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An Regentagen unverzichtbar – Gummistiefel

Gummistiefel haben sich in der Freizeit gerade in den regnerischen Monaten bewährt. Mit Regenstiefeln kann jeder durch größere Pfützen gehen, ohne dass dabei die Füße nass werden. Wer Gummistiefel kaufen möchte, wird jedoch vor ein großes Angebot gestellt. Dabei können sie im Baumarkt genauso gekauft werden, wie in dem Schuhladen. Entscheidend für den richtigen Kauf ist es, dass vorher der Verwendungszweck bestimmt wird. Die Stiefel aus dem Baumarkt sind unmodisch, dafür können sie aber auch auf den Baustellen standhalten. Die modischen Schuhe, die es speziell für Damen, Herren und Kinder zu kaufen gibt, sollten eher in der Freizeit, wie beim Gassi-gehen mit dem Hund getragen werden.

Was zeichnet Gummistiefel aus?

Der Begriff „Gummistiefel“ wird heute für Stiefel verwendet, die wasserabweisend sein. Sie gehen auf die Galoschen zurück, die in Norddeutschland als wadenhohe, manchmal auch kniehohe Stiefel gelten. Da diese wasserabweisend sind und durch ihren hohen Schaft einfach anzuziehen, erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Ursprünglich wurden die Stiefel aus Gummi hergestellt, heute wird dazu ein thermoplastischer Kunststoff verwendet, der Name wird sich dennoch nicht ändern. Die Gummistiefel, die aus reinem Gummi gemacht worden sind, sind in vielen Bereichen besser. An manche Materialeigenschaften kommen die Kunststoffe nicht heran. So kann das Naturkautschuk dadurch überzeugen, dass es sich bei Temperaturschwankungen nicht verändert, dafür ist es anfällig gegen UV-Strahlung und bei einzelnen Chemikalien. Im Vergleich zu PVC kann das Naturkautschuk durch seine Flexibilität überzeugen, das PVC durch den optischen Aspekt. Auch kann bei PVC nicht immer garantiert werden, dass sie im starken Regen 100% wasserdicht sind. Beim Spaziergang werden sie standhalten können, doch wer mit PVC-Gummistiefeln angeln möchte, der wird die Grenzen aufgezeigt bekommen.

In der Praxis werden Gummistiefel in den unterschiedlichsten Bereichen verwendet. So sind Reitgummistiefel im engsten Sinne auch Gummistiefel, da sie vor Wasser schützen. Bei den Watstiefeln ist es ähnlich. Grob gesagt gehören diese auch in die Sparte, einfachheitshalber werden sie aber als Watstiefel bezeichnet.

Gummistiefel – die Vor- und Nachteile

Gummistiefel haben ihre Vorteile, sie haben aber auch Nachteile.

VorteileNachteile
sind bequemAussehen teilweise nicht modisch
sind wasserdichteinige Modelle nicht immer wasserdicht
viele Einsatzbereiche

Unterschiedliche Arten von Gummistiefeln

Regenstiefel
Als Regenstiefel werden die Gummistiefel bezeichnet, die eher in Sachen Mode punkten können. Meist handelt es sich dabei um farbige Modelle, die für die Frauen und die Kinder auf den Markt gebracht werden. Die Funktion, nämlich wasserabweisend zu sein, spielt nicht selten eine zweitrangige Rolle. In den meisten Fällen wird hier das Material PVC verwendet, welches eben nicht immer dem Wasser standhalten kann. Die Modelle, die aus Naturkautschuk oder Polypropylen sind, können deutlich mehr Wasser abhalten, sind dafür dann aber auch schon wieder um einiges teurer.

Geeignet für leichtes Regenwetter.

Thermogummistiefel
Vom Aussehen her unterscheiden sich Thermogummistiefel nicht von anderen Gummistiefeln. Den Unterschied macht das Innenfutter aus, das in den Thermostiefeln zum Einsatz kommt. In der Regel handelt es sich bei dem Futter um synthetische Stoffe, der die Füße warm hält. Gleichzeitig kann so auch Schweiß von den Füßen durch das Futter aufgenommen werden. Hier liegt auch der Vorteil, dass ein Thermogummistiefel anstelle von einem zweiten Paar Socken getragen wird. Viele Menschen tragen nämlich z.B. beim Schneeschieben Gummistiefel mit einem zweiten Paar Socken. Jeder wird schnell darin schwitzen, das zweite Paar Socken wird den Schweiß aber nicht aufnehmen.

Geeignet für kalte Tage.

Anglerstiefel, Teichstiefel, Watstiefel
Zu den besonderen Arten von Gummistiefeln gehören die Anglerstiefel, Teichstiefel und Watstiefel. Sie sind für den speziellen Gebrauch gemacht. Sie unterscheiden sich daher im Aussehen deutlich zu den sonstigen Gummistiefeln. Anglerstiefel haben einen höheren Schaft, ein Futter und auch einen Verschluss. Sie sollten ein gutes und festes Profil haben, damit sie im Wasser einen sicheren Halt geben.

Teichstiefel gehen von der Länge her bis zum Oberschenkel. Damit diese Stiefel beim durch das Wasser gehen nicht verrutschen, werden sie mit einer Lasche am Hosengürtel befestigt. Die meisten Modelle haben eine feste Sohle, ein Innenfutter und verschweißte, wasserdichte Nähte.

Watstiefel sind ähnlich wie die Teichstiefel auch, bis zu den Oberschenkeln. Sie werden auch mit einer Lasche versehen, so dass sie am Gürtel befestigt werden können. Watstiefel werden meist aus Neopren gefertigt, da das Material sich hervorheben kann, da sie auch bei -50°C noch eingesetzt werden können.

Gummistiefel kaufen – der Test hilft!

Es ist nicht einfach, die richtigen Gummistiefel für den individuellen Bedarf zu kaufen. Im folgenden sind einige Tipps, wie der Kauf einfacher sein kann. Dabei ist es erst einmal egal, ob die Gummistiefel im Schuhladen oder im Internet gekauft werden.

Tipp: Im Internet sind die Preise für die Artikel meist etwas geringer!

Der richtige Schuhtyp
An erster Stelle steht es, den Bedarf für die Gummistiefel genau zu bestimmen. Es gibt unterschiedliche Arten an Gummistiefeln, die eben auf den jeweiligen Verwendungszweck abgestimmt sind. Wer etwa auf der Baustelle mit den Gummistiefeln ist, der sollte sich spezielle Arbeitsstiefel kaufen. Dieses sind robuster und in der Regel können sie auch größere Wassermengen abweisen. Der richtige Gummistiefel für den Winter ist der Thermogummistiefel, da hier kein zweites Paar Socken notwendig ist. Und auch bei Kindern, die gerne in der Matsche spielen, sollte diese Variante in Betracht gezogen werden. Für die Spaziergänge mit dem Hund im Regen sind die Regenstiefel die ideale Ausstattung. Sie sind in vielen Farben und mit vielen Mustern zu bekommen, sodass auch die Damen optisch einen guten Eindruck hinterlassen.

Die richtige Schuhgröße / Tragekomfort
Regenstiefel für Erwachsene gibt es ab der Schuhgröße 35/36 bis 50. Für Kinder gibt es in allen Größen mehr oder weniger große Auswahlen. Wichtigen für den Kauf ist es, dass die eigene Schuhgröße und die Herstellerangaben berücksichtigt werden sollten. Wer in den Gummistiefeln noch ein zweites Paar Socken tragen möchte, der sollte sich für den Kauf in einer Nummer größer entscheiden.

Das richtige Material
Ganz eng zusammen mit dem Verwendungszweck für die Gummistiefel steht das Material. Denn es gilt, umso wasserdichter das Material ist, umso mehr Möglichkeiten stehen mit den Gummistiefeln offen.

Polyurethan(kurz PU):

  • Kunststoff
  • leicht
  • kälteelastisch
  • Schutz gegen Kälte

Ethylenvinylacetat (kurz EVA):

  • Kunststoff
  • Beständig gegen Wärme und Alterung

Polyvinylchlorid (kurz PVC):

  • Kunststoff
  • günstig in der Anschaffung
  • einfach zu verarbeiten
  • stylisch und bunte Gummistiefel

Gummi und Kautschuk

  • am wasserabweisendsten
  • teuer

Nützliche Extras bei Gummistiefeln
Zwingend brauchen Gummistiefel keinen Beinabschluss oder ein Innenfutter als zusätzliches Extra. Es kann aber für den einen oder anderen sinnvoll sein, wenn der eigene Gummistiefel genau dieses hat. Bei dem Beinabschluss soll verhindert werden, dass Wasser von oben in den Schuh gelangen kann. Gerade diejenigen, die durch Pfützen springen, wollen auf dieses Extra nicht verzichten.

Tipp: Bei Kindern sollte bei einem Gummistiefel auf ein Beinabschluss nicht verzichtet werden. Mit einer Zugkordel kann hier vor Wasser geschützt werden.

Das Innenfutter bei einem Gummistiefel kann vor kalten Füßen schützen. Gedacht sind diese Modelle für alle, die auch an kalten Tagen draußen sein wollen oder müssen. Wer auch im Winter mit seinem Hund spazieren geht und sich seine Winterstiefel nicht ruinieren möchte, ist mit gefütterten Gummistiefeln bestens beraten.

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