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Imprägnierspray - Ratgeber für Ihren Test & Vergleich

Gerade in der wetterunbeständigen Jahreszeit ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig. Gemeint ist damit nicht nur, dass die passende Bekleidung gewählt werden muss, sondern auch, dass diese helfen muss. Was bringt eine Regenbekleidung samt Schuhen, wenn die Füße dennoch nass werden. Imprägnierspray kann dabei helfen, dass die Schuhe wasserfest sind und erst einmal bleiben. Aber auch die Regenbekleidung an sich sollte in Abständen imprägniert werden, damit die Bekleidung den Regen auch abweisen kann.

Wie wirkt Imprägnierspray

Mit der Hilfe des Imprägniersprays wird die Kleidung vor Regen noch mehr geschützt. Wassertropfen perlen dann einfach von der Bekleidung ab. Damit genau diese Wirkung erzielt werden kann, greifen die Hersteller auf ein Vorbild aus der Natur zurück. Die Lotus-Pflanze ist das Abbild, welche ihre Blätter effektiv vor Wassereinwirkungen schützt. Die Oberfläche der Blätter sind mit sehr kleinen Wachskugeln überzogen. Diese sind so klein, dass sie nur unter dem Mikroskop erkannt werden können. Durch diese Kügelchen ist die Oberfläche der asiatischen Pflanze uneben, die Wassertropfen haben kein durchkommen und rollen gleich wieder von den Blättern ab. Bei einem Imprägnierspray soll ähnlicher Effekt erreicht werden. Durch das Spray soll die Bekleidung einen Abperleffekt bekommen. Das Spray wird aus einem Gemisch aus Harz, Wachs und Öl hergestellt. In den meisten Imprägniersprays befindet sich das Fluorcarbonharz, welches sich nach der Anwendung auf die Textilfasern setzt. Schon beim Kauf von Wanderschuhe oder Outdoorbekleidungen werden solche Imprägnierungen vorgenommen. Nach einer gewissen Zeit sollte sie aber erneuert werden, damit die Bekleidungen weiterhin gut gegen Wasser und Schmutz geschützt ist.

Vorteile und Nachteile von Imprägniersprays

Wer seine Regenbekleidung oder seine wasserfesten Schuhe langandauernder gegen das Wetter und die Witterung schützen möchte, ist gut beraten Imprägnierspray zu verwenden. Dennoch ist dieses Mittel nicht frei von Nachteilen. Gerade der gesundheitliche Aspekt wird hier immer wieder genannt. Verschiedene Imprägniermittel im TestDas wohl bekannteste Imprägniermittel ist das Spray. Dennoch gibt es auch noch einige andere Mittel, die im folgenden vorgestellt werden.

  • Treibgasspray: Das Treibgasspray ist die wohl bekannteste Variante der Imprägniermittel. Dabei wird das Mittel einfach auf die Bekleidung aufgesprüht und nach einer kurzen Trocknungszeit ist dieses dann gegen Wasser und Schmutz sicherer. Eigentlich sind alle Treibgassprays ähnlich was die Wirkung angeht. Unterschiede sind in den Preisen, im Geruch und in der Zeit, die fürs Trocknen verbracht werden muss, zu finden.

    Tipp: Bei einem Spray sollte auch immer der gesundheitliche Aspekt berücksichtigt werden. Wenn in dem Mittel per- und polyfluorierten Chemikalien verwendet werden, können sie für die Umwelt und die eigene Gesundheit schädlich sein.

  • Wash-In: Bei den Imprägniermitteln als Wash-In Variante wird die Imprägnierung in der Waschmaschine vorgenommen. Spezielle Wash-Ins werden zu der Wäsche in die Waschmaschine gegeben und der Schutz der Bekleidung so sichergestellt. Der Vorteil dieser Variante liegt sicherlich darin, dass der Schutz gleichmäßiger aufgetragen werden kann, als mit dem Spray. Gerade bei solchen Dingen wie einem Rucksack, der mit der Hand nur schwer in allen Ecken zu erreichen ist, kann sich die Anwendung lohnen. Nachteilig wird gesehen, dass die Dosierung nicht einfach ist. Der Schutz durch die Wash-Ins lassen sich mit dem Spray auch nicht vergleichen, oft ist eine schnellere Neu-Imprägnierung nötig.
  • Sprühschaum: Die Sprühschaum-Imprägnierung ist empfehlenswert, wenn damit empfindliche Materialien imprägniert werden soll. Ein Beispiel hierfür ist Wildleder. Da Bekleidung aus diesem Material weder in die Waschmaschine gehören, noch das Spray zu empfehlen ist, ist der Schaum die einzige Möglichkeit, die Kleidung länger andauernd vor Regen zu schützen. Nachteilig ist es aber, dass der Schaum länger trocknen muss, als das Spray schneller einzieht. Die Anwendung mit dem Sprühschaum ist relativ aufwendig, da dieser mit einem Tuch in das zu behandelnde Stück eingerieben werden muss.

Verwendung des ImprägnierspraysUm durch das Imprägnierspray die Kleidungsstücke auch wirklich gegen Regen zu schützen, muss bei der Verwendung einiges beachtet werden. Ansonsten kann es nicht nur passieren, dass bestimmte Stücke kaputt gehen, sondern kann es auch gesundheitliche Folgen haben, wenn das Imprägnierspray falsch angewendet wird.

1. Materialverträglichkeit testen
Die meisten auf dem Markt angebotenen Imprägniersprays sind für viele Materialien gedacht. Wer ein solches Spray benutzen möchte, der sollte sich dennoch sehr genau ansehen, ob die eigene Kleidung mit dem Spray zurechtkommt. Besonders von sich aus schon imprägnierte oder als Gore Text bezeichnete Kleidungen könnten mit dem Spray nicht zurecht kommen und könnten zum Beispiel danach nicht mehr atmungsaktiv sein. Auch bei dem Material an sich, sollte vorab geschaut werden, ob dieses für ein Imprägnierspray geeignet ist. Leder und hier insbesondere Wildleder sind sehr empfindlich und das Auftragen des Sprays könnte Flecken hinterlassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte sich bei einem solchen Material für ein spezielles Leder-Imprägnierspray entscheiden.

Tipp: Um zu testen, ob das Material das Imprägnierspray verträgt, sollte immer an einer unauffälligen Stelle getestet werden.

2. An der frischen Luft imprägnieren
Da Imprägnierspray nicht eingeatmet werden sollte, sollte das Imprägnieren draußen, im Freien gemacht werden. Wer an Regentagen dazu keine Möglichkeit hat, der kann auch bei offenem Fenster seine Bekleidung imprägnieren.

Tipp: Mit dem Wind imprägnieren, da ansonsten durch den Wind das Spray doch wieder in die eigene Richtung gelangt und dann eingeatmet werden könnte.

3. Richtige Verwendung des Imprägniersprays
Um das Kleidungsstück am besten zu schützen, muss es vor dem eigentlichen Imprägnieren vorbereitet werden. Dazu gehört es, dass Schmutz und Staub entfernt werden. Die Bekleidung muss nicht nur sauber, sondern auch trocken sein, damit das Imprägniermittel sicher haften bleibt. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, muss das Spray aus einer Entfernung von 20 – 30 cm auf das Bekleidungsstück gesprüht werden. Das Einsprühen muss gleichmäßig erfolgen, so lässt sich eine Fleckenbildung vermeiden. Zudem kann auch nur so sichergestellt werden, dass das Stück rundum eine Imprägnierung hat.

4. Die Trockenphase
Nachdem das Imprägnierspray aufgetragen worden ist, muss die Kleidung erst eine Zeit lang trocknen. Die genaue Dauer ist auf der Verpackung zu finden. Pauschal kann gesagt werden, dass es sich hier um etwa eine Stunde handelt. Wer vor dem Ablauf dieser Zeit die Jacke oder die Schuhe trägt, muss damit rechnen, dass sie nicht immer komplett dicht hält.

5. Wie häufig muss imprägniert werden?
Eine genaue Angabe zu machen, wenn der Imprägnierschutz nicht mehr gegeben ist, ist nicht einfach. Bei manchen Stücken kann die Beschichtung bereits nach 4 Wochen, bei anderen erst nach 6 Monaten nachlassen. Die individuellen Grundlagen, wie häufig wird das Bekleidungsstück verwendet und auch, wie oft es in der Zwischenzeit gewaschen wird, muss immer berücksichtigt werden.

Tipp: Um zu prüfen, ob die Imprägnierung noch dicht ist, kann das Bekleidungsstück mit ein wenig Wasser betröpfelt werden. Sollte das Wasser nicht in die Innenseite gelangen, so muss noch nicht neu imprägniert werden.

VorteileNachteile
schützt vor Wasser und Schmutzbei falscher Verwendung drohen gesundheitliche Probleme
einfache Anwendungbeißender Geruch
hält mehrere Monate
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