Salbei – vielseitig einsetzbar

Salbei, die älteste Heilpflanze der Welt, kommt aus den Gebieten rund ums Mittelmeer und aus Südeuropa. Vor allem aber wird Salbei in der Adriaregion angebaut, weiterhin aber auch in vielen anderen europäischen Ländern. Für die medizinische Verwendung werden allerdings die Blätter verwendet, die aus Pflanzen aus den südlichen Ländern importiert werden. Salbei hilft vor allem bei Atemwegserkrankungen und kann bei allen Entzündungen im Mundbereich eingesetzt werden. Weiterhin wirkt Salbei schweißhemmend und hat eine stark antibakterielle und zusammenziehende Wirkung.

Was ist Salbei?

Salbei ist ein Halbstrauch, der bis zu 70 cm hoch ist. Die Blätter sind weich, haben eine graugrüne Farbe und können zwischen 3 und 10 cm lang sein. Salbei schmeckt bitter und würzig, der Geruch ist sehr aromatisch. Salbei blüht in der Regel ab Mitte Mai und hat hellviolette Blüten. Salbei kann auch in unseren Breitengraden angebaut werden und steht er am richtigen Ort, kann er wuchern und hervorragend wachsen. Salbei ist das älteste Heilkraut und der Merksatz aus dem 13. Jahrhundert lautet mit Recht: „Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?“

Atemwegserkrankungen und Salbei

Vor allem bei Atemwegserkrankungen kann Salbei unterstützend helfen. Noch heute sind viele Hustenbonbons mit Salbei erhältlich, da dieses Kraut Hustenattacken lindern kann. Schon im Mittelalter wurde von den Mönchen ein Sirup aus Salbei, Honig und Apfelessig hergestellt, der bei Halsentzündungen, Husten, Erkältungen und Bronchitis eingesetzt wurde. Auch zur Behandlung von Tuberkolose wurden Bonbons aus Salbei, Bienenwachs und Honig eingesetzt. Besonders erfolgreich war die Behandlung, wenn gleichzeitig ein heißes Zitronenwasser getrunken wurde. Dies liegt vor allem an der antimikrobiellen Wirkung der ätherischen Öle und der zusammenziehenden Tannine.

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Den Blutzuckerspiegel mit Salbei günstig beeinflussen

Salbei ist auch dafür bekannt, dass es den Blutzuckerspiegel günstig beeinflussen kann. Allerdings ist es nicht dafür gedacht, dass man sich zahlreiche Süßigkeiten gönnt und danach einen Tee trinkt und schon sinkt der Blutzuckerspiegel. Salbei ist kein zuckersenkendes Mittel, sondern kann nur dabei helfen den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten, wenn es regelmäßig angewendet wird.

Salbei hilft Müttern beim Abstillen

Mütter, die abstillen möchten, sollten Salbeitee trinken. Dieser kann den Milchfluss eindämmen, wie auch einen Milchstau verhindern und so dabei helfen, wenn es Zeit zum Abstillen ist. Außerdem kann es so auch gleichzeitig dem Baby helfen, da Salbei bei Verdauungsproblemen hilft. In der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollte jedoch auf Salbei verzichtet werden. In großen Mengen kann Salbei sogar abtreibend wirken und stillende Mütter können weniger Milch haben, wenn Sie Salbeitee trinken. Um die Milchproduktion anzuregen, ist Fenchel empfehlenswert.

Salbei hemmt die Schweißproduktion

Aus Salbei kann man ein prima Deo machen, da seine Wirkstoffe die Schweißproduktion hemmen. Hierbei profitieren vor allem Menschen in den Wechseljahren, da so die Hitzewallungen, durch die Hormonumstellung, gut eindämmt werden können. Doch auch pubertierende Jugendliche, die Hitzewallungen haben, können sehr gut auf Salbei setzen, da diese Heilpflanze gleich an zwei Stellen die Schweißproduktion hemmt. Salbei wirkt nämlich gleichzeitig auf das Temperaturzentrum im Gehirn, wie auch auf die Schweißdrüsen.

Weiterhin ist Salbei besonders für Frauen eine sehr gute Heilpflanze, da sie Steroide und Triterpene enthält und durch die Entfaltung der östrogenartigen Wirkung einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt der Frauen hat und diesen im Gleichgewicht hält.

Salbei für die Mundhygiene

Salbei ist Zahncreme und Zahnbürste in einem und schon zu Zeiten, in denen es noch keine Zahnbürsten gab, wurden Salbeiblätter um den Finger gewickelt und damit die Zähne „geputzt“. Mit dem Blatt wurden Zahnfleisch und Zähne massiert und somit wurden Zahnbeläge entfernt, Bakterien abgetötet und Zahnfleischbluten verhindert. Weiterhin wurde der Atem erfrischt und das Zahnfleisch gestärkt. Auch heute noch gibt es zahlreiche Zahncremes mit Salbei, die so die Mundhygiene positiv beeinflussen und sogar die Zähne weiß machen, wenn täglich ein Blatt gekaut wird. Hat man also mal keine Zahnbürste oder Zahncreme zur Hand, reicht es schon, wenn ein Salbeiblättchen gekaut wird. Doch auch, um einfach den Atem zu erfrischen, kann einfach ein Salbeiblatt wie Kaugummi gekaut werden und dabei tut man sich sogar noch etwas Gutes. Denn nicht umsonst wird der Salbei als „Probiotikum der Mundhöhle“ bezeichnet.

Salbei würzt Speisen und macht Fleisch haltbarer

Auch als Konservierungsmittel sind Salbeiblätter bestens geeignet. Denn Geflügel und Rindfleisch werden dadurch haltbarer und waren schon früher sehr begehrt, da hohe Preise für das, in Salbei eingelegte Fleisch, bezahlt wurden. Außerdem sollten die Chinesen früher ihren geliebten Schwarztee gegen Salbei getauscht haben. Drei Kisten Schwarztee, gegen eine Kiste Salbeiblätter.

Rezepte für Salbei Lotion und Salbei Tee

Wer sich ein prima Körperpflegemittel selbst herstellen möchte, das auch noch bei Hautproblemen helfen kann, ist mit einer Salbei-Lotion sehr gut bedient. Dazu verwendet man

  • 1,5 Tasse Salbeiblätter (am besten frisch)
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Sternanis-Blüten
  • 10 Gewürznelken

Die Salbeiblätter werden in einen Topf gegeben und 15 Minuten köcheln lassen. Dabei mehrmals umrühren. Anschließend den Sud abkühlen lassen, abseihen und in eine sterile Flasche umfüllen. Die Flasche sollte gut verschlossen werden. Einen Teil davon kann man auch in eine Flasche mit Pumpzerstäuber geben, um so immer direkt die Lotion auftragen zu können. Die Salbei Lotion kann als Erfrischungsspray, als Gesichtswasser oder auch als Badezusatz verwendet werden.

Einen Salbeitee bereitet man folgendermaßen zu:

In eine Tasse, die zu einem Viertel mit frischen Salbeiblättern gefüllt ist, gießen Sie Wasser hinzu. Der Tee sollte zwischen ein und drei Minuten ziehen. Um ihn zu Süßen kann man Honig verwenden und nach Belieben auch einen Spritzer Zitronensaft.

Soll mit dem Tee gegurgelt werden, etwa bei Halsenzündungen, verwendet man einen Teelöffel klein geschnittene Salbeiblätter und gießt diese mit 150 ml Wasser auf. Der Sud sollte etwa 10 Minuten ziehen. Sobald er etwas abgekühlt ist, kann damit gegurgelt werden.

Wie bei allen Heil-Tees sollte auch hier nach zehn Tagen eine Pause, von knapp einer Woche, eingelegt werden. So verhindert man Nebenwirkungen und dass die Heilkräuter auch dann wirken, wenn es notwendig ist.

Salbeiwein für die Verdauung

Auch ein Salbeiwein kann bei Verdauungsproblemen helfen. Hierfür verwenden Sie ein circa 30 Gramm Salbeiblätter und eine Flasche Rotwein. Beides gibt man in einen Topf und erhitzt es. Nach dem Abkühlen, die Salbeiblätter absieben und den Wein in eine Flasche umfüllen. Davon kann täglich ein Schnapsglas getrunken werden, am besten vor dem Essen.

Anwendungsgebiete

Der Salbeitee hilft bei vielen Problemen. Denn den Tee kann man nicht nur trinken, sondern auch äußerlich als Waschung verwenden. So kann beispielsweise eine Tasse Tee vor dem zu Bett gehen getrunken werden, um Nachtschweiß zu vermeiden. Doch gleichzeitig kann auch eine Waschung unter den Achseln dabei helfen, um nachts nicht zu schwitzen.

Wer Verdauungsprobleme hat, kann entweder vor den Mahlzeiten ein Schnapsglas von dem Salbeiwein trinken oder auch eine Tasse Salbeitee. Aber auch Rückenschmerzen können mit dem Salbeitee gelindert werden. Dazu wird einfach der Rücken mit dem Salbeitee eingerieben, damit dieser da wirken kann, wo es notwendig ist. Aber auch die Salbei Lotion kann dafür verwendet werden.

Halsschmerzen können ebenfalls mit einem Salbeitee behandelt werden, um eine Linderung durchs Gurgeln hervorrufen zu können. Dabei sollte der Tee allerdings länger ziehen, um eine stärkere Wirkung der ätherischen Öle zu gewährleisten.

Den Schweiß mit Salbei Lotion, Tee und Sud bekämpfen

Auch die Schweißproduktion kann mithilfe von Salbei bekämpft werden. Gegen Handschweiß sollte man etwa drei Monate morgens, mittags und abends eine Tasse Salbeitee trinken. Wer vermehrt unter den Achseln schwitzt oder Schweißfüße hat, kann nach jedem Duschen oder Baden die Achselhöhlen und Füße mit dem Salbeisud abwaschen. Weiterhin kann auch die Salbei Lotion dafür verwendet werden oder man badet die Füße in einem Salbeisud.

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