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Staubsauger Test und Vergleich – hier hat Staub keine Chance

In jedem Haushalt findet sich mindestens ein Staubsauger an – diese Geräte aus dem Hause Miele, Grundig oder Dyson sollen in erster Linie eines tun: die Böden von Staub und Dreck zu befreien. Mittlerweile schaffen Handstaubsauger, Stabstaubsauger und Bodenstaubsauger jedoch viel mehr. Sie hinterlassen nichts als reine Sauberkeit, schonen gleichzeitig Parkett, Teppich oder Fliesen und schaffen dabei Zufriedenheit beim Anwender. Dennoch haben sich im Laufe der Zeit die Bedürfnisse der Käufer stark verändert. Längst wird nicht mehr ein Staubsauger benötigt, der nur saugt – gute Stromeinsparungen, hohe Saugkraft, Geräte ohne Beutel und mit möglichst vielen Zusatzoptionen stehen hoch im Kurs.

Der Staubsauger im Wandel der Zeit

#59866004 - fotolia - gpointstudio

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Der erste Staubsauger wurde von J.W. Newcombe im Jahre 1922 präsentiert. Dieses Gerät war nicht nur sehr groß, sondern auch recht laut. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Haushaltsgerät und wurde immer handlicher, sorgfältiger und auch geräuschärmer. Dank leistungsstarken Motoren und intelligenten Gebläsen lassen sich selbst kleinste Staubpartikel einfangen. Dabei wird die Luft vom Staubsauger angesaugt und alles, was nicht niet- und nagelfest ist, eingezogen. Der Schmutz sammelt sich anschließend in einem Beutel oder Sammelbehälter. Darüberhinaus verfügen die meisten Staubsauger derweil über Filtersysteme. Diese sorgen dafür, dass der Staub nicht wieder aus dem Elektrogerät entweichen kann – ein Passus, der vor allem für Allergiker interessant ist. Die Luft, die aus dem Staubsauger entweicht, ist demnach gefiltert und sauber: eine Wohltat für Nasen, die empfindlich auf Hausstaub reagieren.

Tipp: ein jeder Filter wird bestimmten Klassen zugeordnet, die von 1 bis 17 unterteilt sind. Je höher die Klasse, desto besser arbeitet der Saugfilter für den Allergiker. Achten Sie daher beim Kauf eines neuen Staubsaugers unbedingt auf einen HEPA-Filter.

Unterschiedliche Staubsauger im Vergleich

Im Handel werden derzeit unterschiedliche Staubsauger-Typen angeboten, sodass alle Bedürfnisse abgegolten werden können. Stabstaubsauger sind demnach für kleinere Wohnungen geeignet, um Platzmangel gerecht werden zu können. Der Handstaubsauger eignet sich eher für kleinere Staubübel zwischendurch, während der robuste Bodenstaubsauger mit vielerlei Dreck und Staub zurechtkommt.

Der Bodenstaubsauger

Der Bodenstaubsauger gilt als Klassiker unter den Staubelektrogeräten. Er lässt sich für das ganze Haus verwenden, besticht durch eine überaus hohe Saugkraft und ist sowohl mit idealen Filtern als auch verschiedenen Saugaufsätzen für mannigfaltige Bodenuntergründe ausgestattet. Je nach Gusto könne Geräte mit Staubbeuteln oder modernen Auffangbehältern erwählt werden.

Der Stabstaubsauger

Der Stabstaubsauger ist die handlichere Variante und lässt sich zudem platzsparend und einfach verstauen. Zwar ist dieses Elektrogerät oftmals etwas schwieriger in der Handhabung und somit nicht für große Haushalte geeignet, macht sich allerdings in Single-Haushalten und kleineren Wohnungen überaus gut.

Der Handstaubsauger

Mit einem Akku ausgestattet stellt sich der Handstaubsauger dar, welcher in der Regel für kleinere Dreckunfälle im Haushalt oder im Auto zum Einsatz kommt. Der Transport ist überaus komfortabel, allerdings ist die Akkuleistung der zumeist beutellosen Geräte nur auf einen kleinen Zeitraum begrenzt – auch die Saugkraft lässt manches Mal zu wünschen übrig. Nach dem Gebrauch findet der Akku Staubsauger an seinem Ladegerät Platz, ehe er wieder genutzt werden kann.

Der Staubsauger-Roboter

Im Vormarsch sind zurzeit die Staubsauger-Roboter, die zwar in der Anschaffung etwas teurer sind, dafür jedoch zuverlässige Dienste leisten. Wie von selbst fahren die flachen Staubsauger durch die Wohnung, machen an Hindernissen dank speziellen Sensoren halt und wenden und fahren selbst zur Ladestation, wenn der Akku schwächelt. Diese Staubsaugerart wäre somit für jeden Haushalt perfekt, allerdings kommen diese Geräte noch immer nicht vollständig mit unebenen Flächen zurecht.

Vorteile StaubsaugerNachteile Staubsauger
Sauberkeit binnen kürzester ZeitSaugkraftverluste bei vollem Beutel
Dank HEPA-Filter für Allergiker geeignetStaubbeutel bedeuten höhere Kosten
Neueste Technologie schaffen Komfort

Staubsauger und ihre Eigenschaften

Staubsauger werden nicht nur leichter, kompakter und in modernen Farben angeboten – sie bieten sogar verschiedene Eigenschaften, welche die Handhabung in den eigenen vier Wänden noch angenehmer gestaltet. Neben dem Punkt der Saugkraft spielen nämlich auch

  • Lautstärke
  • Handling
  • Beutel oder Auffangbehälter
  • Aktionsradius

sowie weiteres Equipment eine gewichtige Rolle.

Von Kabellängen und Auffangbehältern
Wohnen Sie in einem großen Haus oder in einer recht kleinen Wohnung? Diesen Punkt sollten Sie vor dem Kauf eines Staubsaugers unbedingt beachten, hängt die Kabellänge schließlich auch vom Aktionsradius ab. Je länger demzufolge das Kabel, desto größer ist ebenso der Aktionsradius. Für eine kleine Wohnung dürfte es unerheblich sein, wenn der Stecker des Elektrogerätes ein- oder zweimal gezogen werden muss – für das Saugen eines großen Hauses stellt sich diese Maßgabe hingegen deutlich schwieriger dar.

Auch die Tatsache der Beutelart sollte bedacht werden. Wünschen Sie einen Auffangbehälter, welcher eine kostengünstige Variante zum Beutel bietet, so ist auch hier ein Vergleich nicht zu versäumen. Die Beutel müssen stets nachgekauft werden, während der Auffangbehälter lediglich in regelmäßigen Abständen entleert und gereinigt werden kann.

Saugkraft
Die Saugkraft des Staubsaugers ist nicht weniger interessant, wenn es um einen Neukauf geht. Dabei sollten sich potentielle Käufer jedoch nicht nur auf die Leistung verlassen, da diese keine Aussage über die Saugkraft ermöglicht. Wichtiger ist hier eher der Punkt der Teppichreinigungsklasse. Diese zeigt auf, wie viel Staub das Gerät aufnehmen kann. Dabei gilt die Prämisse: je besser die Staubaufnahme, desto besser werden Allergien reduziert.

Wattzahlen
Da laut neuesten EU-Verordnungen Staubsauger, die mehr als 1.600 Watt verbrauchen, verboten wurden, ist der Fehlkauf eines Stromfressers eher unwahrscheinlich. Hintergrund: weniger Stromverbrauch, bessere Kostenersparnis und verbesserter Schutz für die Umwelt. Dabei haben sich namhafte Hersteller wie Dyson & Co. sowieso mittlerweile auf Modelle spezialisiert, die mit innovativen Filtern, besseren Energieeffizienzklassen und aerodynamischen Motoren für zufriedene Kunden sorgen. Dabei gilt nicht: je höher die Wattzahl, desto sauberer die Räumlichkeiten. Bereits Staubsauger mit 650 Watt liefern hervorragende Sauberkeit ab.

Lautstärke
Die Lautstärke eines jeden Elektrogerätes wird in Dezibel (kurz dB) gemessen. Da jedoch die aktuellen Sauger immer besser konstruiert werden, befinden sich die Geräuschfrequenzen derweil auf angenehmen Level von ca. 70 dB. Diese Dezibelzahl wird im Gegensatz zu anderen Geräuschquellen als relativ leise empfunden. Zum Vergleich

  • Bohrmaschine – ungefähr 100 dB
  • Haarföhn – ungefähr 90 dB
  • Gewitter – ungefähr 130 dB
  • gewöhnliches Unterhaltung – ungefähr 60 dB

Equipment

Nicht unerheblich ist das Zubehör, welches beim Kauf eines neuen Staubsaugers erworben wird. Neben vielen Gadgets findet sich auch so manche Düse an, die für leichtere Reinigungen von schwer zugänglichen Ecken oder Polstermöbeln geeignet ist.

  • Kombidüsen – ist für Hart- oder Teppichböden ideal
  • Parkettdüsen – schont Fliesen, Laminat, Parkett und ähnliche Bodenbeläge
  • Polsterdüsen – ist für Kissen, Matratzen oder Polster geeignet
  • Turbodüsen – wird vorrangig bei starken Verschmutzungen angewandt und agiert mit Saugluft
  • Elektrodüsen – arbeitet wie eine Turbodüse, jedoch mit einem separaten Elektromotor

Darüber hinaus gibt es viele weitere Pinsel, Schläuche oder Düsen, die jeden Saugvorgang erleichtern. Wer sich also einen neuen Staubsauger kaufen möchte, kann sowohl einen Bodenstaubsauger, einen Handstaubsauger, einen Akku Staubsauger oder einen Stabstaubsauger mit vielfältigem Zubehör erhalten.

Staubsauger im Test

In regelmäßigen Abständen nimmt auch Stiftung Warentest verschiedene Staubsauger unter die Lupe. Dabei werden im Test und Vergleich Sauger ohne Beutel, mit Akku, verschiedener Firmen und Größen getestet. Erst im vergangenen Jahr, nachdem die neuen EU-Verordnungen im September 2014 verankert wurden, konnten aktuelle Testsieger ermittelt werden.

ProduktEnergie-klasseLeistung in WattLautstärke in dBAktions-radiusBeutellosPreis
Siemens power Sensor Q8.0A650 Watt72 dB12 mNeinCa. 200€
AEG Ultra Silencer UsenergyA700 Watt61 dB12 mNeinCa. 170€
Philips FC Performer ProA650 Watt78 dB11 mNeinCa. 160 €
Philips Power Pro CompactB750 Watt79 dB8 mJaCa. 90€
Siemens VSQ5X1230 Q5.0B850Watt70 dB13 mNeinCa. 163€
Bestron OptimoC1.400 Watt80 dBNeinCa. 57€

In diesem Vergleich von Stiftung Warentest geht eindeutig hervor, dass der Staubsauger der Marke Siemens PowerSensor Q8.0 als Testsieger mit einer Note von Sehr gut (1,3) gekürt wurde. Preis-Leistungssieger wurde das Modell Philips PerformerPro, mit der Endnote Sehr gut (1,6).

Wissenswertes im Überblick

Wie ersichtlich wurde, macht nicht nur die Leistung einen guten Staubsauger aus. Bodenstaubsauger, die über einen leistungsstarken Motor bis 1.000 Watt verfügen, können bereits hervorragende Resultate abliefern und dabei noch Stromkosten einsparen. Wichtiger ist es beim Kauf auf verschiedenen Düsen, Kabellängen für einen angenehmen Aktionsradius und einen HEPA-Filter für Allergiker zu achten.

Bedenken Sie zudem, ob der Staubsauger beutellos sein soll. Ohne Beutel sparen Sie definitiv weiteres Geld ein – gleichwohl gilt: je voller der Beutel, desto mehr sinkt die Saugleistung.

Ist der Auffangbehälter voll, ist eine Reinigung nötig

Früher haben Staubsauger mittels einer Kontrollleuchte zu erkennen gegeben, wenn der Beutel voll war. Auch die Saugkraft hat unter dieser Maßgabe deutlich gelitten. Heute können Besitzer eines beutellosen Staubsaugers zu jeder Zeit den Auffangbehälter reinigen und somit komfortables Saugen genießen. Zudem schaffen einige Modelle dank Zentrifugaltechniken hervorragende Staubaufnahmen ohne Saugkraftverluste.

Möchten Sie sich nun einen besseren Bodenstaubsauger zulegen, so können Altgeräte beim Händler abgegeben oder dem Elektroschrott übergeben werden. Bitte entsorgen Sie ausgediente Elektrogeräte zum Schutz der Natur nicht über den Hausmüll.

Das sollte besser nicht weggesaugt werden
Krümel, Wollmäuse und kleinere Dreckanhäufungen sind zumeist kein Problem für Staubsauger. Bedenken Sie allerdings, dass Essensreste oder Flüssigkeiten zwar vom Bodensauger aufgefangen werden können, jedoch auch im Beutel verderben und somit unschöne Gerüche entstehen.

Auch Tiere wie Spinnen sollten besser nicht eingesaugt werden. Die Kleinstlebewesen sterben einen qualvollen Tod. Nehmen Sie die Tiere besser mit einem Glas auf und setzen Sie diese wieder nach draußen in die Freiheit

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