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Mit Laufsocken – bessere Laufergebnisse erzielen?

Sport wird in der Gesellschaft immer wichtiger. Damit verbunden ist auch ein breites Spektrum an Ausstattung in der jeweiligen Sportart. Wer Laufen geht, für den werden nicht mehr nur spezielle Laufschuhe angeboten. Mit Laufsocken soll das Lauftraining noch einmal verbessert werden. Wer meint, dass normale Socken beim Laufen ausreichen, der wird nach dem Ratgeber eines besseren belehrt worden sein und in der Zukunft die speziellen Socken beim Laufen tragen.

Warum Laufsocken?

Für den Läufer steht es an erster Stelle, dass der Fuß und der Laufschuh eine Einheit bilden sollen. Dazu gehört es, dass nichts drückt und zwickt. Die Füße dürfen nicht weh tun und auch nicht warm werden. Mit normalen Socken kommt hier jeder Sportler schnell an die Grenzen. Nicht nur, dass sie oft einen Zwickel im Zehenbereich haben, der schnell scheuert und die Füße dann beginnen zu schmerzen. Auch das Fußklima in herkömmlichen Socken und auch in den sogenannten Sportsocken ist nicht immer das Beste. Die Füße beginnen schnell zu schwitzen, durch den Wasserstau in den Socken kommt es schnell zur Blasenbildung an den Füßen. Und damit kann kein gutes Fußklima aufrecht erhalten werden.

Bei den sehr speziellen Laufsocken ist genau an diesen Punkten dir Grundlage gesetzt: die Füße sollen nicht schwitzen und sollen sich die Socken an den Fuß und auch an die Schuhe anpassen. Erreicht werden kann dieses zum einen damit, dass die Socken stützende Funktionen haben. In der Mitte und am Beinabschluss sind sie so gearbeitet, dass sich die Laufsocken nicht verdrehen können. Dieses vermindert das Scheuern der Socken am Fuß, was dann zu Verletzungen führen kann. Weiterhin ist die Ferse der Laufsocken etwas höher geschnitten, damit eine gute Passform erreicht werden kann.

Die Laufsocken sind ebenfalls atmungsaktiv. Die Nässe wird schnell vom Fuß weg geleitet, damit es nicht zu einem Hitzestau kommen kann. Dieses kann dazu führen, dass sich das Wasser am Fuß sammelt, was zum einen kein hoher Tragekomfort mehr sein wird und zum anderen auch zu Problemen an den Füßen führen kann.

Laufsocken vs. Kompressions-Sportsocken

Die Kompressionstechnik ist beim Sport weit verbreitet. Ihnen wird nachgesagt, dass sie Verletzungen vorbeugen können. Sportler tragen nicht selten solche Strümpfe, da mit diesen eine schlechte Durchblutung vermieden werden soll. Durch den Druck, der auf den Wadenbereich ausgeübt wird, wird mehr Sauerstoff in die Muskel gelangen. Den Kompressions-Sportsocken wird daher eine leistungssteigernde Wirkung zugesagt.

Diese Methode haben bereits einige Hersteller für ihre Produkte aufgegriffen. Allerdings zeigen Tests, dass sie nur bei den Profis auch wirklich Vorteile bringen. Zum Laufen sind Kompressionssocken nicht wirklich vorteilhaft. Zum einen deshalb, weil die Socken recht hoch sind, sie jeder sehen würde. Zum anderen auch deshalb, weil die Modelle keinerlei atmungsaktive Verhalten zeigen. In den Socken wird jeder schwitzen, schon ohne sich körperlich groß angestrengt zu haben. Wer dann noch mit den Socken läuft, wird schnell nasse Füße haben.

Laufsocken-Typen im Vergleich

1. gepolsterte und ungepolsterte Laufsocken
Der Markt bietet gepolsterte und ungepolsterte Laufsocken an. Der Laie wird den kleinen, aber dennoch gravierenden Unterschied auf den ersten Blick gar nicht nachvollziehen können. Der große Vorteil bei den gepolsterten Laufsocken liegt darin, dass die Polsterung wie ein Stoßdämpfer agieren soll. Die Schritte werden dadurch abgefedert. Gerade die Menschen, die auf einem harten Untergrund laufen, werden sich für die gepolsterten Laufsocken aussprechen. Durch das zusätzliche Polster soll einer Blasenwirkung entgegengewirkt werden.

Der Nachteil bei den gepolsterten Laufsocken liegt darin, dass sie breiter sind, als ungepolsterte Socken. Wer diese Socken tragen möchte, sollte die Schuhe ruhig in einer Größe mehr kaufen. Ein weiterer Nachteil ist der, dass sich in gepolsterten Laufsocken die Hitze schneller stauen kann. Das Polster ist ein zusätzliches Stück Stoff und wird dazu beitragen, dass genau an dieser Stelle die Atmungsaktivität nicht mehr so gegeben ist, wie am restlichen Socken.

Tipp: Laufsocken für Wettkampfsportler sollten immer ungepolstert sein. So kann das Gefühl für die Strecke besser beibehalten werden.

Vorteile und Nachteile der gepolsterten Laufsocken

VorteileNachteile
Abfederung, gut für die Muskulatursind dicker
weniger Blasenbildungkein gutes Gefühl für den Untergrund
Hitzestau

2. Atmungsaktive Laufsocken oder nicht?
Wer in Sachen Laufsocken eine gute Wahl treffen möchte, entscheidet sich für atmungsaktive Laufsocken. Erkennbare Materialien, die diese Eigenschaft besitzen sind Merinowolle oder Kunstfasern wie beispielsweise Polypropylen oder CoolMax. Vermieden werden sollten Laufsocken, die einen hohen Baumwollanteil haben. Dieses Material nimmt zwar Wasser auf, kann es aber nicht wieder so schnell abgeben.

Tipp: Der Baumwollanteil sollte bei weniger als 70% liegen!

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