Innenräume mit Klimaanlagen klimatisieren

Die Wärme in einem Haus kann einer ganzen Familie zu schaffen machen. Insbesondere Haustiere leiden dementsprechend mit. Klimaanlagen sind kein Begriff aus der Neuzeit, denn schon im alten Babylonien wurden sich Gedanken gemacht, wie Innenräume gekühlt werden konnten.

Ebenso wird gesagt, dass Leonardo da Vinci nach Möglichkeiten suchte. Für das britische Parlament war es der Ingenieur Dr. Perey, der im Jahr 1865 eine Klimaanlage baute, natürlich nach dem damaligen Stand der Technik.

Diese Anlage wurde mit Eisblöcken gefüttert, deren kalte Luft sich mittels eines Ventilators im Raum verteilte. Als Erfinder der modernen Klimaanlage gilt Willis Carrier, der zu Anfang des 20. Jahrhunderts für Abkühlung sorgte.

Sind Klimaanlagen gesundheitsschädlich?

Es gibt in der heutigen Zeit Diskussionen über Klimaanlagen. Sie verschaffen zwar kühle Luft, aber können sie unserer Gesundheit Schaden zufügen? Grundsätzlich ist zu einem Einbau nichts Negatives zu berichten, einige Dinge sollten jedoch beachtet werden.

Hierbei ist es völlig egal, ob es sich um eine Klimaanlage in den eigenen vier Wänden oder solch eine Anlage im Auto handelt. Der Unterschied zur jeweiligen Außentemperatur sollte nie mehr als 6 Grad betragen. Größere Differenzen belasten die Gesundheit und können im schlimmsten Fall zu einem Kreislaufkollaps führen.

Zudem trocknet kalte Luft schnell die Schleimhäute aus und es kommt zu einer Erkältung. Die Haut kann schneller austrocknen, da ihre Feuchtigkeit entzogen wird. Besonders gefährdet sind hierbei Mund und Nase, da sie im trockenen Zustand besser in der Lage sind, Viren aufzunehmen.

Die modernen Klimaanlagen produzieren eine Menge kühler Luft, die Anlage selber, wird bei Betrieb jedoch erwärmt. Das kann schlimmstenfalls dazu führen, dass sich Pilze, Bakterien und Viren im Raum breitmachen. Vorbeugende Maßnahmen sind eine regelmäßige Wartung der Anlage, bei der der Filter der wichtigste Punkt ist. Der Austausch schützt nicht nur vor einer Verkeimung, sondern auch vor einem muffigen Geruch.

Speziell für Allergiker

Gerade Allergiker haben im Sommer stark zu leiden. Das gilt nicht nur bei Blüten Pollen, sondern auch für Klimaanlagen. Obwohl sie Abkühlung bringen sollen, ist nicht jede Person für eine solche Anlage ausgelegt. Wer sich dennoch, so ein Gerät anschaffen möchte, muss darauf achten, dass es ich um ein Lüftungs – bzw. Split Gerät handelt. Hierbei findet der Luftaustausch nicht im Raum selber statt, sondern im Außenbereich.

Split – Geräte können ebenfalls dafür sorgen, dass es so gut wie keine Milben mehr gibt, die sich gerne in Teppichen und Matratzen einnisten. Sie sind der Hauptauslöser für manche Allergie. Die Geräte können sowohl in einem gut bestückten Baumarkt, als auch in einem Klimafachhandel erworben werden.

Die Installation

Die Preisklassen bei Klimaanlagen sind schwankend. Diejenigen, die ein dauerhaft angenehmes Klima wünschen, sollten zu einem fest installierten Gerät greifen. Diese sogenannten Splitter können je nach Modell, für einen Raum oder für mehrere Zimmer genutzt werden.

Wer es sich nicht zutraut, eine Klimaanlage selber zu installieren, müsste einen Fachmann beauftragen. Dabei ist die Installation nicht sonderlich schwierig. Die Geräte bestehen aus einem Innen – und einem Außenaggregat. Wie der Name schon sagt, muss Letzteres entweder auf dem Balkon, der Terrasse oder der Fassade angebracht werden.

Das Außengerät kann durchaus Geräusche von sich geben, daher sollte das beim Anbringungsort bedacht werden. Beide Aggregate werden mit einer Kältemittelleitung verbunden, eine Bohrung in der Wand ist unumgänglich. Bei einer Mietwohnung kann das unter Umständen schwierig werden, der Vermieter muss unbedingt sein Einverständnis geben.

Ein weiterer Faktor ist die Stromzufuhr, eine Anlage muss in der Nähe einer Stromquelle angebracht werden. Ist keine Stromanschluss vorhanden, muss der Elektriker eine neue Leitung verlegen. Wer sich eine Klimaanlage leisten möchte, kann genau nach beiliegender Anleitung handelt, dann ist eine Selbstmontage kein Problem.

Unterschiedliche Ausführungen

Es gibt vier unterschiedliche Arten von Klimaanlagen, die je nach Arbeitsweise und Aufstellungsort gewählt werden können. Hierunter fallen die zentrale Klimaanlage, die alle erforderlichen Luftkonditionierungen in einem Zuluft Gerät und in ein Abluftgerät führt. Hiervon verteilen sich separate Luftkanäle in verschiedenen Räumen.

Des Weiteren gibt es eine dezentrale Anlage. Hierunter fallen zum Beispiel Fassaden Lüfter, Split Anlagen, Türluftschleiergeräte oder Gebläse Konvektoren. Diese Klimaanlagen dürfen nicht mit Raumklimageräten gleichgesetzt werden.

Die Nur – Luft – Anlage führt die Frischluft zu einer Luftaufbereitung. Die Anlagen eignen sich speziell für große Räume wie Versammlungsräumen, Theatern oder Säle. Verbrauchte Luft wird in einer Lüftungszentrale im Gerät aufbereitet.

An vierter Position finden sich Ein Kanal – KVS – Anlagen. Die aufbereitete Luft kann über einem Luftkanal in unterschiedliche Räume transportiert werden. Typisch sind die Anlagen vor allem in Kinos, Hallen und Versammlungsräumen.

Hinweis:
Klimaanlagen werden bei uns immer beliebter. Gerade in den warmen Monaten ziehen die Verkäufe stark an .Es ist daher kein Wunder, dass beliebte Geräte schnell ausverkauft sind. Wer sich für eine Klimaanlage oder ein Klimagerät entscheidet, sollte den Kauf nicht auf die lange Bank schieben.

Speziell für Eigenheimbesitzer

Eine Monobloganlage besteht nur aus einem Modul. Nach dem Auspacken, kann es gleich aufgestellt und genutzt werden. Dieses hat einen großen Vorteil, eine Montage ist nicht notwendig und somit kann bares Geld gespart werden. Allerdings gibt es einen entscheidenden Nachteil, denn die Anlagen arbeiten mittels eines Kompressors oder einem Ventilator. Das hat zur Folge, dass die Geräte nicht gerade als geräuscharm zu bezeichnen sind. Bei Splitgeräten ist das auch der Fall, allerdings nicht in solch einem Umfang.

Zum anderen bietet der Handel Klimageräte als Monoblock, die mit einem Abluftschlauch versehen sind. Warme Luft kann dadurch direkt nach draußen transportiert werden. Der Nachteil hierbei ist, möchte der Nutzer das Gerät aufstellen, muss entweder ein Mauer Durchbruch ausgeführt werden oder der Schlauch wird einfach durch eine Öffnung verlegt.

Nachteil der Geräte, warme Luft kann bedingt wieder durch ein geöffnetes Fenster eindringen. Dadurch nimmt der Energiebedarf zu und die Kühlleistung sinkt. Zudem kann es zu unangenehmer Zugluft kommen. Es sei denn, der Verbraucher entscheidet sich für ein Gerät mit zwei Schläuchen. Hier wird wiederum der eine Schlauch zu Abluftzwecken und der zweite Schlauch zu Ansaugzwecken benutzt. Die Effizienz steigt, zudem können beide Schläuche durch eine Fensteröffnung geführt und dann abgedichtet werden.

Tipp:
Mobile Klimaanlagen können überall mitgenommen werden. Das gilt für separate Räume ebenso, wie beispielsweise einem Wohnmobil oder ähnlichem. Es muss allerdings immer eine Stromversorgung vorhanden sein.

Die Split – Klimaanlage verfügt über mindestens zwei Module. Das ist zum einen das Außenmodul, woran der Kompressor angeschlossen ist. Dieses wird mit einem Innenteil verbunden, wobei hier die eigentliche Regulation der Luftfeuchtigkeit temperiert wird. Das Ganze gestaltet sich als eine Art Filterung. Die Geräte sind äußerst beliebt, denn die laute Komponente befindet sich außerhalb des Gebäudes. Bei einer zu hohen Leistung, also bei sehr hohen Temperaturen arbeitet diese Klimaanlage im Dauereinsatz. Die ständigen Geräusche können zu einem Problem mit den Nachbarn führen.

Hinweis:
Eine Split – Klimaanlage wird normalerweise fest installiert. Diese Arbeit darf nur ein Fachmann ausführen, der nach der Chemikalien – Klimaschutzverordnung zertifiziert ist.

Weitere Klimageräte

Diejenigen, die sich aus Kostengründen oder anderen Umständen nicht gleich eine Klimaanlage kaufen möchten, haben auch andere Möglichkeiten.

  • Luftreiniger

Dieses Gerät filtert die Raumluft, indem konstant die Luft gefiltert wird. Störende Partikel wie Hausstaub oder Zigarettenrauch, Pollen und Abgase werden entfernt. Die Luft – und somit die Wohnqualität steigen um ein vielfaches an. Es riecht nicht nur angenehmer, sondern auch die Atemwege werden weniger gereizt. Allerdings müssen die Filter in schöner Regelmäßigkeit ausgetauscht werden. Verglichen werden kann das, mit dem Filter einer Dunstabzugshaube oder einem Staubsaugerbeutel. Sind diese einmal verschmutzt, können sie nichts mehr aufnehmen.

  • Luftentfeuchter

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen kann zu einem Problem führen. Es kann sich Schwitz – oder Kondenswasser bilden, dadurch bedingt bildet sich Schimmel, der durchaus gesundheitsgefährdend sein kann. Mit einem Luftentfeuchter kann Abhilfe geschaffen werden. Er sorgt dafür, dass eine zu hohe Feuchtigkeit absorbiert wird. Oft werden die Geräte auch in Kombination mit einem Luftbefeuchter eingesetzt. Das hat den Vorteil, dass eine konstante Luftfeuchtigkeit im Raum gewährt wird.

  • Ventilatoren

Zur Kühlung der Wohnung werden diese Geräte schon seit langer Zeit eingesetzt. Sie sind nicht nur kostengünstig, sondern können in jedem Raum für die entsprechende Kühlung sorgen.

Die Räume kühl halten

Eine Klimaanlage eignet sich für jede Wohnung und jedes Haus. Allerdings sind Unterschiede zu machen, ob es eine Mietwohnung oder ein Eigenheim sind. Für Mietwohnungen speziell sind Monoblock – Klimaanlagen zu empfehlen, da sie ohne große Probleme einfach aufgestellt werden können.

Zu einer Split – Anlage gehört ein Mauerdurchbruch, der wieder muss vom Vermieter erlaubt sein. Es sei denn, es ist ein sehr großer Balkon vorhanden, dann kann das Kühlmodul auch dort abgestellt werden. Hier ist es ratsam, sich um ein geräuscharmes Gerät zu bemühen, da ansonsten die Nachbarn auf die Barrikaden gehen könnten.

Vor dem eigentlichen Kauf steht immer die Information. Testberichte können eingesehen werden, somit kann eine kleine Vorauswahl stattfinden, welche Anlagen eher nicht in Anbetracht kommen. Zu den Überlegungen kommt noch das Dämmverhalten der jeweiligen Räume. Bei einem Passiv -, Nullenergie – oder einem Plusenergiehaus reichen normale Lüftungsgewohnheiten selten aus. Die Feuchtigkeit ist so groß, dass die Gefahr von Schimmelpilzbefall eher ansteigt.

Hier ist eine Klimaanlage von Nutzen, die je nach Betriebskosten und persönlichen Geldbeutel ausgesucht werden darf. Natürlich stehen die Kosten immer in Relation zu Größe und Art der Klimaanlage.

Mobile Klimaanlage:Ca. 0,24 Euro pro StundeKosten Einbau: 100 – 800 Euro
Split – Klimaanlage:Ca. 0,17 Euro pro StundeKosten: ab 2.250 Euro
Wärmepumpe:Ca. 0,9 Euro pro StundeKosten: 15.000 Euro
Dezentrale Lüftungsanlage:Ca. 10 Euro pro JahrKosten: ab 2.500 Euro
Zentrale Lüftungsanlage:Ca. 150 Euro pro JahrKosten: ab rund 8.000 Euro

Eine Förderung für Klimaanlagen gibt es auch, allerdings nicht für Jedermann. In Anspruch genommen kann diese nur von Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen, Kommunen, Zweckverbänden, Schulen, Krankenhäusern und kirchlichen Einrichtungen.

Sowie das Thermometer die 30 Grad Marke erreicht hat, wird in Wohnungen die Wärme richtiggehend festgesetzt. Normales Lüften reicht dann bei weitem nicht mehr aus, um eine Abkühlung zu bekommen. Gerade in Wohnungen unterm Dach, kann das zu einem Problem für Bewohner werden. Hier ist eine Klimaanlage die einzige Chance, die enorme Wärme zu überstehen. Aber jedes Gerät hat sowohl Vor – als auch Nachteile.

Experten empfehlen hier eine Split – Klimaanlage, obwohl die etwas preisintensiver ist. Sie kühlen jedoch besser und das Kühl Teil kann an der Wand oder der Decke befestigt werden. Das hat den Vorteil, dass der laute Kompressor sich nicht im Zimmer befindet und die Fenster geschlossen bleiben können. Allerdings dürfen die Geräte, wie schon erwähnt, nur von einem Fachmann installiert werden.

Diese Ausgabe kann wieder bei den Betriebskosten eingespart werden, denn sie haben einen sehr geringen Stromverbrauch. Bei Monoblock – Klimaanlagen muss der Verbraucher nicht selten das Doppelte auf den Tisch legen. Experten bescheinigen auch, eine bessere Kühlleistung. Die Preise der Geräte selber liegen zwischen 450 und 3350 Euro.

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