen Maschinen, wo vorgemahlenes Pulver einfach in eine Filtertüte getan wird. Optisch gibt es heute eine Menge Geräte, die sich an die Gestaltung anderer Elektrogeräte in einem Raum anpassen. Energie kann gespart werden, wenn sich der Verbraucher für ein Gerät entscheidet, das eine automatische Abschaltung integriert hat. Thermoskannen sind eine weiteres Muss, denn Warmhaltefunktionen kosten unnötig Geld.

Verbraucher sollten sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, ob Schnickschnack, wie zum Beispiel, Aromawahltasten nötig sind. Eine Tropfsperre hingegen findet sich heute schon an billigen Geräten und auch die Reinigung stellt bei dem Angro der Maschinen kein Problem dar.

Allerdings ist es wichtig, an das frühzeitige Entkalken zu denken, denn wo Wasser ist, ist auch Kalk nicht weit. Je nach Härtegrad des Wassers in der betreffenden Region, sollte das Entkalken alle drei Monate geschehen. Wann es nötig wird, kann daran erkannt werden, dass sich vermehr Dampf bildet, die Durchlaufzeit erhöht ist oder es zur Geräuschbildung kommt.

Um den Vorgang zu vereinfachen, kann gewöhnlicher Entkalker aus dem Supermarkt helfen. Auf Essig allerdings sollte der Nutzer verzichten, denn obwohl er als bewährtes Hausmittel gilt, kann er Teile der Maschine zerstören.

Andere Spielereien in der Küche gibt es heute wie Sand am Meer. Was unbedingt benötigt wird, hängt in erster Linie vom Verbraucher ab. Energie hingegen brauchen fast alle Geräte. Diejenigen, die Umwelt und Geldbeutel schonen möchten, sollten sich aus diesem Grund genau überlegen, welches Küchenutensil sie sich anschaffen. Generell gilt immer: es sollte nur ein Gerät sein, was über ein Label der Energieeffizienzklasse verfügt. Diese Geräte sind im Vorfeld geprüft und für gut befunden worden.

Mehr zum Thema
© 1996-2017 | Zeitung.de - zeitungen und fachzeitschriften : regional und international - Impressum