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Lenkradkralle - damit wird Wegfahren schwer

Das beliebteste Fortbewegungsmittel der Deutschen ist und bleibt das Auto. Neben der Wegfahrsperre und der Alarmanlage versuchen Autobesitzer ihren wertvollen Schatz noch durch weitere Sicherheitsmaßnahmen zu schützen. Immer beliebter wird die Lenkradkralle – das ist auch kaum verwunderlich: im Jahr 2014 wurden allein über 18.000 Fahrzeuge gestohlen. Obgleich die Ziffer im Gegensatz zu 2013 ein wenig zurückging, kann sich niemand eines Diebstahles sicher wähnen. Lenkradkrallen stellen hingegen einen guten Zusatz zur Sicherheit des Gefährtes dar.

Wie funktioniert eine Lenkradkralle?

Die Lenkradkralle gehört normalerweise in die Kategorie der großen Wegfahrsperren. Im Fachhandel wird diese Kralle auch gern als Lenkradsperre oder Lenkradschloss bezeichnet. Den ganzen Bezeichnungen zum Trotz wird ein- und dieselbe Funktion erreicht: das mechanische Versperren des Lenkrades. Mittels einer Stahlvorrichtung, die zwischen dem Lenkrad und der Kupplung verbunden wird, ist eine Drehung der Lenkung nicht mehr möglich. Wer sich eine Kralle zulegen möchte, kann zwischen einer elektronischen als auch einer klassischen Lenkradkralle sowie einer Lenkradsperre erwählen.

Wegfahrschutz im Überblick

Elektronische Wegfahrsperre: dieser Version funktioniert ähnlich wie eine Alarmanlage. Wird das Auto geöffnet, reagieren Sensoren am Armaturenbrett und schlagen Alarm. Streng genommen könnte dieses Modell als Funkalarmanlage bezeichnet werden, wird aber gern als elektronische Wegfahrsperre oder Lenkradsperre gekennzeichnet.

Klassische Lenkradkralle: mit dieser Version geht gar nichts mehr. Die Kralle wird mit Lenkrad und einer Pedale (zumeist Kupplung oder Bremse) verbunden und mittels eines integrierten Schloss festgestellt. Nur der Besitzer des Schlüssels kann diese massive Vorrichtung wieder lösen. Für Autodiebe wirkt die starke Lenkradkralle gern abschreckend – eine Sicherung mit mehreren Effekten.

Lenkradsperre: diese Sperre wird ebenso gern als Lenkradschloss angeboten und präsentiert sich zumeist am Lenkrad als Sicherheitsschloss. Dabei wird der Metallstab über das Lenkrad gelegt. Dank der Übergröße ist eine Drehung der Lenkung nicht mehr gegeben – vielmehr schlägt die Kralle bei Nichtbeachtung gegen die Karosse des Autos. Ein Wegfahren ist schlichtweg unmöglich.

Wie erkenntlich ist, gibt es verschiedene Lenkradsperren. Die komplizierten Sicherheitsschlösser sind schwer von Autodieben zu öffnen – meist kommen nur Profis weiter.

Vorteile LenkradkralleNachteil Lenkradkralle
Schnelle und einfache Anbringung ans LenkradSchlösser können von Profidieben schnell beseitigt werden
Recht günstiger AnschaffungspreisWeniger Sicherheit als eine gute Autoalarmanlage
Solide Diebstahlsicherung

Das ist beim Kauf der Lenkradkralle zu bedenken

Die meisten Lenkradkrallen müssen am Lenkrad selbst montiert werden. Während einige durch Größe bestechen, müssen andere wiederum mit den Pedalen verbunden werden. In diesem Bereich sollten Interessierte entscheiden, welches Modell sinnreicher und vorteilhafter für das Auto ist. Die Montage selbst ist denkbar einfach: die Größe und der Abstand zu Lenker und Pedale lässt sich durch einen Teleskopstab einrichten.

Material bedenken
Der Großteil aller Krallen besteht schlichtweg aus Stahl. Zum Schutz vor Kratzern werden die Stangen zusätzlich mit robustem Kunststoff ummantelt.

Länge erkennen
Zahlreiche Varianten sind mit einer Grundläge von ca. 80 cm ausgestattet. Diese Länge ist hinreichend, um auch größere Transporter, Sprinter oder gar Wohnmobile zu sichern. Für andere Gegebenheiten sind Lenkradkrallen mit Teleskopstäben interessant. Vor dem Kauf im Handel als auch im Internet über Amazon oder dergleichen, ist eine genaue Abmessung des Lenkrades ratsam. Passt die Lenkradkralle nämlich nicht perfekt, bringt diese schließlich keinerlei Sicherheiten.

Mehr Hightech mit Alarm
Wie bereits erwähnt werden auch elektronische Lenkradsperren angeboten, die bei Erschütterungen mit Signalen für Unruhe sorgen. Das akustische Signal liegt hier bei round about 100 dB – das entspricht ungefähr der Lärmentwicklung eines Rasenmähers. Diese Vorrichtung wird mit einer Fernbedienung angeliefert, mit der die Kralle spielend einfach ein- sowie abgeschaltet werden kann.

Zu den bekanntesten Herstellern im Rahmen der Lenkradkrallen zählen

  • Altium
  • Carpoint
  • Defa
  • Betec Ideen
  • Sumex

Welche Marke ist empfehlenswert?
Die meisten Lenkradkrallen werden vom ADAC empfohlen – hier kann also kein bestes oder schlechtes Modell genannt werden. Wer das Risiko eines Diebstahles minimieren möchte, kann sowohl mit günstigen als auch teuren Vorkehrungen etwas erreichen. Wichtig ist, das Fahrzeug bestmöglich abzusichern – ohne Sicherung gibt es schließlich auch keine Sicherheiten.

Ist die Lenkradkralle das Nonplusultra?
Sicherlich gibt es keine Schutzvorkehrung, die zu 100% einen Diebstahl verhindern könnte. Mit einer Lenkradkralle und dem integrierten Stoplock kann vielmehr ein Diebstahlversuch verringert werden. Gerade Gelegenheitsdiebe geraten beim Anblick einer Kralle ins Grübeln und überlegen sich mehrmals, ob sie einen Versuch wagen sollen.

Wie schwer ist die Montage?
Die Anbringung der Lenkradkralle ist nicht schwer. Nachdem die Kralle der Verpackung entnommen wurde, kann die Stahlstange auch schon mit dem Lenkrad verbunden werden. Die ersten Versuche verlangen sicherlich etwas Übung, die mit der Zeit jedoch in Leichtigkeit übergeht.

Welche Alternativen von Wegfahrsperren gibt es noch?
Neben den Lenkradkrallen werden weitere Krallentypen im Handel angeboten:

Autokralle: die Rad- oder Parkkralle wird zuverlässig mit dem Reifen des Autos verbunden. Dadurch wird das Drehen des Rades verhindert.
Gangschaltungssperre: mit diesem Schutz, der durch Schlösser an dem Schalthebel besticht, wird die Gangschaltung blockiert. Die Sicherung ist relativ unauffällig und macht sich gut im Alltag.

Autos können demnach ganz einfach abgesichert werden. Dabei müssen nicht zahlreiche Sicherheitsvorkehrung vollzogen werden – eine gute Lenkradkralle wirkt bereits deutlich abschreckend und bietet somit ein gewisses Maß an Sicherheit vor Autodiebstahlen.

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