(c) Test von vergleich.org

Das Kind mit Folgemilch gesund ernähren

Alle Eltern wissen, dass Stillen eigentlich die beste Ernährung für Neugeborene und Babys ist. Doch kann oder will nicht jede Mutter das Kind stillen. Mit der Folgemilch ist eine Nahrung geschaffen worden, die in Anlehnung an die Muttermilch hergestellt wird.

Folgemilch – was ist das eigentlich?

Folgemilch wird allen Eltern ein Begriff sein. Doch wissen nur wenige, was es eigentlich ist. Die Folgemilch ist perfekt auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Spätestens dann, wenn die Muttermilch nicht mehr ausreicht, um das Baby satt zu bekommen, sollten die Eltern über die Gabe nachdenken. Die Mütter, die das Kind von Geburt an nicht gestillt haben, haben sich schon mit der sogenannten PRE-Nahrung auseinandergesetzt. Die Folgemilch richtet sich an Kinder ab etwa dem 4. Lebensmonat. Sie besteht aus Kuhmilch, ist aber so verarbeitet, dass die Kleinen keine Verdauungsschwierigkeiten haben. Angereichert wird die Folgemilch mit für das Wohlbefinden der Kinder wichtigen Stoffen:

  • Stärke
  • Nährstoffe
  • Eiweiß

Kritikpunkt: Folgemilch ist ein Dickmacher
Viele Eltern kennen das Vorurteil, dass es sich bei der Folgemilch um einen Dickmacher handelt. Doch kann diese Aussage so nicht bestehen bleiben. Der Kaloriengehalt liegt bei 100 ml bei 60 – 70 kcal.

Tipp: Ab dem 6. Lebensmonat, wenn die Kinder zusätzlich eine Beikost erhalten, sollte die Folgemilch genau nach Vorschrift dosiert werden.

Folgemilch Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
Kind ist satteroft ist der Eiweißgehalt zu hoch für Kinder-> Verdauungsprobleme
wichtige Nährstoffe enthaltenmuss genau dosiert werden -> Übergewicht
richtige Ergänzung zur Beikost

Die einzelnen Folgemilch-Arten im Test

Pre Babymilch: Die Pre-Nahrung ist so aufgebaut, dass sie der Muttermilch sehr ähnlich ist. Kohlenhydrate werden hier nicht verwendet. Die Konsistenz wird als dünn bezeichnet. Die Pre-Nahrung kann ab der Geburt bis zum 6. Lebensmonat verwendet werden. Generell sollte sie bis zur 6. Wochen eher verwendet werden, da das Kind danach von ihr nicht mehr satt werden kann.

1er Babymilch: Bei der 1er Babymilch werden Kohlenhydrate verwendet. Sie ist daher sättigender als die Pre-Nahrung und sollte im Anschluss an diese gegeben werden, wenn es erkenntlich ist, dass das Baby nicht mehr satt wird.

Folgemilch 2 : Ab dem 6. Lebensmonat, als Ergänzung zur ersten Kost sollte die Folgemilch 2 gegeben werden. Sie ist mit mehreren Nährstoffen angereichert, die das Kind ab diesem Zeitpunkt braucht, wie Jod und Eisen. Dadurch wird die Folgemilch reichhaltiger an Kalorien.

Folgemilch 3: Die Folgemilch 3 ist für Kinder ab etwa 10 Monaten gedacht, da sie erst jetzt keine Verdauungsschwierigkeiten hervorruft. Die Milch ist deutlich reichhaltiger an Kalorien, was das Kind wegen der zunehmenden Bewegung aber auch braucht. Die Folgemilch 3 sollte nur eine Ergänzung zu Gläschen sein, wenn Kinder noch Hunger haben. Sollte das Kind Gläschen ablehnen, die Folgemilch 3 im gewohnten Umfang geben.

HA Babymilch: Babynahrung mit dem Zusatz HA ist nur nach Absprache mit dem Arzt zu geben. Sollte der Verdacht auf eine Allergie beim Kind bestehen, ist die HA Anfangsmilch oder HA Folgemilch die richtige Wahl. Hier wird das Eiweiß aufgespalten. Lactosefrei ist HA Milch nicht, auch wenn viele das annehmen.

Kaufratgeber für Folgemilch

Welche Babymilch Eltern tatsächlich kaufen, bleibt ihnen selbst überlassen. Es gibt zahlreiche Marken von Folgemilch. Davon und von dem Preis sollten Eltern sich nicht beirren lassen. Qualitätsunterschiede darf es nicht geben, die Hersteller haben strenge Auflagen, die sie erfüllen müssen, damit die Folgemilch verkauft werden darf. Dennoch gibt es Unterschiede, die allen Eltern hier näher erläutert werden.

1. Unterschiede im Geschmack
Das Baby entscheidet selbst, welche Folgemilch es mag und welche nicht. Der Geschmack spielt hier eine wichtige Rolle. Kinder, die die Folgemilch nicht trinken, werden sicher den eigenen Geschmack nicht mögen. Ratsam ist es dann, auf ein anderes Produkt umzusteigen, statt es immer und immer wieder zu versuchen.

Tipp: Von Folgemilch mit einer Geschmacksrichtung wird abgeraten. Sicher mögen Babys und Kleinkinder diese Milch lieber, da sie süßer ist. Doch kann dieses auch Folgen für die weitere Nahrungsaufnahme haben. Gerade dann, wenn Kinder später in das Alter kommen, wo es auch weniger süße Kost gibt, wird das Kind diese dann ablehnen.

2. Unterschiede bei der Verträglichkeit
Sollten Eltern bei ihrem Kind häufiger Durchfall oder Verstopfungen bemerken, kann dieses an der Folgemilch liegen. Eltern sollten in diesem Fall zuerst einmal die Folgemilch wechseln. Sollte es danach nicht weniger werden, sollte der Kinderarzt befragt werden.

3. Unterschiede in der Marke
Viele Eltern setzen bei der Ernährung der Babys nur auf eine Marke. Ist ja auch nicht verkehrt. Doch sollten vorab einige Punkte geklärt werden, die dann den Ausschlag geben, welches die richtige Marke für Babys Ernährung werden soll:

  • stimmt der Preis?
  • können Proben vorab gekostet werden?
  • bestehen Lieferengpässe?
© 1996-2017 | Zeitung.de - zeitungen und fachzeitschriften : regional und international - Impressum