Jüdische Allgemeine – Geschichte, Abo und mehr

Die Jüdische Allgemeine ist deutschlandweit die einzige überregionale, jüdische Wochenzeitung. In ihrem Untertitel findet sich die Angabe „Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben“, womit der Untertitel bereits eine gute Zusammenfassung über die Themen der Zeitung gibt. Erscheinungstag der Jüdischen Allgemeinen ist der Donnerstag. Herausgeber der Zeitung ist der Zentralrat der Juden in Deutschland. Die Redaktion befindet sich in Berlin, in unmittelbarer Nähe zum Leo-Baeck-Haus, dem Sitz des Zentralrates der Juden. Chefredakteur der Zeitung ist Detlef David Kauschke.

Geschichte der Jüdischen Allgemeinen

Die Jüdische Allgemeine ist historisch betrachtet eines der ältesten Nachrichtenblätter im Deutschland der Nachkriegszeit. Die Jüdische Allgemeine steht in einer langen Tradition, denn ursprünglich ging sie auf die Zeitung „Allgemeine Zeitung des Judenthums“ zurück. Dieses Blatt wurde 1837 gegründet und wurde dann im Dritten Reich eingestellt. Die letzte Ausgabe wurde am 3. November 1938 veröffentlicht, nur wenige Tage vor der Reichsprogromnacht. Gegründet wurde die Wochenzeitung 1946 durch den Journalisten Karl Marx. Dieser ist jedoch nicht mit dem Philosophen und Vater des Kommunismus zu verwechseln. Der Journalist Marx war nicht nur Gründungsherausgeber, sondern auch der erste Chefredakteur der Zeitung. Die Ursprungsausgabe erschien unter dem Titel „Jüdisches Gemeinblatt für die Nord-Rheinprovinz und Westfalen“. Erscheinungsort und Sitz der Redaktion war Düsseldorf.

Noch im selben Jahr unterzog sich die Zeitung allerdings einem Namenswechsel und nannte sich „Jüdisches Gemeinblatt für die britische Zone“.Unter diesem Namen wurde die Zeitung 17 Jahre verlegt, bevor im Jahr 1973 ein weiterer Namenswechsel an stand und sie sich fortan „Allgemeine Jüdische Wochenzeitung“ nannte. 1985 zog die Redaktion von Düsseldorf nach Bonn. Ab 1993 wurde die Zeitung aus unterschiedlichen Gründen nur noch 14-tägig veröffentlicht. 1999 folgte schließlich der Umzug der Redaktion nach Berlin. Mit dem Jahr 2003 wurde die Erscheinungsweise wieder umgestellt, die Jüdische Allgemeine erscheint seitdem wieder wöchentlich. Im selben Jahr gewann die Redaktion den Award of Excellence für das Design und Layout der Zeitung. Auch wurde der Internetauftritt der Jüdischen Allgemeinen 2003 eingeführt. Seit 2004 haben Leser die Möglichkeit, die Wochenzeitung über den Internetauftritt online abzurufen. 2009 fand die letzte Veränderung statt, während der sowohl die Zeitung als auch der Internetauftritt ihr aktuelles Design erhalten haben.

Die Jüdische Allgemeine und ihre Themen

Wie der Untertitel der Zeitung schon verrät, sind die Kernthemen der Jüdischen Allgemeinen Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben. Dazu gehören auch Artikel und Berichterstattungen zu Israel. Darüber hinaus können Todesanzeigen oder Kleinanzeigen aufgegeben werden. Die Möglichkeit, Stellenangebote oder Inserate für Jobs zu veröffentlichen, sind dagegen relativ eingeschränkt. Nach den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig veröffentlicht die Jüdische Allgemeine jeweils ein Literaturspezial. Hier werden Neuerscheinungen vorgestellt und es wird eine Art Nachlese der Messe gehalten. Zusätzlich hat sich die Redaktion dazu entschieden, eine Jüdische Illustrierte herauszugeben. In Sonderausgaben erscheinen nun Artikel zu den Themen Musik, Essen, Reisen und verschiedene Eventartikel.

Die Jüdische Allgemeine im Abo

Die Jüdische Allgemeine kann sowohl als Printversion als auch in einer digitalen Version gelesen werden. Die digitale Version findet sich allerdings nur auf der Website der Zeitung, ein E-Paper ist nicht vorhanden. Die Printversion ist in Kiosken und als Abonnement erhältlich. Dieses Abo kann über drei, sechs und zwölf Monate abgeschlossen werden. Darüber hinaus gibt es noch ein rabattiertes Studentenangebot und ein Abonnement für im Ausland lebende Leser.

 

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