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Sitzerhöhung – sicheres Autofahren für größere Kinder

Kinder müssen, bis sie größer als 1,50 m sind im Auto mit einem Kindersitz gesichert werden. Kindersitze gibt es in zahlreichen Typen, die sich an der Größe der Kinder orientieren. Eine Sitzerhöhung ist für die ältesten und größten Kinder gedacht.

Warum eine Sitzerhöhung?

Die Sitzerhöhung ist ein Ersatz für einen großen und meist klobigen Kindersitz. Er ist passend für Kinder, die mehr als 15kg wiegen und eignet sich bis die Kinder keinen Kindersitz mehr benötigen. Der Vorteil bei den Sitzkissen, wie sie manchmal auch bezeichnet werden, liegt darin, dass sie kleiner und leichter sind, als die herkömmlichen Sitze in dieser Normgruppe. Kindersitze werden in Normgruppen eingeteilt, damit Eltern eine Orientierung haben, welcher Sitz der richtige für das Kind ist. Die Sitzerhöhung passt vom Gewicht her in die Normgruppe 2 und 3.

Die Sitzerhöhung hat, im Vergleich zu anderen Kindersitzen oft keine Rückenlehne mehr. Auch ein eigener Gurt fehlt. Die Kinder müssen daher mit dem normalen Anschnallgurt angeschnallt werden. Gut, wenn der Sitz zumindest eine Gurtführung an den Seiten hat, damit er hier befestigt werden kann. Am Oberkörper fehlt die Gurtführung, wenn keine Rückenlehne da ist. Daher muss der Gurt des Fahrzeuges an die Körpergröße des Kindes eingestellt werden. Ansonsten kann er am Hals einschneiden.

Tipp: Die Sitzerhöhung ist ideal als Zweitsitz, da er klein und kompakt ist. Er ist auch leicht und lässt sich einfach montieren, so kann er schnell und einfach transportiert werden.

Vor- und Nachteile der Sitzerhöhung

VorteileNachteile
leicht, klein und kompaktoft ohne Seitenaufprallschutz
einfach zu montierenoft keine Gurtführung am Oberkörper
günstig

Die unterschiedlichen Sitzerhöhungs-Typen im Test

Die meisten Sitzerhöhungen ähneln sich stark. Es gibt aber einige Unterschiede durch den Aufbau, sodass hier eine Einteilung in die unterschiedlichen Typen erfolgen kann.

  • einfache Sitzerhöhung: Die einfachen Sitzerhöhungen sind, wie der Name schon vermuten lässt, einfach aufgebaut. Es bedeutet, dass sie keine Rückenlehnen haben, womit ein Seitenaufprallschutz gegeben wäre. Sie haben auch keine Aussparungen zur Gurtführung.

Tipp: Diese Sitzerhöhungen sollten nur im Notfall verwendet werden. Sie bieten dem Kind nur ein geringes Maß an Sicherheit.

  • Sitzerhöhung mit Gurtführung: Bei der Sitzerhöhung mit einer Gurtführung ist zumindest gewährleistet, dass der Beckengurt fest ist. Der Sitz kann somit beim Bremsen nicht unkontrolliert nach vorne weg rutschen. Dieser Typ der Sitzerhöhung hat keine Rückenlehne, so ist auch hier kein Seitenaufprallschutz und der Gurt am Oberkörper hat auch keine Gurtführung.
  • Sitzerhöhung mit Rückenlehne: Bei einer Sitzerhöhung mit Rückenlehne kann dem Kind die größte Sicherheit mit dem Kindersitz gegeben werden. Durch die Rückenlehne ist ein Seitenaufprallschutz da und auch eine Kopfstütze. Der Anschnallgurt kann sowohl am Becken, als auch am Oberkörper durch die Gurtführung hindurch festgestellt werden.

Sitzerhöhung kaufen – darauf ist zu achten

Gerade bei einem Kindersitz sollten die Eltern auf die Sicherheit des Sitzes achten. Bei der Sitzerhöhung gilt es ebenso. Weitere Ratschläge zum Kauf werden auch zu finden sein.

Gesetze beachten
Laut Gesetz müssen Kindersitze aller Art, damit sie für den Straßenverkehr überhaupt zulässig sind strenge Auflagen erfüllen. Steht auf dem Sitz das Siegel ECE 44/03 oder ECE R 44/04 sind die Sitzerhöhungen genau richtig.

Größe der Sitzfläche
Die unterschiedlichen Hersteller haben unterschiedlich große Sitzerhöhungen. Am stärksten ist der Unterschied in der Breite der Sitzfläche zu sehen. Wer ein kleines Auto hat, eine schmale Rücksitzbank, der muss darauf achten, dass nicht nur die Sitzerhöhung ins Auto passt, sondern auch noch andere Mitfahren problemlos einen Platz auf der Rücksitzbank finden.

Tipp: Vor dem Kauf sollte getestet werden, ob die Sitzerhöhung auf die Rücksitzbank oder auf den Beifahrersitz passt!

Gurtführung
Mit Ausnahmen von den sehr billigen Sitzerhöhungen haben fast alle Modelle eine seitliche Gurtführung. Eltern sind gut beraten, wenn sie darauf achten, dass der Gurt mit einem speziellen Haken am Sitz den Gurt am Becken befestigt. Sollte dieses nicht der Fall sein, ist die Gefahr groß, dass der Gurt verrutscht. Der Gurt würde im schlimmsten Fall zu Verletzungen bei dem Kind führen.
Eltern, die ihren Kindern ein sicheres Mitfahren anbieten wollen, sind gut beraten, wenn sie zu einem Modell tendieren, welches eine Rückenlehne hat. Denn bei diesen Sitzerhöhungen kann der Gurt des Oberkörpers auch noch einmal fixiert werden. So kann er nicht einschneiden.

Tipp: Den Gurt im Auto bitte immer auf die Größe des Kindes einstellen, ansonsten schneidet er schnell ein.

Die Rückenlehne
Bei den Kindersitzen für kleiner Kinder ist immer eine Rückenlehne dabei. Auch bei einer Sitzerhöhung kann ein Modell mit einer Rückenlehne sinnvoll sein. Über die Vorzüge bei der Gurtführung wurde schon gesprochen, doch bietet eine Rückenlehne auch einen Seitenaufprallschutz, der bei einem Unfall wertvoll sein kann. Durch die zusätzlichen Kopfstützen kann das Kind im Auto auch bequemer schlafen, als wenn es den Kopf an die Fensterscheibe oder die Innenverkleidung lehnt.

Der Bezug der Sitzerhöhung
Bei Kindern sollte immer darauf geachtet werden, ob die alltäglichen Dinge leicht zu reinigen sind. So auch bei der Sitzerhöhung, die ständig im Einsatz ist. Allzu oft kleckern Kinder im Auto mit den Getränken, manche Sitze müssen auch durch Schweiß oder Abdrücke der Schuhe gewaschen werden. Viele Sitzerhöhungen haben solche Bezüge, die bei 30°C in die Waschmaschine können. Der Bezug der Sitzerhöhung sollte zudem gut gepolstert sein, damit das Kind auf ihm bequem sitzen kann. Nicht nur bei längeren Autofahrten ist dieses sinnvoll.

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