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Buggy – klein und wendig das richtige Gefährt für den Ausflug

Spätestens mit der Geburt der Kinder überlegen Eltern, wie sie das Kind mitnehmen können. Der Kinderwagen ist da zuerst in aller Munde. Doch genau dieses Gefährt ist groß, sperrig und wenig flexibel. Ganz anders ist da der Buggy, der durch seine Kompaktheit und seine Wendigkeit die Eltern und das Kind schnell überzeugen kann.

Was sind Buggys?

Bei einem Buggy handelt es sich im weitesten Sinne auch um einen Kinderwagen. Doch sind die Buggys anders konzipiert, sodass sie sich klein und kompakt machen können. Ein Kinderwagen ist ein starres und stabiles Gebilde, das meistens eine Wanne hat, in die das Kind hineingelegt werden kann. Der Buggy hat ebenfalls Metallstreben, die das Gerüst bilden. Allerdings gibt es keine starre Wanne, sondern haben die Buggys hier einen Sitz aus Polyester. Damit die Eltern und auch das Kind einen Buggy für viele Zwecke nutzen können, gibt es zahlreiche Typen, die später noch genau vorgestellt werden. Um einem Buggy den Vorzug zu einem Kombikinderwagen zu geben, sollte vor allem auf die Flexibilität geachtet werden. Während sich ein Kinderwagen an das Alter der Kinder anpassen kann, umgebaut werden kann, muss ein Buggy hier Abstriche hinnehmen. Entweder das Kind kann in dem Buggy liegen, wie es bei kleineren Kindern notwendig ist, oder das Kind sitzt in dem Buggy. Zwar werden Buggys mit verstellbaren Rückenlehnen angeboten, dennoch kann dieses nicht dazu dienen, dass sie entsprechend für Kleine und Große genutzt werden können.

Vor- und Nachteile der Buggys:

VorteileNachteile
wenig Eigengewichtwenig Stabilität
einfach in der Handhabungkein großer Komfort
wendig im Einsatzfür unwegsames Gelände nur bedingt geeignet
klein und kompakt zusammenfaltbarfür Kinder ab 6 Monaten empfehlenswert

Die unterschiedlichen Buggy-Typen

Es gibt mehrere Typen von Buggys. Damit auch das richtige Modell gekauft wird, werden die gängigsten Varianten kurz erklärt:

Liegebuggy: Der Liegebuggy ist gekennzeichnet durch die verstellbare Rückenlehne. So kann die Rückenlehne soweit gekippt werden, dass eine Liegeposition entsteht. Gerade bei kleineren Kindern ist dieses sehr sinnvoll, die hin und wieder doch ein Schläfchen machen wollen oder sollen. Geachtet werden sollte in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die Fußstütze sich auch auf diese Position einrichten kann, damit das Kind auch bequem im Buggy liegen kann.

Tipp: Mit einem Sitzverkleinerer ist dieses Buggy-Modell auch für Säuglinge empfehlenswert.

Sitzbuggy: Der Sitzbuggys zeichnet sich dadurch aus, dass er leicht und wendig ist. Der recht günstige Preis ist ein weiterer Pluspunkt bei diesem Buggy-Modell. Dafür müssen Eltern und Kinder aber oft einen gewissen Komfort verzichten. So gibt es nur wenige Modelle, bei denen die Rückenlehne verstellbar ist, dass der Sitzbuggy zum Schlafen geeignet ist, ist ausgeschlossen. Daher empfiehlt es sich, einen solchen Buggy erst dann zu Kaufen, wenn das Kind aufrecht und alleine Sitzen kann.
Tipp: Der Sitzbuggy ist wegen seiner Leichtigkeit und Kompaktheit als Zweitwagen geeignet, besonders für den Urlaub.

Sportwagen: Ein Sportwagen ist ein Buggy, der gut auf unebenen Wegen klar kommt. Er ist deutlich stabiler, als andere Modelle und hat ein höheres Eigengewicht. Dieses kann bei einer Fahrt auf Feldwegen dienlich sein. Weiterhin lassen sich die Rückenlehnen bei einem Sportwagen in der Regel variabel einstellen. So können Eltern selbst entscheiden, ob das Kind beim Spaziergang sitzen oder liegen soll.

Tipp: Der Sportwagen ist auch für die Stadt ideal, da mit ihm das Fahren auf Kopfsteinpflaster einfacher fällt.

Jogger: Einen Jogger erkennt man schnell an seinen großen Räder aus. Meistens sind es Lufträder, die bei der Fahrt für eine Dämpfung sorgen. Weiterhin haben Jogger oft eine Handbremse und eine Schiebstange, die an die Größe des Fahrers angepasst werden kann. Bei einem Jogger handelt es sich um einen stabilen Buggy, der somit auch kippsicher ist. Da er oft eine verstellbare Rückenlehne hat, können die Kinder in ihm schlafen und auch sitzen.

Tipp: Jogger sind, auch wenn der Name es vermuten lässt, kein Buggy, mit dem die Eltern Sport machen können!

Buggy- Kauftipps

Da der Markt an Buggys recht groß ist, sollten Eltern wissen, welche Anforderungen und Wünsche sie an einen Buggy stellen. Sind diese erst einmal klar, kann so der Buggy-Kauf um einiges einfacher werden.

1. Eigengewicht des Buggys:
Die meisten Kinderbuggys sind zwischen 5 und 10 kg schwer. Das geringe Eigengewicht ist den Eltern beim Kauf sehr wichtig. Schließlich soll sich der Buggy nicht nur einfach verstauen lassen, sondern auch einfach zu Tragen sein. Es gibt jedoch auch schwerere Buggys, die mehr als 10 kg Eigengewicht haben. Diese Modelle sind zwar stabiler, doch kann er dann eben nicht mehr so einfach die Treppen für den Spaziergang heruntergetragen werden.

2. Die Räder der Buggys:
Viele Buggys haben Räder aus Plastik. Sie schneiden im Test nicht sonderlich gut ab, da sie beim Fahren recht laut sind und wenig Komfort bieten. Sie sind hart, sodass Kinder bei unebenen Wegen die Hindernisse spüren. Gummierte Räder bieten da deutlich mehr Komfort an und sollten beim Buggi-Kauf bevorzugt werden. Bei den Rädern sei noch gesagt, dass es gerade auf unebenen Wegen sinnvoll sein kann, dass sie sich feststellen lassen. Sonst würden sie in alle Richtungen schwingen und ein voran kommen ist deutlich schwerer.

3. Die Gurte bei Buggys:
Die Sicherheit steht auch bei den Buggys an erster Stelle. Daher sollte das Kind nie unbeaufsichtigt im Buggy gelassen werden und muss immer angeschnallt werden. Hier verwenden die Hersteller heute 3-Punkt-Gurte und auch 5-Punkt-Gurte. Wer die Wahl hat, sollte sich immer für einen 5-Punkt-Gurt entscheiden. Um noch mehr Sicherheit zu bieten, kann ein zusätzlicher Sicherheitsbügel eine Möglichkeit sein, wie sie bei vielen Modellen vorhanden sind.

4. Die Griffe beim Buggy:
Da es Eltern auch nicht an Komfort fehlen sollte, wünschen sich viele verstellbare Griffe. So kann der Buggy sich auf die individuelle Größe desjenigen anpassen, der gerade den Buggy schiebt.

5. Bewegungsfreiheit der Kinder im Buggy
Um den Kindern ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit im Buggy zu geben, sollte er nicht zu eng sein. Es bedeutet, dass die Seiten nicht eng am Kind anliegen und der Sitz eine ausreichende Größe hat. Im Zweifelsfall sollte das Kind im Buggy Probesitzen.

6. Die Bremsen am Buggy
Buggys sind standardmäßig mit einer Feststellbremse ausgestattet. So blockieren die einzelnen Räder und der Buggy lässt sich nicht mehr bewegen. Bei einem Sportwagen und bei einem Jogger ist zusätzlich auch eine Handbremse empfehlenswert.

7. Das Material des Buggys
Vor dem Kauf sollte das Material genauer betrachtet werden. Hierbei sollte es sich um hochwertiges Material handeln, welches sich auch leicht reinigen lassen kann. Scharfe Ecken und Kanten sollten vermieden werden, damit das Kind keiner Verletzungsgefahr ausgesetzt ist.

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