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Etikettendrucker – Alles Wichtige rund um das Beschriftungsgerät

Etikettendrucker sind in vielen Unternehmen kaum wegzudenken. Doch auch im heimischen Büro finden Etikettendrucker ihre Anwendung. Mit den Hilfsmitteln können zeitsparend, sauber und günstig Etiketten gedruckt werden. Bekannt sind Etikettendrucker auch unter dem Namen Labelwriter. Die Beschriftungsgeräte gibt es mittlerweile von so vielen verschiedenen Herstellern für den normalen Bürobereich, das Büro in den eigenen vier Wänden und für den Einsatz in der Industrie. Zusätzlich verfügen sie über verschiedene Leistungsmerkmale. Im Etikettendrucker Test zeigen wir Ihnen, welche Kriterien sehr wichtig sind und worauf Sie bei dem Kauf eines neuen Beschriftungsgerätes achten sollten. Erfahren Sie, auf welche Dinge es bei einem Etikettendrucker für den Normalgebrauch und dem professionellen Einsatz ankommt.

Etikettendrucker: Grundlegende Gedanken vor dem Kauf eines Labelwriter

Damit Sie sich letztendlich nicht für einen ungeeigneten Etikettendrucker entscheiden, überlegen Sie sich im Vorfeld genau, welche Eigenschaften ein Labelwriter für Ihre Zwecke mitbringen muss. Diese Fragen sollten Sie sich im Vorfeld selber beantworten:

  1. Welche Anschlussmöglichkeiten werden benötigt?
  2. Welches Druckvolumen entsteht pro Tag?
  3. Soll der Etikettendrucker nachrüstbar sein?
  4. Werden verschiedene Größen an Etiketten benötigt?
  5. Reicht ein stationärer Drucker oder soll es ein mobiles Gerät werden?
  6. Wie langlebig sollen die Aufdrucke sein und welche Auflösung ist nötig?

Anforderungen an einen Etikettendrucker abklären

Zunächst sollten Sie sich selber genau überlegen, welche Ansprüche Sie an einen Labelwriter haben. Hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit gibt es bei den gängigen Herstellern wie Brother, Dymo und Leitz kaum Unterschiede. Auch die Etikettendrucker Zebra sind interessante Modelle. Alle zeichnen sich durch einen hohen Bedienkomfort und einen einfachen Austausch der Etikettenrollen aus. Weit wichtiger sind die folgenden Kriterien:

  • Vorhandene Schnittstellen
  • Mögliches Druckvolumen
  • Etikettenformate
  • Nachrüstbare Zubehörteile

Gerade die Schnittstellen sind sehr wichtig, um den Labelwriter komplikationslos und schnell an das bestehende PC-System anschließen zu können. Vorzugsweise sollten verschiedene Schnittstellen vorhanden sein, um den Etikettendrucker auch noch später mit einem neuen PC-System nutzen zu können. Zumindest sollte es möglich sein, über nachrüstbare Zubehörteile den Drucker in einem neuen System anzubinden. So ist die Anschaffung eines neuen Labelwriter nicht nötig, wenn ein neues PC-System mit anderen Schnittstellen angeschafft wird. Der Einsatz eines solchen Gerätes ist somit über einen langen Zeitraum möglich.

Es gibt übrigens auch neben der Stand-Alone-Variante auch mobile Handgeräte, die eine erhebliche Flexibilität mit sich bringen. Sinnvoll ist es auch, einen Etikettendrucker mit weiteren Zubehörteilen zur Verfügung zu haben. Zu den Zubehörteilen für Labelwriter gehören beispielsweise:

  • Etikettenaufwickler
  • Etikettenabwickler

Zumindest sollte ein Labelwriter um diese Zubehörteile ergänzt werden können, wenn sie noch nicht im Lieferumfang enthalten sind.

Bei dem Kauf sollte auch auf das Etikettenformat geachtet werden, das der Drucker ausdrucken kann. Schauen Sie in den Datenblättern der Drucker nach, welcher Drucker für Ihre Etikettenhöhe und -breite geeignet ist. Einige Drucker können beispielsweise nur einzeilige Etiketten drucken. Andere Modelle hingegen können mehrzeilige Etiketten ausdrucken.

Ebenfalls spielt die Höhe des Druckvolumens eine große Rolle. Soll ein Etikettendrucker im industriellen Bereich zum Einsatz kommen, so reicht ein Etikettendrucker für den normalen Desktop-Bereich kaum aus. In dem Fall sollte ein High Performance Labelwriter genutzt werden. Das richtige Volumen ist also auch ausschlaggebend, um mit dem Etikettendrucker lange Freude zu haben.

Tipp: Es ist wichtig, sich zunächst genauer Gedanken darüber zu machen, welche Kriterien ein Etikettendrucker erfüllen muss, um die eigenen Ansprüche vollends zu erfüllen. Bei der Kaufentscheidung sollte vorzugsweise auf ein erweiterbares Druckmodell zugegriffen werden, der entsprechend angepasst werden kann, wenn es zu einem PC-Wechsel kommt.

Verschiedene Druckverfahren und Etiketten der Etikettendrucker

Hauptsächlich wird zwischen zwei verschiedenen Druckverfahren unterschieden. Je nach Druckverfahren gibt es entsprechende Etiketten. Von daher ist auch das Druckverfahren bei der Auswahl eines neuen Etikettendruckers sehr wichtig. Die beiden Druckverfahren lauten:

  • Thermodirekt
  • Thermotransfer

Die Thermodirekt-Etiketten sind von der Anschaffung her besonders günstig. Allerdings ist die Lebensdauer dieser Etiketten etwas kurz. Thermotransfer-Etiketten hingegen kosten etwas mehr, bieten allerdings auch eine erhöhte Lebensdauer. Nun steht aber die Frage im Raum, welche Etiketten für welchen Zweck besonders geeignet sind. Thermodirekt-Etiketten werden beispielsweise als Versandetiketten oder Parkscheine verwendet. Die Thermotransfer-Etiketten hingegen werden oft für Produktkennzeichnungen und Gerätekennzeichnungen genutzt. Beide Verfahren haben Ihre Vor- und Nachteile.

Thermodirekt-Etikettendrucker im Überblick

Etikettendrucker mit Thermodirekt-Verfahren sind gerade dann geeignet, wenn der Aufdruck nur über einen kurzen Zeitraum halten muss. Die Geräte können aufgrund der Tatsache, dass kein zusätzliches Verbrauchsmaterial benötigt wird, sehr kompakt gebaut werden. Sie nehmen nur wenig Platz weg und werden oft auch als mobile Handgeräte hergestellt. Da nur ein einfarbiger Etikettendruck möglich ist und schnell Verfärbungen entstehen können, sind diese Etiketten nicht für alle Einsatzgebiete geeignet.

 

Vorteile Nachteile
Zusätzliches Verbrauchsmaterial nicht nötig Nur Thermopapier nutzbar – Auswahl sehr eingeschränkt
Labelwriter sind sehr kompakt Lediglich einfarbiger Druck möglich
Einfacher Austausch der Etikettenrolle Bei Erhitzung verfärbt sich Thermopapier schwarz
Nutzung von trägerlosen Etiketten Verfärbungen durch Druck, Reibung, direkte Sonneneinstrahlung möglich

Thermotransfer-Etikettendrucker mit Vor- und Nachteilen

Sollen Etiketten gedruckt werden, die auch nach langer Zeit unbeschadet bleiben und sehr gut lesbar sind, so ist das Thermotransfer-Verfahren wesentlich besser geeignet. Vor allem können mit dem Etikettendrucker mit Thermotransfer farbige Drucke entstehen. Allerdings müssen auch die zusätzlichen Kosten für die Farbbänder beachtet werden. Die Druckkosten fallen im Gegensatz zu den Druckkosten des Thermodirekt-Druckers etwas höher aus.

Vorteile Nachteile
Sehr haltbarer Druck Farbband wird zusätzlich nötig
Viele Materialien sind bedruckbar Erhöhte Kosten
Druck in Sonderfarben möglich Handhabung des Druckers etwas schwieriger
Vielfältig einsetzbar Entstehung zusätzlichen Abfalls

Es gibt sowohl Industriedrucker als auch Drucker für den herkömmlichen Bürobetrieb mit beiden Verfahren. Mobildrucker gibt es mit dem Thermotransfer-Verfahren allerdings nur teilweise. Thermotransfer-Etikettendrucker werden oft als stationäre Drucker angeboten.

Über welche Druckauflösung sollte ein Etikettendrucker verfügen?

Nun kommen wir noch zu der Druckauflösung, die ein guter Etikettendrucker mitbringen sollte. Die Druckauflösung liegt bei den meisten Etikettendruckern zwischen 203dpi und 600dpi. Je nach Druckauflösung sind die A4 Etikettendrucker und A5 Etikettendrucker für entsprechende Drucke geeignet. Mit einem Labelwriter mit 203dpi können beispielsweise 1-D Barcodes auf normal großen Etiketten gut leserlich aufgedruckt werden. Auch einfache Grafiken sind kein Problem. Bei anspruchsvolleren Drucksachen sollte doch lieber auf 300dpi oder 600dpi zurückgegriffen werden.

  • 300dpi Auflösung: für große 2-D Barcodes mit kleinen Schriften
  • 600dpi Auflösung: für 2-D Barcodes und kleine Grafiken auf kleinen Etiketten

Wer eine besonders hohe Druckqualität auf kleinen Etiketten benötigt, der sollte sich nach einem Etikettendrucker mit 600dpi Auflösung umschauen. Denn mit einem solchen Drucker gibt es die höchste Qualität.

Tipp: Schauen Sie, ob der Druckkopf des Labelwriter ausgetauscht werden kann. Einige Modelle bieten diese Möglichkeit. Tauschen Sie den Druckkopf, so können Sie Etiketten in entsprechender Auflösung drucken. So sind Sie doch sehr flexibel und können bei Bedarf wechseln.

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