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Kindermatratzen sorgen für einen kindgerechten Schlaf

Zu dem neuen Kinderbett gehört auch eine Kindermatratze. Viele Eltern wissen gar nicht, wie wichtig die richtige Matratze für den Schlaf des Kindes ist.

Warum eine Kindermatratze kaufen?

Im Gegensatz zu den Erwachsenen verbringen auch Kleinkinder und Kinder noch sehr viel Zeit mit Schlafen. Daher ist es besonders wichtig, dass die Matratze die Anforderungen erfüllen kann. Kinder schlafen anders, ihr Körperbau ist noch nicht ausgereift, daher muss es eine spezielle Kindermatratze sein, die die Eltern für das Bett kaufen. Anders als bei Erwachsenen darf die Kindermatratze keine Zonen haben. Das Kind würde so ständig falsch im Bett liegen und der Knochenbau, der im vollen Gange ist, würde dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Matratzen für das Kinderbett sollten nicht in Zonen unterteilt sein und müssen sie einen bestimmten Härtegrad aufweisen, damit das Kind durch das Schlafen keine Fehlhaltungsschäden erlangt.

Tipp: Bei Kindermatratzen gilt es, dass sie nur auf einem Lattenrost liegen sollte, welches Luft an die Matratze kommen lässt. Ansonsten kann der Schweiß, der im Schlaf gebildet wird, nicht zirkulieren und die Matratze würde schimmeln.

Kindermatratzen-Typen im Test

Grob werden die Kindermatratzen anhand des Materials unterschieden:

1. Kindermatratzen aus Schaumstoff
Die einfachsten Matratzen werden aus Schaumstoff gefertigt, meistens wird dazu Polyurethan verwendet. Diese Matratzen sind die billigsten auf dem Markt, oft werden sie mit einem Kinderbett im Set verkauft. Sie haben keine Zonen, sind aber auch recht weich. Eine weiche Matratze sorgt dafür, dass sie Kuhlen vom Liegen bilden werden.

  • billigster Kindermatratzen-Typ
  • keine Einteilung in Zonen
  • es können sich Liegekuhlen bilden
  • oft zu weich

2. Kindermatratzen aus Kaltschaum
Bei Kindermatratzen aus Kaltschaum wird zwar auch der Schaumstoff Polyurethan verwendet, doch werden hier mehrere Schichten zu der Matratze aufgebaut. Dabei ist auch ein Viskoseschaum, das Material kann sich dadurch auszeichnen, dass es Temperaturen erkennen kann. So macht sich die Matratze härter oder weicher. Das Kind hat so eine angenehme Liegefläche im eigenen Bett. Mit Druck kann Kaltschaum auch besser umgehen, es bilden sich später bzw. weniger Kuhlen durch das Liegen.

  • gut für das Schlaf-Klima
  • guter Härtegrad
  • manchmal bilden sich Liegekuhlen

3. Kindermatratzen aus Latex-Kokos
Die Kombination aus Latex und Kokos macht eine Kindermatratze zu einer guten Wahl. Beide Materialien können ihre individuellen Vorteile mitbringen. Die Matratze hat den richtigen Härtegrad für das Kind, dennoch ist sie luftdurchlässig. Die Matratzen sind in der Anschaffung recht teuer, dafür halten sie aber auch länger. Liegekuhlen werden nur sehr selten gebildet.

  • luftdurchlässig
  • halten lange
  • teuer

Kaufratgeber für Kindermatratzen

1. Härtegrad der Matratze bestimmen
Bei Matratzen für Kinder gilt, dass diese hart sein sollten. Umso härter, umso besser. Dass die Kinder sich darauf nicht wohlfühlen werden, denken viele Eltern, doch geben harte Matratzen nach, wenn sich das Kind darauf legt. Warum harte Matratzen die richtige Entscheidung sind, wird mit dem plötzlichen Kindstod beantwortet. 100%-ig bewiesen ist es zwar nicht, dass die Matratzen daran Schuld sind, doch wurde in der Vergangenheit immer wieder bei weicheren Matratzen dieses Risiko gefunden. Da das Kind den Kopf dann tiefer in die Matratze vergraben kann, kann es dazu kommen, dass es keine Luft mehr bekommt.

Tipp: Im Zusammenhang mit dem plötzlichen Kindstod sollten alle Eltern auch daran denken, keine Kissen in das Bett zu legen. Ratsam ist es auch, statt der Decke einen Schlafsack zu benutzen.

2. Matratzenkanten
Eine Kinderbettmatratze sollte eine feste Trittkante haben. Dieses liegt daran, dass so verhindert werden kann, dass das Kind zwischen Bett und Matratze rutschen kann und hier steckenbleibt.

3. Haltbarkeit der Matratzen
Bei einer Matratze wird die durchschnittliche Haltbarkeit mit 8 – 10 Jahren angegeben. Wer die Matratze richtig pflegt und reinigt, der wird auch so lange mit der Matratze auskommen. Daher sollte darauf geachtet werden, eine Matratze in einer gut bedachten Größe zu kaufen. Wer von der Normgröße abweicht, wird eben nicht so lange mit einer Kindermatratze auskommen.

Tipp: Das Wenden der Matratze im Kinderbett kann helfen, dass sie weniger durchliegt und sorgt so für eine längere Haltbarkeit.

4. Das Material
Bei den unterschiedlichen Matratzen-Materialien kann vor allem eine Kindermatratze aus Latex-Kokos überzeugen. Durch die Kokosfasern kann eine gute Belüftung sichergestellt werden, das Latex sorgt für die richtige Härte der Matratze.

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