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Trinklernbecher – einfaches und sicheres Trinken lernen

Kinder müssen vieles erst lernen: so auch das Trinken aus einem Becher. Da die Kinder ab der Geburt einen Saug-Reflex haben, können sie nicht aus einem Becher, einem Glas oder einer Tasse trinken. Um den Kindern das Trinken lernen einfach und kindgerecht zu machen, gibt es Trinklernbecher.

Warum einen Trinklernbecher benutzen?

Spätestens dann, wenn das Kind nicht mehr gestillt wird und die Flaschennahrung auch reduziert wird, braucht es einen Flüssigkeitsausgleich. Alleine feste Nahrung, wie Brei, Gläschen oder frischer Babykost, reicht nicht aus. Das Kind muss ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, damit es gesund aufwachsen kann.
Da Kinder wegen des Saug-Reflexes aber nicht direkt nach der Flasche aus einer Tasse trinken können, muss das Kind daran langsam gewöhnt werden. Die Trinklernbecher haben einen Aufsatz, der dem Sauger der Flasche stark ähnelt. Allerdings ist das Trinken durch einfaches saugen nicht möglich. Zusätzlich haben diese Becher eine weitere Dichtung, damit die Flüssigkeit nicht beim Umdrehen einfach herauslaufen kann. So kann das Kind sich nicht verschlucken und auch das Verschütten der Getränke ist nahezu unmöglich.

Tipp: Kinder ab dem 5. bis 6. Lebensmonat sollten mit dem Trinklernbecher vertraut gemacht werden. Spätestens mit dem 2. Lebensjahr sollte ein Kind eigenständig aus einem Becher, etc. trinken können.

Trinklernbecher Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
praktisch, auch unterwegsnicht alle Kinder trinken daraus
stabilZähne und Kiefermuskeln können in Mitleidenschaft gezogen werden
laufen nicht aus

Die unterschiedlichen Trinklernbecher im Vergleich

Die Unterschiede bei den Trinklernbechern liegen vor allem in dem Mundstück. Eltern sollten genau schauen, ob das Kind aus dem Becher trinken kann oder ihn ablehnt. Ggf. hilft es dann, das zu einem anderen Becher, der einen anderen Aufsatz hat, gegriffen wird.

Trinklernbecher – Ratgeber für den Kauf des individuellen Testsiegers

Der richtige Trinkbecher für das eigene Kind muss oftmals lange gesucht werden. Eltern kennen es nur zu gut, das Kind möchte aus dem Becher nicht trinken. Hilfreich ist es dann, einen anderen Becher zu testen. So lange, bis das Kind den Becher annimmt.

Die richtige Form
Bei der richtigen Form der Trinklernbecher sollte auf die Öffnung geachtet werden. Erkennbar ist es, dass sich das Trinkverhalten der Kinder mit zunehmender Übung verbessert. Bei kleinen Kindern, die ihr ersten Trinkversuche unternehmen, sollte daher eine Öffnung gewählt werden, die klein ist. Ansonsten wird doch recht viel daneben gehen. Und dieses ist ein Misserfolg, der bei den Kindern häufig dazu führt, den Trinklernbecher abzulehnen. Empfehlenswert für die ersten Trinkversuche ist ein Saugaufsatz. Dieser ähnelt der Flasche oder der Brust und das Kind kann so einfacher das Trinken erlernen. Später kann das Mundstück dann geändert werden, wenn das Trinken recht gut klappt. Nach dieser ersten Lernphase sollte ein Trinklernbecher mit einem elastischen Schnabel gewählt werden. Hier wird bei den Produkten auch sehr oft der Begriff der Schnabeltasse zu finden sein. Ab dem 12. Lebensmonat sind Eltern gut beraten, wenn sie gänzlich auf eine solche Mundöffnung verzichten. Trinklernbecher mit einem Strohhalm oder einem Trinkrand sind dann die richtigen!

Tipp: Um Zahnfehlstellungen vorzubeugen sollte ein Mundstück gewählt werden, das zum Alter des Kindes passt. Ansonsten können sich auch die Kiefermuskulaturen nicht ausprägen.

Die richtige Aufsatz-Härte
Gerade bei Kleinkindern ist das Saugen noch recht stark ausgeprägt. Daher wird den Eltern geraten, einen recht weichen Aufsatz zu wählen. Aber auch hier gilt, zu weich darf der Aufsatz nicht sein, da es ansonsten zu Zahnfehlstellungen kommen kann. Bei Kindern, die auf dem Aufsatz herumkauen, sollten Eltern darauf achten, einen harten Aufsatz zu wählen. Ansonsten kann der Aufsatz durch die Zähne beschädigt werden.
Zum Aufsatz sei noch gesagt, dass dieser auch nicht zu groß und nicht zu klein sein darf. Ansonsten kann das Kind nicht aus ihm trinken. Bei zu kleinen Aufsätzen muss das Kind sich recht stark anstrengen, um an die Flüssigkeit zu gelangen. Vielen Kindern vergeht dann die Lust auf das Getränk. Andersherum ist es auch nicht besser: sollte der Aufsatz zu groß sein, kann das Kind sich an dem Getränk schnell verschlucken oder es läuft einiges neben her. Und auch dann wird das Kind keine große Lust mehr auf die Trinklernhilfe haben.

Tipp: Manche Hersteller bieten ein Set an, bei dem es mehrere Aufsätze zu dem Becher gibt. So sind die Eltern auf alle individuellen Gegebenheiten des Kindes vorbereitet.

Das richtige Material
Bei einem Trinklernbecher sollten die Eltern sich immer für Modelle aus Plastik entscheiden. Sie haben den großen Vorteil, dass sie stabil und robust sind. Selbst dann, wenn der Becher herunterfällt, kann er nicht sofort kaputt gehen. Und wenn doch, dann gibt es keine Scherben, die gefährlich sind. Plastik kann zu dem in der Spülmaschine gereinigt werden, was für viele Eltern eine große Arbeitserleichterung darstellt.

Trinklernhilfen aus Glas oder aus Edelstahl sind nicht sonderlich gut geeignet. Nicht nur, dass sie schneller kaputt gehen können, sondern auch da sie für die Zahngesundheit nicht förderlich sind.

Tipp: Bei Trinklernbechern aus Plastik sollte darauf geachtet werden, dass sie BPA frei sind.

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