Neues Deutschland – Abo & Geschichte

Die Zeitung Neues Deutschland ist eine überregionale Tageszeitung mit Sitz in Berlin. Herausgegeben wird sie vom Verlag Neues Deutschland Druckerei und Verlags GmbH, deren Geschäftsführer Olaf Koppe ist. Der Verlag befindet sich zu je 50% in der Hand der Föderativen Verlags-, Consulting- und Handelsgesellschaft mbh FEVAC und der Communio Beteiligungsgenossenschaft eG. Neues Deutschland erscheint unter der Leitung des Chefredakteurs Tom Strohschneider täglich von montags bis samstags. Der Leserschwerpunkt liegt nach eigenen Angaben in Ostdeutschland. Mit ihrem Untertitel „Sozialistische Tageszeitung“ positioniert sich das Blatt links der politischen Mitte.

Geschichte von Neues Deutschland

Im Rahmen des Lizenzvergabesystems für Medien nach dem Zweiten Weltkrieg ist in der sowjetischen Besatzungszone 1946 die Zeitung Neues Deutschland entstanden. Damit gehört die Zeitung historisch gesehen in den Kanon der ältesten Nachrichtenblätter im Deutschland der Nachkriegszeit. Die erste Ausgabe erschien am 23. April 1946 und zunächst galt die Zeitung als Zentralorgan der SED. Die Gründer, deutsche Kommunisten, vergaben den Namen der Zeitschrift, weil sie ein neues Deutschland schaffen wollten, das antifaschistisch und sozialistisch geprägt war, und die Tageszeitung bei der Umsetzung dieses Ziels helfen sollte. Zurückzuführen ist der Name der Zeitung darüber hinaus auf die Exil-Zeitung der deutschen Kommunisten, die in Mexiko erschien. Diese trug in den Jahren 1942 und 1943 den Namen „Freies Deutschland“ und wurde dann ab Januar 1945 in „Neues Deutschland“ umgetauft. Unter der Führung der Kommunisten war die Tageszeitung eines der wichtigsten Propagandawerkzeuge der SED in der DDR. So war Neues Deutschland das Blatt mit der zweitstärksten Auflage in der DDR. Stärker war nur die von der Freien Deutschen Jugend geförderte Zeitung „Junge Welt“, die ebenfalls für Staatspropaganda genutzt wurde. Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 ging die Auflage der Neues Deutschland allerdings stark zurück. Aufgrund des demografischen Wandels und des hohen Alters der Stammleserschaft wird auch für die Zukunft ein weiterer Rückgang der Auflage erwartet. Ende 2005 zog die Tageszeitung schließlich wieder in ihren alten Standort zurück, der sich nahe des Berliner Ostbahnhofes befindet.

Neues Deutschland und seine Themen

Die inhaltliche Ausrichtung des Blattes orientiert sich sehr an den Werten und der Politik der Partei Die Linke. Dies erklärt sich auch darin, dass eine der beiden Gesellschaften, die Anteil am Verlag hat, treuhänderisch für die Partei agiert. Obwohl die Themen frei vom Chefredakteur gewählt werden, bestimmt der Parteialltag der Linken einen großen Teil der Inhalte. Ein demokratisch-sozialistischer Blickwinkel prägt die Berichterstattung. Inhaltlich sind in der Tageszeitung Artikel zur aktuellen Politik, aber auch ein Feuilleton und ein Gesellschaftsteil zu finden. Darüber hinaus finden Leser Ratgeberseiten, Kolumnen sowie Artikel zu Umwelt, Bildung und Gesundheit. Für Traueranzeigen sowie Stellenangebote ist ebenfalls Platz. Im Jahr 2012 traf Neues Deutschland der Vorwurf, dass sie linksextremistisch ausgerichtet sei. Dieser Vorwurf war von CDU-Ministerin Schröder geäußert worden.

Neues Deutschland im Abo

Für die Zeitung Neues Deutschland stehen verschiedene Abo-Modelle zur Verfügung. Zum einen kann die Printversion abonniert werden. Bei dieser kann ein Abonnement für die tägliche Ausgabe abgeschlossen werden, aber auch eins, das nur für die Wochenend-Ausgabe gilt. Das Print-Abonnement kann zusätzlich noch durch ein Abo für die App-Version ergänzt werden. Darüber hinaus kann auch die digitale Version abonniert werden. Hier gibt es die Möglichkeit, das E-Paper zu bestellen oder die App-Version. Zusätzlich kann in Kombination die Printversion der Wochenend-Ausgabe gemeinsam mit dem E-Paper der täglich erscheinenden Zeitung bezogen werden.

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