Münchner Merkur – Geschichte, Verbreitungsgebiet und Abo

Der Münchner Merkur ist eine bayerische Tageszeitung mit Sitz in München. Das eher konservativ geprägte Blatt informiert seine Leser von Montag bis Samstag mit Nachrichten aus den Bereichen Politik, Sport und Wirtschaft. Lokale Geschehnisse bilden dabei den Fokus der Berichterstattung.
Bis 1949 unter dem Namen Münchner Mittag bekannt, war der Münchner Merkur die zweite anerkannte Zeitung in ganz München. Er gehört zur Mediengruppe Münchner Merkur/tz und erscheint außer in der Landeshauptstadt auch in Rosenheim sowie als Lokalausgabe in 15 verschiedenen Landkreisen. Neben der Print-Ausgabe bieten der Online-Auftritt www.merkur.de und das E-Paper den Lesern einen umfassenden Überblick.

Die Geschichte des Münchner Merkurs
Themen und Verbreitungsgebiet des Münchner Merkurs
Der Münchner Merkur: im Abo, online und als E-Paper

Die Geschichte des Münchner Merkur

Am 13. November 1946 erschien mit einer Lizenz der amerikanischen Militärregierung die erste Ausgabe des Münchner Mittag. Unter der Leitung von Verleger Hans Heinrich und Chefredakteur Peter Stern sollte die Zeitung in erster Linie zur Unterhaltung beitragen. Bereits ein Jahr später starb Stern jedoch und mit ihm auch die Idee einer lockeren Berichterstattung.

Sowohl Nachfolger Wilhelm Endrulat als auch Mitbegründer und -herausgeber Felix Buttersack befürworteten einen soliden Stil einer Nachrichten-Zeitung. Am 18. September 1947 übernahm Buttersack bis 1963 die Chefredaktion. Durch ihn wurde der Münchner Merkur konservativ geprägt. Seine Idee war es auch, ein Redaktionsgremium aus CSU-Spitzenpolitikern wie Ludwig Erhard und Franz Josef Strauß und Vertretern der katholischen Kirche zu gründen. Als unterhaltsames Pendant zum Münchner Merkur gründete der Verlag im Jahr 1968 die Boulevardzeitung tz.

Die Ausgaben für die tz sowie finanzielle Forderungen Buttersacks stürzten die Neue Münchner Verlags GmbH in eine finanzielle Notlage. Selbst die Investition des Verlegers Axel Springer halfen nicht weiter. Erst 1982 mit der Übernahme des Münchner Merkur durch den Verleger Dirk Ippen ging es der Zeitung finanziell wieder besser. Er kürzte die Werbeausgaben, verringerte die Mitarbeiterzahl und lagerte die Lokalredaktionen in die jeweiligen Landkreise aus. Zuvor befanden sich alle Redaktionen am Hauptsitz in München.

Obwohl die Auflagenzahl seit den letzten Jahren zurückgeht, kann der Münchner Merkur nach wie vor stark auf dem Markt überzeugen. Besonders im ländlichen Verbreitungsgebiet findet er die meisten Leser und behauptet sich dort als erfolgreichste Tageszeitung.

Themen- und Verbreitungsgebiet des Münchner Merkur

Der Münchner Merkur berichtet hauptsächlich aus den Themengebieten Politik, Wirtschaft und Sport. Neben den einzelnen Nachrichten füllen ebenfalls Werbe- und Traueranzeigen sowie Leserbriefe und Rätsel die Seiten. Die Wochenendausgabe umfasst zudem als Beilagen mehrseitige Stellenangebote und umfangreiche Immobilien- und Kfz-Märkte.

Seit der Übernahme des Verlegers Dirk Ippen stehen vor allem lokale Ereignisse im Vordergrund. Aus diesem Grund arbeiten in den einzelnen Lokalredaktionen mehr Mitarbeiter als in den anderen Ressorts. Das spiegelt sich auch im Aufbau der Zeitung wider: Etwa drei bis vier Seiten der Ausgabe beinhalten außen- und innenpolitische Nachrichten. Mehr als fünfmal so viele beziehen sich hingegen auf regionale, kulturelle und gesellschaftliche Themen. Den Großteil nehmen dabei Nachrichten aus Bayern und dem jeweiligen Landkreis der Ausgabe ein.

Durch den starken lokalen Bezug ist der Münchner Merkur auf dem Land im Verteilungsgebiet die beliebteste und auflagenstärkste Zeitung. Die Leser sehen durch ihre Herkunft oder ihren Wohnort eine Verbindung zu den einzelnen Themen: Die Stellenangebote sind in ihrer Nähe, sie kennen vielleicht die Namen unter den Traueranzeigen oder sie suchen nach einer Immobilie in der Region.

Der Münchner Merkur ist in verschiedenen Ausgaben für folgende Regionen erhältlich:

• München Stadt: Münchner Merkur
• Landkreis München Nord: Münchner Merkur (Nord)
• Landkreis München Süd: Münchner Merkur (Süd)
• Landkreis Freising: Freisinger Tagblatt
• Landkreis Erding: Erdinger Anzeiger, Dorfener Anzeiger
• Landkreis Dachau: Dachauer Nachrichten
• Landkreis Ebersberg: Ebersberger Zeitung
• Landkreis Fürstenfeldbruck: Fürstenfeldbrucker Tagblatt
• Region Würmtal: Münchner Merkur
• Landkreis Starnberg: Starnberger Merkur
• Region Wolfratshausen: Isar-Loisachbote, Geretsrieder Merkur
• Region Bad Tölz: Tölzer Kurier
• Region Weilheim: Weilheimer Tagblatt, Penzberger Merkur
• Region Schongau: Schongauer Nachrichten
• Landkreis Miesbach: Miesbacher Merkur, Tegernseer Zeitung, Hozkirchner Merkur
• Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, Murnauer Tagblatt

Das Oberbayerische Volksblatt wird oft fälschlicherweise als weitere Lokalausgabe zum Münchner Merkur gezählt, da es seinen Mantel übernommen hat. Der Herausgeber des Blatts ist jedoch die Oberbayerisches Volksblatt GmbH & Co Medienhaus KG in Rosenheim. Es hat seine eigene Redaktion und gesonderte Lokalausgaben.

Der Münchner Merkur: im Abo, online und als E-Paper

Münchner Merkur

Münchner Merkur

Webseite Merkur.de

Der Münchner Merkur ist im Verteilungsgebiet an allen Tankstellen, Kiosken und Zeitungsständen erhältlich. Wie bei anderen Tageszeitungen auch, können ihn die Leser abonnieren und ihn sich von Montag bis Samstag morgens nach Hause liefern lassen.

Die Verkaufszahlen der Zeitungen gehen allgemein zurück: Um seine Leser zu halten und neue zu akquirieren, ist der Münchner Merkur unter www.merkur.de auch online vertreten. Hier kann der Leser einfach und schnell die Themen und Nachrichten nach seiner Region filtern.

Für alle, die auf das Layout der Printausgabe nicht verzichten, aber die Stellenangebote, Immobilien-Anzeigen und Nachrichten auch digital verfolgen möchten, bietet der Münchner Merkur ein E-Paper im Abonnement. Zu einem monatlichen Festpreis bekommt der Leser täglich die aktuellen Meldungen des Münchner Merkur und seiner Heimatzeitungen auf sein Smartphone, Tablet oder den Computer geschickt.

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