Reinigungshacks für Profis

„Wo gehobelt wird, fallen Späne.“ Ein Sprichwort, das jeder kennt und sich in viele Situationen des Alltags übertragen lässt. Wo immer wir etwas tun, eine bestimmte Arbeit verrichten, hinterlassen wir Schmutz, der beseitigt werden muss. Manchmal sind diese Flecken allerdings hartnäckiger als andere. Der Rotweinfleck auf der weißen Tischdecke oder die Tomatensauce auf dem weißen Hemd sind genauso schwer zu bereinigen wie Schmieröl auf der Arbeitshose. Doch gegen all diese Flecken gibt es Hausmittel oder besondere Tricks, um die Verschmutzungen wieder los zu werden.

Ach du Schreck, ein Rotweinfleck

Ein ausgelassener Abend mit Freunden, das ein oder andere Glas Wein und schnell ist es passiert – ein kleiner, aber wirkungsvoller Tropfen des roten Rebensaftes ist auf der Tischdecke gelandet. Oder schlimmer noch: auf der weißen Bluse. Hier ist schnelles Handeln gefragt. Die erste Reaktion ist meistens, hektisch mit der Serviette auf dem Fleck herum zu reiben. Doch Vorsicht! Genau das reibt den Wein weiter in das Textilgewebe hinein, sodass er später schwieriger herauszuwaschen ist. Die bessere Alternative ist es, sich umgehend ins Bad oder in die Küche zu begeben und das betroffene Kleidungsstück dort unter kaltes Wasser zu halten. Nun kann der Rotweinfleck mit einem saugstarken Tuch sanft abgetupft werden. Für die spätere Wäsche empfehlen Hausfrauen häufig ein Einweichen mit Salz oder Backpulver. Hierfür wird das betroffene Kleidungsstück an der verschmutzten Stelle noch einmal mit kaltem Wasser getränkt und auf einem Tisch ausgelegt. Nun kann man etwas Salz oder Backpulver auf den Fleck geben und lässt dies antrocknen. Anschließend kann die Kleidung in die normale Wäsche gegeben werden. Statt der Hausmittel haben sich für diesen Anwendungsfall mittlerweile aber auch viele Fleckentferner aus der Drogerie bewährt.

Reinigungshack für Profis – Kosmetiktücher

Friseurbesuche sind teuer, erst recht, wenn eine neue Haarfarbe angestrebt wird. Deshalb entscheiden sich immer mehr Frauen dafür, ihre Haare mit den in der Drogerie erhältlichen Mitteln selbst zu colorieren. Wer Hilfe vom Partner oder einer Freundin bekommt, kann sich das Friseurgefühl fast nach Hause holen. Doch nach dem Auftragen der Farbe folgt vor dem Spiegel der erste Schock: Nicht nur die eigene Haarpracht, sondern auch Ohren, Nacken, Schläfen und Stirn sind von der Haarfarbe nicht verschont geblieben. Gerade bei dunklen oder bunten Tönen ist das eine oder andere Malheur nicht zu übersehen. Bloßes Waschen mit Wasser hilft in solch einem Fall nicht weiter. Dafür können sich aber andere Dinge, welche die meisten Frauen zuhause haben, als hilfreich erweisen. Die meisten Reinigungs- und Abschminktücher sind in Fällen kleiner Farbmalheure Gold wert! Einfach ein Tuch aus der Packung nehmen und die betroffenen Stellen abreiben. Je nachdem, wie lange die Farbe schon auf der Haut war, kann hier ein bisschen mehr Kraftaufwand erforderlich sein. In den meisten Fällen lässt sich die Farbe auf diese Weise rückstandslos entfernen. Die gleiche Wirkung haben in Make-up-Entferner getränkte Wattepads. Wer beides nicht zur Hand hat, aber die Haut unbedingt von der Farbe reinigen muss, kann auch zu Nagellackentferner greifen. Doch hier ist Vorsicht geboten! Das Mittel sollte keinesfalls in unmittelbarer Nähe der Augen oder der Schleimhäute wie Mund und Nase verwendet werden.

Kosmetiktücher sind übrigens auch für die Entfernung hartnäckiger Flecken von Tischplatten und anderen Oberflächen geeignet. Gerade Eltern mit Kindern wissen, wie schnell Knete, Wachs und Acrylfarben nicht auf dem Papier, sondern auf dem Küchentisch landen. Für die Entfernung dieser Flecken haben sich Kosmetiktücher bewährt. Der Vorteil dabei ist, dass die Inhaltsstoffe weniger aggressiv sind als die herkömmlicher Lösungsmittel, sodass ein Gebrauch in von Kindern stark genutzten Räumen unbedenklich ist.

Essig gegen weiße Flecken

Die Wohnung ist blank geputzt und plötzlich entdeckt man sie: die kleinen, weißen Ränder und Flecken, die unregelmäßig das Edelstahl des Spülbeckens und des Wasserhahns überziehen. Wassergläser, die trotz Reinigung in der Geschirrspülmaschine kleine Flecken aufweisen. Bei der morgendlichen Dusche wunderte man sich noch über den geringen Wasserdruck und stellt bei näherer Betrachtung des Duschkopfes fest, dass dieser mit einer weißen Schicht überzogen ist. All diese Vorkommnisse haben dieselbe Ursache: Kalk. Vor allem in Gegenden mit sehr hartem, also besonders kalkhaltigem Wasser, sind Flecken und Ränder aus Kalk ein großes Problem. Auch für Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen selbst kann dies zum Problem werden, da Leitungen und Schläuche angegriffen werden und porös werden können. Dies führt in vielen Fällen zu einem kompletten Funktionsausfall des Gerätes. Schnelle Hilfe verspricht hier der Einsatz von Essig. Als natürlicher Kalklöser kann die normalerweise zum Kochen verwendete Essenz sowohl zum Reinigen der Armaturen als auch für die Reinigung der Maschinen verwendet werden. Wichtig ist, wenn Geschirrspülmaschine und Waschmaschine eine Grundreinigung erhalten sollen: richtigen Essig statt Essigreiniger verwenden! Essigreiniger schäumt bei Kontakt mit heißem Wasser und kann so nicht nur für eine saubere Maschine, sondern auch für ein Schaumbad auf dem Küchenboden sorgen. Denn aufgrund des hohen Schäumungsgrades bleibt der Schaum nicht nur innerhalb der Maschine, sondern tritt auch aus der Dosierschublade aus. Wer die Maschinen nicht leer laufen lassen will, kann dem Geschirrspülmittel auch für einen normalen Spülgang Essig hinzufügen. Bei der Waschmaschine empfiehlt es sich, Handtücher oder andere Kochwäsche aufzusetzen und diese mit Essig zu waschen. Hängt man die Wäsche anschließend raus, verflüchtigt sich der Essiggeruch schnell.

Fettfleck entfernen mit Löschpapier

Beim Kochen und Braten passiert es schnell: Im Eifer des Gefechts wird einen Moment nicht aufgepasst und ein Fettspritzer landet auf der Kleidung. Fettflecken sind deshalb so ärgerlich, weil sie, einmal eingetrocknet, nur noch schlecht aus der Kleidung zu entfernen sind. Ein Trick, der hier helfen kann, ist das Bügeln mit Löschpapier. Direkt, nachdem der Fleck entstanden ist, wird Löschpapier auf die entsprechende Stelle gedrückt. Nun wird das Bügeleisen zur Hand genommen und bei nicht allzu großer Hitze werden das Löschpapier und der Fettfleck gebügelt. Durch die Hitze löst sich das Fett von der Kleidung und wird vom Löschpapier aufgenommen. Nun kann das Kleidungsstück zur Vorsicht mit Waschmittel in der Waschmaschine gereinigt werden. Dieser Trick kann auch bei Flecken angewandt werden, die nicht direkt nach der Entstehung bemerkt wurden. In solch einem Fall kann es nötig sein, den Fleck vor dem Waschen noch einmal mit Fleckentferner aus der Drogerie zu behandeln.

Mit den richtigen Tricks und Kniffen sind selbst die hartnäckigsten Flecken kein Problem mehr. Häufig können Hausmittel oder bereits zu Verfügung stehende Hilfsmittel die Arbeit erheblich erleichtern, gerade, wenn der Weg in die Drogerie zu weit ist. Wichtig ist nur, extreme und hartnäckige Flecken direkt zu behandeln und damit eine dauerhafte Verschmutzung zu vermeiden.

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