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Windeleimer – Windeln geruchsarm entsorgen

Spätestens dann, wenn die ersten Windeln entsorgt werden müssen, werden sich alle Eltern freuen, wenn sie einen Windeleimer haben. Anders als bei einem herkömmlichen Abfalleimern wird dieser luftdicht verschlossen. So kann kein unangenehmer Duft entweichen.

Warum einen speziellen Windeleimer verwenden?

Die unterschiedlichen Windeleimer haben alle eins gemeinsam. Sie lassen sich so verschließen, dass der Windelgeruch nicht nach draußen dringen kann. Dazu haben sie meistens einen speziellen Deckel, der das einwerfen der Windeln ohne ein Öffnen erlaubt. Andere Windeleimer sind so gearbeitet, dass der Deckel zwar noch geöffnet werden muss, der gesamte Eimer aber geruchsdicht ist.

Tipp: Eine regelmäßige Leerung des Windeleimers ist dennoch notwendig!

Windeleimer – die Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
sehr hygienischnicht umweltfreundlich
kein Geruchhohe Folgekosten bei Windeltwistern
einfach zu bedienenin Windeltwister passen keine herkömmlichen Müllbeutel
einfach zu reinigen

Die unterschiedlichen Windeleimer-Typen im Test

Bei den Windeleimern lassen sich zwei unterschiedliche Typen erkennen. Zum einen sind es die sogenannten Windeltwister und dann die klassischen Windeleimer, die einen Deckel zum Öffnen und Verschließen haben.

  • Der klassische Windeleimer: Bei dem klassischen Windeleimer handelt es sich um einen Abfalleimer, wie ihn viele kennen. Er hat einen Deckel, der mit der Hand angehoben werden muss, oder mit einem Fußpedal geöffnet werden kann. Als Material wird hier meistens Kunststoff verwendet, die Form der Eimer reicht von rund bis eckig. Da in diesen Windeleimer normale Mülltüten passen, entstehen keine Folgekosten. Auch für Stoffwindeln kann dieser Windeleimer problemlos genutzt werden, bis sie dann gewaschen werden.

Tipp: Nur ein gut verschlossener Deckel sorgt dafür, dass kein Geruch aus dem Eimer herausdringen kann.

  • Der Windeltwister: Unter den Windeleimern zählt der Windeltwister als geruchsärmste Variante. Die Herrsteller haben hier dafür gesorgt, dass auch bei offenem Deckel kein unangenehmer Geruch antweichen kann. Der Twister hat im Inneren eine Folienkassette, mit der jede einzelne Windel in einen separaten Müllbeutel gelangen kann. Und dieser Beutel wird auch automatisch direkt verschlossen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, das solche Eimer nicht wirklich eine Reinigung benötigen. Wer Stoffwindeln für das Kind nutzt, wird mit diesem Typen nicht weit kommen. Und auch das ständige Kaufen der Nachfüllkassetten ist ein teures Unterfangen.

Kauftipps für den Windeleimer

Der Kauf eines Windeleimers ist eine recht schwierige Aufgabe. Daher sollte nicht ohne folgende Tipps an die Sache herangegangen werden.

1. Welches Fassungsvermögen auswählen?
Das Fassungsvermögen des Windeleimers ist vom individuellen Bedarf abhängig. Der Markt bietet Windeleimer, die zwischen 25 und 70 Windeln sammeln können. 70 Windeln sind eher etwas für den Gebrauch in einer Kindertageseinrichtung gedacht. Eltern, die nur einem Kind die Windel wechseln müssen, kommen mit 25 Windeln an Fassungsvermögen gut aus. Bei mehreren Kindern im Windelalter sollte zu einem Windeleimer tendiert werden, der bis zu 40 oder 50 Windeln aufnimmt.

2. Wie lässt sich der Windeleimer bedienen?
Die einfache Handhabung steht bei Eltern im Bezug auf alltägliche Dinge immer im Vordergrund. Beim Windeleimer ist sie besonders wichtig, da die Eltern ihr Augenmerk eigentlich besonders gut auf die Kinder richten müssen, die auf dem Wickeltisch liegen. So sollte ein Windeleimer ausgewählt werden, der sich gut mit einer Hand bedienen lässt. Mit der anderen Hand kann das Kind festgehalten werden.

Tipp: Richtig platziert wird ein Windeleimer in dem Abstand zum Wickeltisch, dass er mit ausgestrecktem Arm zu erreichen ist.

3. Wie geruchsarm soll der Windeleimer sein?
In diesem Punkt sind die Wünsche der Eltern doch recht unterschiedlich. Allen Eltern ist es wichtig, dass bei geschlossenem Deckel kein üblicher Geruch entweichen kann. Und dieses Kriterium erfüllen alle Windeleimer. Eltern, denen es wichtig ist, dass überhaupt keine Geruchsbelästigung stattfindet, sollten sich für einen Windeltwister entscheiden. Die Windel werden in einen luftdichten Beutel verpackt, ohne dass die Eltern hier auch nur etwas wahrnehmen.

4. Welche Hygieneanforderungen sind wichtige?
Eltern sollten im Umgang mit Kleinkindern immer auf eine ausreichende Hygiene achten. Daher sollte der Windeleimer sich so bedienen lassen, dass weder die Windel in den Eimer hereingedrückt werden muss, noch das beide Hände mit dem Eimer in Kontakt kommen. Der Windeltwister ist sehr hygienisch, da die Müllbeutel keimtötend sind. Anders sieht es bei dem klassischen Windeleimer aus. Wenn der Deckel mit den Händen geöffnet werden muss, ist dieses wenig hygienisch. Da kann ein Eimer, der mit einem Fußpedal bedient wird, mehr bieten.

Tipp: Eimer mit einem Fußpedal sind nicht kindersicher und sollten daher nicht in der Reichweite der kleinen Entdecker stehen!

5. Welchen Preis darf der Windeleimer haben?
Unter dem Aspekt der Kosten dürfen nicht nur die Anschaffungskosten gesehen werden. Denn bei einem Windeltwister fallen durch den Kauf der Nachfüllkassetten Folgekosten an, die vor dem Kauf unbedingt bedacht werden sollten. Eine Kassette kostet durchschnittlich 7,00 € und ein Kind will bis etwa zum 2. Lebensjahr gewickelt werden. Bei dem klassischen Windeleimer fallen nur die Kosten für den Kauf herkömmlicher Müllbeutel an. Beim Anschaffungspreis von einem Windeleimer sind große Unterschiede zu sehen. Auch hier sind die klassischen Modelle in der Regel deutlich günstiger.

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