Mit der Risikolebensversicherung die Hinterbliebenen schützen

Die Risikolebensversicherung ist eine Summenversicherung, die im Todesfall der versicherten Person diesen Geldbetrag an die Hinterbliebenen auszahlt. Sie ist sowohl für Familien wie auch für Paare wichtig, die finanzielle Verpflichtungen haben, die mit nur einem Einkommen nicht bedient werden können. Vor allem Kreditnehmer, aber auch alle anderen Familien, die ihre Hinterbliebenen finanziell absichern wollen, sollten daher zur Risikolebensversicherung greifen, die durch ihre günstigen Beiträge und die unkomplizierte Bearbeitung überzeugt.

Die Risikolebensversicherung schützt Familien vor finanziellen Risiken

Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt er oft nicht nur eine emotionale Lücke. Die Familie muss künftig auch auf das Einkommen des Verstorbenen verzichten und kann hierdurch eventuelle Verpflichtungen nicht mehr erfüllen. Eine solche Situation tritt im Übrigen nicht nur ein, wenn der Vater als Hauptverdiener verstirbt. Auch dann, wenn die Mutter bei einem Unfall ums Leben kommt, kann dies zu enormen finanziellen Belastungen führen, denn der Vater muss in einer solchen Situation nicht selten beruflich kürzer treten, um die Kinder zu betreuen. Sind dann etwa Hauskredite da, die nicht mehr bedient werden können, wird die Familie auch noch aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen. Ein Szenario, dass sich viele Menschen nicht vorstellen wollen, dass in Deutschland aber vielfach eintritt.

Die Risikolebensversicherung tritt im Todesfall ein

Ist eine Risikolebensversicherung vorhanden, kann in einem Todesfall zumindest das finanzielle Risiko gesenkt werden. Wird die Versicherung per Sterbeurkunde vom Tod der versicherten Person unterrichtet, zahlt sie die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen aus. Als Alternative zur Auszahlung an die Hinterbliebenen ist es auch möglich, eine dritte Person einzusetzen, die die Gelder schließlich erhalten soll. Mit diesem Geld kann die Familie nicht nur die Bestattungskosten übernehmen, sondern auch den Verdienstausfall kompensieren. Sind Kredite vorhanden, können diese mit der Versicherungssumme vollständig zurückgezahlt werden, um die monatliche Belastung zu senken. Die Gelder aus einer Risikolebensversicherung sind grundsätzlich nicht zweckgebunden und können damit ganz nach Bedarf eingesetzt werden.

Welche Versicherungssumme die Risikolebensversicherung aufweisen sollte

Die notwendige Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung richtet sich nach den eigenen Bedürfnisse und natürlich den vorhandenen finanziellen Verpflichtungen. Sie sollte mindestens die vorhandenen Kredite abdecken, damit diese im Todesfall vollständig getilgt werden können. Für Familien und Paare ist es zusätzlich sinnvoll, den Verdienstausfalls des Partners zumindest für ein bis zwei Jahre mit dem Geld zu kompensieren. Die Versicherungssumme sollte damit zusätzlich um das Nettojahresgehalt aufgestockt werden.

Die Versicherungssumme ergibt sich demnach wie folgt:

Vorhandene Kredite: 150.000 Euro
Jahresnettogehalt x2: 50.000 Euro
Versicherungssumme: 200.000 Euro

Da die Risikolebensversicherung ausschließlich den Todesfall absichert und keine Zusatzleistungen bietet, ist sie vergleichsweise günstig. Auch die Erhöhung der Versicherungssumme, etwa um 10.000 Euro, ist gegen einen nur geringen Aufpreis jederzeit möglich.

Wie sich der Beitrag der Risikolebensversicherung berechnet

Die Beiträge einer Risikolebensversicherung sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei einem Vergleich ist es daher wichtig, die Daten komplett einzugeben, um ein verwertbares Angebot zu erhalten.

Diese Fakten beeinflussen den Beitrag der Risikolebensversicherung:
– Alter der zu versichernden Person
– Höhe der Versicherungssumme
– Gesundheitszustand

Grundsätzlich gilt, dass die Risikolebensversicherung umso teurer wird, je älter die versicherte Person ist. Es lohnt sich daher, die Versicherung schon in jungen Jahren abzuschließen, um langfristig von günstigen Beiträgen zu profitieren. Schließlich bleiben diese bis zum Ende der Laufzeit konstant. Natürlich beeinflusst auch die Versicherungssumme die Preise der Risikolebensversicherung, denn je mehr Geld die Versicherung im Schadensfall übernehmen muss, desto teurer ist die Police. Letztlich wird beim Abschluss einer Versicherung auf das Leben eines Menschen auch dessen Gesundheitszustand überprüft. Schließlich muss die Versicherung ermitteln, wie hoch das Risiko eines Todesfalls ist. Hierzu müssen bei Abschluss des Vertrages Gesundheitsfragen beantwortet werden. Bestehen Vorerkrankungen, sind mitunter Preisaufschläge zu tragen. Sollte der Gesundheitszustand nachhaltig beeinträchtigt sein, kann dies auch zu einer Ablehnung des Versicherungsantrages führen.

Keine Berücksichtigung des Geschlechts bei der Risikolebensversicherung

Wurden die Beiträge für die Risikolebensversicherung über viele Jahre hinweg auch vom Geschlecht der versicherten Person bestimmt, stehen seit Dezember 2012 nur noch Unisex-Tarife zur Verfügung. Die Preise und Leistungen gelten hier für Frauen und Männer einheitlich, sodass die bis dahin geltenden Preisunterschiede nun der Vergangenheit angehören. Auch der Versicherungsvergleich wird durch Unisex-Tarife deutlich einfacher, denn außer dem Geburtsdatum und der Versicherungssumme werden nun keine weiteren Daten benötigt. Die angeforderten Angebote können so bereits in sekundenschnelle abgerufen werden.

Verschiedene Arten der Risikolebensversicherung

Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung stehen Versicherten unterschiedliche Arten dieser Police zur Verfügung. Welche dieser Arten individuell gewählt wird, muss die Situation der Versicherungsnehmer entscheiden.

Risikolebensversicherung mit gleich bleibender Versicherungssumme
Bei dieser Variante der Versicherung bleibt der Betrag, den die Versicherung im Schadensfall übernimmt, über die gesamte Laufzeit hinweg konstant. Diese Police ist die am häufigsten genutzte Variante, da sie speziell für die Absicherung von Familien sinnvoll ist. Zu beachten ist, dass während der Laufzeit hier auch der Beitrag konstant bleibt.

Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme
Eine weitere Variante der Risikolebensversicherung ist die Police mit fallender Versicherungssumme. Sie eignet sich bei der Absicherung von Krediten, da deren Restschuld durch die Zahlung der Rate ebenfalls abnimmt. Da die Versicherung immer weniger Leistungen übernehmen muss, sinkt auch die Belastung durch die Versicherung, der Beitrag sinkt.

Neben den unterschiedlichen Versicherungssummen kann man die Risikolebensversicherung auch hinsichtlich ihres Absicherungsumfangs vergleichen.

Die klassische Einzelversicherung
Bei einer Einzelversicherung wird immer jeweils eine einzige Person abgesichert. Sie ist sinnvoll, wenn sich Menschen individuell versichern wollen. Paare, die nicht verheiratet sind, können ebenfalls Einzelverträge nutzen. Sie sollten sich in ihren Verträgen jedoch gegenseitig als Bezugsperson einsetzen, um die Gelder schließlich auch ausgezahlt zu bekommen.

Die Versicherung auf verbundene Leben
Für Ehepartner hat sich die Risikolebensversicherung auf verbundene Leben durchgesetzt. Hierbei wird lediglich ein Versicherungsvertrag geschlossen, der jeweils dann zur Auszahlung kommt, wenn eine oder beide Personen versterben. Die Versicherungssumme wird in einem solchen Fall jedoch nur einmal ausgezahlt.

Die optimale Laufzeit der Risikolebensversicherung

Beim Abschluss eines Versicherungsvertrages werden Versicherte auch immer gefragt, wie lange der Vertrag laufen soll. Ähnlich wie bei der Versicherungssumme gibt es auch hier keine einzig wahre Antwort, da die Einzelsituation beachtet werden muss. Bei der Absicherung von Krediten etwa gilt, dass die Versicherung immer bis zum Ende der Kreditlaufzeit vereinbart werden sollte. Bei der Absicherung der Familie können Versicherte die Laufzeit selbst bestimmen. Das Versicherungsende kann vereinbart werden, wenn kein Absicherungsbedarf mehr besteht, genug Vermögen vorhanden ist oder die Kinder nun selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die Risikolebensversicherung kann in einem solchen Fall in der Regel mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Versicherungsjahres gekündigt werden. Beim Abschluss der Versicherung muss beachtet werden, dass diese umso teurer wird, je länger die Laufzeit vereinbart wird, denn das Risiko eines Todesfalls erhöht sich mit zunehmenden Lebensalter. Dennoch sollte hier nicht unnötig gespart werden.

Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeitsversicherung kombinieren

Neben dem Abschluss einer Einzelpolice ist es bei einer Risikolebensversicherung auch möglich, diese mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kombinieren. Das Risiko der Berufsunfähigkeit ist in Deutschland enorm hoch, mehr als 25 Prozent aller Berufstätigen können aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht bis zum Eintritt ins Rentenalter arbeiten. Doch fehlt das Einkommen, können auch Kreditraten und viele weitere Verpflichtungen nicht mehr erfüllt werden. Es kann sich demnach durchaus lohnen, beide notwendige Absicherungen in nur einem Vertrag zu kombinieren. Durch den Abschluss von gleich zwei Versicherungen können vielfach sogar Kosten gespart werden. Es lohnt sich daher, ein individuelles Angebot eines Versicherers anzufordern und dieses zu prüfen.

Der Vergleich der Risikolebensversicherung

Wie bei Risikoversicherungen üblich, ist die Versicherungsprämie eines der wichtigsten Kriterien für einen Vertragsabschluss. Um zu überprüfen, welche Versicherung die derzeit günstigsten Angebote offeriert, ist ein Onlinevergleich sinnvoll. Er zeigt in wenigen Minuten, welches Versicherungsunternehmen die beste Police bietet und wo diese abgeschlossen werden kann. Welcher Anbieter in Frage kommt, hängt sicher auch von folgenden Faktoren ab:

– Besteht eine hauptsächlich körperliche Tätigkeit?
– Werden gefährliche Hobbys ausgeführt?
– Besteht Übergewicht?
– Hat die versicherte Person in den vergangenen 12 Monaten geraucht?
– Höhe der Versicherungssumme

Während die Versicherungssumme im Versicherungsvergleich angegeben werden kann, sind die übrigen Faktoren je nach Versicherung sehr individuell. Sie können erst dann endgültig beantwortet werden, wenn die Gesundheitsfragen vorliegen. Körperliche Beeinträchtigungen können in diesem Zusammenhang durchaus zu Preiserhöhungen führen, gleiches gilt für Übergewichtige und Raucher, die ebenfalls oftmals höhere Prämien entrichten müssen. Die Ursache hierfür liegt in der Statistik, denn sowohl Raucher wie auch Übergewichtige haben ein erhöhtes Sterberisiko. Doch auch wenn zu erwarten ist, dass die Versicherungsprämie aufgrund der Angaben in den Gesundheitsfragen steigt, sollten diese wahrheitsgemäß beantwortet werden. Findet die Versicherung nämlich später heraus, dass falsche Angaben getätigt wurden, kann sie die Versicherung rückwirkend kündigen und den Versicherungsschutz aufheben.

Versicherungsvergleiche auch bei bestehenden Risikoversicherungen sinnvoll
Ein Versicherungsvergleich für eine Risikolebensversicherung ist nicht nur für Menschen sinnvoll, die sich neu für einen solchen Vertrag entscheiden. Auch Menschen mit einer bestehenden Versicherung können hiervon durchaus profitieren. Voraussetzung ist allerdings, dass seit dem Abschluss des ersten Vertrages noch nicht viel Zeit vergangen ist und die Prämien durch das höhere Lebensalter noch nicht signifikant gestiegen sind. Auch dürfen keine neuen Gesundheitsprobleme aufgetreten sein. Für junge Versicherte jedoch, die keine gesundheitlichen Probleme haben, kann sich ein Versicherungsvergleich mit einem anschließenden Versicherungswechsel durchaus lohnen. Hier kommt es wieder auf den Einzelfall an.

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