Der Umgang mit Gas im Haushalt

Gas ist ein explosiver Brennstoff, darum schrecken noch immer viele Verbraucher davor zurück, wenn es um Gas im Haushalt geht. Zu groß ist die Angst, dass sich daraus eine gefährliche Situation ergeben könnte. Dabei kann es durchaus effizienter sein, mit Gas zu kochen und zu heizen.

Es ist wichtig, einige grundlegende Details zu beachten, dann kann auch mit diesem Brennstoff nichts passieren. Die Sicherheit steht hierbei natürlich an erster Stelle, darum sollte der Gebrauch auch mit Vorsicht genossen werden. Schon ein Volumenprozent von 4,5 ist ausreichend, wobei es sich um eine relativ geringe Konzentration handelt, um eine Explosion herbei zu führen.

Die Verwendung von Gas im Haushalt

Gas ist harmlos, wenn sich alle Geräte in einem einwandfreien Zustand befinden. Zudem sollte nie ein Laie diese anschließen, sondern die Arbeit einem Fachmann überlassen. Das gilt insbesondere nicht nur für einen Gasherd, sondern auch für Gasthermen. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Gasleitung zu legen, denn die muss richtig montiert sein und den geltenden Standards entsprechen.

Es ist anzuraten, den Haushalt mit einem sogenannten Gas Melder auszustatten. Gerade im Winter, wenn weniger gelüftet wird, kann schon ein kleines Leck genügen, um die gefährliche Konzentration zu erreichen. Moderne Brennstoffe, zu denen auch Gas gehört, sind glücklicherweise mit einem Duftstoff versehen, der in der Regel sofort zu riechen ist.

Wem das allein nicht ausreichend erscheint, um sich sicher zu fühlen, sollte sich einen Gasmelder anschaffen. Diese sind ähnlich konzipiert wie Rauchmelder und geben sofort ein akustisches Signal von sich, wenn Gasgeruch in der Luft liegt.

Natürlich gibt es auch bei der Nutzung von Gas gewisse Regeln, an die sich die Verbraucher halten sollten. Dazu gehört nicht nur, dass alle Geräte auch so funktionieren sollten, wie es vorgesehen ist, sondern sie sollten mindestens einmal pro Jahr gewartet werden. Angeraten wird auch, dass Gasleitungen alle 12 Jahre auf ihre Sicherheit geprüft werden müssen. Weiterhin ist wichtig eventuelle Schäden schnell zu erkennen und diese, so gut wie möglich, im Vorfeld zu vermeiden.

Bei Gasgeruch keine Panik aufkommen lassen

Hat sich einmal doch ein leichter Gasgeruch entwickelt, steht an erster Stelle, Ruhe bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Nicht jeder Geruch nach Gas ist gleichbedeutend mit „Lebensgefahr“. Natürlich sollten alle Nutzer, im Umgang mit dem Brennstoff Vorsicht walten lassen, aber eine übertriebene vorsichtige Handhabung wird ebenfalls nicht angeraten.

Duftstoffe im Gas sorgen dafür, dass der Geruch sehr früh wahrgenommen wird. Eine Konzentration unter 4,5 Volumen ist daher auch nicht als kritisch zu betrachten. Es sind jedoch Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, bis der gerufene Handwerker oder die Feuerwehr eintreffen

Diejenigen, die ganz auf Nummer sicher gehen wollen, sollten folgende Dinge beachten:

  • Fenster weit öffnen
  • Gashahn schließen
  • Funken vermeiden
  • Nachbarn warnen
  • Haus verlassen
  • Feuerwehr rufen

Wichtig hierbei ist der erste Punkt denn, wenn die Fenster offen stehen, verringert sich automatisch die Konzentration und dann erst den Gashahn schließen. Das ist unbedingt nötig, damit nicht weiteres Gas nachströmen kann. Offene Feuerstellen oder andere leicht entzündliche Gegenstände zu nutzen, sollte der Verbraucher in dieser Zeit vermeiden.

Gas ist mittlerweile zu einem begehrten Brennstoff geworden und nicht nur ausschließlich zum Heizen zu gebrauchen. In der Zwischenzeit hat es sich auch in den deutschen Küchen durchgesetzt, denn im Gegensatz zu einem Elektroherd, hat der Brennstoff einige Vorteile. Wenn sich an sämtliche Verhaltensweisen gehalten wird, kann nichts passieren und Nutzer sollten sich auch nicht davon abschrecken lassen, dass es vereinzelnde Meldungen über einen Gasunfall gibt. Hier ist es auf einen nicht sachgemäßen Gebrauch zurückzuführen, wenn eine Explosion stattfindet.

Gas im Haushalt ist sicher

Rund 28 Millionen deutsche Bürger nutzen Gas zum Heizen und Kochen. Die Tendenz hierbei ist steigend. Der Energieträger Gas ist in vielen Haushalten anzufinden. Als Gasherd, Brennstoff oder auch als Erdgas – Wäschetrockner. Sorgen, dass die Sicherheit nicht gewährleistet ist, braucht sich keiner zu machen.

Natürlich gibt es beim Umgang mit Gas einige Sicherheitsvorkehrungen, die sich Verbraucher leicht einprägen können. Im unwahrscheinlichen Fall, dass Gas austreten könnte, ist die Hauptsperreinrichtung zu schließen. In der Regel befindet sie sich dort, wo die Gasleitung aus der Wand kommt. Im Falle eines Falles, kann also jeder etwas für seine eigene Sicherheit tun.

Bereits in den vergangenen 100 Jahren wurde für Sicherheit im Umgang mit Gas gesorgt. Hierfür sind Zündsicherungen in allen Gasgeräten verbaut. Diese sorgen dafür, dass kein unverbranntes Gas austreten kann. Die Funktion der Einrichtung ist relativ einfach, denn sobald die Flamme erlischt, wird das von einem Thermofühler registriert und das Gasventil schließt sich automatisch.

Ein Gasanschluss kann heute auch mit einer komfortablen Gassteckdose versehen werden, die ganz einfach zu handhaben ist. Wird kein Gas genutzt, kann auch keines entweichen und ist der Stecker angekoppelt, öffnet sich erst die Leitung. In welchem Zustand sich der Stecker gerade befindet, ist leicht abzulesen. Steht die Anzeige dafür auf Rot, ist die Leitung geschlossen, steht sie auf grün, ist sie geöffnet.

Mit einer Gassteckdose gibt es einen sicheren Umgang mit dem Brennstoff und zudem ist auch das Anschließen, von zum Beispiel einem Gasherd ein Kinderspiel. Für Hausbesitzer erschließen sich hiermit sogar nicht andere Möglichkeiten, denn der Anschluss kann nicht nur für einen Outdoor – Grill bestens genutzt werden, sondern auch für einen Terassen -Strahler oder einen Gas Kamin.

Hinweis:
Beim Kauf von einem Gerät hat der Nutzer zudem die Möglichkeit, sich so weit wie möglich, abzusichern. Gasgeräte sollten immer ein CE – Prüfzeichen haben, dieses garantiert, dass das entsprechende Gerät nach internationalen Richtlinien geprüft wurde und europaweit vertrieben werden darf.

Mit Gas und Strom Geld sparen

Anfang des Jahres, erhalten Verbraucher eine Abrechnung über ihren Energiebedarf, vom entsprechenden Energieversorger. Trotz den monatlichen Abbuchungen der Abschlagsbeträge, staunen nicht wenige, denn die Nachzahlungen fallen in der Regel sehr hoch aus. Es gibt jedoch einige Tricks, wie Nutzer nicht nur ihren Gasverbrauch senken, sondern auch, wie sie zudem auch Strom effizienter nutzen können.

Da die Preise für Energie stetig steigen und ein Ende nicht abzusehen ist, liegt es beim Verbraucher sich entweder einzuschränken oder kleine Tricks anzuwenden, oftmals gehört dazu nur eine kleine Handbewegung.

Das Sparen kann schon beim Kochen beginnen, denn ist kein Deckel auf dem Topf, gehen schnell 40 Prozent an Energie verloren. Auch das Abstellen des Backofens, zu einem früheren Zeitpunkt, kann noch einmal eine Ersparnis von 15 Prozent bringen. Brötchen brauchen nicht unbedingt im Backofen erwärmt zu werden, ein Toaster mit Aufsatz ist vollkommen ausreichend. Auch das Vorheizen von einem Backofen ist nicht zwangsläufig nötig, hierdurch können gut 50 Euro pro Jahr im Geldbeutel verbleiben.

Ein Gasherd verbraucht, im Vergleich zu einem Elektroherd, nur rund die Hälfte an Primärenergie. Gas erzeugt nämlich direkt Wärme, während es beim Strom ewig lange dauern kann, bis Wasser zum Kochen kommt. Zudem wird beim Kochen mit Gas, nur etwa halb so viel CO2 freigesetzt.

Gaspreise vergleichen lohnt sich

Energie wie immer teurer, daher lohnt es sich, die Gaspreise mindestens einmal im Jahr zu vergleichen. Seit der Liberalisierung des Strom und Gasmarktes, bleibt es dem Verbraucher selber überlassen, welchen Energielieferanten er sich wählt. Mit einem Gasvergleich können erheblich Kosten eingespart werden, natürlich muss bei einem Wechsel immer die Kündigungsfrist eingehalten werden.

Verbraucher sollten auf jeden Fall den Wettbewerb nutzen. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 850 verschiedene Gasanbieter. Die Ersparnis ist in Einzelfällen häufig nicht zu unterschätzen, denn bis zu 300 Euro und mehr können jährlich in der Haushaltskasse verleiben.

Stetig wächst die Anzahl der überregionalen Anbieter, die sich mit Billigpreisen übertrumpfen. Verbraucher brauchen nur einige Details zu beachten, um einen Wechsel nicht schon kurze Zeit später zu bereuen.

Ein verbraucherfreundlicher Tarif sieht Abschlagszahlungen vor, die monatlich eingezogen werden sollten. Weiterhin ist es nicht ratsam, einen Vertrag abzuschließen, der länger als 12 Monate läuft. Kündigungsfristen von maximal 6 Wochen sind ein weiteres Muss und eine Preisgarantie über die ersten 12 Monate sollte ebenfalls vorhanden sein.

Unfaire Tarife sind diejenigen, bei denen entweder Vorauskasse oder eine Kaution verlangt wird. Pakettarife sollten es nicht sein, denn ein Verbraucher kann seinen Verbrauch oftmals nicht richtig einschätzen, vor allen Dingen dann, wenn es sich um einen Gas – Neukunden handelt. Bei den Pakettarifen muss entsprechend nachgezahlt werden und wurde zu viel bezahlt, bekommt der Kunde sein Geld nicht zurückerstattet.

Vergleichsportale im Internet können bei der Suche nach einem geeigneten Partner immer äußerst hilfreich sein. Vor allen Dingen Kunden, die sich noch in der Obhut der Grundversorger befinden, sollten das Angebot nutzen. Das Einsparpotenzial kann deutlich höher ausfallen, als gedacht.

Ein Wechsel kommt nicht nur für Eigenheimbesitzer in Betracht, denn auch Mieter können sich von Fall zu Fall ihren Anbieter aussuchen. Das ist allerdings abhängig davon, ob die Wohnung über einen eigenen Gaszähler verfügt oder, ob ein Gaszähler ein gesamtes Mehrfamilienhaus abdeckt.

Denjenigen, die Herr über ihren eigenen Zähler sind, können sich jederzeit für einen anderen Anbieter entscheiden. Das läuft ohne Probleme ab, denn sie haben die entsprechende Zählernummer. Es ist also möglich, auch in einer Mietwohnung einen hübschen Betrag einzusparen, damit die Haushaltskasse entlastet wird.

Hinweis:
Ein Gaszähler muss sich nicht zwangsläufig in der Wohnung befinden. Er kann möglicherweise auch im Keller oder dem Treppenhaus angebracht sein. Im Übrigen muss trotz einem eigenen Gaszähler, der Vermieter oder die Hausverwaltung immer über einen Wechsel informiert werden.

Sollte es keinen eigenen Zähler geben und Gas wird über Nebenkosten abgerechnet, ist ein direkter Wechsel nicht möglich. Es besteht jedoch die Chance, den Vermieter von einem Wechsel zu einem billigeren Anbieter zu überzeugen.

Ist Flüssiggas eine Alternative zu Erdgas?

Besonders in ländlichen Regionen, ist Flüssiggas als Energielieferant beliebt. Flüssiggas befindet sich zudem in jedem Feuerzeug und auch als Brennmittel für Camper ist es bekannt. Auf dem Land wird Flüssiggas häufig zum Heizen genutzt, denn oftmals fehlen die Anbindungen an ein Erdgasnetz oder Fernwärme.

Das Gas ist zudem eine umweltschonende und auch günstigere Alternative zum herkömmlichen Gas, dass meistens in einem Druckbehälter, in Haus Nähe gelagert wird. Gefüllt werden die Tanks mittels eines Tankwagens, wie es auch bei Ölheizungen der Fall ist.

Mit Flüssiggas kann gekocht und geheizt werden, dass hat sogar noch einige Vorteile. Flüssiggas ist zwar nicht ganz so günstig wie zum Beispiel Erdgas, aber es ist umweltfreundlich, da kaum CO2 während der Verbrennung anfällt. Weniger Feinstaub fällt an und zum Heizen wird kein Extraraum zum Lagern der Tanks benötigt. Der Gastank kann entweder im Garten aufgestellt oder auch vergraben werden.

Wer sich für Flüssiggas entscheidet, muss über einen passenden Tank nachdenken. Dieses Kriterium ist wichtig und hierbei kann nur ein Fachmann Hilfestellung leisten. Ebenfalls ist zur Installation ein Experte nötig, der sich um die Wartung kümmert. Eine Überprüfung der Begebenheiten sollte im Übrigen regelmäßig stattfinden.

Flüssiggas ist ein echter Allrounder, denn nicht nur, wie schon erwähnt, wissen es Camper zu schätzen, sondern auch bei Autos kommt es zum Einsatz. Das ist nicht nur eine günstige Alternative zu Diesel oder Benzin, denn auch als Kältemittel in Klimaanlagen und als Treibmittel in Spraydosen wird das Gas genutzt. Flüssiggas hat hierbei unter anderem FCKW ersetzt.

Mit Erdgashaushaltsgeräte Energie sparen

Im Gegensatz zu herkömmlichen Haushaltsgeräten, kann mit denen, die mit Erdgas arbeiten, eine Menge Energie eingespart werden. Sie sind nicht nur komfortabel in der Handhabung, sondern schonen auch unsere Umwelt. Eine flexible Aufstellung ist ebenfalls möglich, wenn sich im Haushalt eine praktische Erdgas – Steckdose befindet.

Die Vorteile, den alten Elektroherd durch einen Erdgas – Herd zu ersetzen, liegen auf der Hand. Er erlaubt nicht nur punktgenaues Garen, sondern hat eine fein regulierbare Flamme. Zudem hat er einen niedrigen Verbrauch an Energie und stößt deutlich weniger Schadstoffe aus. Die Einsparung zu einem üblichen Herd betragen gut zwei Drittel, umgerechnet sind das etwa 50 Euro im Jahr.

Zeit und Kosten kann auch ein Erdgas – Wäschetrockner bringen. Er arbeitet energieeffizient und kann fast die Hälfte der Energiekosten einsparen. Der Trockner zeichnet sich weiterhin aus, denn durch einen geringen CO2 Ausstoß, wird die Umwelt geschont.

Auch Wasch – und Spülmaschine können an einen Anschluss der Erdgas Versorgung angeschlossen werden. Hierbei verkürzt sich nicht nur jeder Waschgang um rund 40 Prozent, die Betriebskosten sinken um gut 35 Prozent.

Kamine und Kachelöfen sorgen für eine wohlige Wärme in der kalten Jahreszeit, auch diese kann der Nutzer mit Erdgas versorgen. Im Vergleich zu einem Festbrennstoff, brauchen sie weniger Energie, schonen die Umwelt und sie haben einen geringen Schadstoffausstoß.

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