Junge Welt – Geschichte & Abo

Bei der Zeitung Junge Welt handelt es sich um eine überregionale Tageszeitung. Diese wird herausgegeben von der Verlag 8. Mai GmbH mit Sitz in Berlin. Dabei gehört die Verlag 8. Mai GmbH der Genossenschaft LPG junge Welt, welche parteiunabhängig ist und die Zeitung hauptsächlich aus den Verkaufs- und Anzeigeneinnahmen finanziert. Die junge Welt erscheint werktäglich, dabei umfasst die Ausgabe mindestens 16 Seiten. Am Wochenende kommt eine acht Seiten starke Beilage mit dem Namen „faulheit und arbeit“ hinzu. Im Mittelpunkt der Tageszeitung, die sich selbst als links und marxistisch orientiert bezeichnet, stehen die Auseinandersetzung mit Krieg und der sozialen Frage.

Junge Welt und ihre Geschichte

Die Zeitung Junge Welt wurde 1947 in Berlin gegründet. Zunächst erschien sie als Wochenzeitung im Verlag Neues Leben. Ab dem 1. Januar 1950 erfolgte die Umstellung, woraufhin die Zeitung zwei Mal in der Woche erschien. Im März 1952 wurde schließlich der Verlag Junge Welt gegründet. Mit der Gründung des Verlages erfolgte eine weitere Umstellung der Erscheinungsweise und die Zeitung wurde fortan täglich herausgebracht. Bis 1990 war die Junge Welt, die in der DDR erschien, Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend, was sie zwischenzeitlich auch als Untertitel trug. Nachdem 1977 der eigene Auflagenrekord geknackt werden konnte, entwickelte sich die Junge Welt zur auflagenstärksten Tageszeitung der DDR und wurde damit noch häufiger gelesen als die Zeitung Neues Deutschland, welche das Zentralorgan der SED war.

Mit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung folgten auch für die junge Welt viele Veränderungen. Der Verlag und damit die Zeitung wurden privatisiert, neuer Besitzer war die Mediengruppe Schmidt & Partner. Diese verkaufte einen Teil des Verlages und der Zeitung allerdings wieder, als die Auflage der jungen Welt weit zurück ging und unter 100.000 Exemplare fiel. Nach einem weiteren Eigentümerwechsel und der Einstellung der Zeitung, führte ein Teil der Redaktion die Junge Welt als unabhängiges Blatt weiter. Es folgte im Jahr 1995 eine Gründung durch die Belegschaft, die Verlag 8. Mai GmbH wurde geschaffen. Diese übernahm die weitere Herausgabe der Tageszeitung. Zur selben Zeit gründeten die Redaktionsmitglieder und Sympathisanten des Blattes eine Genossenschaft mit dem Namen LPG junge Welt eG. Diese wurde mehrheitliche Anteilshaberin der GmbH. Seitdem ist die Genossenschaft für den finanziellen Fortbestand der Zeitung verantwortlich. Eine weitere Krise ereilte die Redaktion 1997. Der damalige Geschäftsführer Dietmar Koschmieder setzte eigenmächtig den Chefredakteur der Jungen Welt, Klaus Behnken, ab. Das führte zur Spaltung der Redaktion. Behnken und ihm gegenüber loyale Mitarbeiter gründeten das Konkurrenzblatt Jungle World.

Die Junge Welt und ihre Themen

Die linksausgerichtete Tageszeitung beschäftigt sich primär mit politischen Themen. So sind Artikel zur Innen- und Außenpolitik zu finden, Auslandsmeldungen und feministische Themen. Aber auch ein Wirtschaftsteil, ein Feuilleton, Kultur, Geschichte und marxistische Theorieabhandlungen finden in der Zeitung ihren Platz. Zudem wird die Junge Welt regelmäßig von Beilagen zu unterschiedlichsten Themen begleitet. Aufgrund ihrer überregionalen Erscheinungsweise enthält die Junge Welt keine Todesanzeigen. Auch Stellenangebote fehlen. Dafür erscheint die Zeitung auch online, vollständig abrufbar und mit einem Archiv, das bis zu drei Monate rückwirkend genutzt werden kann.

Die Junge Welt im Abo

Die Junge Welt kann in drei Modellen abonniert werden – als Printversion, in der digitalen Variante und darüber hinaus kann auch nur die Wochenendausgabe bezogen werden. Bei der Print- und der Digitalversion gibt es drei Preiskategorien. So kann ein Abonnement zum Normalpreis abgeschlossen werden, es gibt aber auch einen Solidaritätstarif und einen Sozialpreis.

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