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Hochstuhl – Kinder können auch am Tisch essen

Wer Kinder hat, der wird nicht darum herumkommen, einen Hochstuhl zu kaufen. Anders ist es nur schwer möglich, dass die Kinder wie ein Erwachsener am Tisch sitzen und zum Beispiel essen kann. Kinder können nicht immer auf dem Schoß der Eltern sitzen und für einen Stuhl ist das Kind noch zu klein.

Warum ein Hochstuhl gekauft werden sollte!

Das gemeinsame Essen mit der gesamten Familie sollte eigentlich dazu dienen, dass sich die ganze Familie wohl fühlt. Das geht nicht, wenn sich ein Elternteil einschränken muss, weil das Kleinkind auf dem Arm sitzen muss. Und für ein Kind, dass auf einem Stuhl sitzt, wobei es den Tisch kaum erreichen kann, ist es auch wenig komfortabel.

Gut, dass es da Hochstühle gibt, die genau hier ansetzen. Die Stühle sind so konzipiert, dass die Sitzfläche höher ist, als bei anderen Stühlen. So sitzt das Kleinkind automatisch um einige Zentimeter höher und kann problemlos am gemeinsamen Essen teilnehmen. Wichtig dabei ist es aber, dass der Hochstuhl sicher ist. Dafür haben sich die Hersteller so einiges ausgedacht. Zum einen gibt es Hochstühle die Sicherheitsgurte haben. Sind diese dem Kind umgelegt, kann das Kind, welches gerade beim Essen sein ganzes Temperament zeigt, nicht aus der Höhe auf den Boden fallen. Andere Hersteller haben lediglich Sicherheitsbügel, wie sie auch aus dem Kinderwagen bekannt sind. Oft handelt es sich hierbei um Platten, die zusätzlich eine Verlängerung des Tisches darstellen können.

Ein Kind sollte in den Hochstuhl gesetzt werden, wenn es alleine sitzen kann. Ansonsten könnte der Rücken des Kindes, der noch sehr weich ist, Haltungsschäden bekommen. Auf der anderen Seite gibt es auch für noch jüngere Kinder eine Sitzverkleinerung, die in den Stuhl gelegt werden kann. Dieses ist auch eine gute Möglichkeit, wenn der Stuhl am Anfang noch recht groß ist. Schließlich werden die Kinder lange in dem Hochstuhl sitzen, sodass sie auch bei größeren und älteren Kindern noch passen sollten.

Unterschiedliche Hochstuhl-Modelle im Test

Der Markt bietet einige Modelle an Hochstühlen an. Eltern sollten sich vor dem Kauf überlegen, welchem Zweck der Hochstuhl dienen soll. Soll er alltäglich in Gebrauch sein oder nur als Zweitstuhl für Reisen und den Besuch bei den Großeltern?

1. Der Treppenhochstuhl
Wie der Name schon vermuten lässt, kennzeichnet der Treppenhochstuhl der treppenähnliche Aufbau. Dabei sind die meisten Modelle aus Holz, sodass der Stuhl sehr stabil wirkt, damit die Kinder auch auf den Stuhl alleine klettern können, wenn sie alt genug dafür sind. Die Möglichkeit besteht ja, eben weil der Stuhl einer Treppe ähnelt. Dennoch sollten die Eltern die Kinder hierbei nie unbeaufsichtigt lassen.

In der Regel kann der Treppenhochstuhl individuell auf die Bedürfnisse des Kindes eingestellt werden. So lassen sich die Sitzfläche und die Fußstützen auf die Größe des Kindes anpassen. Gleiches gilt auch für die Sicherheitsgurte.

Tipp: Da der Stuhl mitwächst, ist er für Kinder ab 6 Monaten geeignet.

2. Der Mehrzweckhochstuhl
Der Mehrzweckhochstuhl kann sich deshalb auszeichnen, weil er eben mehr ist, als nur ein Stuhl. Er hat eine verstellbare Rückenlehne, sodass das Kind direkt nach dem Essen in dem Stuhl auch schlafen könnte. Gefertigt sind diese Hochstühle oft aus stabilem Aluminium. Der Stuhl ist dennoch recht leicht und kann kompakt zusammengeklappt werden. Er eignet sich daher auch für Reisen.

Tipp: Der Hochstuhl eignet sich nur für Kinder zwischen 6 Monaten und 2 Jahren. Durch seine geringere Stabilität ist er für ältere Kinder nicht mehr gedacht.

3. Kombihochstuhl
Der Kombihochstuhl besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus einem Tisch und zum anderen aus einem Stuhl. Beide Komponenten lassen sich aufeinander setzen, sodass daraus eben der Hochstuhl wird, an dem die Kinder am Essenstisch sitzen können. Alternativ können beide Teile aber auch separat genutzt werden. Wenn das Kind malen möchte, so können Tisch und Stuhl einzeln gestellt werden und das Kind hat einen sicheren Platz. Die Stühle haben eine einzelne kleine Platte vorne.

Tipp: Kinder ab 6 Monaten können in dem Kombihochstuhl sitzen.

4. Reisehochstuhl
Der Begriff des Reisehochstuhls ist zweideutig. Zum einen sind damit Mehrzweckhochstühle gemeint, die sich schnell zusammenfalten lassen, kaum Platz wegnehmen und dennoch sicher sind. Gemeint kann aber auch ein einfaches Sitzkissen sein, welches für das Kind die Sitzposition erhöht und so problemlos auch am großen Tisch Platznehmen kann.

Ratgeber für den Kauf eines Hochstuhls

Wer einen Hochstuhl kaufen möchte, steht vor einer umfangreichen Produktpalette. Mit folgenden Ratschlägen kann es einfacher werden den richtigen Hochstuhl zu kaufen.

Der Typ des Hochstuhls
Zu allererst sollte sich die Eltern bewusst machen, um welchen Hochstuhl-Typ es sich handeln. Soll. Danach minimiert sich die Auswahl schon einmal.

Das Material des Hochstuhls
Bei den Hochstühlen kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Sie zeichnen sich mit ihren individuellen Vorteilen gegenüber den anderen aus. Beachten sollten Eltern zwingend, dass das Material keine gesundheitlichen Risiken birgt.

  • Holz-Hochstühle: Bei einem Hochstuhl aus Holz wird von den meisten Herstellern Massivholz oder Buchenholz verwendet. Diese sind nicht schädlich. Beachtet werden sollte aber die Art der Lasur, die auf dem Holz aufgetragen ist.
  • Kunststoff-Hochstuhl: Vor allem bei einem Reisehochstuhl kommt das Material Kunststoff für den Sitz zum Einsatz. Die Vorteile liegen darin, dass sich das Material sehr einfach reinigen lässt. Kinder sollten nicht zu lange in einem Kunststoff-Sitz sitzen, es kann zu Hautreizungen führen.

Metall beim Hochstuhl: Vorwiegend für die Verbindungen und bei den Schrauben kommt Metall zum Einsatz. Eltern sollten nicht nur vor dem Kauf sondern während der gesamten Zeit in der ein Hochstuhl benutzt wird, darauf achten, dass keine spitzen Kanten gegeben sind, an denen sich das Kind verletzen könnte.

Sicherheit beachten
Das Thema Sicherheit spielt bei Kindern immer eine große Rolle. Wer einen Hochstuhl kauft, der sollte darauf achten, dass der Hersteller auf die EU-Norm 1488-1 aus dem Jahr 2006 hinweist. Damit unterliegt der Stuhl den geltenden Anforderungen.

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