(c) Test von vergleich.org

Rucksack, der ideale Begleiter

Wer beide Hände frei haben möchte, der sollte sich einen Rucksack kaufen. Er ist ein treuer Begleiter in vielen Situationen. Vor wenigen Jahren gab es nur sehr wenige Rucksack-Modelle. Heute ist der Markt deutlich größer geworden. Sie unterscheiden sich in der Ausstattung recht stark von einander. Wer einen Rucksack kaufen möchte, ohne einen bestimmten Verwendungszweck, der wird nicht so schnell fündig. Neben einem Allrounder gibt es Rucksäcke für die Schule, für den Sport, für Wanderungen, spezielle Modelle für Kinder und für Damen.

Unterschiedliche Rucksack Typen

Bei einem Rucksack gibt es mehrere Varianten. Die Kategorien Tagesrucksack, Wanderrucksack und Schulrucksack haben sich durchgesetzt und werden im Folgenden näher vorgestellt.

Tagesrucksäcke
Tagesrucksäcke sind auch als Allround-Rucksäcke bekannt. Sie helfen immer dann, wenn die Hände frei bleiben sollen, egal, welchens Vorhaben ansteht. Ein Daypack, wie die englische Bezeichnung ist, hat eine Volumen-Spanne zwischen 10 und 35 Litern, sodass vieles mit ihm gemacht werden kann. Ansonsten sind die Vorgaben ebenso frei. Tagesrucksäcke sind in allen nur erdenklichen Farben vertreten, mit oder ohne Motiven versehen und von der Form her auch recht variabel. So kann der Rucksack für den Weg zur Arbeit, für den Ausflug und auch zum Shoppen genutzt werden.

Wanderrucksäcke
Wer eine Wanderung oder eine Trekkingtour plant, der muss einen starken Rucksack haben. Schließlich will viel Ausrüstung ihren Platz finden. Deshalb sind die Wanderrucksäcke eben genauso konzipiert. Sie sind so stabil, dass die Ausrüstung problemlos getragen werden kann. Damit dadurch nicht eine zusätzliche Last entsteht, sind die Rucksäcke so gebaut, dass sie das Gewicht verlagern können. Dieses bedeutet, dass der Rucksack, der mit 20 Kilogramm beladen wurde, nicht mit dem vollen Gewicht auf einen Punkt der Schultern oder des Rückens drückt. Dieser Punkt ist das große Plus, dass alle Trekkingrucksäcke haben. Dazu sind die Rucksäcke mit Gurten ausgestattet. Beachtet werden muss eine gute Polsterung aller Gurte. Am Bauch und an den Tragegurten darf es nicht passieren, dass diese am Körper einschneiden. Ansonsten ist das Wander-Abenteuer schneller beendet, als manch einem lieb ist. Um alle Ausrüstung gut verstauen zu können, haben die meisten Modelle dafür mehrere Fächer. So kann alles sehr gezielt aufgeteilt werden. Empfehlenswert ist es immer, wenn der Wanderrucksack bestimmte Vorrichtungen hat, damit die Trinkflaschen außerhalb aufgehoben werden können. Kleinere Netztaschen ermöglichen dieses. Auch für Schuhe oder Gehstöcke haben manche Hersteller im Außenbereich etwas geschaffen, damit diese nicht im Rucksack aber auch nicht mit der Hand getragen werden müssen.

Tipp: Wanderrucksäcke sollten wasserfest sein. Wenn dieses nicht der Fall ist, sollte zur eigenen Sicherheit eine Regenhülle angeschafft werden.

Schulrucksack
Wichtig bei einem guten Schulrucksack ist vor allem der Tragekomfort. Obwohl für die meisten Kinder und Jugendliche das Aussehen fast auf einem Level steht. Doch sei einmal gesagt, dass ein noch so schicker Schulrucksack nichts her macht, wenn er nicht bequem ist. Worauf es beim Kauf eines Schulrucksacks ankommt, wird im Folgenden erklärt:

  • Wasserdicht: Der Schulrucksack sollte wasserdicht sein. Moderne Modelle, die aus Baumwolle gemacht sind, sind es leider oft nicht. Wer mit dem Rucksack in den Regen kommt, riskiert durchnässte Bücher oder Hausaufgaben.
  • Laptop: Für die Unis sind die Laptops heute unverzichtbar und auch in der Schule werden sie immer häufiger gebraucht. Daher sollte der Kauf auch nur dann erfolgen, wenn sich ein Laptop problemlos im Rucksack verstauen lässt. Zudem ist das Laptopfach am besten, wenn es den Laptop mit zusätzlichen Polsterungen schützen kann.
  • Sicherheit: Da Kinder mit dem Schulrucksack im Straßenverkehr unterwegs sind, sollte auch an die Sicherheit gedacht werden. Reflektoren sind daher am Rucksack unverzichtbar

Leichteres Tragen der Rucksäcke

Wer beim Kauf nichts falsch machen möchte, sollte darauf achten, dass das Tragen des Rucksacks einfach zu gestalten ist. Dazu gehört es, dass die Riemen und Gurte am Rucksack den Ansprüchen entsprechen können.

1. Der Schultergurt
Ein Schultergurt gehört zum Rucksack dazu. Wichtig ist es, dass sich dieser verstellen lässt. So kann er individuell angepasst werden. Und auch bei längeren Touren kann es sinnvoll sein, den Schultergurt nach einiger Zeit nachzujustieren. Die Belastung von Schulter und Hüfte wird dadurch verändert, Verspannungen lassen sich so vermeiden. Der Schultergurt sollte gepolstert sein und breit sein, damit dadurch ein guter Tragekomfort gewährleistet werden kann.

Tipp: Schultergurt richtig einstellen! Der Rucksack sitzt dann richtig, wenn er sich perfekt dem Rücken anschmiegt.

2. Hüftgurt
Bei Rucksäcken mit einem größeren Volumen sollte jeder darauf achten, dass ein Hüftgurt vorhanden ist. Er ist dafür da, dass das Gewicht besser verteilt wird. Ein großer Anteil des Gewichts wird auf den Hüftgurt verlagert. Daher sollte er so sitzen, dass er weder zu stramm noch zu locker ist. Ideal sind solche Hüftgurte, die sich verstellen lassen.

Tipp: Hüftgurte, die eine Aussparung haben,, sorgen für eine bessere Belüftung.

3. Lastkontrollriemen
Lastkontrollriemen laufen zwischen Schlüsselbein und Rucksack-Oberteil einher. Damit wird das Gewicht zwischen die Schultern und den Hüften verlagert.

4. Kompressionsriemen
Kompressionsriemen sind bei Wander- oder Trekking-Rucksäcken sehr häufig zu finden. Sie haben die Aufgabe, den Rucksack bei Bedarf zu komprimieren. Dann, wenn der Rucksack nicht so voll ist, kann dieses vorteilhaft sein. Die Last kann bei einem geringeren Inhalt so besser verteilt werden, was zum Vorteil hat, dass die Ergonomie besser wird.

Tipp: Ein guter Wanderrucksack sollte mindestens zwei dieser Kompressionsriemen haben.

Rucksäcke im Test – Kauftipps

Bei einem Rucksack-Kauf sollte nicht nur die Optik eine Rolle spielen. Entscheidend sind auch solche Kriterien, wie Volumen und Tragekomfort.

Volumen und Größe beim Rucksack
Mit der Liter-Angabe beim Rucksack wird die Größe bzw. das Volumen bestimmt. Es ist ein großer Unterschied zu den Maßen des Rucksacks, wenn Gepäck oder dergleichen im Rucksack transportiert werden soll. Je nach dem, für welchen Verwendungszweck der Rucksack sein soll, sollte dieser Wert unbedingt beachtet werden.

Tipp: Folgende Durchschnittsgrößen sollten je nach Anlass beachtet werden:

  • Tagestouren, Schule: 15 – 25 Liter
  • mehrtägige Ausflüge: mindestens 35 Liter
  • Wandertouren inklusive Ausrüstung: mindestens 50 Liter

Verschiedene Rückensysteme → Tragekomfort
Grundsätzlich werden Rucksäcke mit zwei unterschiedlichen Rückensystemen auf dem Markt angeboten. Durchsetzen konnte sich keines zu 100%, da sie beide ihre Vor- und auch Nachteile haben.

1. Rückensystem mit Ventilationsnetz
fingerbreiter Abstand zwischen Rücken und Rucksack
+ gute Luftzirkulation, gerade im Sommer sehr gut geeignet
– Gewichtsverlagerung nach Außen

2. Kontaktrückensystem
der Rucksack liegt direkt am Rücken an
+ Gewicht liegt nahe am Rücken, besonders gut für Outdoor-Aktivitäten geeignet
– schlechte Luftzirkulation

Spezielle Rucksäcke für Damen und Kinder
Die Hersteller haben es erkannt, dass der Bedarf an Rucksäcken sehr individuell sein kann. Daher haben sie Kinderrucksäcke und auch Rucksäcke für Damen mit in die Produktpaletten aufgenommen. Bei den Kinderrucksäcken ist alles kleiner und kompakter ausgelegt. Bei den Rucksäcken für die Damen wird ebenfalls der unterschiedliche Körperbau von Mann und Frau berücksichtigt:

  • veränderte Hüftriemen,
  • weitere Brustgurte,
  • kürzeres Rückenteil
  • schmalere Gurte
© 1996-2017 | Zeitung.de - zeitungen und fachzeitschriften : regional und international - Impressum