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Autobatterie - leistungsstarke Energie für das Fahrzeug

Ohne Batterie fährt kein Fahrzeug – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Allerdings kann nicht jede Batterie für jeden Fahrzeugtypen verwendet werden. Gleichwohl kommt das gute Stück irgendwann in die Jahre und sollte daher regelmäßig ausgetauscht werden. Gerade in den Wintermonaten kann eine alte Batterie durchaus mal leiden. Daher sind Kontrollen und Erneuerungen überaus wichtig. Doch worauf kommt es beim Kauf an und worauf sollten Autofahrer beim der Wahl achten?

Welche Autobatterie ist die richtige?

Ob im Fachhandel, im Internet bei Amazon sowie Ebay oder im Baumarkt – Autobatterien werden in großer Zahl verkauft. Interessenten sind jedoch oftmals verwirrt und finden sich im bunten Dschungel der Batterien kaum zurecht. Neben den großen Herstellern wie Varta, Exide, Bosch oder Enix gibt es auch kostengünstigere Modelle. Testergebnisse aus dem Jahr 2016 zeigen jedoch an, dass beim Erwerb einer neuen Autobatterie eher weniger auf den Preis geschaut werden sollte.

Batterieunterschiede beachten

Die Autobatterien sorgen nicht nur dafür, dass der Motor gestartet werden kann, sondern sind zudem für verschiedene Fahrzeugfunktionen unerlässlich. So wird die Lichtmaschine, das Autoradio und auch die Sitzheizung mit Strom versorgt. Das alles kann jedoch nur dann wirklich funktionieren, wenn der Motor läuft.

Tipp: die Größe der Autobatterie ist nicht unerheblich. So werden unterschiedliche Varianten angeboten, die sich zwischen 100 bis 1.000 Amphere bewegen. Dabei sollten vorher Erkundigungen eingeholt werden, ob die Stromstärke auch im Winter bei recht kühlen Temperaturen um den Gefrierpunkt agiert.

In der Regel finden sich Batterien im Verkauf an, die sich um 12 Volt belaufen. Ausnahmen stellen LKW dar, die Autobatterien benötigen, die mit 24 Volt betrieben werden.

Das ist beim Kauf einer Autobatterie wichtig:

Im Handel finden sich abgesehen von den Blei-Akkumulatoren ebenso die AGM-Batterien als auch EFB-Batterien an. Für den Laien ist ein Unterschied kaum erkennbar, dennoch gibt es einige eminente Differenzen, die vor dem Erwerb zu bedenken sind.

Blei-Akkumulatoren: als Starterbatterie bekannt, wurden die Blei-Akkumulatoren einst reihenweise verwendet. Dabei gab es neben den VRLA-Akkumulatoren auch die sogenannten Nasszellen. Als Elektrolyt wurde destilliertes Wasser verwendet. Heute werden diese wartungsaufwendigen Autobatterien kaum mehr genutzt. Stattdessen finden sich eher wartungsfreie Nassbatterien an.

AGM-Batterien: diese Variante unterscheidet sich kaum von den Blei-Akkumulatoren. Der Elektrolyt wird hier allerdings in speziellem Vlies aus Glasfasern eingebracht. Im Gegensatz zu der Blei-Variante haben diese Modelle einen Hitzebestand von bis zu 55° Celsius und werden gern für Motorräder, Boote oder Fahrzeuge mit Start-/Stopp-Systemen verwendet.

EFB-Batterien: die EFB-Batterie (Enchanced Flooded Battery) ist mit Polyester-Scrim versehen. Hierbei wird ein gesondertes Geflecht eingearbeitet, welches auf der positiven Elektrodenplatte befindlich ist und somit das aktive Material bindet. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: die Batterien können zügig auf- und entladen werden. Auch die Haltbarkeit ist besser als bei anderen Autobatterien.

Vorteile moderner EFB-Autobatterie Nachteile moderner EFB-Autobatterie
Kaum Wartungsarbeiten notwendig Hohe Anschaffungspreise
Lange Lebensdauer Batteriecheck in der kalten Jahreszeit von Nöten
Kein Nachfüllen mit destilliertem Wasser erforderlich

Kauftipps für die Autobatterie

Damit der Kauf der Autobatterie schnell und ohne lange Verzögerung vonstattengehen kann, sollten bereits vorher Informationen über das eigene Auto eingeholt werden.

Hinweis: wer die alte Batterie beim Neuerwerb gleich abgibt, kann sich den Pfand für die neue Autobatterie gleich wieder zurückholen.

Kapazitäten bedenken

Damit das Auto auch ausreichend mit Strom versorgt werden kann, ist die Nennkapazität maßgeblich. Diese wird die Kapazität in der Regel mit Amperstunden (Ah) beziffert. Je höher die Amperzahl, desto mehr Strom wird geliefert.

Kraftfahrzeugtyp Akku-Kapazitäten
Motorroller ab ca. 30cm³ 4-14 Amper = 6-12 Volt
Motorrad 6-19 Amper = 6-12 Volt
Kleinwagen 36 Amper = 12V
Mittelklassewagen 40-70 Amper = 12 Volt
Transporter 55-120 Amper = 12 Volt
LKW bis 7,5 Tonnen 175 Amper = 1-24 Volt
LKW über 7,5 Tonnen 225 Amper = 24 Volt

Wichtige Kaufkriterien bedenken

Neben der Amper- und Voltzahl gibt es weiterhin einige Bereiche beim Kauf der Autobatterie zu beachten. Wer diese Punkte nicht auslässt, wird lange Freude an der neuen Batterie haben.

Kälteprüfstrom – der Kälteprüfstom, der auch gern als Kaltstartstrom oder CCA bezeichnet wird, bestimmt die Stromstärke, welche von der Batterie bei einer Spannung von ca. 1,2 Volt erstellt, wenn die Außentemperatur um den Gefrierpunkt liegt. Kaltstartstrom ist im Winter ein fester Bestandteil, sodass beim Neukauf auf einen hohen Kaltprüfstrom geachtet werden sollte.

Polart – für die Polart wird zumeist die Kennzeichnung 0 oder 1 verwendet. 0 bedeutet hier, dass sich der Pluspol auf der rechten Seite befindet. Auch das Plus-Symbol oder eine rote Kappe ist zumeist erkennbar. Der Minuspol (Masse) wird hingegen durch das Minuszeichen oder eine blaue Kappe gekennzeichnet. Die Masse ist oftmals links befindlich. Vorsicht: bei der Polart 1 sind Plus- als auch Minuspol getauscht. Dieser Hinweis ist unbedingt zu beachten, um bei der Polung am Auto keine Fehler zu begehen.

Abmessungen – auch bei den Maßen sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Wer sich an den Angaben der Altbatterie orientiert, ist bereits auf der sicheren Seite. Warum der Aufwand? Es nützt dem Käufer nicht die teuerste Autobatterie, wenn sie im Endeffekt nicht in den Motorraum passt.

Wann muss eine Autobatterie ausgetauscht werden?

Ist die Autobatterie endgültig leer oder kaputt, so erübrigt sich die Frage. Expertenmeinungen zufolge sollte die Batterie allerdings je nach Fahrverhalten alle 5-7 Jahre erneuert werden. Ist das Fahrzeug nur selten in Gebrauch, so kann sich die Lebensdauer der Autobatterie sogar noch verkürzen. Dies liegt daran, dass sich Bleisulfatkristalle bilden, die sich im Batterieinneren binden, sodass ein Stromfluss nicht mehr möglich ist. Um diesen Umstand zu umgehen, sollten Autobesitzer starke Kippstellungen oder Schrägneigungen des Autos vermeiden und ebenso Tiefenentladungen umgehen.

Tipp: es ist sinnvoll, die Batterie vor dem Wintereinbruch auf Kapazitäten zu überprüfen und je nach Leistung an ein Batterieladegerät anzuschließen.

Wie wird die Autobatterie aufgeladen?

Die Autobatterie wird in diesem Fall aus dem Motorraum ausgebaut. Dabei wird zuerst der Minuspol entfernt, dann der Pluspol. Nach dem Aufladen muss das Spiel andersrum vorgenommen werden. Nun wird die Batterie an das Ladegerät angeschlossen. Hierfür sind die Angaben der Bedienungsanleitung zu befolgen. Dabei sollte der Netzstecker erst dann mit Strom versorgt werden, wenn die Batterie korrekt mit dem Batterieladegerät verbunden ist.

Hinweis: wer sich unsicher ist, sollte diese Arbeit von einem Fachbetrieb durchführen lassen. Mittels Starterhilfe kommt das Auto wieder auf Touren. Wichtig: das Auto nun mindestens für 20-30 Minuten bewegen, da sich die Autobatterie erst wieder erholen muss. In Werkstätten und Fachmärkten können Ladegeräte zudem ausgeborgt werden.

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