Stromvergleich - so sparen Sie Geld!

Mit einem Stromvergleich sparen Sie viel Geld – und das Jahr für Jahr. Schnell und kinderleicht vergleichen Sie heute online verschiedene Tarife und Energieversorger miteinander: In ein paar Minuten verschaffen Sie sich einen genaue Überblick über Ihre regionalen Strompreise. Haben Sie ein günstigeres Angebot gefunden, wechseln Sie in wenigen Schritten Ihren Stromanbieter. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

(c) Picture-Factory - Fotolia

(c) Picture-Factory – Fotolia

Stromvergleich – Überblick verschaffen

Ein Online-Strompreisvergleich zeigt Ihnen mit wenigen Klicks die Preise und Konditionen aller Versorger in Ihrer Nähe. Sie sehen auf einen Blick, ob Sie derzeit einen teuren oder einen günstigen Tarif haben. Nach einer kurzen Suche im Internet erhalten Sie zahlreiche Ergebnisse für unabhängige Verbraucher-Portale. Diese geben Ihnen einen guten Überblick über die Tarife in Ihrer Region.

Bevor Sie Ihren Stromanbieter zum ersten Mal wechseln, beliefert Sie Ihr örtlicher Grundversorger mit Strom. Das ist der Anbieter, von dem in Ihrer Gegend die meisten Haushalte Strom beziehen – in der Regel Ihre Stadtwerke oder einer der großen deutschen Energiekonzerne wie E.ON oder Vattenfall. Dank des Stromvergleichs sehen Sie schnell und einfach, ob Sie bei Ihrem Grundversorger einen eher teuren Tarif haben. Wenn das der Fall ist, dann spart Ihnen ein Wechsel zu einem der günstigeren Stromanbieter leicht mehrere Hundert Euro im Jahr.

Doch der Preis ist heute nicht mehr das einzige ausschlaggebende Kriterium beim Vergleich von Stromtarifen: Viele Verbraucher wollen Ökostrom. Ob erneuerbare Energie aus Sonne, Wasser, Wind oder Biomasse – Sie finden viele Anbieter, die sich auf grüne und erneuerbare Energiegewinnung spezialisiert haben. Selbst die großen Stromanbieter haben mittlerweile attraktive Ökostrom-Tarife in ihrem Angebot. Dank des voranschreitenden Ausbaus erneuerbarer Energien bekommen Sie heute immer leichter und günstiger grünen Strom aus Ihrer Steckdose.

Der Stromvergleich – so einfach geht’s

Über Suchmaschinen wie Google finden Sie zahlreiche auf Strompreise spezialisierte, unabhängige Online-Portale, zum Beispiel Check24.de, bestestromvergleich.de oder verivox.de . Wählen Sie eine der vielen Seiten und folgen Sie diesen drei Schritten:

  • Ermitteln Sie Ihren Verbrauch: Auf Ihrer letzten Stromrechnung finden Sie Ihren individuellen Jahresverbrauch. Dabei kommt es nicht auf den Betrag in Euro an, sondern auf die Kilowattstunden (kWh) an Strom.
  • Vergleichen Sie die Preise online: Öffnen Sie eines der Online-Portale zum Stromvergleich in Ihrem Internet-Browser. Auf der gewählten Seite sehen Sie in der Regel sofort das Formular für den Tarifrechner. Tragen Sie hier Ihren bisherigen Stromverbrauch ein. Da sich die Angebote von Region zu Region stark unterscheiden, geben Sie außerdem Ihre Postleitzahl an. Das Online-Portal zeigt Ihnen nach einem kurzen Moment die aktuellen Tarife der verschiedenen Stromanbieter bei Ihnen vor Ort. Sie können auch gezielt nach Anbietern von Ökostrom suchen und die Angebote mit herkömmlicher Energieversorgung vergleichen.
  • Prüfen Sie das Angebot: Werfen Sie als nächstes einen genauen Blick auf die Vertragsbedingungen der verschiedenen Stromanbieter. Diese finden Sie auf den Websites der Unternehmen. Informieren Sie sich in den jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen über Laufzeit, Wechselbonus und Zahlweise.

Darauf sollten Sie bei Strompreisen achten

Der günstigste Tarif ist nicht immer der Beste Denken Sie daher beim Vergleich von Strompreisen an mögliche Sonderkonditionen und Fallstricke:

  • Bonus für Neukunden: Manche Stromanbieter versuchen, Sie mit einem Neukundenbonus zu einem Vertragsabschluss zu bewegen. Dadurch kann das Angebot günstiger wirken, als es tatsächlich ist. Verrechnen Sie daher den Bonus mit dem monatlichen Preis. Erst dann sehen Sie, ob Sie mit diesem Tarif wirklich Geld sparen – oder am Ende mehr zahlen als bei anderen Stromversorgern.
  • Preisgarantie: Achten Sie darauf, wie lange Ihnen der Anbieter eine Preisbindung garantiert und ab wann er den Strompreis erhöhen darf. Vergleichen Sie hier genau. Eine Preisgarantie von wenigen Monaten bei einer Vertragslaufzeit von mehreren Jahren ist nicht zu empfehlen. Dagegen sparen Sie mit einem festen Preis, der über die gesamte Laufzeit des Vertrags gilt, richtig Geld.
  • Vorauszahlung: Angebote, bei denen Sie Vorkasse leisten müssen, sind oft besonders günstig. Bedenken Sie aber, dass Sie bei einer plötzlichen Insolvenz des Stromanbieters Ihr Geld wahrscheinlich nicht zurückbekommen. Dies war zum Beispiel im Jahr 2011 der Fall, als das Energieunternehmens Teldafax Pleite ging. Ehemalige Kunden verloren ihre Vorauszahlungen. Ein langwieriger Streit vor Gericht blieb erfolglos. Selbst wenn eine solche Insolvenz der Ausnahmefall ist: Denken Sie daran, wenn Sie Strompreise miteinander vergleichen und ein Anbieter Vorkasse verlangt.
  • Strompakete: Bei diesen Tarifen erhalten Sie Monat für Monat eine exakt vereinbarte Menge an Kilowatt zu einem günstigen Strompreis. Verbrauchen Sie jedoch mehr, ist der zusätzliche Strom im Vergleich sehr teuer. Bleiben Sie unter der Obergrenze des Pakets, bekommen Sie trotzdem kein Geld zurück. Daher sind solche Tarife nur dann zu empfehlen, wenn Sie Ihren Strombedarf genau einschätzen können.
  • Laufzeit des Vertrags: Je kürzer die Mindestvertragslaufzeit, desto besser für Sie. Denn die Strompreise sind ständig in Bewegung. Daher lohnt sich ein regelmäßiger Stromvergleich. Finden Sie einen günstigeren Tarif, kommen Sie bei kurzer Laufzeit und Kündigungsfrist schnell aus Ihrem Vertrag – und sparen langfristig viel Geld.

So wechseln Sie Ihren Stromanbieter

Haben Sie sich nach einem Strompreisvergleich für einen neuen Anbieter entschieden, ist der Wechsel für Sie unkompliziert:

  • Bei einem neuen Anbieter anmelden: Sie finden auf der Website Ihres zukünftigen Stromlieferanten ein Anmeldeformular. Das können Sie in der Regel gleich online ausfüllen und abschicken. Oder Sie drucken die Anmeldung aus und versenden diese per Post. Sollten Sie beim Wechsel einen neuen Stromzähler bekommen, notieren Sie sich die Nummer Ihres alten Geräts. Diese braucht Ihr bisheriger Stromanbieter für die abschließende Gesamtabrechnung. Die Nummer finden Sie auf der letzten Jahresrechnung und am Zähler selbst.
  • Die Ummeldung abwarten: Alles Weitere läuft sehr bequem für Sie. Ihren alten Vertrag brauchen Sie nicht zu kündigen, das übernimmt Ihr neuer Stromanbieter. Allerdings bleiben Sie an die Laufzeit Ihres bisherigen Vertrags gebunden. Erst wenn diese zu Ende ist, wechseln Sie automatisch in den günstigeren Tarif und profitieren von den neuen Strompreisen.
  • Melden Sie den Zählerstand: Für die Endabrechnung braucht Ihr alter Stromanbieter noch den Stand Ihres Stromzählers. Wenige Wochen vor dem Wechsel fordert er diesen von Ihnen per Post schriftlich an. Zudem bestätigt Ihnen Ihr neuer Stromlieferant den Termin, an dem er die Versorgung übernimmt. Bis dahin kommt der Strom aus Ihrer Steckdose noch von Ihrem alten Anbieter. Sie müssen sich keine Sorgen machen, zwischen neuem und alten Vertrag ohne Strom dazustehen: Die Umstellung erfolgt, ohne dass Sie es merken.
  • Prüfen Sie die Endabrechnung: Nach dem Tarifwechsel erhalten Sie die letzte Rechnung von Ihrem alten Stromanbieter. Kontrollieren Sie die Abschlagszahlungen genau. Wenn Sie im Vorjahr weniger Strom verbraucht haben, bekommen Sie sogar noch Geld zurück. Die erste Abrechnung Ihres neuen Lieferanten sollten Sie wie gewohnt nach einem Jahr im Briefkasten haben.

Der Stromvergleich lohnt sich auch für Gewerbe

Für Gewerbekunde gelten andere Stromtarife als für Privathaushalte. Der Energieverbrauch für Ihre Geschäftsausstattung wie Computer und Maschinen verursacht dabei häufig hohe Kosten. Daher rentiert sich der Strompreisvergleich, wenn Sie ein Gewerbe angemeldet haben. Ähnlich wie oben beschrieben, ermitteln Sie auf speziellen Vergleichsseiten für Gewerbe-Strom die günstigsten Tarife, zum Beispiel bei Gewerbestrom.com oder bei Check24. Mit einem Wechsel zu einem neuen Stromanbieter kann Ihr Geschäft oder Unternehmen in Zukunft deutlich an seiner Stromrechnung sparen.

Zusätzlich zum Stromvergleich: Mit kleinen Tricks richtig Geld sparen

Dank eines Stromvergleichs und eines Wechsels zu einem günstigeren Anbieter senken Sie den Betrag auf Ihrer Stromrechnung schon deutlich. Doch mit ein paar einfachen Tricks im Haushalt und im Büro können Sie nochmal richtig Strom und Geld sparen:

Ausschalten statt Stand-by

Mit der Fernbedienung schnell den Fernseher, den DVD-Spieler oder die Stereoanlage an- und ausschalten – das ist schon bequem. Doch dieser Stand-by-Betrieb frisst viel Strom. In einem durchschnittlichen Haushalt sind das fast 500 Kilowattstunden im Jahr. Das kostet Sie bei einem aktuellen Durchschnittspreis von etwa 29 Cent pro Kilowattstunde 145 Euro. Schließen Sie Ihre Stand-by-Geräte daher am besten an eine Steckdose mit Kippschalter an, den Sie leicht an- und ausschalten können. Damit trennen Sie Ihre Geräte schnell von der Stromversorgung ohne den Stecker zu ziehen. Adapter und Multi-Steckdosen mit Kippschalter erhalten Sie in jedem Bau- und Elektrofachmarkt.

Ladegeräte weg vom Netz

Die Akkus für Ihr Smartphone, Ihr Laptop, Ihre Kamera oder Ihren Elektrorasierer müssen regelmäßig geladen werden. Vermeiden Sie dabei sogenannte Leerlaufverluste: Wenn der Akku wieder voll ist, trennen Sie das Ladegerät einfach von der Steckdose – ansonsten zieht es weiterhin unnötig Strom.

Strom sparen in der Küche

  • Kochen Sie mit einem Topf, der genau auf die Herdplatte passt, und stets mit Deckel. So geht weniger Energie verloren. Besonders sparsam kochen Sie mit einem Induktionsherd: im Vergleich zu gewöhnlichen Elektroherden sparen Sie damit bis zu 20 Prozent Energiekosten. Der höhere Anschaffungspreis macht sich langfristig bezahlt.
  • Stellen Sie Kuchen und Aufläufe bereits während der Vorwärmzeit in den Backofen. Kochplatten können Sie bereits abschalten, kurz bevor die Speisen fertig gebraten oder gegart sind. Nutzen Sie einfach die Restwärme und sparen so ordentlich Strom.
  • Für das schnelle Erhitzen von ein oder zwei Portionen ist die Mikrowelle effizienter als der Herd oder Backofen.
  • Lassen Sie die Kühlschranktür nur so kurz wie nötig offen stehen. Stellen Sie Ihren Kühlschrank zudem nicht zu kalt ein: fünf bis sieben Grad reichen aus, um den Inhalt lange frisch zu halten.
  • Schalten Sie die Spülmaschine erst an, wenn sie mit schmutzigem Geschirr voll beladen ist.

So gehen Sie im restlichen Haushalt gegen Stromfresser vor

• Ein elektrischer Warmwasserboiler im Badezimmer verursacht schnell hohe Kosten. Duschen Sie daher lieber, statt zu baden – Sie verbrauchen weniger Wasser und somit gleichzeitig weniger Strom, um es zu erwärmen. Ersetzen Sie daher auch Ihren Duschkopf am besten durch ein neues, wassersparendes Modell.

• Bei Ihrer Waschmaschine können Sie ebenfalls den Stromverbrauch reduzieren. Handtücher und Bettlaken werden auch bei niedrigeren Temperaturen sauber. 60 Grad reichen meist völlig aus.

• Lassen Sie Ihre nasse Wäsche im Sommer einfach und kostenlos von der Sonne trocknen. Im Winter stecken Sie diese aber lieber in den Trockner, anstatt extra einen ganzen Raum zu heizen. Wählen Sie die Einstellung „Schranktrocken“ oder „Bügelfeucht“. Damit geht das Trocknen schneller und verbraucht gleichzeitig weniger Strom.

• Achten Sie beim Kauf eines neuen Kühlschranks oder einer neuen Waschmaschine auf die Energieeffizienz. Seit 2011 kennzeichnet das EU-Label den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten und Fernsehern. Wählen Sie am besten ein Gerät mit Klasse A+ bis A+++. Dabei bedeuten diese Kennzeichen, dass Sie mit der Klasse A+ im Vergleich zur Klasse A schon 20 Prozent weniger Strom verbrauchen. Mit A++ sind es 40 Prozent und mit A+++ stolze 60 Prozent weniger Strom. Lassen Sie Geräte, die mit B bis D gekennzeichnet sind, im Geschäft stehen.

• Schalten Sie nur das Licht ein, das Sie wirklich brauchen. Für einen Abend auf der Couch muss das Wohnzimmer nicht immer taghell erleuchtet sein. Mit Energiesparlampen senken Sie Ihren Stromverbrauch deutlich: Im Vergleich zur klassischen Glühbirne sparen Sie bis zu 80 Prozent. Noch energieeffizienter sind Lampen mit LEDs.

• Besorgen Sie sich Lichtschalter mit Bewegungsmelder oder eine Zeitschaltuhr – damit vergessen Sie nicht länger, im Keller oder auf dem Dachboden das Licht auszuschalten.

• Wenn Sie einige Tage oder Wochen im Urlaub sind, brauchen Sie Ihr WLAN nicht. Schalten Sie während Ihrer Abwesenheit den Router einfach aus oder ziehen den Stecker aus der Steckdose.

Mit vielen kleinen Änderungen im Haushalt senken Sie Ihren Stromverbrauch nachhaltig. Das kommt auch der Umwelt zu Gute – und Sie zahlen weniger. Zusammen mit einem Stromvergleich und der Wahl eines günstigeren Stromanbieters senken Sie schnell Ihre Stromkosten.

© 1996-2017 | Zeitung.de - zeitungen und fachzeitschriften : regional und international - Impressum